Mittwoch, 17. Oktober 2018

Nänie an einen toten pflaumenbaum


ritz ratz ritz ratz
ritz ratz ritz ratz
ritz ratz ritz ratz
ritz ratz ritz ratz

ritz ratz ritz ratz
ritz ritz ratz ratz
ritz ratz ritz ratz
ritz ratz ritz ratz

ratz ritz ratz ritz
ritz ratz ritz ratz
ritz ritz ratz ratz
ritz ratz ritz ratz

ratz ratz ritz ratz
ritz ratz ritz ratz
ritz ratz ritz ratz
grrr! bloink! bumm!




Bei Brecht heißt es über den pflaumenbaum:

»Weil er nie eine Pflaume hat.
Doch er ist ein Pflaumenbaum:
Man kennt es an dem Blatt.«


Dieser pflaumenbaum hatte mehr pflaumen als verwertbar waren. Aber diesen ätzenden scheißsommer hat er leider nicht überlebt.

Das macht mich jetzt ganz traurig.

Montag, 15. Oktober 2018

Foto am montag (337)

Mal wieder graureiher.
Die machen sich immer gut. Kraniche habe ich leider keine gesehen, sondern nur gehört.

Samstag, 13. Oktober 2018

Ernährung und religion (teil 2)

Mit dem leid und der gesundheit endete teil 1 und damit geht es jetzt auch weiter:
Daniela Wakonigg: »Da es aus Sicht der Veganer um nichts Geringeres geht als eine Welt mit weniger Leid, schlagen die emotionalen Wellen in solchen Diskussionen mitunter natürlich hoch.«
Machen sich die hausstaubmilben vielleicht mal einen gedanken darüber, daß sie der menschheit unnötiges leid ersparen könnten, wenn sie einfach mal durch abwesenheit glänzten? Nein, ist denen scheißegal. Bei den mistviehchern könnte ich es mir sogar vorstellen, daß sie sich freuen, andere zu malträtieren. Auch wenn ich weiß, daß das eher unwahrscheinlich ist.

Die noble idee, eine welt mit weniger leid schaffen zu wollen, endet leider häufig im wahn. Die eugeniker im 19. jahrhundert hatten die schöne idee, weniger leid in der welt zu haben, indem sie menschen mit behinderungen ausmerzen. Das mündete in Deutschland in der »Aktion T4«, bei der aus der moral, das leid in der welt verringern zu wollen, mal eben rund 216.000 menschen ermordet wurden, ohne daß irgendwer von ihnen gefragt worden wäre, ob er unter seinem leben nun besonders leiden würde.

Mit dem tierleid hat das relativ wenig zu tun, außer, daß auch hier anderen lebewesen die eigenen vorstellungen vom leben mit möglichst wenig leid aufgedrängt werden, ob sie das nun möchten oder nicht. Die idee, daß es besser sei nicht zu leben, als mit leid ist widerlich. Dann müßte man in letzter konsequenz alle empfindungsfähigen wesen ausrotten, weil sie leiden könnten.
Daniela Wakonigg: »Und sicherlich gibt es auch einige Veganer, die dabei den Pfad des Sachlichen verlassen. Der Grund für ihre wie auch immer gearteten Argumentationen bleiben dennoch stets Fakten...«
Wenn vernünftige dinge unsachlich vorgetragen werden, bleiben sie trotzdem vernünftig. Was bei den genannten »fakten« eher nicht der fall ist.
Daniela Wakonigg: »Denn dass Fleisch und andere Lebensmittel tierischer Herkunft keine effektive Ernährungsweise zur Stillung des Hungers der immer weiter wachsenden menschlichen Bevölkerung sind,... «
Die menschheit ist nicht drauf gekommen sich viehzeug zu halten, weil sie ihr täglich brot mit bruder rind und schwester schwein brüderlich teilen wollte, um dann völlig pervers zu handeln und sie aufzufressen, sondern weil durch tierhaltung für menschen nahrungspotential entsteht, das es sonst nicht gäbe. Der mensch ißt halt nicht so gern gras oder sojapreßkuchen.
Daniela Wakonigg: »...dass durch die Produktion dieser Lebensmittel der Klimawandel massiv angeheizt wird,...«
Wie ich bereits im letzten teil sagte, der klimawandel wird ganz bestimmt nicht davon angeheizt, daß die meisten leute ganz gern möglichst gut essen möchten, sondern weil zu viele fossile energieträger verbrannt werden.

Man soll sein schlechtes gewissen beruhigen, verzicht üben, damit mehr braunkohle verbrannt werden kann und die autoindustrie weitere dieselskandale fabrizieren kann.
Daniela Wakonigg: »...dass die meisten Tiere psychisch und physisch ebenso leiden können wie der Mensch...«
Keine frage. Tiere sind leidensfähig, das heißt aber noch lange nicht, daß sie unter den gleichen dingen leiden wie menschen. Menschen vergessen gern, daß beispielsweise ein huhn keine menschlichen bedürfnisse hat, sondern eben bedürfnisse wie ein huhn und die sehen anders aus, als manche menschen denken.
Daniela Wakonigg: » ...und dass menschliche Arterien vor allem durch den Konsum tierischer Fette verstopfen, sind Erkenntnisse, die heute kaum noch bezweifelt werden können.«
Die hauptursache für »verstopfte arterien« ist meines wissens immer noch das rauchen. Und ob es eine übermäßig schlaue idee ist seine ernährung auf »einseitig« umzustellen, wenn man bereits durch fehlernährung erkrankt ist oder genau das vermeiden möchte, darf angezweifelt werden.
Daniela Wakonigg:»Tatsächlich erinnern Streitgespräche zwischen Veganern und Fleischessern in den Kommentarspalten der Sozialen Medien hierbei häufig an Diskussionen mit Religiösen, genauer an Diskussionen zwischen Atheisten und Religiösen. Allerdings sind es hierbei erstaunlicherweise oft die Fleischesser, die die Rolle der Religiösen einnehmen, nicht die Veganer.«
Und warum?
Daniela Wakonigg:»Die kennen Sie doch bestimmt, diese Religiösen, die Nicht-Gläubigen regelmäßig einen missionarischen Atheismus vorwerfen, der angeblich zeigt, dass auch Atheismus im Grunde nur eine Religion ist. Die Atheisten jedoch betrachten ihre Ausführungen nicht als Missionierung, sondern – ebenso wie die Veganer – als Aufklärung. Sie wollen mit rationalen Argumenten zeigen, dass Religionen global viel Schaden anrichten, dass sie Menschen Leid zufügen und dass sie überdies durch ein wenig Nachdenken leicht abgelegt werden können.«
Atheisten sollten sich darüber bewußt sein, daß religiöse menschen glauben wollen und dann ist argumentieren zwecklos.

Demnächst geht es weiter mit der veganen aufklärung

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Ernährung und religion (teil 1)

Unter dem schönen titel
»Ist Fleischessen eine Religion?«
hat frau Wakonigg sich beim Humanistischen Pressedienst ausgetobt. Eigentlich ist das kaum ein aufreger, weil es im grunde zu blöde ist. Allerdings sind ihre argumente so bescheuert, daß ich trotzdem drauf eingehen möchte.
Daniela Wakonigg: »Na, ist Ihnen beim Lesen des Titels das Steak im Hals stecken geblieben? Oder das Schnitzel, der Schweinebraten, die Blutwurst? Falls ja, möchte ich Sie bitten, sich zunächst den Wutschaum vom Mund zu wischen und sich zu beruhigen. Natürlich ist Fleischessen keine Religion. Allerdings benehmen sich Fleischesser häufig so wie Religiöse, wenn es ihnen an den Braten gehen soll.«
Das ist schon der erste komische gedanke. Wenn schon schaum vorm maul, dann entweder vom milchschaumkaffeegetränk oder vom bier. Alles andere wäre übertrieben. Und wie soll mir beim lesen eines titels irgendwas im halse stecken bleiben? Ich zumindest bereite doch nicht ein schönes essen zu, um nebenher internet zu gucken. Da wirft sich die frage auf, was hat die frau für eine eßkultur?
Daniela Wakonigg: »In letzter Zeit war in den Kommentarspalten des hpd und jenen des weltweiten Netzes oft die Behauptung zu lesen, dass Veganismus eine Religion sei. Das ist natürlich kompletter Unsinn. Zu einer Religion gehört nach allgemeinem Verständnis der Glaube an eine übernatürliche Dimension, die Einfluss auf das diesseitige Leben nimmt. Ein Glaube, der noch dazu von mehreren Menschen in weitgehend gleicher Form geteilt werden muss.[...] Allenfalls könnte man beim Veganismus von einer Ideologie sprechen, wenn man ihn denn klassifizieren möchte.«
Meines wissens gibt es zum beispiel im Buddhismus glaubensströmungen, die nicht an eine »übergeordnete dimension« glauben, sich aber moralisch mit der welt auseinandersetzen und dann glauben, mit ihrem moralscheiß auf einer höheren ebene zu stehen und genau das tut ein teil der veganer. Das sind die schreihälse, die in der öffentlichkeit wahrgenommen werden. Die leute, die einfach bescheiden auf tierische produkte verzichten, weil sie sowas nicht mögen oder aus welchen gründen auch immer ablehnen, fallen nicht auf. Tatsächlich würde ich beim veganismus aber auch eher von einer ideologie denn von religion sprechen, in dem punkt kann ich frau Wakonigg zustimmen.
Daniela Wakonigg: »Eigentlich geht es bei dem Vorwurf, dass Veganismus eine Religion sei, auch um etwas anderes. Die Vorwerfenden beklagen, dass Veganer bei jeder Gelegenheit missionieren und keine andere Position als ihre eigene dulden, kurz: sich benehmen wie Religiöse.«
Das stimmt so nicht, veganer missionieren viel eher als religiöse menschen. Das liegt womöglich daran, daß manche veganer sich mit ihrer ernährung weit mehr beschäftigen als mancher gläubige Christ mit Jesus. Man kann sich mit religiösen menschen beim essen unter umständen stundenlang über literatur, musik, die römer oder spulwürmer unterhalten, ohne daß der glaube überhaupt zu sprache kommt. Mit einem veganer am tisch wäre das eher nicht möglich, weil veganer ja eben glauben, daß die anderen mit ihrer leichenfresserei schuld am übel in der welt wären.
Daniela Wakonigg: »Veganer hingegen betrachten diese "Missionierung" nicht als Missionierung, sondern als Aufklärung. Sie wollen mit rationalen Argumenten zeigen,...«
An der stelle wird es dann tatsächlich fast religiös: für vegane ernährung gibt es exakt so viele rationale argumente wie es rationale gottesbeweise gibt.
Daniela Wakonigg: »...dass der Verzehr von Fleisch und Lebensmitteln tierischen Ursprungs Klima und Umwelt schädigt, dass diese Ernährungsweise einer immensen Zahl fühlender nicht-menschlicher Lebewesen massives Leid zufügt, dass sie der eigenen Gesundheit schadet und dass sie überaus leicht vermieden werden kann.«
Mal wieder das »überaus leicht vermeidbare leid nicht-menschlicher lebewesen«. Zu den nicht menschlichen lebewesen zählen aber eindeutig auch pflanzen und pilze und um deren leid geht es veganern offensichtlich nicht.

Es ist eine seltsame idee, ausgerechnet der herstellung von lebensmitteln anzulasten, daß das dem klima schaden würde. Im gegensatz zu allen anderen wirtschaftzweigen setzt die landwirtschaft nicht nur treibhausgase frei, sondern ist auch imstande sie zu binden. Die tiere geben nur den kohlenstoff ab, den ihre futterpflanzen zuvor zum leben benötigt haben.

Für den menschen gilt das genauso: wer sich fürchtet, klima und umwelt zu schädigen, sollte vielleicht mal das ausatmen bleiben lassen. Das ist allerdings ganz schlecht fürs leben.

Wenn man dem weltklima etwas gutes tun möchte, ist es meinen berechnungen zufolge wesentlich effizienter, wenn man nicht mehr auto fährt und keine flugreisen unternimmt, als auf irgenwelche landwirtschaftlichen produkte zu verzichten. Das muß man weder moralisch oder ideologisch verbrämen, sondern es einfach nur lassen, sofern man die möglichkeit dazu hat.

weiter mit teil 2

Montag, 8. Oktober 2018

Sonntag, 7. Oktober 2018

69 jahre DDR

In der letzten zeit wurde ziemlich viel schlechtes über den osten gesagt und geschrieben. Darüber wird gern vergessen, daß die beste band leider nicht aus Eschwege oder Wolfhagen stammt, sondern natürlich aus Dräsdn:

Die Freunde der Italienischen Oper.

Die nachbarn freuen sich über so viel wohlklang mit sicherheit gern auch schon morgens und nicht erst am abend.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Deutsche Sinfonie

»Oh Deutschland bleiche Mutter,
wie bist Du besudelt
mit dem Blut Deiner besten Söhne!«

B.Brecht

Komposition von Hanns Eisler.



Noch ein wenig kultur. Ein konzert vom oktober 1987 aus dem Konzerthaus Berlin. Eine aufnahme, die ich zufällig gefunden habe und die ich bisher noch gar nicht kannte. Nach dem spätromantischen zeug vom sonntagabend sollte auch mal was modernes folgen - und das hier ist recht ordentlich zwölftönend.

Entstanden ist die »Deutsche Sinfonie - An Antifascist Cantata« in den jahren zwischen 1935 bis 1957. Die uraufführung fand 1959 in Berlin statt.

Montag, 1. Oktober 2018

Sonntag, 30. September 2018

Ab 19 uhr: premierelivestream

Gerade entdeckt: ab 19 uhr wird aus der Komischen Oper Berlin die premiere der oper »Die tote Stadt« von Erich Wolfgang Korngold kostenlos im internet übertragen. Uraufgeführt wurde das stück 1920.

Zum livestream geht es hier

Nachtrag:
Wer es im livestream verpaßt hat, kann es sich noch ein halbes jahr lang bei youtube anschauen:

Mich hat das interessiert, weil Korngold mir eher als komponist für filmmusik geläufig war und ich wissen wollte, was der eigentlich sonst komponiert hat. (Spät)romantik ist nun eher nicht meine richtung, aber das hier ist wirklich absolut hörens- und sehenswert.

Freitag, 28. September 2018

Deine unterschrift für den Hambacher Forst


Wer heute noch etwas gutes tun möchte, könnte gleich ein autogramm geben für den Hambacher Wald.

In der gegend bin ich noch nie gewesen. Aber den erhalt des waldes unterstütze ich auf jeden fall. Der DDR wird bis heute vorgeworfen, daß sie dort ohne rücksicht auf die natur braunkohle gefördert hätten. Was hätten sie denn auch tun sollen? Der Urwald Weißwasser war aber zu DDRzeiten ein schutzgebiet, das nicht angerührt werden durfte. Der wurde erst in den letzten jahren von Vattenfall abgebaggert.

So sinnlos es auch ist, probieren sollte man es doch.

Donnerstag, 27. September 2018

Montag, 24. September 2018

Foto am montag (334)

Heute etwas, das wirklich gegen wespen hilft:
Hornissen (vespa crabo). Ich weiß, es hört sich an wie ommas heißer tip: »himbeersaftflecken verschwinden wie von selbst, wenn man noch ein bis zwei liter rotwein drüberkippt.«

Die meisten menschen haben vor hornissen noch mehr angst als vor wespen. Das ist allerdings unschlau, weil hornissen sich hauptsächlich für ihr lieblingsessen, nämlich wespen, interessieren und nicht für menschen und ihr lieblingsessen - ich nehme an, die wenigsten menschen essen gern wespen. Die passen auf und halten einem die plagegeister vom hals.

Sonntag, 23. September 2018

Der goldene Aluhut 2018


Wie ich gerade gelesen habe, wird in diesem jahr der goldene Aluhut am 30. oktober verliehen.

Von heute bis zum 7. oktober kann man abstimmen, wer der gewinner sein soll. Und man hat wirklich die qual der wahl, denn es sind wirklich hochkarätige kandidaten dabei, wobei ich wohl hauptsächlich für außenseiter stimmen werde.

Freitag, 21. September 2018

Keine STASImitarbeiter als staatssekretäre!

Und erst recht keine verfassungsschutzchefs.

Vielleicht erinnert sich noch jemand an den dezember 2016. Damals konnte Andrej Holm nicht staatssekretär für stadtentwicklung in Berlin werden, weil er im september 1989 als achtzehnjähriger den dienst beim MfS angetreten hatte und bis zur auflösung desselben ca. fünf monate später geblieben war. Es wurde zeter und mordio geschrien, weil er sich »kollektiv schuldig« gemacht habe. Ich schrieb damals, daß unser rechtssystem meines wissens keine kollektivschuld kennt, sofern einem nicht maßgebliche beteiligung an einem vergehen nachgewiesen werden kann.

Auf Maaßens fehltritte will ich hier gar nicht weiter eingehen, das wurde anderswo schon ausreichend berichtet.

Aber wenn schon geheimdienstler, die nicht immer ganz bei der wahrheit geblieben sind, nicht staatssekretär werden dürfen, dann bitte konsequent.

Herr minister Seehofer, es war die rede davon, herrn Maaßen für seine missetaten zu versetzen. Nicht, ihn zu befördern. Versetzen sie den herrn beamten also ins kleinste kaff von Niederbayern, dort wird er ihnen sicherlich wahlkampfhilfe leisten.

Donnerstag, 20. September 2018

Widerstand ist zwecklos!

Selbst bei der Welt wundern sie sich darüber, daß die krisenkommunikation bei RWE in puncto Hambacher Forst nicht gut ist. Dies könne sich schließlich schlecht auf den aktienkurs auswirken.

Warum wundern die sich und ich mich überhaupt nicht? Weil die bei der WELT offenbar keine börsennachrichten lesen.

Die »aktien« stehen nämlich so: RWE hat den privatkundensektor in die tochtergesellschaft Innogy ausgelagert und selbige wurde vor kurzem vom konkurrenten Eon übernommen. Deshalb kann man wohl davon ausgehen, daß denen die boykottaufrufe herzlich egal sind. Zwar ist die räumung vorerst gestoppt, dann wird der Hambacher Forst eben ein paar wochen später plattgemacht, wenn die wogen sich wieder ein wenig geglättet haben.

Wie immer im kapitalismus: bei größtmöglichem schaden geschickt eingefädelt, über »los« gegangen und einen größeren betrag mit sehr vielen nullen mitgenommen.

Montag, 17. September 2018

Foto am montag (333)

Igitt, eine ratte:
Zufällig mag ich aber ratten.

Freitag, 14. September 2018

Prost, Herr Juncker

Die neueste rede von Martin Sonneborn, die er leider nicht vor dem EUparlament, sondern direkt daneben hielt.




Zitat Martin Sonneborn: »...ich beglückwünsche uns alle zu einem unauffällig vollzogenen paradigmenwechsel. Im kommenden EUhaushalt sind mit über 30 milliarden € zum ersten mal mehr gelder für die entwicklung autonomer waffen, grenzsicherung und aufrüstung vorgesehen als für entwicklungshilfe. Das verstößt zwar gegen den vertrag von Lissabon aber wir müssen ja nicht öffentlich darüber reden. Wir haben auf die militarisierung des ehemaligen friedensprojektes EU und auf den rechtsruck in Deutschland reagiert. Um wählerstimmen abzufischen und in Sachsen stärkste Partei zu werden, treten wir mit folgenen mitgliedern auf unserer liste zur Europawahl an: Sonneborn, Semsrott, Bombe, Krieg, Göbbels (mit ö), Speer, Keitel, Bormann, Eichmann, Heß. Stauffenberg habe wir rausgelassen, weil er teilen der AfD als verräter gilt...«

Montag, 10. September 2018

Dienstag, 4. September 2018

Woran man nazis erkennt

Unter dem titel »Wie man Nazis erkennt« schrieb Christian Stöcker in seiner kollumne »Der Rationalist« am vergangenen sonntag wie so häufig in den bürgerlichen medien leider kaum gescheites darüber, woran man nazis erkennt.

Weil man nazis heute nicht mehr an glatze, springerstiefeln und baseballschlägern erkennt, ging es zur abwechslung um Hitlergruß, dumpfe parolen, rechte symbole, zeichen und deren abkürzungen, Holocaustleugnung oder den versuch, den Holocaust in vergessenheit geraten zu lassen. Und um nudelsoßen. Und überhaupt: »Allzu groß ist das Repertoire nicht, viele Nazis sind eher schlichte Gemüter.« Und damit begeht herr Stöcker den schlimmsten fehler, den man machen kann. Er spricht einfach den leuten, deren ideen er für verwerflich hält, die fähigkeit zu denken ab, als ob falsches denken nicht ebenso einer gewissen logik folgen würde. Und so kann er sich, wie andere autoren auch, drumrumdrücken zu erklären, woran man nazis eigentlich erkennt: nämlich an ihrer gesinnung.

Was macht faschistisches denken aus?

Die überhöhung des nationalen interesses oder wie Pegidaredner Kubitschek es ausdrückte, daß wahrhaft loyal zum eigenen land sei, dem die größe seines landes wichtiger sei als das eigene leben. Wenn dergestalt überzogene ansprüche an die vaterlandsliebe gestellt wird, muß es einen nicht wundern, daß menschen, die auswärtige wurzeln haben, in den verdacht geraten, daß sie dazu eher nicht bereit sind. Wobei zum glück auch die breite mehrheit der eingeborenen Deutschen mit sicherheit nicht so selbstmörderisch denkt. Faschisten befürworten den krieg und das recht des stärkeren, weshalb sie sich herausnehmen, jene, die sie für schwach oder Undeutsch halten, gegebenenfalls totzuprügeln.

Ebenso wichtig ist die verherrlichung der geschichte des eigenen volkes. Und in bezug auf den Holocaust ist selbst den faschos klar, daß das eher etwas verherrlichungsunwürdiges ist, weshalb das entweder geleugnet wird oder wenigstens höchstens am rande erwähnt werden soll. Stattdessen soll man lieber an die geistesgrößen denken, die Deutschland hervorgebracht hat. Aber eben nicht wegen ihrer besonderen leistungen, die sie hervorbrachten, sondern weil sie Deutsch waren. Auch wird die volksgemeinschaft mythisiert, woraus zwangsläufig feindschaft gegenüber fremden resultiert. Beliebt ist das lamento »für uns Deutsche ist kein geld da, aber den flüchtlingen wird gegeben.« Als wäre bis 2015 alles in butter gewesen und dann plötzlich wegen der fremden der Deutsche sozialstaat zusammengebrochen und als müßten nun die h4empfänger und armutsrentner deretwegen zum monatsende an alten teebeuteln lutschen - mußten sie vorher schon. Dieser staat hat es nämlich so eingerichtet, daß es hier konkurrenz und somit auch konkurrenzverlierer gibt. Dagegen haben die rechten nichts, solange ausländer nicht dafür zugelassen sind. Und da fühlen sie sich dann vom staat verlassen, von dem sie sich einbilden, daß er zuerst für sie als Deutsche da sein müßte.

All das kann und sollte man selbstverständlich ablehnen - und schon gar nicht mit »unzufriedenheit«, »angst«, »einfache lösung«, »populismus« oder dergleichen entschuldigen. Ja, es macht spaß, über rechte zu lästern und witze über sie zu machen, nur wird das auf dauer dem problem nicht gerecht, wenn man immer nur liest, wie blöde die sind.

Montag, 3. September 2018

Foto am montag (331)

Große heidelibelle (sympetrum striolatum)

Sonntag, 2. September 2018

Wo gibts die billigsten studentenzimmer?

Wer hätte es ahnen mögen?


Der gewinner ist natürlich das Sächsistische Chemnitz, wo keiner hin will. Sagt zumindest die FAZ.

Was soll ich nach den vorfällen der letzten tage sagen? Eigentlich möchte ich dazu gar nichts sagen.


Immerhin gibt es aus Chemitz eine halbwegs gescheite band:

Die spielen dort unter anderem morgen. Hätte ich geld und zeit, würde ich sogar hinfahren.

Sachsen ist bei weitem nicht so beschissen, wie jetzt viele denken. Sollte ich jemals wieder urlaub haben, fahre ich aus prinzip genau da hin.

Samstag, 1. September 2018

Zum weltfriedenstag

Aktuell gibt die regierung 38,52 milliarden € für die bundeswehr aus. Für das kommende jahr sind 42,9 milliarden € geplant. Soldaten und ziviles personal: rund 252.000.

Mal zum vergleich, weil die faulen arbeitslosen schuld sind: für h4 gibt der staat 36,954 milliarden aus. Erhöhungen sind nicht geplant. Anzahl der h4empfänger: rund 4,21 millionen.

An diesen zahlen erkennt man, daß dieser staat krieg nach innen und außen führt.
»Berlin - stadt des friedens« - leider nur noch ein frommer wunsch.



quellen:

bundeswehr-journal: »Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kann insgesamt 4,38 Milliarden Euro mehr, als für das Jahr 2018 geplant war, ausgeben. Im Regierungsentwurf für den Haushalt 2019 sind 42,9 Milliarden Euro im Etat des Einzelplans 14 eingeplant (2018: 38,52 Milliarden Euro). Der Posten „Verteidigung“ wird am 12. September im Bundestag beraten.«

BIAJ: »Die im ersten Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2018 (1. RegE vom 28. Juni 2017) veranschlagten Bundesmittel in Höhe von 36,954 Milliarden Euro für "Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende" (Hartz IV) wurden im zweiten Regierungsentwurf vom 2. Mai 2018 (2. RegE) nicht erhöht [...]«

Freitag, 31. August 2018

PARTEI will verwirrte AfD-wähler abfischen

Martin Sonneborn im interview mit dem Handelsblatt über strategie der partei bei der kommenden Europawahl.

handelsblatt: »Herr Sonneborn, Sie kandidieren für die Europawahl 2019 mit einer Liste, auf der Namen von Nazi-Politikern stehen. Ist das Ihr Ernst?«

Martin Sonneborn: »Ja. Die Partei hat 30.000 Mitglieder, die haben wir auf entsprechende Namen durchsucht. Alle Namen, die Sie auf der Liste sehen, sind tatsächlich schon länger Parteimitglieder. Herr Göring ist vor kurzem bei uns eingetreten. Nach Gauland und Hitler haben wir auch gesucht, aber leider niemanden gefunden. Wir wollen mit dieser Liste verwirrte AfD-Wähler abfischen und sehr alte, demente CDU-Wähler.«

Das gesamte interview gibt’s hier. 

Montag, 27. August 2018

Sonntag, 26. August 2018

Im urlaub gutes tun

Die woche wurde bei »Die Story« über einen trend berichtet, von dem ich bisher noch nichts wußte. Daß immer mehr junge menschen nach dem abitur für kurze zeit in exotische länder der »dritten welt« reisen, um dort für wenige wochen freiwilligenarbeit zu leisten.

Die doku zeigt anhand von zwei beispielen, daß trotz des idealismus, mit dem die jungen leute dort hinfahren, den menschen vor ort leider wenig bis gar nicht geholfen wird.

Und teilweise leider sogar den menschen dort sogar schadet - geholfen wird damit auch wieder nur den organisationen, die solche reisen anbieten.

Montag, 20. August 2018

Samstag, 18. August 2018

Jumpin’ Jack Flash

Diese woche ist leider wieder eine großartige sängerin verstorben.

Aretha Franklin (25. märz 1942 - 16. august 2018)

Dienstag, 14. August 2018

De profundis



»...so muß ich die Tatsache hinnehmen, daß man gleichermaßen für das Gute wie für das Schlechte, das man tut, bestraft wird.«

Oscar Wilde

Montag, 13. August 2018

Sonntag, 12. August 2018

Schlagzeile der woche

Jetzt durften wir endlich erfahren, was uns seit jahren brennend interessiert hat: »Angela Merkel trägt ihre Einkaufstaschen selbst«.

Das sind die fragen, die die welt bewegen: beschäftigen politiker koffer- bzw. einkaufstaschenträger, oder sind sie bereit, sich der schweren aufgabe des einkaufstütenselbertragens zu stellen?

Weitere probleme gab es offenbar nicht.

Freitag, 10. August 2018

Hinsetzen oder aufstehen?

Nach einigem hin- und herüberlegen, habe ich beschlossen, mich der linken sammlungsbewegung »aufstehen« nicht anzuschließen. Aufstehen wofür und wogegen?

Wird bisher nicht gesagt. Aber wer einmal in Saharas letzten werken geschmökert hat, weiß, daß sie eben keinen fortschritt will, sondern möglichst zurück zu den zuständen des sogenannten »wirtschaftswunders« und ob das eine gute idee ist, darf angezweifelt werden.

Aus meiner sicht ist es merkwürdig, wenn eine bewegung aus einer parteispitze gegründet werden soll. Wenn die leute sich einig sind, stehen sie gegen ihre unterdrücker auf. Ohne, daß ihnen das jemand sagt, was sie müssen.

Anstatt politischen inhalten gibt es auf der internetseite eher emotionales. Professionell produzierte videos, in denen verarmte rentnerinnen mit berechtigten ängsten vor dramatischem hintergrundgeklimper ihren dackl küssen. Daß sie damit die revolution nicht anstreben, sondern höchstens einen besser eingehegten kapitalismus, ist aber leider trotzdem klar.

Ich will nicht arzthelferin sein, wenn frau doktor Wagenknecht am krankenbett des kapitalismus um heilung betet. Ich strecke mich lieber noch ein wenig auf dem sterbefuton des kapitalismus aus, da liegt man wenigstens bequem - aber den haben diese kanaillen nicht einmal vorgesehen!

Mittwoch, 8. August 2018

Berliner Weiße

In der hitze ist leider die kühlschranktür geschmolzen.

Von kalten getränken darf aber immerhin noch geträumt werden: Yukrari Fresh, mit einer (hoffentlich gekühlten) Berliner Weiße.

Montag, 6. August 2018

Freitag, 3. August 2018

Billy Wilder

Wer hitzebedingt nicht gut schlafen kann, könnte nach 12 die »lange nacht« über Billy Wilder einschalten.

Das wird ganz bestimmt interessant.

Mittwoch, 1. August 2018

Zum 1. august - ausbildungsbeginn

Heute beginnt für diejenigen jungen menschen, die eine lehrstelle gefunden haben, der schritt ins berufsleben.

Leider können viele von ihnen von der ausbildungsvergütung nicht leben. Der gelernte jurist Holger Schwannecke, der generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) ist der auffassung, daß lohn und ausbildungsvergütung nicht in einen topf geworden werden dürften, denn schließlich seien azubis noch keine vollwertigen arbeitskräfte und überdies bekäme ja auch ein student keine studienvergütung.

Azubis (früher auch bekannt als »saustifte«) wurden seit je her als billigstarbeitskräfte benutzt, die mangels erfahrung so ziemlich jede drecksarbeit übernehmen und ordentlich erledigen. Im gegensatz zu studenten arbeitet ein großteil von ihnen vom ersten tag an für die produktion. Und »nebenher« muß gelernt werden.

So ein tagespensum würden manche studenten kaum gebacken kriegen.

Dienstag, 31. Juli 2018

Ein bescheidener vorschlag

Offenbar soll es in Berlin mit der schlafburschenschaft weitergehen. Ein volljähriger schüler, der rund 500€ BaföG erhält und eine 28 quadratmeter-wohnung hat, soll laut vorschlag des sozialgerichts untervermieten.

Der richter, der diesen vorschlag gemacht hat, müßte eigentlich wissen, daß untervermietung ohne erlaubnis des vermieters heikel ist, weil das ohne erlaubnis ein grund für fristlose kündigung ist, und der vermieter dafür keine erlaubnis erteilen muß.

Speziell, wenn eine wohnung dann überbelegt ist. Und eine einraumwohnung von 28 quadratmetern dürfte mit untermieter als überbelegt gelten.

Wohin soll das hier noch führen?

Montag, 30. Juli 2018

Donnerstag, 26. Juli 2018

Mal wieder ein jahrhundertereignis

Die mondfinsternis des jahrhunderts hat in den sehr frühen mogenstunden des 28. september 2015 stattgefunden. Für alle, die dies ereignis verpaßt haben, weil sie um vier uhr in der früh nicht aus dem bett gefunden haben, wird es am freitag, also am 27. juli 2018 zu besserer sendezeit wiederholt: der mond geht in Berlin um 20 uhr 58, auf und ist zu dem zeitpunkt schon leicht abgedunkelt. Um 21 uhr 30 tritt er in den kernschatten der erde, wo er bis 23 uhr 13 bleibt, beendet ist die finsternis gegen halb zwei in der nacht und ist damit die längst mondfinsternis des jahrhunderts, die nächste, die länger dauern wird findet am 9. juni 2133 statt, an diesem tag habe ich allerdings schon etwas anderes vor.

Letztes mal hat das so ausgesehen:

Auch soll der mars morgen besonders gut zu sehen sein, weil er nah an erde und sonne steht. Von all dem werde ich wahrscheinlich wenig sehen, weil für morgen abend für Berlin gewitter und regen angesagt sind.

Dienstag, 24. Juli 2018

Voll schlecht mit leergut

Deutschland steckt tatsächlich in einer tiefen krise. Nicht, weil das bier nicht kalt ist oder gar alle wäre, sondern weil die bierflaschen knapp werden.

Seit der erfindung des flaschenbiers rätselt die ganze welt, warum die leeren flaschen im keller scheinbar ganz von selbst entstehen, während man die vollen erst mühselig da hin schaffen muß. Und ausgerechnet da, wo die flaschen dringend gebraucht werden, funktioniert genau das nicht. Das erklärt vielleicht, warum die schlechte, alte bierdose seit einiger zeit wieder unerfreulich häufig im handel anzutreffen ist.

Drum trinkt Euer bierchen aus, denn morgen könnt’ es sauer sein und bringt als ordentliche menschen die pfandflaschen gleich morgen zum bierverlag Eures vertrauens.

Montag, 23. Juli 2018

Foto am montag (325)

Blauer passionsblumenfalter (Heliconius cydno galanthus)

Sonntag, 22. Juli 2018

Der klauer

Für die blödelei und Otto Waalkes:

Mittwoch, 18. Juli 2018

Zahltag! Ein koffer voller sch...


»...komm wir gehen armut gucken
komm, komm
komm wir gehn ein wenig friern
laß uns spekulieren...«

(aus dem text »kleine spanner« von Leonhard Lorek)

Wer sich gerne einmal so richtig gepflegt von oben bis unten vollkotzen möchte, aber momentan überhaupt nichts hat, was einen anständigen brechreiz auslösen könnte, dem sei die neue armuts-spanner-show »Zahltag! Ein Koffer voller Chancen« von RTL, die seit gestern läuft, empfohlen. Absolute speihgrarantie.

Weil ich nicht möchte, daß jemandem wirklich schlecht wird, verlinke ich das hier nicht, da muß sich der geneigte leser schon selbst bemühen - über die seite des senders kann man sich die gesamte erste folge anschauen. Soweit die magennerven mitspielen.

Das ganze soll ein »experiment« sein, ob man h4empfängern mit geld aus dem elend helfen kann - und die antwort ist von anfang an auch schon gleich klar: natürlich nicht!

Das ganze läuft so ab: verschiedene skurril-h4-familien, deren probleme sichtbar nicht allein in der arbeitslosigkeit liegen, bekommen einen koffer voll geld vor die tür gestellt - es ist natürlich gar nicht unvorstellbar viel geld, sondern bloß der h4satz für ein jahr auf einmal. Und während die so »beglückten« vor der kamera so tun müssen als wären sie urst überrascht, werden sie »hinter« der kamera von »experten« bewertet.

Ein koffer aus Berlin ist auch dabei. Und weil es unvermeidbar ist, auch eine kofferIn aus Marzahn. Selbstherrliche figuren, die meinen, über andere urteilen zu können.

Unaushaltbar. Leider hat der Böhmermann es versäumt, aus den kulissen zu springen und mitzuteilen, daß das alles nicht ernst gemeint ist.

Montag, 16. Juli 2018

Sonntag, 15. Juli 2018

Dienstag, 10. Juli 2018

Aprilscherz im sommerloch

Die Berliner s-bahn will pünktlicher werden. Das ist zwar zum lachen, aber noch nicht der witz, auch wenn es sich für den einen oder anderen vielleicht so anhört.

Der witz ist die famose idee, wie mehr pünktlichkeit erreicht werden soll: um zu einem späteren zeitpunkt, den nur die s-bahn kennt, vielleicht doch wieder pünktlich zu sein, sollen auf der ringbahn verspätete s-bahnen in bestimmten bahnhöfen ohne halt durchfahren dürfen. Ist schließlich viel besser, gar nicht erst einsteigen zu können als in einen verspäteten zug einzusteigen. So kommt man auch nicht in verlegenheit, womöglich schwarz zu fahren. Ebenso werden sich die fahrgäste freuen, die gern aussteigen würden und anstatt mit verspätung erst mal gar nicht ankommen.

Aber in der ringbahn kann man einfach sitzen bleiben und mit etwas glück kommt man schon nach ungefähr einer stunde wieder da vorbei, wo man eigentlich hinwollte.

Montag, 9. Juli 2018

Foto am montag (323)

Blauer morphofalter (morpho peleides), auch als himmelsfalter bezeichnet. Diese art zählt mit bis zu 12 cm flügelspannweite zu den größten edelfaltern der welt.

Sonntag, 8. Juli 2018

Langsam reichelts

Unter dem titel daß »Matthäus sollte keine blutigen Hände schütteln« kommentierte heute Julian Reichelt im vierbuchstabenblatt:
»In einigen Jahren werden wir genauso fassungslos darüber sein, in Russland sorglos Fußball gespielt zu haben, wie wir heute fassungslos auf die Entscheidung blicken, dass die Welt zu Hitlers heiteren Spielen anreiste.«
Hitlervergleiche bringen es natürlich immer, wenn sportidioten staatsoberhäuptern die hände schütteln. Mich tät es natürlich interessieren, ob es irgendein zeitgenössisches staatsoberhaupt gibt, an dessen händen kein blut klebt. Mir ist keins eingefallen.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Brandenburg 2018

Hier steppt der Rote Adler gemeinsam mit dem Berliner Bären:
Erkner ZOB.
Kürzlich las ich, daß auch die verbrechenstüchtigkeit der Brandenburger im letzten jahr nachgelassen hätte. Wo niemand ist, wird auch niemand ausgeraubt.

Es spricht doch einiges für entvölkerung.

Montag, 2. Juli 2018

Freitag, 29. Juni 2018

Taschengeld - Inflation

Neulich war ich an der bücherbox, um dort ein paar lästige bücher loszuwerden. Verlegenheitsgeschenke, mit denen ich nichts anfangen kann. Bücher, die vielleicht jemand anders gern lesen möchte, ich aber eher nicht. Im grunde wollte ich überhaupt nichts mitnehmen. Aber da lag ein verknittertes, kleines bändchen aufgeschlagen. In kinderkrakelschrift stand da geschrieben »hoffentlich muntert Dich dieses Büchlein ein bißchen auf!«.

»Das ist mal ein wort! Das kann ich brauchen!« Dachte ich mir. Nahm das verknickte büchlein an mich, setzte mich in einer nahegelegenen grünanlage auf eine bank und begann zu lesen.

Zum glück gibt’s das auch als hörspiel:

Mittwoch, 27. Juni 2018

Deutschland gewinnt...

...flugticket nach hause.

Darauf ein Putinversteherfrühstück:

Mit Greenpeace wird strom gelb

Sicherlich gibt es größere freveltaten als den Großen Stern in Berlin, also den verkehrskreisel, in dessen mitte die Siegessäule rumsteht, gelb anzumalen. Beispielsweise in Peru in den Nazca-Linien rumzutrampeln und dort schaden zu machen.


Aber hat sich Greenpeace mit dieser aktion einen gefallen getan?
Zitat Greenpeace-Aktivistin: »Strom kann aus der sonne kommen. Oder aus was anderem. Aus wind zum beispiel, aber aus der sonne. Und damit ist das ein symbol für uns, daß Deutschland erneuerbar ist.«
Das wäre zweifellos schön, wenn Deutschland erneuerbar wäre. Wer hätte nicht gern ein neueres, weniger reaktionäres, das nicht so abgenutzt ist?

Vielleicht geht es anderen nicht so, aber bei den begriffen »strom« und »gelb« fällt mir keineswegs als erstes solarenergie ein, sondern ein stromanbieter, der zu EnBW gehört und somit viel kohle- und atomstrom im angebot hat.

Schlechter protest gegen kohleverstromung.

Montag, 25. Juni 2018

Montag, 18. Juni 2018

Foto am montag (320)

Der gemeine wasserläufer (gerris lacustris) hat eine libelle geschnappt.

Dienstag, 12. Juni 2018

Bayern bald schön wie die DDR?

Zwar hat Bayerns umweltminister, Dr. Marcel Huber, keine »blühenden landschaften« versprochen, aber immerhin einen »Blühpakt Bayern«.

Da können die Bajuwaren mit sicherheit vom osten eine menge lernen.

Montag, 11. Juni 2018

Foto am montag (319)

Heute gibt es tatsächlich so etwas wie eine kleine rarität:
Das ist ein gänsesäger (mergus merganser) bzw. eine gänsesägerIn. Habe ich bisher im winter extrem selten und im sommer noch nie gesehen.

Sonntag, 10. Juni 2018

Nazitätowierung an Berliner speckgürtel entdeckt

An der badestelle am Zeuthener See in Eichwalde, also wenige meter südlich der stadtgrenze zu Berlin, ist ein mann angezeigt worden, der den wahlspruch der SS auf den bauch tätowiert hat - (achtung link führt zur BZ)

Soll ja jeder mit seinem speckgürtel anfangen, was er möchte, aber an den Berliner Speckgürtel gehört das nicht.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Die schöne nachricht aus Brandenburg

Manchmal sind nachrichten der »lügenpresse« so schön, daß man sie kaum glauben kann. Beispielsweise, daß jemand Alexander Gauland beim baden im Heiligen See in Potsdam die kleidung geklaut hat.
Der Heilige See in Potsdam
Hat er den Bulgakov nicht gelesen? Sonst hätte er wissen müssen, daß es ihm ergehen kann wie Iwan Nikolajewitsch Besdomny, wenn er am fluß (bzw. see) die hüllen fallen läßt. Und ein platz im irrenhaus wäre unter umständen das verkehrteste nicht.

Montag, 4. Juni 2018

Freitag, 1. Juni 2018

Wegen trauerfall bis auf weiteres geschlossen

Nach etlichen jahren im kampf gegen den krebs habe ich heute ich meinen lebenspartner verloren. Aber nicht an den krebs. Sondern an seine raffgierige verwandtschaft.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Noch mal was zur homöopathie

Eigentlich wollte ich schon lange mal was über den »Donner-Report« schreiben. Dazu habe ich kürzlich ein interessantes video gefunden, das mir arbeit erspart:

Ist zwar ein wenig länglich, es wird aber einiges zur »wissenschaftlichen herangehensweise« in der homöopathie erklärt.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Am 30. mai ist der weltuntergang

Wäre auch prima wetter für so etwas. Mir zumindest käme es sehr gelegen. Ein tag mit erfolg und mißerfolg gleichzeitig. Ausgewogener könnte es kaum zu ende gehen.



Ja? Wo bleibt der den schon wieder, dieser weltuntergang, wenn man ihn gerade braucht?

Montag, 28. Mai 2018

Sonntag, 27. Mai 2018

Prost Mahlzeit, Deutschlandfunk Kultur

Seit etlichen jahren höre ich freitags mittags gern Udo Pollmers radiokolumne »Mahlzeit« auf Deutschlandfunk Kultur, in welcher er über beliebete ernährungsmythen und dergleichen aufklärt. Seit märz teilt er sich diesen sendeplatz mit Sarah Wiener, die eine bekannte und vielleicht sogar auch gute köchin sein mag, aber mit wenig sachverstand und viel ideologie ans werk geht. Beispielsweise gab sie vor einigen jahren zum besten daß »hoffnung erst wieder sei, wenn ein hühnchen 15€ kostet«, somit offenbar keine notwendigkeit sieht, daß auch arme menschen satt werden. Braucht man für die erkenntnis, daß bienen blüten zum leben benötigen belehrung aus dem radio? Lernt man dergleichen nicht mehr im kindergarten oder der grundschule?

In der letzten folge ging es um tomaten und insgesamt ziemlich durcheinander.

Tomaten, so Wiener, seien seit den 90er jahren nur noch »wasser ohne geschmack«, obgleich es ja so viele interessante tomatensorten gäbe, die sich farblich und im geschmack stark unterscheiden würden. Daß tomaten heutzutage schlecht im geschmack wären, läge daran, daß sie in Holland industriell auf steinwolle angebaut würden, aber trotz »natürlicher bestäubung durch hummeln« keinen geschmack entwickeln würden.

Da werfen sich für mich fragen auf. Was haben hydrokultur oder »natürliche bestäubung« durch hummeln mit dem geschmack von früchten zu tun? Ob die früchte schmecken oder nicht, hat wohl eher etwas mit den angebauten sorten zu tun, den pflanzen ist es überdies egal, ob sie von hand oder von hummeln bestäubt werden und woher die für sie lebensnotwendigen mineralien kommen. Hat sich frau Wiener 1999 einfrieren lassen und hat von den vergangenen knapp 20 jahren so gar nichts mitbekommen? In den jahren nach der jahrtausendwende fing es an, daß man in den gemüseabteilungen von delikatessengeschäften auch bunte tomaten für teuer geld kaufen konnte. Interessanter weise stießen diese damals sehr schnell auf kritik von gentechnikgegnern, die hinter gelben, schwarzen oder gestreiften tomaten tricks einer bösen industrie erkennen wollten. Inzwischen setzen längst supermärkte und discounter auf diversifikation und bieten höchst unterschiedliche tomatensorten an, die mit den »wassertomaten der 90er« kaum etwas zu tun haben - beim discounter, der mit einem großen »a« anfängt, wurden letztens sogar tomatenpflanzen alter sorten angeboten.

Natürlich darf auch hier wieder der unsinn von den »bösen« hybridzüchtungen nicht fehlen, mit denen die halsabschneiderkonzerne die menschen abhängig machen. Allerdings gehören inzwischen auch F1hybride tomatensorten zu den sogenannten »traditionssorten«, beispielsweise die gute, alte Harzfeuertomate, die in den 50er jahren in der DDR gezüchtet wurde. Das saatgut gibt es für pfennigbeträge in jedem anständigen supermarkt und die pflanzen lassen sich erstaunlich einfach sogar in hydrokultur auf der fensterbank ziehen, was dem ausgezeichneten geschmack der früchte keinen abbruch tut. Daß die tomatenkerne für die weiterzucht ungeeignet sind, dürfte die wenigsten balkongärtner stören, weil das saatgut in mengen verkauft wird, daß es über etliche jahre reicht.

Was frau Wiener mit ihrem text eigentlich sagen wollte, weiß womöglich nicht einmal sie selbst. Was dieser schmarrn in einer wissenschaftskulumne zu suchen hat, müßte man wahrscheinlich beim Deutschlandfunk Kultur erfragen.

Donnerstag, 24. Mai 2018

50 000 € challenge

Die GWUP hat 50.000 € für die erste person ausgelobt, die es schafft, drei selbstgewählte homöopathische mittel auseinanderzuhalten.
Das sollte doch eigentlich simpel sein, drei selbstgewählte arzeineimittel auseinanderhalten zu können. Es soll so funktionieren: man sucht sich drei homöopathische mittel aus. Diese werden per zufallsprinzip von einem notar in zwölf neutrale fläschchen gefüllt, die man dann erkennen soll. Damit der völlige zufall ausgeschlossen ist, soll man das zwei mal hintereinander schaffen.

Ist doch im grunde easy peasy, oder nicht?

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, daß ich die knete nicht brauchen könnte. Aber leider habe ich keinen blassen dunst, wie man diese aufgabe lösen könne.

Liebe leser, die Ihr schlauer seid als ich, schnappt Euch die kohle, ich bin rein wissenschaftlich am ergebnis interessiert.

Montag, 21. Mai 2018

Konzert für 9 Harley Davidsons

Zum tode Dieter Schnebels (14. märz 1930 - 20. mai 2018) das konzert für 9 Harley Davidsons, trompete und synthesizer:

Foto am montag (316)

Grüner baumpython (morelia viridis)

Samstag, 19. Mai 2018

Royal Wedding

Es hat doch vorteile, nicht in London, sondern in Berlin zu leben. In London wird viel trara um Wedding gemacht, wenn das adelige geschmeiß meint, für teuer geld heiraten zu müssen. In Berlin ist jeden tag Wedding, kost nix extra.
Beispielsweise hier am Nettelbeckplatz. Hier ist Wedding nicht adelig oder glaumourös, sondern ist immer noch ein platz der ärmeren. Aber wer weiß wie lange noch.

Montag, 14. Mai 2018

Foto am montag (315)

Dorngrasmücke (sylvia communis) - sozusagen die fortsetzung von letzer woche.

Montag, 7. Mai 2018

Sonntag, 6. Mai 2018

Ressourcen aufgebraucht

Laut »ökologischem fußabdruck« ist in Deutschland der anteil der ressourcen für das jahr 2018 seit dem 2. mai verbraucht. Würden alle so leben wollen, wie »man« in Deutschland lebt, bräuchte man drei planeten erde.

Schuld an der misere seien die kohlendioxidemissionen in den bereichen energie und verkehr. Und allen voran natürlich auch die industrielle landwirtschaft und ihr riesiger flächenbedarf für den anbau von futtermitteln für die fleischproduktion.
Zitat zdf:»"Agrarökologische Anbaumethoden, die ohne Pestizide und chemische Düngemittel auskommen und sowohl die Bodenfruchtbarkeit als auch die Biodiversität fördern, müssen dringend stärker gefördert werden", so die Umweltorganisationen. Zugleich müsse Schluss sein mit einer industriellen Massentierhaltung, für die "in Südamerika auf riesigen Flächen Futtermittel angebaut werden und deren Abfallprodukte wie Gülle das Grundwasser und Böden verunreinigen".«
Vorweg: Ja, das stimmt, daß in Südamerika raubbau an der natur getrieben wird und auf riesigen flächen soja angebaut wird.

Aber wofür?

Bevor soja in den futtertrögen landet, wird erst der, ach, so nachhaltig und klimaschonende biodiesel daraus gewonnen und erst der daraus entstehende ölpreßkuchen wird ans vieh verfüttert. Treibende kraft für den raubbau dürfte damit nicht der appetit auf steaks und schnitzel, sondern der bedarf an biodiesel sein. Und es ist mal wieder typisch, daß die geliebten kraftfahrzeuge selbstverständlich nichts mit dem problem zu tun haben sollen, sondern allein die todsünde der völlerei schuld sei.

Insgesamt ist das, was die beim zdf behaupten, ein ziemlicher unsinn: in der landwirtschaft ist gülle eben alles andere als ein abfallprodukt, sondern ein wertvoller rohstoff, der »chemische düngemittel« ersetzen kann, die scheiße wird gerade dann benötigt, wenn man wert auf ökologie legt.

Daß nicht biodiesel, sondern schlicht völlerei schuld an welthunger und ressourcenknappheit ist, wußte unsere kanzlerin bereits vor zehn jahren:
Zitat Angela Merkel: »In diesen Monaten ist eine der wesentlichen Diskussionen in Indien das „second meal“: Man isst zweimal am Tage. Wenn das von den über einer Milliarde Indern plötzlich jeder dritte tut, dann sind das also über 300 Millionen Menschen – das entspricht einem großen Teil der Europäischen Union. Wenn die Inder plötzlich doppelt so viele Nahrungsmittel und dann auch noch ganz andere als früher verbrauchen und wenn plötzlich 100 Millionen Chinesen beginnen, Milch zu trinken, dann verzerren sich natürlich unsere gesamten Milchquoten und vieles andere.«
Zum glück hat die vergeudung von ressourcen nichts mit unserer wegschmeißgesellschaft zu tun, sonst müßte manch einer womöglich drüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, kleidung zu kaufen, die maximal einmal getragen wird, ob man tatsächlich alle zwei jahre ein neues auto und jedes jahr ein neues telefon braucht.

Montag, 30. April 2018

Foto am montag (313)

Zum monatsende ein suchbild:
Irgendwo auf dem bild hat sich eine maus versteckt.

Freitag, 27. April 2018

Berliner alm 

Gerade in so einem werbekäsblättchen geblättert. Das war lustiger als gedacht:
Almdudler als Berliner regionalprodukt. Als wüßte nicht jeder, daß das Österreichische kräuterbrause ist.

Meinen diese werbefuzzies tatsächlich, daß Wien in der region Berlin liegt? Oder glauben die, der teufelsberg sei das hochgebirge mit einer schönen alm obendrauf?

Fragen über fragen.

Montag, 23. April 2018

Deutsche nicht mehr so verbrechenstüchtig wie früher

Wie die jw vom 23. april berichtet, ist die zahl der straftaten in Deutschland im vergangenen jahr um fast ein zehntel gesunken.

Vor allem gab es weniger diebstahl und einbrüche - die zahl der morde sei allerdings um 3,2% gestiegen. Man muß sich also um die mangelnde verbrechenstüchtigkeit keine allzu großen sorgen zu machen.

Foto am montag (312)


Kanadagänse am Tegeler See.

Samstag, 21. April 2018

Freitag, 20. April 2018

Klotürweisheit

Letztens habe ich am bahnhof eine schöne klotürweisheit gefunden:
 
»Das universum liebt Dich und hilft Dir. (Azmuto)«

Aha.

Aber warum sollte es das tun? Dem universum dürfte es schlicht egal sein, was ein paar seltsame erdlinge hier treiben.

Montag, 16. April 2018

Samstag, 14. April 2018

Über Gentechnik, Greenpeace und viele Tote

Interessantes video von der Spaßbremse über das thema gentechnik und goldenen reis. Über das thema hatte ich im vorvergangenen jahr auch schon mehrfach geschrieben.

Montag, 9. April 2018

Samstag, 7. April 2018

Gomringer darf in Hellersdorf bleiben

Nachdem im vergangenen jahr endlich mal in der öffentlichkeit über poesie gesprochen wurden, wenngleich auch aus bescheuertem anlaß, soll Eugen Gomringers gedicht »avenidas« nun doch in Hellersdorf bleiben. Zwar nicht an der fassade der Alice-Salomon-Hochschule, sondern an einer fassade der wohngenossenschaft »Grüne Mitte«, die häuser in der nähe der hochschule besitzt. Aus dem vorschlag eines genossenschaftsmitgliedes:
»...dass wir eine gut sichtbare Wand finden, an der das Gedicht ‚Avenidas’ ein neues Zuhause bekommt. Vielleicht fällt es den hysterischen Studentinnen hier jeden Morgen auf dem Weg zu ihrer Hochschule ins Auge. Sie werden keine Chance haben, es noch einmal zu tilgen!«
Nette aktion, herr Gomringer soll bereits sein einverständnis dafür gegeben haben. Ich bin schon gespannt, wann und wie sie das umsetzen werden.

Leider ist die hysterie, »als frau« dieses oder jenes kunstwerk »abstoßend« zu finden und die überpinselung oder verhüllung durchsetzen zu müssen, nicht auf Berlin beschränkt. Das findet inzwischen auch noch im letzten kaff in Norddeutschland statt. Nach der beschwerde einer SPDgemeindevertreterin mußten dort im märz während einer ausstellung bilder verhüllt werden. Es reicht nicht, wenn Berlin provinzpossen vorturnt, die provinz selbst muß es nachturnen.

»Ich als frau« fühle mich beispielsweise von diesem objekt an zentralem ort in Berlin gestört:
Nicht, daß mich das ding direkt sexuell belästigen würde, aber belästigen an sich ist schon schlimm genug. Deshalb schlage ich das hier vor (bitte link folgen).

Über manches gehörte vielleicht doch der mantel des schweigens.

Freitag, 6. April 2018

Der Gesang der Vegetarier

Ein alkoholfreies Trinklied
(Melodie »Immer langsam voran«)

Wir essen Salat, ja wir essen Salat
Und essen Gemüse von früh bis spat.
Auch Früchte gehören zu unsrer Diät.
Was sonst noch wächst, wird alles verschmäht.
Wir essen Salat, ja wir essen Salat
Und essen Gemüse von früh bis spat.

Wir sonnen den Leib, ja wir sonnen den Leib,
Das ist unser einziger Zeitvertreib.
Doch manchmal spaddeln wir auch im Teich,
Das kräftigt den Körper und wäscht ihn zugleich
Wir sonnen den Leib und wir baden den Leib,
Das ist unser einziger Zeitvertreib.

Wir hassen das Fleisch, ja wir hassen das Fleisch
und die Milch und die Eier und lieben keusch.
Die Leichenfresser sind dumm und roh,
Das Schweinevieh – das ist ebenso.
Wir hassen das Fleisch, ja wir hassen das Fleisch
und die Milch und die Eier und lieben keusch.

Wir trinken keinen Sprit, nein wir trinken keinen Sprit,
Denn der wirkt verderblich auf das Gemüt.
Gemüse und Früchte sind flüssig genug,
Drum trinken wir nichts und sind doch sehr klug.
Wir trinken keinen Sprit, nein wir trinken keinen Sprit,
Denn der wirkt verderblich auf das Gemüt.

Wir rauchen nicht Taback, nein wir rauchen nicht Taback,
Das tut nur das scheussliche Sündenpack.
Wir setzen uns lieber auf das Gesäss
Und leben gesund und naturgemäss.
Wir rauchen nicht Taback, nein wir rauchen nicht Taback,
Das tut nur das scheussliche Sündenpack.

Wir essen Salat, ja wir essen Salat
Und essen Gemüse von früh bis spat.
Und schimpft ihr den Vegetarier einen Tropf,
So schmeissen wir euch eine Walnuss an den Kopf.
Wir essen Salat, ja wir essen Salat
Und essen Gemüse von früh bis spat.

140 jahre Erich Mühsam (6. april 1878 - 10. juli 1934)

Nachtrag: ab mitternacht kommt auf DLFkultur eine »lange nacht« über Erich Mühsam - Liebe und Anarchie

Donnerstag, 5. April 2018

Wohlfühlnoten

Kürzlich im Deutschlandfunk Kultur: Schluss mit den wohlfühl-noten.

Wenn da gestanden hätte: »schluß mit den schulnoten« hätte ich dem wesentlich eher zustimmen können.
Zitat Susanne Gaschke:»Jene, die "Faktenwissen" denunzieren, Ziffernzeugnisse verteufeln und Lehrer zu "Lernbegleitern" oder zu Hospitanten ihrer eigenen Schüler degradieren – sie müssen sich fragen lassen, ob sie denen, in deren Namen sie zu handeln vorgeben, wirklich helfen. Ob es am Ende nicht ausschließlich auf das Ergebnis ankommt: Kann ein Absolvent lesen, schreiben und denken? «
Das wäre meine frage an frau Gaschke: was sagt ein ziffernzeugnis darüber aus, ob ein mensch lesen, schreiben, denken kann?

Schulnoten bewerten nicht objektiv faktenwissen. Selten wird überprüft, ob die schüler den vermittelten lernstoff tatsächlich begriffen haben oder bloß auswendiggelerntes einfach ausspeihen.

Ziffernzeugnisse bewerten leider nicht, ob ein mensch irgend etwas kann, sondern nur, ob er in einer bestimmten situation »funktioniert hat«.

Trotz der tollen bewertungen wirft das schulsystem massenhaft menschen aus, die eben leider nicht lesen, schreiben, denken lernern, sondern stattdessen funktionale analphabeten bleiben.

Das legt vielleicht nahe, daß es in unserem schulsystem womöglich nicht ganz ums »faktenvermitteln« gehen könnte.

Montag, 2. April 2018

Sonntag, 1. April 2018

Seehofer solidarisiert sich mit problembär

Einem bericht der tagesschau zufolge möchte der neue heimatminister Horst Seehofer den braunbären in Deutschland wieder ansiedeln, schließlich gehöre der bär zu Deutschland.

Ganz im gegensatz zum waschbär, der zu den unerwünschten tieren gehört, weil er in Deutschland nicht heimisch sei.

Dieser freche Ami soll in Deutschland keine zweite heimat finden, weil er widerrechtlich Deutsche haustiere anfällt.
Aber gegen einen braunbären habe der waschbär ohnehin keine chance.

Sollte es jedoch gefährder unter den neuangesiedelten braunbären geben, sollten diese beobachtet und möglicherweise abgeschoben werden.

Montag, 26. März 2018

Samstag, 24. März 2018

Kompromißvorschlag

Leider müssen heute nacht wieder die uhren nachts um zwei eine stunde vorgestellt werden. Daß das nichts bringt oder sogar negative auswirkungen hat, ist längst bekannt.

Dieser irrsinn gehört abgeschafft. Aber den freunden der längeren helligkeit am abend könnte man vielleicht ein angebot machen: wie wäre es, die uhren nicht zweimal jährlich sondern zweimal täglich umzustellen? Jeden nachmittag stellen wir die uhren von zwei auf drei vor, damit es länger hell ist. Und stellen die uhren jede nacht von drei auf zwei zurück, damit niemand früher aufstehen muß.

Wenn die sich in der EU schon nicht einigen können, ob die »sommerzeit« abgeschafft wird oder nicht, dann wäre das doch ein vorschlag zur güte, mit dem die meisten menschen leben könnten.

Freitag, 23. März 2018

Kunstfreiheit gewinnt gegen Höcke

Im vergangenen Herbst hatte das »Zentrum für Politische Schönheit« dem fraktionsvorsitzenden der AfD Thüringen, Björn Höcke, ein eigenes mahnmal der schande vor die tür gesetzt.

Das ganze landete vor dem Landgericht Köln, weil Höcke sein recht auf privatsphäre verletzt sah, als die künstler behaupteten, »überwachungsvideos« von Höcke anzufertigen. Allerdings gab es diese videos nicht und die »überwachungsbilder« hatte Höcke selbst veröffentlicht. Und so entschied das gericht für die Kunstfreiheit.

Dienstag, 20. März 2018

Schlagschwirl schlägt rechtsrocker

Im grunde ist er ein friedlicher zeitgenosse, der schlagschwirl. Aber im Thüringischen Themar ist ihm offenbar gelungen, was den anwohnern des ortes bisher nicht gelungen ist: nämlich ein verbot für das für anfang juni geplante rechtsrock konzert zu erwirken. Denn schlagschwirle sind streng geschützt und dürfen beim brüten nicht gestört werden.

Überdies sind schlagschwirle mit sicherheit sympathischer als rechte schlägertypen.

Montag, 19. März 2018

Sonntag, 18. März 2018

Über den Rubikon

Als ich im vergangenen jahr hörte, daß es ein neues blog geben sollte, das sich »kritischen journalismus« auf die fahnen schreiben wollte, war ich sehr gespannt, was das denn werden würde. Ein knappes jahr später hält sich meine begeisteung darüber, vorsichtig ausgedrückt, doch sehr in grenzen.

Wenn ich mir deren beirat anschaue, stelle ich als erstes fest, daß das offenbar hauptschächlich ein hobby verschrobener, alter, weißer männer ist. Und bei den beiden frauen, die da mitmachen, frage ich mich, warum sie sich den quatsch eigentlich antun. Es ist interessant, was Gaby Weber, die den »verein« verließ, bevor es richtig losging, über den Rubikon schreibt:
»Dass mein Name als Redaktionsmitglied im Impressum stand, sollte wohl Seriosität vermitteln.«
Das glaube ich allerdings auch, denn frau Weber ist mir als gute journalistin bekannt, und daß sie da mitmacht, hat durchaus auch mir hoffnung gemacht, daß das mit dem Rubikon eine vernünftige sache werden kann.

Ist es aber leider nicht geworden. Für kritischen journalismus reicht es eben nicht, etwas gegen das Rußlandbild zu haben, das in den Deutschen medien tonangebend ist und den spieß dann einfach umzudrehen und statt Rußland eben Amiland für »böse« zu erklären. Da sollte man erwarten, daß möglichst neutral über die sachlage berichtet wird. Stattdessen wird haufenweise zeug von leuten verwurstet, die man schon anderswo nicht lesen mag. Ein bißchen politik, ein bißchen esoterik und haufenweise blösinn. Mir macht es spaß, ab und zu blödsinn zu schreiben, aber zumindest sollte man selbst wissen, wann man das tut. Bei Rubikon wissen sie es offensichtlich nicht.

Bevor ich mich bei Rubikon informiere, lege ich, glaube ich, lieber eine kassette mit einer rede Helmut Kohls ein. Der hatte, im gegensatz zu den machern des Rubikon, immerhin wenigstens noch einen restfunken verstand.

Freitag, 16. März 2018

Geistermonitore

Der BER ist noch lange noch nicht eröffnet, aber schon müssen die monitore ausgetauscht werden. Macht nur schlappe fünfhundertausend extra. Kommt nicht mehr drauf an.

Was haben diese monitore die ganze zeit angezeigt?



Das ist vermutlich ermüdend.

Donnerstag, 15. März 2018

Stephen Hawking

8. Januar 1942 - 14. März 2018

Kompletter dokumentarfilm von 2013:

Dienstag, 13. März 2018

Foto am montag (306)

Lachmöwen (Larus ridibundus). Hoffentlich schmilzt endlich das eis unter ihren füßen, damit es wieder mehr zum lachen gibt.

Samstag, 10. März 2018

Theorie & Praxis

Sozusagen »Altes vom Känguru«:

Aber sogar mit tollem knetfilm.

Donnerstag, 8. März 2018

Der verstand gehört nicht abgeschafft - er gehört eingeschaltet!

Letztens fand ich über die »neulandrebellen« einen artikel von Roberto De Lapuente bei Makroskop, in welchem sinngemäß drinstand, daß die lösung des problems nicht die beseitigung des problems sondern einfach nur die befürwortung des problems sei. Aber was hat er denn geschrieben?
Zitat Roberto: »Die Linke sollte sich vom Antikapitalismus verabschieden. Wenn man schon von den Lehren des letzten Weltkrieges spricht, dann sollte man auch die der Nachkriegszeit nicht vergessen: kapitalistische Dynamiken können von einem starken Staat gemeinwohlfördernd genutzt werden.«
Die LINKE (PDS) hat ausschließlich eine chance, wenn sie wieder mehr antikapitalistisches profil zeigt, eine zweite SPD braucht niemand. Rechts gewinnt nämlich keineswegs, weil links versagen würde, sondern weil es links nichts gibt. Die LINKE rennt bloß wahltaktisch herum und versucht ein paar »abtrünnige« wieder einzufangen. Das wird auf dauer nicht funktionieren, weil die leute doch sehen, daß sie für sie am schluß nichts rumkommt.

Über die tollen gemeinwohlfördernden dynamiken, die es in der nachkriegszeit in Westdeutschland gab, gibt es ein buch. Der wirtschaftshistoriker Jörg Roesler hat es verfaßt und man kann es hier kostenlos runterladen. Rund hundert seiten absolut spannende lektüre, die ich nicht nur Roberto, sondern auch allen anderen, die wissen möchten, was in der BRD nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland passiert ist, wärmstens empfehlen kann.
Zitat Roberto: »Wo unter Linken über Gesellschaft diskutiert wird, ist nach kurzem Geplänkel meist eine Analyse nicht weit: Das liege alles am Kapitalismus. Der hole das Schlechte aus Mensch und Gesellschaft hervor.«
In einer konkurrenzgesellschaft liegt es nahe, daß was dem einen schadet, einem anderen nützt. Als halbwegs rationaldenkender mensch kann man also mit moralischen kategorien wie »gut« oder »schlecht« den kapitalismus kaum bewerten.

Wenn man also gegen diese denkart etwas hat, ist es ratsam, genau die zu kritisieren und nicht das eigentlich für »schlecht« befundene in schutz zu nehmen.
Zitat Roberto: »Ihn zu überwinden, das sei der eigentliche Antrieb linker Motivation. So haben wir es schließlich von Marx. So brillant dessen Analyse der kapitalistischen Ökonomie auch war: Gewartet auf die Überführung des Kapitalismus in den Sozialismus hat auch er umsonst. Die Zwangsläufigkeit dieses Wechsels der Systeme vereitelte seine Ergebnisoffenheit, er konnte sich Kapitalismus auch nur so vorstellen, wie er ihn zeitgenössisch erlebt hatte. Obgleich er von dessen Anpassbarkeit schrieb, schien ein Wunsch der Vater eines Gedankens zu sein: Die Überwindung des Kapitalismus ist unausweichlich und unumgänglich.«
Bla bla bla bla.
Zitat Roberto: »Wie einst Marx sind viele Linke immer noch in der Ansicht, dass die kapitalistische Produktionsweise überwunden werden muss. Sie ignorieren dabei, dass es eben jene Produktionsweise war, die in den letzten 200 Jahren einen massiven Gewinn an Lebensqualität verursacht hat. Trotz aller Verwerfungen und Ausbeutungen,«
Wenn Marxisten von »produktionsweise« sprechen, meinen sie überhaupt nicht, ob einer noch mit ziegen ackert, eine dampfmaschine oder bereits einen supermodernen lochkartenleser zum arbeiten hat, gemeint ist mit »kapitalisticher produktionsweise« immer die wirtschaftsform, die jedes ding - auch den menschen selbst und seine lebenszeit - zur ware macht.

Hier wird einfach der technische fortschritt mit der wirtschaftsform verdreht. Das ist ein schönes beispiel wie prokapitalistische demagogie geht. Bestimmt schon tausendmal erlebt. Immer wird davon ausgegangen, daß das publikum die begriffe ohnehin nicht auseinanderhalten kann.

An dieser stelle verschwindet der text hinter der bezahlschranke, an der man dann, sofern man keinen studentenausweis vorlegen kann, gleich 28€50 für ein vierteljahr latzen soll. Das geht völlig in ordnung. Die schreiber bei Makroskop nagen schließlich am hungertuch und müssen deshalb zusehen, ein paar pfennige zu verdienen. Im grunde wäre es wichtig, sich mit solchen texten zu befassen, aber ich bin ehrlich zu geizig, derart viel dafür zu zahlen, mich mit so einem bockmist zu malträtieren.

Dienstag, 6. März 2018

Verschwörung & Fakten: Ist Ganser verschwörungstheoretiker?

Vier interessante videos über Gansers theorien:












Und nun zur frage: ist Ganser ein verschwörungstheoretiker?

Zitat aus dem video: »Das macht den unterschied - das macht der klassische verschwörungstheoretiker: er nennt seine theorie, er nennt roß und reiter etc. Und das macht Ganser nicht. Der klassische verschwörungstheoretikter wird so nämlich angreifbar. Ganser achtet geradezu pedantisch darauf, daß er nicht angreifbar wird. Indem er vage bleibt und immer nur fragen stellt. Ganser ist für mich also verschwörungstheoretiker neuen typus. Ich würde ihn, in abgrenzung zum klassischen verschwörungstheoretiker, als einen postmodernen verschwörungstheoretiker oder verschwörungspropangadist bezeichnen [...] Es läßt sich eine methodische parallele zur Neuen Rechten wie den Identitären und den alten neonazis wie der NPD ziehen: die einen denken, was sie sagen unverblümt und direkt. Die anderen verstecken sich hinter netten phrasen und euphemismen und überlassen dem hörer, die schlußfolgerung selber zu ziehen. Damit ist die Neue Rechte, genau wie die verschwörungspropangadisten anschlußfähiger an breite bevölkerungsschichten. Und nur schwer angreifbar. Sobald kritik geäußert wird, greift bei beiden das opfernarrativ, das nach dem muster David gegen Goliath [...] funktioniert.[...] Hierzu Gansers ehemaliger chef, Professor Antonio Loprieno [...], mißt nämlich Gansers theorie zu 9/11 dieselbe empierische wahrscheinlichkeit bei, wie der theorie, daß außerirdische die ägyptischen pyramiden gebaut haben könnten.«

Damit ist im grunde alles erklärt: in gewisser weise ist Ganser ein verschwörungstheoretiker, aber eben ohne die eier, dazu auch zu stehen.

Montag, 5. März 2018

Foto am montag (305)

Am meisenknödel...

...oder kleiberknödel:

Freitag, 2. März 2018

Mal wieder Deutsch

Die Deutsche Sprache geht zur abwechslung mal wieder unter, weshalb die AfD nichts besseres zu tun hat, als zur »rettung der sprache« zu verlangen, daß die Deutsche Sprache als landessprache ins Grundgesetz soll.

Wofür? Das, was »Deutsche Sprache« ist, ist ein seltsamer mix aus recht verschiedenen Germanischen Sprachen, die ohnehin nicht jeder Deutsch sprechende versteht:



Der abgeordnete Johann Saathoff spricht im Bundestag Plattdüütsch - und wird von W. Schäuble darauf hingewiesen, daß er darauf achten solle, daß alle verstehen, was er sagt. Ich kann ihm relativ gut folgen.

In Deutschland gibt es keine irgendwie »einheitliche sprache«, sondern sehr unterschiedliche Germanische Sprachen, die willkürlich als »Deutsch« zusammengefaßt werden. Mindestens auch zwei Slavische Sprachen: Niedersorbisch und Obersorbisch. Und mit sicherheit auch noch welche, an die ich nicht gedacht habe.

Gib Dich nicht auf: lerne Ostdeutsch:

Sonntag, 25. Februar 2018

Foto am montag (304)

Lezte woche gab es die zeisigIn und heute gibt es das passende hähnchen dazu:
Erlenzeisige (carduelis spinus) kommen hier eher als wintergäste vor. Ich hatte keinen blassen dunst, daß die so extrem gute sänger sind. Ich mußte erst mal durchs gebüsch kriechen, um dieses kleine kerlchen beim singen zu erwischen.

Karlheinz Stockhausen hat mal sinngemäß gesagt, daß man für ein raumklangerlebnis in den wald und vielleicht eher nicht in einen konzertsaal gehen solle.

Recht hat der mann!

Donnerstag, 22. Februar 2018

Endlich bewiesen: BILD arbeitet seriös

Die BILD hat »erfundene fakten«, die sie von TITANICredakteur Moritz Hürtgen erhalten hatte, auf die titelseite gedruckt.

Das ist ein beweis für seriösen journalismus. Selbstverstänlich nicht für die Bild sondern natürlich für die TITANIC.

Weiteres dazu gibt's hier.

Mittwoch, 21. Februar 2018

170 jahre Manifest der Kommunistischen Partei

Am 21. februar 1848 wurde das Kommunistische Manifest zum ersten mal veröffentlicht.

Dazu natürlich musik:


Das Kommunistische Manifest, op. 82 (1932, nach Marx / Engels) für Soli, Chöre und Bläser (WV 100) von Erwin Schulhoff



Vor zwanzig jahren schrieb Thomas Gsella folgendes:

1998: 150 Jahre Manifest der Kommunistischen Partei

Hundertfünfzig! Hoch die Tasse!
Keine Schrift ist heiliger,
klüger und kurzweiliger!
Keine hat wie sie der Masse

aufgezeigt, daß man die Schweine
(sei's per Galgen, sei's per Schuß)
aus dem Wege räumen muß.
Leider ist die Masse keine.

Masse! Werde Besserwisser!
Steh nicht länger dumm herum!
Köpf die Ärsche! Pfähl die Pisser!
Säbel ihre Knechte um!

Andernfalls muß all die Sachen
wieder mal der Gsella machen

Montag, 19. Februar 2018