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Dienstag, 31. August 2021

Wie man aus wut und leichtgläubigkeit millionen macht

Das video von anwalt Jun ist zwar nicht neu, sondern eine wiederholung: Er schreibt dazu
zitat Anwalt Jun: »Vor einem Jahr begannen Querdenken-Anwälte Füllmich und Templin für eine Corona-Sammelklage Gelder einzusammeln. Jan Böhmermann hat mit unseren Rechercheergebnissen vorgerechnet, dass alleine im letzten Jahr zumindest Rechnungen für über 1,3 Mio EUR ausgestellt worden sein müssen. Dass solche Sammelklagen unter keinen Umständen dazu geeignet sein könnten, Corona-Maßnahmen in Deutschland zu bekämpfen oder auch nur politische Zeichen zu setzen - das war seriösen Anwälten von vornherein klar.

Ein Jah später kann man Bilanz ziehen:

- Es gab keine Sammelklage in Deutschland
- Es gab auch keine Sammelklage in den USA
- Es gab keine Klage gegen Wieler, Drosten oder Spahn
- Es gab folglich auch keine gerichtliche Feststellung über Sinnlosigkeit von Coronamaßnahmen.

Fragen von jenen, die Geld (800 EUR + Ust.) einbezahlt haben und auf Ergebnisse warten, blieben weitgehend unbeantwortet. Anzeigen wurden sowohl bei der Staatsanwaltschaft und der Rechtsanwaltskammer gestellt. Die Initiatoren können sich jedoch darauf berufen, dass sie nie vertraglich versprochen haben, wirklich eine Sammelklage zu erheben. Im Kleingedruckten war geregelt, dass das Geld "unterstützenden Kollegen" zu Gute kommen sollte. Das kam es wohl auch.

Bemerkenswert ist, dass man damit durchkommt, ohne Ansehen bei der Gefolgschaft zu verlieren.

Dieses Video ist vom Dezember 2020.«
Anstatt, daß der Füllmich mal zur rechenschaft gezogen wird, betrachtet sich dieser im lächerlichen schmierentheater des Corona-Ausschusses als kommender bundeskanzler.

Dienstag, 27. Juli 2021

Astronautenabzeichen für einen ultrakurzstreckenflug?

Als am 20. juli Jeff Bezos seinen flug »ins all« absolvierte, wurde viel darüber gesprochen, wie teuer der spaß gewesen ist und wie hoch geflogen wurde. Es war aber gar nicht leicht herauszufinden, wie weit die geflogen sind. Ich war ziemlich erstaunt. Dagegen erscheint der gedanke, von Schönefeld nach Tegel fliegen zu wollen schon fast wie der plan, eine weltreise zu unternehmen, denn immerhin sind das 25km. Diese grafik zeigt, daß Bezos nur 3,2km weit flog, also eine strecke, die ein fußlahmer wanderer locker bewältigen kann. Rückwärts. Im dunkeln.

Im SWR sagte die nachhaltigkeitsexpertin Katarina Schickling, daß die privaten raumfahrtunternehmen keine auskunft geben, welchen treibstoffverbrauch ihre raketen haben, daß man aber davon ausgehen könne, daß die pro start zwischen 350 und 550 tonnen CO2äquivalent freisetzen. Wenn ich einbeziehe, daß fünfzehn testflüge notwendig waren und das mit meinem durchschnittlichen stromverbrauch der vergangenen jahre vergleiche, dann haben diese vier figuren für die lächerliche strecke von zwei meilen und drei minuten schwerelosigkeit so viel CO2 emittiert wie mein haushalt in 23.000 jahren emittieren würde, wenn es dann noch schönen, schmutzigen braunkohlestrom gäbe.

Und das alles nur, um an so ein affiges astronautbadge zu kommen:
Bildquelle: public domain von wikipedia
Dabei gibts die dinger doch billig bei Amazon zu kaufen. Der depp ist offensichtlich nicht bloß zu reich, sondern obendrein zu doof zum googeln.

Dienstag, 20. Juli 2021

Oben bleiben

Früher wurde auf demonstrationen gelegentlich »schießt die milliardäre in die stratosphäre« skandiert. In sofern ist es zu begrüßen, wenn figuren wie Branson, Bezos oder Musk das ganz von allein tun. Allerdings nur, wenn sie den Major Tom machen. Sonst wäre das viele CO2 völlig umsonst in die atmosphäre gepustet worden. Leider habe ich nirgendwo zuverlässige daten finden können, wie viel CO2emission ein raketenstart produziert - irgendwas zwischen 100 und 400 tonnen.

Vielleicht sollte man personen, die ihren CO2fußabdruck aus jux dermaßen vergrößern, bei rückkehr zur erde so lange die nase zuhalten, bis sie das CO2 wieder eingespart haben.

Mittwoch, 23. Juni 2021

Harter impffolgeschaden

Kaum habe ich die impfung mit Corminaty halbwegs überlebt, hege ich bereits unsittliche gedanken: Zur HILFE!!! Ich bin umprogrammiert!1!!1!!!111!1!

Samstag, 23. Januar 2021

Bill Gates gegen covid-19 geimpft

Gestern meldete Bill Gates auf twitter, daß er die woche die erste impfdosis erhalten habe. Der verschwörungslegende nach ist er jetzt gechippt und muß machen, was Bill Gates will.

Mittwoch, 20. Januar 2021

10 sekunden

»Achtung, achtung! Hier spricht der präsident, das Weiße Haus in Washington brennt!«

Na, hoffentlich nicht.

Mittwoch, 13. Januar 2021

Nico Semsrott verläßt die PARTEI

Wegen rassismusvorwürfen gegen Martin Sonneborn ist Nico Semsrott aus der partei Die PARTEI ausgetreten. Insgesamt hatte ich schon öfter den eindruck, daß Nico Semsrott besser zur GRÜNpartei paßt, deren fraktion er sich im EUparlament auch angeschlossen hat.

Es ging um diesen dummen t-shirt-spruch:

»AU WIEDELSEHERN, AMLERIKA! abem Sie Guter FrLug runtel! Printed in China für Die PARTEI«

Martin Sonneborn hat sich dazu inzwischen wie folgt geäußert:

Donnerstag, 7. Januar 2021

Die konzern- und staatsmedien sind schuld!

Heute nachmittag passierte, was passieren mußte. Der ereignisse in Washington wegen trudelte ein äußerst wichtiger rundbrief der beklopptikusse vom selbsternannten »demokratischen widerstand« ein:

 »Rundbrief 164: Revolution in den USA? | Vorschau DW N°32

Vier getötete Menschen.

Und die deutschen Konzern- und Staatsmedien machen Propaganda. Die ergebnisoffene Frage muss lauten: Was bringt Amerikaner aus Mittelschicht und Arbeiterschaft aller Hautfarben und Hintergründe dazu, todesmutig ihren Parlamentssitz, das Capitol, zu stürmen?«
Und sie wissen natürlich schon bescheid: die Deutschen konzern- und staatsmedien sind schuld, wenn Amerikaner anfangen zu randalieren.

Komischer weise habe ich von der angelegenheit einen völlig anderen eindruck, da sind, ähnlich wie bei der stürmung der reichstagstreppe in Berlin ende august 2020, keineswegs aufgebrachte menschen »aus mittelschicht und arbeiterschaft aller hautfarben und hintergründe« unterwegs gewesen, sondern hauptsächlich verschwörungsgläubige weiße männer, die sich mit falschmeldungen haben aufhetzen lassen. In diesem fall, Donald Trump habe die wahl in wirklichkeit gewonnen und müsse verteidigt werden.

Die bilder wirken verstörend, jedoch kann man daran relativ gut sehen, was mit den menschen passiert, wenn sie in einem verschwörungsgläubigen paralleluniversum leben, weil sie sich von angeblichen wahrheitsverkündern aufhetzen lassen.

Samstag, 7. November 2020

Kommentar zur Amiwahl

Husten. Wir haben ein problem! Ja, ich weiß, es ist der blödeste kalauer überhaupt. Immer dieses Texas, ich will von dem scheiß einfach nichts mehr hören und wenn ich geburtstag habe, könnte zur abwechslung auch mal gar kein präsident vereidigt werden. Einfach mal nicht bloß keine alten männer. Einfach niemand.

Samstag, 31. Oktober 2020

Sinfonia. Luciano Berio

Als im märz der lockdown kam, spielten die Berliner Philharmoniker die Sinfonia des Italienischen komponisten Luciano Berio ohne publikum, nur für das internet/radio. Gewidmet war die sinfonie Leonhard Bernstein, der sie 1968 mit den New Yorker Philharmonikern uraufführte. Ich war sehr traurig, weil ich nicht in der Philharmonie dabei sein konnte, sondern nur im internet. Diese musik ist genau meine richtung.

Und weil es im herbst und winter leider keine philhamonischen konzerte geben wird, gibt es hier jetzt die schönste version der »Sinfonia«, die ich gefunden habe. Es ist das Chicago Symphony Orchestra unter der leitung von Pierre Boulez. Leider hat die aufnahme ein grauenhaftes netzbrummen, die konzertmitschnitte ohne brummen fand ich von der musik her aber nicht so gut. Hört halt selbst.

Sonntag, 11. Oktober 2020

Racoon im Weißen Haus

Im Weißen Haus in Washington gibt es außer Trump noch andere plagen. Es ist nicht nur ein hotspot für corona, sondern auch für racoon.

Wäre ich Ami, würde ich sicherlich das kleinste übel wählen und lieber den dreisten aber schlauen maskenträger im Weißen Haus haben wollen.

Samstag, 22. August 2020

Die Weisen von Zion heißen heute Soros & Co.

Vortrag über antisemitismus und verschwörungsmythen von den Hoaxillas Hoaxilla ist ein skeptischer podcast aus Hamburg, von dem es inzwischen über 200 folgen, plus etliche spezialfolgen, gibt und viele davon sogar interessant sind.

Samstag, 18. Juli 2020

Onkel Toms Hütte in Berlin

Dem eigentlichen text schicke ich ein längeres zitat aus einem interview des Deutschlandfunks Kultur mit dem experten für die kolonialgeschichte Afrikas, Ulrich van der Heyden zur umbenennung der mohrenstraße in Berlin voraus.
Zitat Ute Welty: »Braucht es tatsächlich drei promotionen, um zu verstehen, worum es bei der umbenennung der mohrenstraße wirklich geht?«
Zitat Ulrich van der Heyden: »Also, entweder man braucht vier doktortitel dafür oder man braucht keinen. [...] Das läuft in eine richtung, die ich als wissenschaftler nicht gutheißen kann. Das kann ich immer dann nicht gutheißen, politische entwicklungen oder forderungen, wenn sie sich von den fakten abheben, nichts mehr mit wissenschaft zu tun haben, sondern nur noch emotionen und betroffenheiten eine rolle spielen. [...] Ich kenne nicht viele leute die das negativ berührt. Ich bin seit über dreißig jahren in Afrikawissenschaften unterwegs, bekomme viele besuche aus Afrika, zeige den Afrikanern auch die stadtmitte in Berlin. Wir sind in der Mohrenstraße, wir diskutieren da drüber. Keiner hat sich da in irgendeiner weise negativ konnotiert gefühlt. Ich habe lehrveranstaltungen gemacht, seminare in Afrika, auch bei Germanisten, habe versucht darüber zu diskutieren. Die Afrikaner verstehen nicht, was hier in Berlin, oder überhaupt in Deutschland vor sich geht. Wenn man um das wort ›mohr‹ streitet.«
Etwas später dann
Zitat Ulrich van der Heyden: »Man muß betrachten, daß straßen- oder geographische namen [...] zeugnisse aus der zeit sind. Die sind in einer bestimmten zeit zu einem bestimmten zweck entstanden oder ausgedacht worden, benannt worden. Und diese zeit ist geschichte, die kann man nicht einfach wegwischen. Wir können heutzutage keine straße nach Stalin oder Hitler benennen oder Göring, das ist selbstverständlich. Aber alle straßenbezeichnungen, wenn wir bei straßen bleiben, haben ihre begründung aus ihrer zeit und die muß man kennen. Wenn man darüber bescheid weiß, dann kann man darüber diskutieren. Aber leider ist es so, daß diejenigen, die die umbenennung der mohrenstraße fordern, überhaupt keine ahnung [...] von historischen kontexten haben. Ich habe eine sammlung von flugblättern, die da verteilt werden, von einer wirklich kleinen gruppe von jungen leuten, da graust es mir als historiker, wenn ich sehe, daß da der Große Kurfürst mit dem Kaiser durcheinander gebracht wird, daß die zahlen um jahrhunderte verschoben sind, daß da irgendwelche theorien aufgestellt werden, die überhaupt nicht stimmen. Das kann keine grundlage sein für eine diskussion, die politische auswirkungen hat.«
Zitat Ute Welty: »In Berlin gibt es ja nicht nur die mohrenstraße, sonder auch die haltestelle mohrenstraße und die Berliner Verkehrsbetriebe haben die haltestelle in Glinkastraße umbenennen wollen. Und jetzt ist der komponist Glinka einer, der von der entsprechenden literatur als antisemit beschrieben wird. Gut gemeint, schlecht gemacht?«
Zitat Ulrich van der Heyden: »Meine meinung war schon sehr lange [...] die haltestelle mohrenstraße hieß nie mohrenstraße, da könnte man was machen. Da könnte man umbenennen oder umwidmen zu einem antikolonialen erinnerungsort oder kolonialen erinnerungs- und gedenkort. Das wäre eine gute gelegenheit, die Berliner Verkehrsbetriebe hatten sich dazu auch bereitgefunden, es ist in der presse öffentlich gemacht worden, passiert ist nichts.

Und wenn wir jetzt anfangen, in jedem personenbezogenen straßennamen nachzuforschen, werden wir einiges andere auch finden. Ich erinnere an den kurfürstendamm in Berlin [...], das war der Brandenburgische Kurfürst, das war der profiteur vom sklavenhandel gewesen, warum heißt diese straße noch so? Dann kann man weiter gehen, warum gibt es eine Konrad-Adenauer-Straße, Adenauer war stellvertretender vorsitzender der Deutschen Kolonialgesellschaft [...], dann müssen wir auch da weitermachen. Wo wollen wir aber aufhören, wenn wir da erstmal anfangen? [...]

Mohrenstraße, das sollte demokratisch entschieden werden unter den anwohnern, worunter sich auch Afrikaner befinden, die haben nichts gegen diesen begriff. Denn wer benutzt denn noch den begriff ›mohr‹. [...] Und wenn heute diskutiert wird, es wäre antirassistisch, dann frage ich mich, welche rassistische überlegung, welche rassistische handlung, rassistische überzeugung läßt sich ändern, wenn die mohrenstraße mit historisch nicht belegbaren argumenten umbenannt wird?«
Für manche umbenennung gäbe es sicherlich gute argumente. Beispielsweise bin ich der auffassung, daß man nach dem »Hänge-Peters« heutzutage ganz bestimmt keine straße mehr benennen sollte, nur leider gibt es nicht immer gute argumente.

Eine weitere derartige unsinnsdiskussion hat nun der basketballprofi Moses Pölking losgetreten. Er will, daß die u-bahn-station Onkel Toms Hütte umbenannt wird. Dazu schreibt er:
Zitat Moses Pölking: »Ich persönlich finde es ist an der Zeit, die U-Bahn Station Onkel-Toms-Hütte und die Onkel-Tom-Straße umzubenennen. Mir ist bewusst, dass der Begriff „Onkel-Toms-Hütte“ von dem gleichnamigen Buch stammt, geschrieben von Harriet Beecher Stowe.«
Wenn sich der herr Pölking da mal nicht einer völlig falschen sache bewußt ist. Tatsache ist nämlich, daß die straße, die u-bahn-station und die gleichnamige siedlung in der nähe, wenn überhaupt nur sehr, sehr indirekt nach dem roman benannt sind. Mitte der 1880er jahre eröffnete im nahe gelegenen riemeisterfenn ein ausflugslokal, es soll ein reetgedecktes holzhäuschen gewesen sein - es wurde ende der 1970er jahre wegen baufälligkeit abgerissen - der erste wirt hieß Thomas und so wurde das lokal im Berliner volksmund dann eben »Onkel Toms Hütte« genannt.
Zitat Moses Pölking: »Jedoch wird das Buch weitestgehend als herablassend und beleidigend gewertet. Durch das Buch entstammt der Begriff Onkel Tom, welcher in der Afroamerikanischen und PoC community zu höchst beleidigend ist. Ein Onkel Tom war ein Sklave der sich bewusst entmenschlicht hat, um von seinem Sklavenhalter nicht als Bedrohung wahrgenommen zu werden. Er hat sich bewusst seiner Menschenwürde entzogen.«
Das buch wurde hierzulande völlig anders bewertet. Nämlich, daß der Tom, der ein ehrlicher und anständiger mensch ist, in eine entmenschlichte welt hineingestoßen wird und von den weißen fürchterlich ungerecht behandelt wird. Ich habe keine ahnung, ob die geschichte heutzutage überhaupt noch vielen menschen bekannt ist

Im Deutschen gibt es die beleidigung »onkel Tom« nicht. Im Amerikanischen Englisch war es weiße herrschaftssprache, schwarze nicht mit mister/missis anzureden, sondern mit uncle/aunt. Im Deutschen gibt es diese form von herrschaftssprache nicht und das läßt sich nicht einfach eins zu eins übertragen. Wenn ich beispielsweise einem Englischsprechenden menschen sage, daß er einen vogel hat, wird der vielleicht an seinen wellensittich denken, der wird eher verstehen, was ich meine, wenn ich ihm sage, daß er wohl fledermäuse im glockenturm hat.
Zitat Moses Pölking: »Ein Onkel Tom war auch ein Sklave, der alles dafür Tat besser von seinem Sklavenhalter behandelt zu werden und dadurch von den anderen Sklaven gehasst wurde. Heutzutage wird der Begriff für Afroamerikaner oder PoCs verwendet, die sich gegen ihrer Eigen stellen und zur Gunst anderer, im Hauptfall Weißen, agieren. Einfach gesagt ein „Sell-out“ oder „Coon“.«
Soweit ich gehört habe, hat der schwarze bürgerrechtler Malcolm X den schwarzen bürgerrechtler Martin Luther King als »uncle Tom« bezeichnet, weil der ihm zu friedfertig und zu wenig radikal den weißen gegenüber war, unbekannt ist mir, ob es diese form der beleidigung vorher schon gab. Es ist eine beleidigung innerhalb der schwarzen gemeinde in den USA.

Auch »fachbegriffe« wie sell-out oder coon dürften einem großteil der Deutschen muttersprachler eher unbekannt sein. Viele von denen sprechen zwar Ostdeutsch aber keinen Amerikanischen slang, weshalb die ganz andere vokabeln verwenden, wenn die einen beleidigen wollen.
Zitat Moses Pölking: »Abschließend will ich Sie nur darauf hinweisen, dass die Begriffe Onkel Tom bzw. in unseren Fall Onkel-Toms-Hütte und Onkel-Tom-Straße so beleidigend sind, wie Mohrenstraße. Hiermit fordere ich @bvg_weilwirdichlieben und @michaelmueller.berlin auf diese Namen zu ändern. Wenn Sie mit mir darüber reden wollen, persönlich oder über Social Media, stehe ich gerne dafür zur Verfügung.

Peace ✊🏽

Ich habe hierzu eine Petition mit der Hilfe von @luholymary ins Leben gerufen. Bitte unterzeichnet und teilt sie alle! LINK IN BIO #blm #berlin #zehlendorf #bvg #racism #stopracism #makeitgoviral #genugistgenug«
Man kann sich natürlich auch beleidigungen konstruieren, wo keine sind, wenn man nur ordentlich sucht, wird man garantiert fündig. Ich war mal in einem kaff in Thüringen, da gab es eine straße, die hieß »am ficktor«. Was, wenn prüde menschen einen solchen namen anstößig finden und ist so eine bezeichnung überhaupt jugendfrei? Vielleicht sollte die straße auch »Viktor« heißen und der schilderhersteller hatte es nicht so mit rechtschreibung. In einem anderen nest gab es ein »teufelsleckergäßchen«. Dort befand sich ein süßwarenladen. Ausgerechnet. Wer wohl zuerst dagewesen war? Aber beleidigt es nicht religiöse gefühle, wenn der teufel mit im bunde ist? Wahrscheinlich gibt es auch für diese straßennamen irgendwelche gründe, die wahrscheinlich viel langweiliger sind, als man denkt.

Vielleicht hätte der wirt Tom vom riemeisterfenn sich mitte der 1880er jahre umtaufen lassen, wenn er geahnt hätte, daß im jahr 2020 die menschen nichts besseres zu tun haben als anstoß an seinem namen nehmen, vielleicht in Friedrich oer Wilhelm, das sind schließlich auch schöne namen.

Freitag, 26. Juni 2020

Bestechungsversuch

Bei dieser meldung von t-online gestern abend dachte ich »ist denn schon wieder 1. april?« 

Attila der Möchtegerne Hunnenkönig sieht sich bereits als zukünftiger staatschef und möchte seine Kameraden des Deutschen Heeres und die Wachtmeister der Polizei mit einem kostenlosen burger in seiner imbißbude bestechen.

Bildschirmfoto t-online
Bildschirmfoto t-online

Offenbar mit eher mäßigem erfolg. Dabei weiß man doch längst, was man für eine erfolgreiche bestechung benötigt:

Bestechungsfax aus dem jahr 2000

Für eine echte Deutsche vollblutbestechung reicht ein (dazu auch noch veganer) burger nicht. Dafür benötigt man Schwarzwälder Schinken, echt gute würste - und eine kuckucksuhr. 

Der schmierige smutje sollte besser schleunigst zurück in die kombüse an den herd. Aber wenn er in seiner frittenbude einen hungrigen fragt »haben Sie gewählt?« und die antwort ist »ja«, dann meint der am ende, man habe ihn gewählt.

Freitag, 5. Juni 2020

Brennpunkt


An sich bin ich nicht unbedingt ein fan von Caroli Kebekus aber ihren »Kebekus-Brennpunkt zum Thema Rassismus«, in welchem sie menschen mit Afrikanischen wurzeln selbst zu wort kommen läßt, finde ich gar nicht verkehrt.


Mittwoch, 8. April 2020

Das schönste argument der covid-19-verharmloser

Aus einem interview mit dem Berliner privatradiosender 94,3rs2. Das gesamte interview kann man hier nachhören.
Zitat Prof. Dr. Stefan Hockerz[1:24]»Die meisten menschen, die wir jetzt als todesfälle zu beklagen haben, wären entweder so oder so gestorben [...]«
»Wäre sowieso gestorben« ist immer das beste argument. Wenn man einem alten villenbesitzer einen ungebetenen besuch abstattet und die kalashnikov »sprechen« muß, damit man an seine wertgegenstände kommt, kommt es bestimmt gut an, wenn man sagt, daß der ohnehin gestorben wäre.

Aber mal im ernst: ein mediziner, der dann auch noch mit vornamen professor doktor heißt und die auffassung vertritt, daß ein paar leichen mehr oder weniger so rein statistisch gar nicht auffallen würden, erscheint mir nicht ganz sauber. Allein in New York sind im zusammenhang mit covid-19 in den vergangenen wochen knapp 6.300 menschen gestorben, in den vergangenen 24 stunden rund 780. In Italien verstarb im zusammenhang mit dieser erkrankung der erste am 21. februar. In den fast sieben wochen seither fielen der seuche dort nahezu 17.700 menschen zum opfer. Und das soll nicht weiter auffallen, weil das angeblich alles ohnehin totgeweihte gewesen wären?

Das glaube, wer will.

Sonntag, 23. Februar 2020

Verschwörungstheoretiker stirbt in selbstgebauter rakete

Der als »Mad Mike« bekannte USAmerikanische verschwörungstheoretiker Mike Hughes ist bei einem versuch, mit einer selbstgebauten rakete rund 1500 meter aufzusteigen ums leben gekommen.

Sein ziel war, eines tages mit einer rakete weit genug aufsteigen zu können, um zu beweisen, daß die erde keine kugel ist. Aufgezeichnet wurde sein flug vom Science Channel für eine dokumentation über »home made astronauts«.

Sonntag, 18. August 2019

Peter Fonda

Mal wieder hat es einen dahingerafft. Weil ich ehrlich bleiben möchte, muß ich zugeben, daß ich beim legendären film »Easy Rider« immer eingeschlafen bin. Vermutlich bin ich die einzige, die leider gar nicht weiß, worum es da eigentlich geht.

Udo Lindenbergs version von »Born to Be Wild« war aber wahrscheinlich gar so verkehrt.