Samstag, 20. Oktober 2018

Ernährung und religion (Teil 3 und schluß)

Fortsetzung. Heute geht es um die »aufklärung« wie sie von veganern betrieben wird.

Die »aufklärung« der veganer sieht so aus, daß der mensch sich einfach außerhalb der natur stellen sollte.

Ein von menschen geschaffener hofkreislauf zur herstellung von nahrung ist natürlich böse, weil für den dünger nutztiere gehalten werden, die milch und eier liefern oder einfach gegessen werden können. Scheißegal, braucht kein mensch, zu futtern gibt’s schließlich im supermarkt.

Denkt man über eine gesündere ernährung nach, soll man in keinem fall daran denken, daß man nicht beschaffen ist wie ein pflanzenfresser, keine vier mägen hat wie ein rind, keinen riesigen blinddarm wie ein pferd und daß man auch keineswegs gewillt ist, die eigenen köttel zu fressen, wie hasenartige das tun. Aus veganer sicht soll man eine gesunde oder womöglich ungesunde ernährung auf »einseitig« umstellen.
Daniela Wakonigg: »Da es aus Sicht der meisten Atheisten um nichts Geringeres geht als eine Welt mit weniger Leid, schlagen die emotionalen Wellen in solchen Diskussionen mitunter natürlich hoch. Und sicherlich gibt es auch einige Atheisten, die dabei den Pfad des Sachlichen verlassen. Der Grund für ihre wie auch immer gearteten Argumentationen bleiben dennoch stets Fakten. Denn dass Religionen global betrachtet viel Schaden und Leid verursachen, daran kann heute nicht mehr ernsthaft gezweifelt werden.«
Schön, die studierte theologin und philosophin erklärt nun den atheisten, woran sie glauben, nämlich an weltverbesserung.

Stimmt aber gar nicht. Man kann auch atheist sein, weil es einem ums NICHTglauben geht und damit hauptsächlich sich selbst etwas gutes tun möchte.

Und glauben mögen die menschen meinethalben, was sie möchten. So lange sie in ihren glaubensspelunken bleiben.
Daniela Wakonigg: »Auch der weitergehende Diskussionsverlauf zwischen Fleischessern und Veganern ähnelt üblicherweise den Streitgesprächen zwischen Religiösen und Atheisten: Studien, die die positiven Effekte von Veganismus/die negativen Effekte von Religion aufzeigen, werden schlicht negiert oder ignoriert. Stattdessen folgt der Hinweis, dass der Mensch das Fleisch/den Glauben brauche und dass er erst durch das Fleischessen zum heutigen Menschen/erst durch den Glauben zum vollständigen Menschen geworden sei. «
Der vorteil des veganismus ist, daß damit seit einiger zeit ein ganz neues marktsegment entdeckt wurde, mit dem einige findige geschäftemacher gutes geld verdienen. Zum beispiel die hersteller von nahrungsergänzungsmitteln.

Ohne die nutzung von tieren wäre die menschheit ziemlich blöd dran. So etwas wie kultur hätte sich wahrscheinlich tatsächlich eher nicht entwickelt. Als anhänger der Schwarzen Kunst fällt mir dazu natürlich als erstes die schwarze druckfarbe ein, die für gewöhnlich pigmente aus tierasche enthält und fettsäuren aus schlachtabfällen, die für die menschliche ernährung ungeeignet sind. Das mit den fettsäuren gilt für andere druckfarben auch. Bücher sind unvegan, oft werden sie auch mit knochenleim geklebt. Die gesamte fotochemie - und dazu zählen auch platten für den offsetdruck - funktioniert nicht ohne gelatine. Und das schöne gestrichene papier, auf das man seine urlabsfotos ausdrucken kann, enthält ebenfalls gelatine aus tieren.

Musik ist oft nicht vegan. Gute trommeln wurden und werden mit tierhäuten bespannt und noch heute werden gute saiten aus därmen von tieren hergestellt. Im streichinstrumentenbau wird gelatine als grundierung verwendet. Ein synfoniekonzert kann ätzend oder phantastisch sein, nur eins eben nicht: vegan.

Viele der artikel zur täglichen hygiene wie seife, waschpulver, kosmetik, hautcremes, zahnpasta, shampoos und waschlotionen enthalten tenside tierischen ursprungs.

Die digitale welt ist ebenfalls nicht vegan: lcd-displays enthalten für gewöhnlich cholestrin von schweinen.

Man sollte einem veganer nicht inkonsequenz vorwerfen, in seinem leben schon einmal ein buch gelesen, auf ein display geschaut, in ein konzert gegangen oder gar ein stück seife in der hand gehabt zu haben. Für mich wirft sich eher die frage auf, woher die rohstoffe für all diese produkte kommen sollen, wenn sich nun alle einen heiligenschein ankleben und meinen, daß tiere nicht mehr genutzt werden dürfen.

Interessant zu diesem thema ist übrigens auch das buch »PIG-05049« der Niederländischen designerin und künstlerin Christien Meindertsma. Für das buch hat sie mehrere jahre recherchiert, wo das schwein 05049 geblieben ist und hat 185 produkte gefunden, die schwein enthalten, aber nicht unbedingt mit schweinen in verbindung gebracht, werden. Darunter so banale dinge wie streichhölzer. Aber auch geniale sachen wie künstliche herzklappen.
Daniela Wakonigg: »Ganz heikel wird es schließlich, wenn die Sprache auf Kinder kommt. Aus Sicht der Fleischesser/Religiösen vergewaltigt man sie geradezu, wenn man ihnen Fleisch/Religion vorenthält. Weil ihrem Hirn dann Nährstoffe fehlen bzw. weil sie religiös unmusikalisch bleiben. Den Abschluss solcher Diskussionen bildet meist ein hilflos-trotzig wirkendes "Ich esse jetzt ein Steak" bzw. "Ich bete für Sie".«
Hier wird es richtig verquast. Musikalität kann einem nicht vorenthalten werden, die hat man mehr oder weniger oder vielleicht auch gar nicht. Was einem vorenthalten werden kann ist musikunterricht, was aber etwas anderes ist. Um religiös zu werden benötigt man weder groß talent noch unterricht. Das bekommt man anerzogen oder entscheidet sich dafür. Man muß es bloß glauben.

In vielen weltgegenden wird kindern eine abwechslungsreiche ernährung vorenthalten, weil sich ihre eltern nichts besseres leisten können. Leider passiert es, daß die an mangelerscheinungen sterben. Da muß man doch nicht mehr alle birnen am christbaum haben, wenn man mitten in Europa seine kinder freiwillig, bzw. aus ideologischer verbohrtheit, so ernährt, daß die an mangelernährung sterben. Passiert zum glück nicht so häufig, kommt aber immer mal wieder vor. Ohne nahrungsergänzungsmittel geht das halt schlecht. Kann jeder halten, wie er will, aber wer als gesunder nahrungsergänzungsmittel benötigt, sollte sich mal fragen, ob er vielleicht etwas mit seiner ernährung falsch macht.

Beten hilft niemandem, vielleicht dem betenden, daß er zufrieden ist. Wenn man ein steak ißt, ist man ebenfalls zufrieden - aber zusätzlich wenigstens auch noch satt geworden. Also immerhin gleich zwei wünsche auf einmal erfüllt.
Daniela Wakonigg:»Die Ähnlichkeiten der Argumentationen von Fleischessern gegenüber Veganern mit der von Religiösen gegenüber Atheisten sind wenig verwunderlich, wenn wir uns klar machen, wie wir eigentlich zu Fleischessern werden. Die US-amerikanische Psychologin Melanie Joy hat bereits vor einigen Jahren die psychologischen Aspekte des Fleischessens analysiert und kam zu dem Schluss, dass es sich dabei tatsächlich um ein erlerntes ideologisches System handelt. Sie nannte dieses System Karnismus.«
Melanie Joy hat völlig recht. Man wird im elternhaus komplett ideologisch verdorben. Manche leute werden sogar von ihren eltern genötigt, bei harndrang aufs klo zu gehen - und dann können sie sich das ihr leben lang nicht wieder abgewöhnen. Und das ist doch nun ehrlich ideologisch absolut verbohrt. Blödes, erlerntes system. Scheißhausismus!
Daniela Wakonigg:»In der Tat zeigen Karnisten hinsichtlich ihrer Ideologie viele Parallelen zu religiösen Menschen. Die Normalität des Fleischessens wird – ebenso wie die der Religion – im Elternhaus erlernt. Fleisch wird dabei positiv konnotiert: Es macht stark, gibt Kraft und ist üblicher Bestandteil jedes Festessens. Die meisten Menschen hinterfragen das Fleischessen im späteren Leben deshalb ebenso wenig wie die Religion. Man hält das Fleisch irgendwie für gut und wichtig – genauso wie die Religion. Man tauft seine Kinder halt einfach und man isst halt einfach Fleisch. Weil's normal ist, weil's alle tun, weil man nicht anecken möchte und weil einem das Fleisch/der Glaube vermeintlich Kraft gibt.«
Im gegensatz zu veganern sind religiöse menschen oft erfindungsreich. Für einen ordentlichen katholiken ist gänsebraten vegan. Warum? Gänse entstehen aus teichmuscheln und die fallen bekanntermaßen von bäumen, also sind gänse pflanzlich, logisch. Für naturbeobachtung muß man denen ein paar punkte abziehen, das ist offensichtlich eher nicht so deren ding. Aber für einfallsreichtum und abstrusität gibt es auf jeden fall extrapunkte. Auf so etwas muß man erst einmal kommen.

Der mensch ist kein Lorenzsches gänschen, das darauf konditioniert ist zu tun, worauf es geprägt wurde. Der mensch muß nicht sein leben lang tun, was man ihm als kind anerzogen hat. Man muß nicht religiös bleiben und wenn einem das zeug nicht schmeckt, muß man auch kein fleisch essen. Rationale gründe dafür gibt es keine. Man kann auch aus moralischen gründen vegetarier werden und hinterher feststellen, daß man sich ganz schön geirrt hat.

Selbst die behauptung mit dem festessen ist hammerharter blödsinn. Jeder der schon einmal mit anständigen Polen weihnachten gefeiert hat, wird sich erinnern, daß es am heiligabend ein menü gibt, das mindestens sechs, gern aber auch zwölf gänge haben darf, das komplett fleischlos (nicht vegan und auch ohne gans) ist. Da fehlt überhaupt nichts, um am schluß ins fraßkoma zu fallen.
Daniela Wakonigg: »Auch das Ausblenden der negativen Aspekte von Religion und Fleischverzehr wird bereits früh erlernt. Schon als Kind lernen wir, im Fleisch auf dem Teller kein Tier zu sehen. Dass der Lammbraten mal genauso ein süßes kleines kuscheliges Lämmchen war, wie das, das man eben gestreichelt hat, ist eine Information, die von Kindern ferngehalten wird. Gleichzeitig wird ihnen beigebracht, dass man bei dem Streichel-Lämmchen "nur ganz lieb ei machen" und nicht böse zu ihm sein darf. Vollkommen schizophren, doch für die meisten von uns völlig normal.«
Ja, es ist definitiv schizophren. Da befaßt man sich den ganzen sommer mit den kartoffeln im garten, freut sich, wie sie wachsen und blühen, ist sogar nett zu ihnen und sammelt ihnen das ungeziefer von den blättern, damit sie gesund und munter bleiben. Dann kommt der herbst und sie werden ausgegraben, es endet damit, daß sie die augen ausgestochen kriegen und gefressen werden, obwohl sie mit ihren lustigen knopfäuglein vielleicht auch noch gern ein bißchen in die welt geguckt hätten.

Irgenwie ist in frau Wakoniggs gedanken ein eigenartiges schwarz-weiß denken: entweder ist man einfach »böse« zu anderen lebewesen, weil man ohnehin bloß vorhat, sie zu fressen oder sie sind einfach nur zum liebhaben da. Kommt es bei veganern nicht vor, daß sie ihre orchiedeen hegen und pflegen, vielleicht sogar mit ihnen reden und sie streicheln, den kohlrabi aber mit stumpf und stiel aufessen?

Der mensch neigt dazu, was er vorfindet nach seinen zwecken zu gebrauchen und ein lämmchen taugt zum streicheln offenbar ebenso gut wie es als essen taugt, auch wenn es für ersteres gar nicht gedacht ist.
Daniela Wakonigg: »Wer den Fleischesser/Religiösen auf die Unstimmigkeiten in seiner Ideologie/Religion hinweist oder gar den Braten/Gott als solchen in Frage stellt, erlebt massive Abwehrreaktionen, die in unzähligen Kommentarspalten dokumentiert sind.«
So gegen ende möchte ich noch darauf hinweisen, daß frau Wakonigg den begriff »fleischesser« konsequent falsch verwendet. Menschen die fleisch essen, sind normalerweise keine fleischesser (karnivoren) sondern allesfresser (omnivoren). Es gibt sicherlich menschen, die viel fleisch essen, aber menschen die sich hauptsächlich oder ausschließlich von fleisch ernähren, dürften eher die ausnahme sein. Der großteil der sogenannten »fleischfresser« sind teilzeitvegetarier und das nicht aus moralischen oder gesundheitlichen gründen, sondern weil es langweilig ist, fortwährend das gleiche zu essen.

Da ist keine unstimmigkeit. Es gibt keinen grund den braten in frage zu stellen, wenn er doch seinen zweck erfüllt: Schmeckt, macht satt und zufrieden.

Bei religiösen hingegen sieht es meist völlig anders aus: die zweifeln ganz von selbst an gott, um dann eben mit gott, sich selbst und der welt zu hadern. Das kann man schlecht miteinander vergleichen.
Daniela Wakonigg: »Denn man möchte sich den angenehmen Glauben/das leckere Fleischessen schließlich nicht madig machen lassen. Und noch viel weniger möchte man sich mit der Erkenntnis quälen müssen, dass das eigene Tun Schaden anrichtet. Man möchte die Gemeinschaft der Gläubigen/die Grillparty schlicht genießen dürfen, ohne sich mit negativen Gedanken zu belasten.«
Solche stimmungskanonen lädt man gern zu einer party ein. Manch ein allesfresser mag vielleicht gern wachteln aber moralwachteln finden die meisten sicherlich eher ungenießbar. Man geht doch nicht zu einer party, um sich mit negativen gedanken zu belasten.

Wenn man sich allein von pflanzen ernährt, richtet man ebenso schaden an anderen lebewesen an. Selbst als frutarier bekommt man probleme: viele pflanzen, deren früchte man essen kann, sind nicht windblütig. Braucht man bienen, die bekanntermaßen in massentierhaltung gehalten werden und deren tun man schamlos ausnutzt. Und was ist mit den mäuslein, die auch gern getreide und obst mögen? Man kann halt schlecht außerhalb der natürlichen gegebenheiten leben.
Daniela Wakonigg: »Falls es Sie also gerade in den Fingern juckt, der Autorin dieses Textes ein gepfeffertes Steak/einen gepfefferten Kommentar reinzuwürgen, halten Sie vor dem Tippen doch bitte einen Moment inne und fragen sich, warum Sie dieses dringende Bedürfnis verspüren. Danke.«
Warum ich das bedürfnis verspürt habe, all dies ausführlich zu kommentieren, dürfte wohl klar sein.

Mir ist es im grunde egal, was menschen essen mögen. Beim schreiben dieser kleinen artikelserie stellte ich einmal mehr fest, daß veganer sich fortwährend im ringen mit der realität befinden - und das ist eher nicht meins.

Kommentare:

  1. Etwas lassen Veganer außer Acht – den Düngekreislauf. Falls sie sich auch noch biologisch-dynamisch korrekt ernähren wollen, kommt ihre Ideologie sehr schnell an ihre Grenzen.


    Veganer klingt wie Weganer: in den 1970ern gabs mal eine SF-Fernsehserie Invasion von der Wega, wo böse Aliens sich die Erde unter den Nagel reißen wollten und deren vorherrschende Spezies reichlich bösartig zu eliminieren versuchten – in einer Folge sieht man von ihnen manipulierte fleischfressende Schmetterlinge ;)

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    1. Das mit den Weganern und ihren fleischfressenden schmetterlingen klingt nach einer spannenden story. ^^

      Was Du als »düngekreislauf« bezeichnest, hieß bei mir oben im text hofkreislauf und den hat man nicht nur der bio-dynamischen, sondern auch in der organisch-biologischen oder konventionellen landwirtschaft. Über die bio-dynamik möchte ich mich jetzt lieber nicht auslassen.

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  2. @ Mechthild Mühlstein,

    wer in der deutschen Reichshauptstadt wohnt und lebt, also nicht in der Campagne, der muss sich wohl kaum mit der Jagd beschäftigen. Oder wandern die Wildschweine inzwischen auch durch die Strassen von Berlin?

    Inzwischen ist in Frankreich auch die "Battue de Nuit" erlaubt, die Jagd in der Nacht. Und das haben wir heute Nacht um zwei Uhr erlebt und nur deshalb kommentiere ich hier noch einmal.

    Brutal aus dem Schlaf gerissen, ohne jede Orientierung und von dem ohrenbetäubenden Lärm dieser Jagdwaffen vollkommen neutralisiert.

    Und das sind Präzisionswaffen, die zwei bis vier Kilometer genau ihr Ziel treffen und ohne Schwierigkeiten legal und über Internet zu erwerben sind, wenn Jagdschein und die Carte Identité vorgelegt werden.

    Interessant ist dann vielleicht noch, warumm die Jagd in Frankreich so vehement gegen ihre Kritiker verteidigt wird.
    Weil die Jagd vor der frz. Revolution ein Privileg des Adels war und jetzt auch dem Citoyen zusteht und gegen seine Kritiker verteidigt werden muss.

    Also ich lüfte sicherlich kein Geheimnis, dass diese Jäger und und ihre Vereinigungen stramm rechtsnational aufgestellt sind.






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  3. Vor einiger Zeit gab es einen Bericht dass Wildwutzen in Berliner
    Bezirken nach Nahrung suchten. Tatsächlich gibt es eine Überpopulation von Wildsäuen – verursacht von inkompetenten Jägern (na ja, mit viel Alk in der Birne ist die Kompetenz über die Wupper).
    Die Deppen knallen nämlich die Leitbache eines Rudels ab (kein Förster wäre blöd genug dazu!) mit dem Ergebnis dass alle Sauen rauschig werden und Frischlinge werfen (ein gesunder Keiler sorgt schon dafür). Daher die Überpopulation an Wildwutzen die inzwischen sogar in Vorstadtbezirke auf Nahrungssuche eindringen,
    weshalb auch Hauptstädter mit diesem Problem durch in Berührung kommen können …

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  4. Klar sind jäger und deren vereine größtenteils unsympathisch, weil sie häufig stramm rechts sind. Aber nicht alle, ich hab durchaus auch schon jäger persönlich gekannt, die grünalternativ, links oder sogar kommunisten waren.

    @ Troptard,

    um Deine frage zu beantworten: ja, wildschweine wandern auch durch die straßen Berlins. Die sind schließlich nicht blöd. Die wissen, daß sie hier in der stadt jede menge futter finden und hier von menschen auch kaum gefahr ausgeht. Auf dem Berliner stadtgebiet darf nämlich nicht gejagt werden bzw. höchstens in ausnahmefällen mit sondergenehmigung. Die vermehren sich übrigens prächtig. Über 8000 soll es geben.

    @ ert_ertrus,

    Beim »foto am montag« gab es auch schon mal wildsäue. Ich kann mich noch genau erinnern, wo ich das bild aufgenommen habe. An der nordseite des Flughafensees in Reinickendorf, ein außenbezirk Berlins ist das nicht.

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  5. Bis zu jenem Tag, als die Grünen den Veggie-Day einführen wollten, sah ich schon neben allen anderen Ge- und Verboten auch noch die TA "Pflichten der korrekten Ernährung" im Anmarsch.
    Ausnahmsweise ließ mich der Michel mal nicht im Stich. Seitdem weiß ich auch, dass all diese Ernährungspäpste für den luftleeren Raum predigen.
    Nicht vergessen, Deutschland ist das Land der Homöopathie, hier findet seit Heinrich Himmler jeder Schwachsinn ein Zuhause.
    Eine sehr gute Freundin von über 50 Jahren hat sich trotz ihrer Lebenserfahrung und ihres Abiturs einreden lassen, Gelatine sei gut für die Gelenke. Trotz der Tatsache, dass sie es besser weiß, wird jeden Tag ein Quantum in den Joghurt gerührt.
    Ernährung ist und bleibt in diesem, unserem Land, in dem wir gut und gerne leben, eine Glaubensfrage, und wird wohl niemals eine des Genusses. Und garantiert wird sie nicht dem Einzelnen zur Entscheidung überlassen.

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    1. Bei einem großteil der Deutschen gilt folgender grundsatz:

      Süßwaren schmecken.
      Süßwaren sind ungesund.
      Daraus schließt sich von selbst, daß das, was schmeckt, ungesund ist.

      Das ist zwar ein fehlschluß, scheint aber kaum jemanden zu stören. Die leut sehen es einfach nicht ein, wieso irgendjemand spaß haben sollte und beim essen sowieso gleich gar nicht. Die idee, einfach zu glauben, daß das was schmeckt auch gesund ist, würde den meisten leuten nicht einmal im traum einfallen.

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