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Samstag, 27. November 2021

Junge

Neuer song von Die Virologen:

künstliche beatmung und immer noch geschwurbel,
das will doch keiner hörn.
Was soll der Wieler sagen?
Nie trägst Du ne maske, so viel schlechter umgang,
wir sehn Dich so nicht gern.
Was soll der Drosten sagen?
Wo soll das alles enden, wir machen uns doch sorgen.

Und Du warst so ein netter mensch...


Freitag, 12. November 2021

Murmeltiertag

Zur abwechslung ist mal wieder zeitschleife und nicht nur heute sondern jeden tag - alles was passiert, war schließlich »überhaupt nicht« vorhersehbar. Im grunde ist alles gesagt.

Murmeltiere sind wesentlich klüger als menschen in einer pandemie. Im herbst tun sie es dem bilche gleich und denken nicht an den karneval, sondern an den winterschlaf. Ich auch.

Sonntag, 15. August 2021

Testen und impfen für den supermarkt?

Weil es in bestimmten teilen der bevölkerung noch nicht ausreichend unsicherheit und argwohn über test- oder gar impfpflicht im lebensmitteleinzelhandel gibt, mußte RTL noch ein wenig brennspiritus ins feuer gießen und hat vor einem supermarkt in Frankenthal ein »experiment« gewagt und behauptet, daß nicht vollständig gegen corona geimpfte hausverbot haben.

Das ist nicht übermäßig witzig. Hysterisch, wie die stimmung in gewissen kreisen ist, wurde das im internet verbreitet. Und der Breitschuster trat breit, daß testpflicht für den supermarkt anstünde - regierungssprecher Steffen Seibert sagte auf der bundespressekonferenz am 13. august, daß der lebesmittelhandel auch weiterhin für alle offen sein soll. Sollte das irgendwann mal anders sein, wäre das für mich schon ein grund zu protest, denn lebensnotwendiges muß es für alle geben.

Aber für mich irrelevant. Als doppelt geimpfte weiß ich ohnehin den tod in sicherer nähe.

Samstag, 10. Juli 2021

Bestechend einfacher vorschlag

Gestern machte der sozialpsychologe Florian Kaiser zur motivation zum impfen den bestechend einfachen vorschlag, daß impfverweigerer ihre corona-behandlung dann einfach mal selbst zahlen sollten.

Was ich von dieser idee halte ist ebenso einfach.

Nichts.

Sonntag, 11. April 2021

Foto am sonntag

Des nachmittags uffm Wedding:
»Milliarden für die Reichen und Lockdown für den Rest«

Klingt, als ob ausschließlich reiche was vom lockdown hätten. Für was lockdowns nütze sind hatte ich ohnehin ein paar gedanken, die werde ich vorraussichtich am dienstag kundtun.

Donnerstag, 4. März 2021

Mainstreammediengläubigkeit

Schlafschaf Mechthild ist mainstreammediengläubig. Die ist glatt so blöde zu glauben, daß es eine pandemie gäbe, bloß weil die lügenpresse seit mehr als einem jahr täglich davon berichtet, daß sich leute mit dem coronavirus infizieren, zum teil schwer daran erkranken und versterben.

Dabei hat doch erst gestern der renommierteste forscher Deutschlands, der welt und des gesamten universums mitsamt sämtlicher marsmännchen, der herr Professor Doktor von der Bitch-Ute-Universität, gesagt, daß die pandemie im oktober schon beendet war und gar nicht erst stattgefunden hat und der Christian Drosten, der erfinder des coronavirus nur gesagt hat, daß das tödlich enden könne, damit der Hendrik Streeck monatelang nicht mehr zum frisör darf und dann genauso doof verzottelt rumlaufen muß, wie er selbst. Wenn das mal kein triftiger grund ist, allen eine ausgangssperre zu verordnen.

Aber mal im ernst: wie komme ich eigentlich auf die idee, diesen »mist« von der pandemie zu »glauben«?

Das bemerkenswerte an einer pandemie ist, daß sie nicht bloß ein land oder eine bestimmte region betrifft, sondern global abläuft. Somit ist die wahrscheinlichkeit hoch, daß man, sofern das tatsächlich von bedeutung ist, darüber etwas in der internationalen presse findet. Und in bezug auf Sars-Cov-2 findet man tatsächlich eine menge und interessanter weise ist es in aller welt ähnlich: es gibt lockdowns, einschränkungen des öffentlichen und privaten lebens und die hoffnung auf impfstoffe.

Sind weltweit plötzlich alle einfach durchgeknallt? Und zwar gleichzeitig? Lügen die alle und allein der herr Professor Doktor hat noch den durchblick?

Völlig ausgeschlossen ist das nicht. Jedoch irgendwie ein bißchen unwahrscheinlich. Es fällt auf, daß auch die medien aus staaten, die nicht im verdacht stehen, beste freunde der USA oder der EU zu sein, über ähnliche dinge berichten. Interessant wird es, wenn Radio Bejing stolz verkündet, chinesische forscher hätten am Deutschen impfstoff mitgeforscht, RTDeutsch hingegen berichtet, Peking habe selbigen zur »giftspritze« erklärt. In Havanna ist im februar die buchmesse ausgefallen, die ist dort für gewöhnlich immer ein großes ereignis. Haben die Kubaner einfach geschmack an der neuen mode gefunden, großveranstaltungen abzusagen und covid-19 bloß als ausrede vorgeschoben? Kuba und der Iran arbeiten an einem gemeinsamen impfstoff gegen covid. Offensichtlich haben die zuviel geld und gelangweilte forscher, die eine beschäftigungstherapie benötigen. Sonst würden sie keinen impfstoff entwickeln, den niemand braucht, weil die erkrankung völlig ungefährlich ist und als »saisonale grippe« ohnehin schon so gut wie verschwunden ist.

Alle bekloppt auf der ganzen welt, außer den paar genialen durchblickern von der Bitch-Ute-Universität? Das glaube ich nicht.

Sonntag, 15. November 2020

Ein fast normaler sonntag

Heute sah die welt gar nicht so novembertrüb aus, wie ich es erwartet hätte. Beim spazieren gehen waren die spuren der letzten nacht deutlich zu sehen:
Irgendwie schienen alle leute erstaunlich gut gelaunt und zufrieden zu sein.

Nur oppa erzählt immer noch vom krieg:

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Nightmare before reformationstag

Vorhin begegnete mir der grusel im supermarkt:
Die Luther Tomate. Was soll der ex-katholik mit derlei wurfgeschossen*)? An helloween gegen die domtür werfen?

*)Vielleicht ein bißchen klein, aber zum werfen recht handlich - also gutes demonstrationsgemüse.

Mittwoch, 19. August 2020

Diallyldisulfid

Falls sich irgendwer über das wort im titel wundert, weil er das noch nie gehört hat, den kann ich beruhigen. Kannte ich bis heute auch nicht. Nur habe ich heute unfreiwillig einen selbstversuch damit gemacht.

Der tag verlief eigentlich völlig normal und dann war ich auf einem markt, wo knoblauch so sagenhaft billig war, daß ich mehr davon als normal kaufte, weil ich es schon lange ausprobieren wollte, knofl mal selbst einzulegen, weil der fertig eingelegte meist in maschinenöl schwimmt und ich das nicht mag. Und knoblauch ist ja so gesund!

Was mir beim schälen des knoblauchs passierte, ist mir bisher noch nie passiert - und ich habe beispielsweise auch schon mit bloßen händen aus chilis sambal oelek selbst hergestellt, damit der ungefähr den schärfegrad bekommt den ich für richtig halte - ich hatte das gefühl, daß ich verbrennungen an meinen fingern hätte und kaum noch etwas tun konnte.

Wie ich dann herausfand, kam das vom diallyldisulfid, das im knoblauch ist und das hautreizungen hervorrufen kann. Ich hab meine pfoten jetzt ein paar stunden lang gekühlt und bis auf ein bißchen kribbeln in den fingerspitzen scheint alles wieder »normal« zu sein. Nie im leben hätte ich gedacht, daß so ein profanes zeug wie knoblauch, mit dem ich alltäglich in der küche umgehe, derartige probleme bereiten könnte.

Hoffentlich ist das jetzt nicht der beginn einer wunderbaren allergie, denn ohne knoblauch hat essen überhaupt keinen sinn.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Ich habe besseres zu tun

Punk sei dank gibt es seit letzter woche einen sommerhit: Drostenfans erkennt man natürlich auch immer an den schönen haaren - selbst dann, wenn sie eine glatze haben.

Sonntag, 5. Juli 2020

German bold italic

Freunde der drögen kunst der typographie erinnern sich womöglich an dies ding:



German bold italic von Towa Tei und, um gottes willen, Kylie Minogue. Als ich das vorhin zufällig fand, freute ich mich. Allerdigs befremdete es mich, daß ich mich an das video erinnern kann. An die besungene schrift hingegen nicht mal ein bißchen.

Samstag, 20. Juni 2020

Sag mir, wo die bücher sind


Aus dem internet erfährt man manchmal eine ganze menge. Ich, beispielweise, schreibe dieses beschissene blog, weil ich selbstdarstellerisch meine schlechtgeschriebenen bücher promoten will. Das war mir neu.

Kann mir jemand titel nennen und bitte auch tantiemen überweisen?

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Dienstag, 3. Dezember 2019

Verursachen windräder vogelsterben?

Gerade bei »arte« gefunden:



Fazit: »die windräder sind NICHT ursache eines vermehrten vogelsterbens.« Zu einem ähnlichen ergebnis kam man bereits ende juli beim Bayrischen Rundfunk:



Und ich hatte schon vor jahren den verdacht, daß windkraftanlagen für vögel wahrscheinlich nicht gefährlicher sind als häuser, kirchen oder einkaufszentren.

Nur Don Quijote kämpft gegen windmühlen.

Freitag, 29. November 2019

Tote Katzen im Wind

Tatsächlich gibt es Holger Oley, freunden der DDRindependentmusik als sänger der band »Die Zucht« bzw. »Die Art« und diverser nachwendeprojekte bekannt, heute 60 jahre. Die redaktion des 1€blogs gratuliert.



Der text klingt ziemlich nach Pratajev. Von Pratajev gefiel mir folgenes besonders gut:

»Im Herd ein Hund, knusprig gebacken.
Das Fell gemacht zu Kappen und Jacken,
Der Schwanz im Hause als Besen kehrt -
Hund, oh Hund. Du wirst von allen verehrt!«

Samstag, 16. November 2019

Eier aus stahl

Die die nachkommen der täter wollen entschädigt werden. Das thema, daß die nachkommen der Hohenzollern glauben, irgendwas kriegen zu können, verfolge ich schon seit längerem. Jan Böhmermann hat sich dessen angenommen und keine sauerei weggelassen.



Weiteres kann man nachlesen unter http://hohenzollern.lol

Armer Georg Friedrich Ferdinand. Wer sich im jahr 2019 für einen Preußischen Prinzen hält, hat gehörig einen riß in der schüssel und ist ein fall für die klapse. Hier ist nichts mit prinzenpraktikanten, wir haben demokratie. Das ist schlimm genug, wenn man figuren wie den B.Scheuer-t-Andi alias Feinstaub-Andi oder Krampf-Knarrenbauer ertragen muß. Der Georg Friedrich Ferdinand soll gefälligst mal froh sein, daß er lebt, weil seine vorfahren nicht ludwigisiert wurden. Grund dazu hätte es reichlich gegeben. Aber wenn jemand ein recht auf ein kostenloses wohnen im Schloß Cecilienhof hat, bin das auf jeden fall ich. Schließlich haben meine urgroßeltern den kasten bezahlen müssen.

Für alle anderen menschen auf der welt, egal wie sie aussehen oder woher sie kommen, deren vorfahren unter der (kolonial)herrschaft des hauses Hohenzollern zu leiden hatten, gilt das gleichermaßen. Aber dieser schwachkopf glaubt immer noch, das land und das recht auf die erste nacht würden ihm gehören. Da sieht man, wo jahrhunderte langer inzest hinführt.

Wie sagte einst Horst »HoHaSchmi« Hannibal Schmidt? »Die Habsen und die Hohzen, die waren echt zum kotzen!«

Mon arsch!

Sonntag, 3. November 2019

Rotation und Straßenmann

Für den verregneten sonntagnachmittag bzw. frühen sonntagabend ein hinweis auf zwei hörspiele von Hermann Kesser aus der späten Weimarer Zeit.

Heute abend gibt es um 18uhr30 das beim Deutschlandradio Kultur »Straßenmann« im original der Berliner Funkstunde von 1929. Das stück kenne ich noch nicht, obgleich es eines der berühmtesten hörspiele seiner zeit war. Es soll darin um einen spekulanten gehen, der in der zeit der inflation selbst ruiniert wird.

Das zweite Hörspiel ist »Rotation«, das 1932 leider nicht mehr für die Berliner Funkstunde produziert werden konnte. Deshalb stammt die nachhörbare fassung von 1982. Es geht um die arbeitslosigkeit. Im stück sagt einer der arbeiter auf der baustelle: »Es gibt genug boden, genug essen und genug arbeit in der welt. Man müßte sich nur in der ganzen welt über die arbeit und das essen einigen. Und nicht mehr so planlos draufloswirtschaften...«. Dann gibt es den Internationalen Kongress zur Untersuchung der Arbeitslosigkeit, genannt Kozuga. Die wirtschaftswissenschaftler dort reden, bis auf einen, genau den gleichen mist, der heute auch immer geredet wird. Schreibe ich nicht auf - selbsthören.

Sonntag, 10. Februar 2019

Reich durch aufräumen

»Ich liebe Unordnung« sagt aufräumberaterin Marie Kondo. Seltsam. Ich nicht. Bei ihr sieht alles picobello aufgeräumt aus, bei mir hingegen nicht. Verkehrte welt. Liegt halt daran, daß die daraus ein lukratives geschäftsmodell entwickelt hat, während ich mit meiner zeit besseres anzufangen weiß, als den putz- bzw. aufräumteufel zu spielen.

Was mich wundert, ist, daß man mit so einem scheiß knete machen kann. Binsenweisheiten wie »kleidung, die Du seit zwei jahren nicht getragen hast, kannst Du wegwerfen« oder »bücher, die Du gelesen hast, brauchst Du nicht mehr«, gab es bereits im letzten jahrtausend und waren auch damals schon falsch, schließlich kann man auch bücher wegwerfen, die man noch nicht gelesen hat, wenn man nicht vorhat, es noch zu tun.

Hinzu gesellt sich die schulmädchenweisheit »behalte nur, was Dich glücklich macht.« Sind bücher, wie z.b. Kompendium Mediendesign, PHP in a Nutshell oder auch Der Kontenrahmen irgendwie dafür gedacht menschen glücklich zu machen? Ganz bestimmt, denn wegwerfen kann ich sie nicht. Kauft Euch einen Kontenrahmen, der macht glücklich. Alle werden Euch drum beneiden, denn betriebswirtschaftliche auswertungen sind das schönste wogibt. In so einem buch schmökert man sonntagnachmittags bei einer tasse kaffee immer wieder gern, obwohl es eigentlich längst klar sein sollte, daß in jedem fall irgedwie die gewinn- und verlustrechnung, die alte tunichtgütin, dahintersteckt.

Bekanntermaßen macht geld nicht glücklich. Dafür ist es zwar überhaupt nicht gedacht, aber trotzdem könnten die reichen mal ihre konten aufräumen. Ich wäre durchaus bereit, am ende den papierkorb zu entleeren.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Verkehrtes verständnis

Schäbig wird es, wenn selbsternannte »experten« verständnis für bestimmte bevölkerungsgruppen äußern, dann aber doch wieder bloß gängige klischees bedienen. Wie beispielsweise letztens mal wieder Ilka Bessin besser bekannt als »Cindy aus Marzahn«.
Zitat Ilka Bessin:»Um 14 Uhr bin ich aufgewacht, dann habe ich „Vera am Mittag“ geguckt, obwohl ich das schon aus der Nacht davor kannte. Es lief ja nichts anderes.«
Wenn sie das so erzählt, will ich ihr das schon glauben. Aber ein bißchen stutzig macht mich das schon. Zwar schaue ich wenig fernsehen, was daran liegt, daß ich noch nie im leben einen fernseher besessen habe, jedoch kann ich mich noch genau daran erinnern, daß es in der zeit von 2001 bis 2003, was die zeit von Bessins arbeitslosigkeit gewesen sein soll, in Berlin andere fernsehsender gab als nur Sat1.

Und dann kommen mir ganz traurige gedanken, wie frau Bessin in ihrer einraumwohnung in der achtzehnten etage im plattenbau in Marzahn vor einem Junostfernseher hockte, der nur Sat1 und DDR2 kann - und letzterer sender ist bekanntermaßen mit der DDR untergegangen. Aber wahrscheinlich wird sie dabei wenigstens nicht gefroren haben.

Trotzdem sagt sie bloß die halbe wahrheit. Sie hat hat doch auch noch etwas anderes gemacht. Sie hat sich in der zeit ihre bühnenfigur ausgedacht, sie hatte sehr viel glück und hat es damit bis ins fernsehen geschafft. Andere arbeitslose denken sich auch etwas aus, womit sie ihre zeit verbringen, nur häufig leider mit geringem erfolg. Und dann werden sie von einer, die verständnis heuchelt, einerseits blöde angekumpelt, so von wegen daß man ihnen selbstbewußtsein geben müsse und auf der anderen seite doch wieder als faule säcke verlacht, die schon um 14 uhr in der frühe aufstehen. Und das ist eine art von »verständnis«, die ganz bestimmt niemand braucht.