Freitag, 7. Mai 2021

Kunstfreiheit

Das schöne ist, daß ich im grunde gar nichts dazu sagen muß.

Leise rieselt der schnee

Vorhin in der Bundespressekonferenz sagte Lothar Wieler sinngemäß, daß die sinkende zahl an neuinfektionen wahrscheinlich auch mit dem frühlingshafteren, wärmeren wetter, bei dem sich die menschen eher draußen treffen, zu tun haben.

Momentan sieht es in Berlin wettertechnisch so aus:
Es schneit. Vermutlich hatte er heute noch keine gelegenheit aus dem fenster zu schauen und hat nur heute früh im radio gehört, daß es am wochenende angeblich bis zu 30°C warm werden soll. Ich glaube das eher nicht, denn momentan ist’s eher 3°C und damit kälter als an weihnachten.

Dienstag, 4. Mai 2021

Hirnfreie Linke

Eine der dämlichsten definitionen, was »rechts« und was »links« wäre, ist folgende
zitat Freie Linke: »Fakt ist indes: Klassisch rechts ist derjenige, der einem autoritären imperialistischen Maßnahmenstaat nach dem Mund redet und nicht derjenige, der sich ihm entgegen stellt. Rechts ist, wer andere dazu auffordert, sich einer Unterdrückungsdikatur zu beugen. Links steht, wer sich dem verweigert, wer dagegen angeht. Aber im Verdrehen der Realität war die herrschende Klasse ja schon immer gut.«
Vermutlich kommt so etwas dabei raus, wenn die politische bildung damit endet, daß »links« irgendwie etwas mit dem streben nach freiheit zu tun habe, ohne sich mit dem gedanken zu belasten, wovon und wozu es sinnvoll sein könnte, frei zu sein und man »rechte« an der zahl 88, ihren tätowierungen, den weißen schnürsenkeln in den springerstiefeln und ihren frisuren erkenne, damit man sich bloß nicht damit befassen muß, was faschismus überhaupt ist.

Gefallen hat mir der pleonastische begriff »unterdrückungsdiktatur«, den hätte ich eher im 4-letter-blatt mit den großen buchstaben verortet. Und schließlich darf das barmen um den autoritären und imperialistischen maßnahmenstaat nicht fehlen. Imperialistisch? Ja, was denn sonst? Denn, daß fast überall auf der welt anti-corona-maßnahmen ergriffen werden mußten, liegt allein daran, daß weltgroßmacht Deutschland denen das aufgezwungen hat.

Die figuren, die zu solch geistigen höhenflügen imstande sind, sind vermutlich die selben, die sich drüber aufgeregt haben, daß Lothar Wieler, präsident des RKI, vor einiger zeit mal gesagt hat, daß die AHA+L-regeln nicht hinterfragt werden dürfen. Wie schrecklich! Da wird von einem verlangt, hygieneregeln als selbstverständlich hinzunehmen.

Da stelle ich mir gern vor, daß so jemand z.b. nach einem unfall operiert werden muß und bevor er dran ist, fängt das OPteam an zu diskutieren, ob man denn bei einer operation eigentlich immer maske tragen müsse und ob es notwendig sei, sich vorher die hände zu desinfizieren - und hinterher wird er frisch operiert neben einen grippepatienten gelegt, denn so etwas wie »ansteckung« gibt es ja gar nicht wirklich.

Aber so weit muß man gar nicht gehen. Im herbst 2019 traten in einer wurstfabrik in Nordhessen listerien auf, drei menschen starben nach dem verzehr der wurst - oder als im sommer 2011 die sprossensalate eines Niedersächsischen herstellers mit EHEC kontaminiert waren starben ca. 40 menschen daran. Das ist nur ein vogelschiß - überhaupt sterben menschen fortwährend an irgendwas. Natürlich wurde nicht bei der hygiene geschlampt, um die kosten zu senken und billigend in kauf genommen, damit die gesundheit anderer zu ruinieren. Die eigentümer dieser betriebe sind eben kritische und mündige bürger, die vorschriften nicht einfach unhinterfragt hinnehmen und womöglich sogar linke rebellen gegen die hygienediktatur eines autoritären staates. Wahrscheinlich treffen sich diese wackeren freunde der salmonellose in restaurants, wo die küchenhygiene kritsch hinterfragt wird mit durchschlagendem erfolg.

Wenn das die »gesellschaftskritik« einer »linken« sein soll, möchte ich damit lieber nichts zu tun haben.

Montag, 3. Mai 2021

Ein Jahr Corona - Im Schatten des Aluhuts

Endlich erfahren wir die wahrheit über corona. Dr. Janos Hegedüs hat alles wichtige zusammengefaßt.

Zitate: »Altrussische weisheiten für knackiges, frisches Deutsches Euro«, »mein handy schafft eine hundertfache vergrößerung aber ich habe trotzdem kein virus sehen können«, »je tiefer ich in meiner nase bohre, desto tiefer wird meine verbindung mit der fünften und sechsten dimension«, »es ist umstritten, ob die meisten menschen, die sich wegen der maske beschwert haben, wirklich so einen hohen sauerstoffbedarf haben. Der sauerstoffverbrauch hängt ja mit der hirnaktivität zusammen«, »in den letzten jahren starben bereits mehrere hunderttausend chirurgen durch die maske [...] ich kann Euch jetzt diese studie nicht zeigen, weil meine mutti mein zimmer aufgeräumt hat«, »ich hab ihn doch nicht Rothschild genannt, sondern nur Mengele. Man darf nur die andere seite nicht nennen, Du weißt schon, was ich meine«, »ich sage nur miniherzinfarkte, minischlaganfälle und Minnie Maus«.

Aluhut aufsetzen und anschauen.

Foto am montag (468)

Neues vom känguru

Samstag, 1. Mai 2021

Die GrünSternchenInnen haben was gefordert

Kaffee Togo war im grunde schon immer ein no-go. Schließlich will man beim kaffee trinken nicht auch noch der Deutschen Kolonialherrschaft in Westafrika huldigen.

Jetzt haben die GrünSternchenInnen im Bundestag gefordert, daß es weniger to-go-becher geben soll. In welchem jahr leben wir eigentlich? 1981? In den 80er jahren gab es an den getränkeautomaten in der schule keine einwegbecher aus plastik mehr. Man sollte sich einen mehrwegbecher mitbringen, plasteinwegflaschen waren pfui-bäh und die meisten benutzten tragetaschen aus grober naturfaser auf denen »jute statt sack« oder so ähnlich draufstand. Bei vielen gab es die einsicht, daß müllberge kleiner ausfallen, wenn man mit einwegverpackungen möglichst sparsam umgeht.
Auch grün bedrucktes macht sich schlecht in der landschaft
Bis dann eines tages unter dem einfluß der GRÜNpartei entdeckt wurde, daß das mit dem müll kein allzu großes problem sei und zum geschäft werden kann, wenn man immer alles brav recycelt. Nur funktioniert das nicht besonders gut. Jedenfalls nicht in massen und es verbraucht jede menge energie.

Das hat vorher natürlich niemand ahnen können, daß es umweltfreundicher sein könnte, müll gar nicht erst zu verursachen, anstatt ihn hinterher zu beseitigen.

Freitag, 30. April 2021

Bernd hat angst

Bernd das Brot fürchtet, nicht mehr irgendwelchen blödsinn in die kamera sprechen zu können, ohne ein gesprächsangebot von Jens Spahn zu bekommen. Zu sehr ängstigen muß er sich wohl nicht. Denn wie der Tagesspiegel gestern berichtete, haben die schauspieler nicht einfach irgendwelchen blödsinn in die kamera gesprochen, sondern vorgeschriebenen blödsinn.
Zitat Tagesspiegel: »Ein Schauspieler, der ebenfalls von Brüggemann angesprochen worden war und namentlich nicht genannt werden möchte, zeichnet ein völlig anderes Bild von der Entstehungsgeschichte.

Im Gespräch mit dem Tagesspiegel berichtet er, dass Brüggemann und die Regisseurin Jeana Paraschiva federführend bei der Durchführung gewesen seien. Demnach verschickten sie via Email eine Projektskizze, mit der sie die geplante Aktion erklärten. Im Anhang der Mail fand sich ein Dokument mit Texten, die wirkten, als seien sie größtenteils von Brüggemann verfasst worden. Der Angeschriebene konnte sich aus diesem Konglomerat ein Statement aussuchen, das er später vor der Kamera vortragen würde.

[...] Eine eigene Themensetzung, so der Schauspieler, sei dabei offensichtlich aber nicht erwünscht gewesen, die Stoßrichtung war vorgegeben: die Lockdown-Maßnahmen der Regierung, das ›Narrativ‹ von Politik und Wissenschaft mit einer alternativen Erzählung ›umzustoßen‹, wie es Brüggemann im Welt-Interview ausdrückt. Hinter #allesdichtmachen steckt somit eine klare politische Agenda; die vielen Stimmen gehen vermutlich auf einen einzigen Autor zurück.«
Da wundert es nun wirklich nicht, daß die texte alles andere als spontan wirkten und sich sehr ähnelten. Da war es mit der vielbeschworenen meinungsfreiheit dann wohl doch nicht so weit her, wie behauptet.

Donnerstag, 29. April 2021

Zitat der woche

Dienstagmittag gab es ein gespräch zwischen kunst- und kulturschaffenden und der MerkelIn. Die hat sich tatsächlich 90 minuten lang angehört, mit welchen problemen diese leute jetzt konfrontiert sind und wie ihnen geholfen werden kann. Da frage ich mich natürlich, weshalb so ein gespräch eigentlich erst jetzt stattfindet und das nicht vor einem jahr schon möglich gewesen ist. Nein, das gab es nicht wegen der aktion »hackedicht«, das war schon vorher geplant. Aber letztes jahr war nicht wahlkampf.

Nachdem die meiste zeit viel über persönliche probleme gesprochen worden war, sprach als letzte frau dr. Heidrun Derks vom Varusschlachtmuseum darüber, daß museen leider als freizeiteinrichtungen gesehen werden, obwohl sie ein bildungsangebot sind. Am schluß sagte sie über kultureinrichtungen allgemein
zitat dr Heidrun Derks: »Ich bin mit so einem gewissen unbehagen dabei, daß jede asphaltierte straße und jeder kreisverkehr, der auch hier auf dem lande ja mittlerweile gebaut wird, als eine investition in infrastruktur betrachtet wird und kultur ist immer subvention. Also, das eine ist investition in wirtschaftsstandort, in zukunft. Und wir sind die subventionsbetriebe mit den freiwilligen leistungen. Ich frage mich, ob uns diese situation nicht doch mal veranlassen sollte zu fragen, ob das für immer so sein muß und so bleiben sollte?«
Wenn kein geld da ist, werden immer als erstes konzerthäuser, theater und museen dicht gemacht, weil die ausschließlich als kostenstelle wahrgenommen werden. Ich glaube nicht, daß sich daran in der nächsten zeit etwas ändern wird.

Mittwoch, 28. April 2021

Wahlkampfkasperei

An sich hatte ich mich damit abgefunden, daß die kandidaty der GRÜNsternchenInnenpartei Roberlana Haerbeckbock ist. Seit einigen tagen heißt sie Annalena Charlotte Alma Baerbock.

Was aber nun, wenn sie kanzlerine wird und ihren fans der name, ähnlich wie bei AKK, viel zu lang ist und laut ACAB rufen? Könnte teuer werden:

Montag, 26. April 2021

Sonntag, 25. April 2021

Griff ins klo

Der klogriff der woche war sicherlich #allesdichtmachen. Momentan bin ich froh, daß ich mich nie sonderlich für spielfilme und schauspieler interessiert habe, denn ich wäre wahrscheinlich sehr enttäuscht, wenn jemand, dessen fan ich bin, etwas derart haarsträubend dummes sagt, wie man es bei der aktion »hackedicht« sieht. Die namen der meisten, die mitgemacht haben, kenne ich kaum, weil ich mir schauspielernamen selten merke und gelegentlich auch bloß, weil ich denjenigen doof finde. Mitgemacht bei dieser idiotischen aktion haben Cem Ali Gültekin, Katharina Schlothauer, Ben Münchow, Bernd Gnann, Christian Ehrich, Claudia Rippe, Dietrich Brüggemann, Gianna Valentina Bauer, Hanns Zischler, Jan Josef Liefers, Jens Wawrczeck, Jörg Bundschuh, Joseph Bundschuch, Karoline Teska, Kathrin Osterode, Kea Könneker, Markus Gläser, Maxim Mehmet, Monika Anna Wojtyllo, Nadine Dubois, Nadja Uhl, Nina Gummich, Nina Proll, Roland Düringer, Samia Dauenhauer, Thorsten Merten, Tina Maria Aigner, Ulrich Tukur, Vicky Krieps, Volker Bruch, Werner Eng, Wotan Wilke Möhring, Jeana Paraschiva, Miriam Stein, Ramin Yazdani. Desweiteren haben auch Heike Makatsch, Meret Becker, Ken Duken, Richy Müller, Ulrike Folkerts und Manuel Rubey mitgemacht, die ihre videos allerdings wieder zurückzogen, weil sie sich überlegt haben, daß das vielleicht doch keine übermäßig schlaue idee ist, aus frust oder langeweile die covidioten und stramm rechten zu unterstützen.

Einen teil der videos habe ich mir nicht angeschaut, weil mir das zu langweilig ist. In denen, die ich mir angeschaut habe, wurde eigentlich immerfort das selbe gesagt. Eine kreative meisterleistung würde ich mir anders vorstellen. Auf eines möchte ich aber genauer eingehen. Hier der text
zitat Jan Josef Liefers: » Mein name ist Jan Josef Liefers, ich bin Schauspieler und ich möchte heute ›danke‹ sagen. ›Danke‹ an alle medien unseres landes, die seit über einem jahr unermüdlich verantwortungsvoll und mit klarer haltung dafür sorgen, daß der alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben. Und dafür sorgen, daß kein unnötiger, kritischer disput uns ablenken kann von der zustimmung von den sinnvollen und immer angemessenen maßnahmen unserer regierung. Verantwortungslosen menschenverachtenden ärzten und wissenschaftlern, die zu anderen schlüssen kommen als die beratenden experten unserer regierung. Und die sich mit professuren an weltberühmten universitäten und nobelpreisen schmücken, ich möchte sagen: ›tarnen‹, dürfen wir keine bühne geben. Schließlich wissen nur ganz wenige spezialisten, was wirklich gut für uns ist. In letzter zeit habe ich aber das gefühl, daß einige zeitungen damit beginnen, alte, überwunden geglaubte vorstellungen von kritischem journalismus wieder aufleben zu lassen. Dagegen müssen wir uns wehren. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir sollten einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt. Nur so kommen wir gut durch die pandemie. Bleiben Sie gesund. Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht. «
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Hans-Georg Maaßen, Ken Jebsen und der AfD hat das gefallen. Nutzer, denen das gefallen hat, mochten auch wurzelresektionen, amöbenruhr, lobotomie.
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Damit ist im grunde alles gesagt. Aber ich will trotzdem auf den text eingehen. Das ist sehr nett von herrn Liefers, sich einmal bei den medien zu bedanken. Immerhin bekommt er von der ARD für seine rolle als »prof. Boerne« im Münsteraner Tatort eine jahresgage im sechsstelligen bereich, die wir alle zahlen, ob wir uns das anschauen oder nicht. Menschen, die sich jetzt verarscht fühlen, können das »abo« leider nicht kündigen. Wenn es ginge, würde ich es trotzdem nicht tun, denn was können beispielweise Axel Prahl oder Christine Urspruch dafür, wenn einer hirnlos rumfaselt?

Daß es keinen disput über die maßnahmen gäbe, wäre mir neu. Meckert herr Liefers über die medien, ohne die debatte verfolgt zu haben, die seit inzwischen vierzehn monaten läuft? Es ist überhaupt nicht so, daß auf die »die regierung beratenden experten« gehört würde. Die lage sieht derzeit so beschissen aus, weil eben gerade nicht auf experten wie Melanie Brinkmann, Christian Drosten oder Karl Lauterbach gehört wurde, die im gegensatz zu den tollen herren Professoren und Nobelpreisträgern von »weltberühmten universitäten« nicht nur titel, sondern sogar namen haben. So bedeutend, daß man sich ihre namen merken müßte, sind die titelträger, von denen herr Liefers spricht, offensichtlich nicht.

Ist toll, daß Jan Josef Liefers das gefühl hat, daß einige zeitungen damit beginnen, alte, überwunden geglaubte vorstellungen von kritischem journalismus wieder aufleben zu lassen. Weshalb nennt er keine namen? Warum läßt er seine zuschauer nicht daran teilhaben, wen er meint?

Ich zweifele. Und nicht nur an Liefers’ intelligenz, sondern an der politik, die sehenden auges wochen- und monatelang untätig geblieben ist, wodurch die katastrophe wesentlich vergrößert wurde. Leider hilft es nichts, wenn ich sage, daß es mir bereits anfang oktober 2020 klar war, daß es einen konsequenten lockdown bräuchte, um schlimmeres zu verhindern. Passiert ist lange zeit nichts, außer daß die infektions- und todeszahlen stiegen. Es mußte diskutiert werden, ob es vonnöten sei zu handeln. Jetzt sind wir mehr als 70.000 tote weiter, hocken seit einem halben jahr mehr oder minder im lockdown und ein ende ist nicht wirklich abzusehen. Das ist nicht das ergebnis einer politik, die diskussionslos auf restriktive maßnahmen gesetzt hätte. Die politik hat auf das prinzip hoffnung gesetzt. »Kommt schon nicht so schlimm.«

Daß wir nun, ende april 2021, noch immer nicht aus dem scheißlockdown raus sind, liegt keineswegs daran, daß die MerkelIn uns aus machtgeilheit zu hause einsperren will, sondern eher daran, daß sie genau das beizeiten gelassen hat. Es wurden nicht einfach dinge beschlossen, über die nicht geredet worden wäre. Im gegenteil: Es wurde ewig blöde rumgelabert, faule kompromisse gemacht, die sich als schädlich erwiesen haben

Die schwubelfränze Hendrik Sodenkamp und Anselm Lenz vom selbsternannten »Demokratischen Widerstand« haben das, was Liefers sagte, in ihrem rundbrief 302 wie folgt aufgenommen
zitat Lenz und Sondenkamp: »Die Schauspieler stehen auf. Mit der Kampagne »Alles dicht machen« haben 53 TV- und Theater-Stars, unter anderem Heike Makatsch, Jan-Josef-Liefers, Volker Bruch, Dietrich Brüggemann und Nina Gummich gestern ihre Unterstützung der Demokratiebewegung erklärt.

Das Video von Heiko Makatsch verschwand recht schnell im Laufe des Tages, ist aber frühzeitig gespiegelt worden. Besonders klar ist die Ansprache des demokratischen Revolutionärs Jan-Josef Liefers, der auch auf unsere Zeitung und die Regierungspropaganda eingeht.«
Wer auch immer dieser Heiko Makatsch sein soll. Heike Makatschs video verschwand, weil sie sich offenbar überlegt hat, daß sie nicht von rechten verschwörungsdeppen vereinnahmt werden will. Im rundbrief 285 zur »lagebesprechung« von mitte april hieß es
zitat Lenz: »FDP und Linksfraktion haben heute bei der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag erstmals einigermaßen seriös opponiert und ansonsten weiterhin der AfD bildlich den Schwarzen Peter der Verteidigung der Demokratie, der Gewaltenteilung, der Menschlichkeit überlassen.«
Sicher. Die AfD als einziger verteidiger der menschlichkeit und so. Und eine horde schauspieler, die offensichtlich kein problem damit hat, sich mit solchen figuren gemein zu machen. Ich fühle mich peinlich berührt, weil meine abneigung gegen filmstars noch nie dermaßen klar bestätigt wurde. Das sind leider nicht unbedingt besonders kluge, unterhaltsame leute, sondern ausgemachte langweiler, die wie dressierte affen kunststücke abspulen, die man ihnen beigebracht hat. In puncto originalität, witz und ironie hat mich bislang keins der videos vom hocker gerissen. Schade eigentlich, es wäre doch schön gewesen, wenn wenigstens einer von denen mal gezeigt hätte, daß ich mich irre. Stattdessen gibt es die bei rechten übliche larmoyanz. Schließlich gibt es keine meinungsfreiheit, wenn andere das, was man meint, einfach nur panne finden.



Den eindeutig besseren text hatte die twitternutzerin Julia C. Seidl, den sie überdies auch noch besser vortrug als Jan Josef Liefers. Das mit der ironie hat sie auf jeden fall besser drauf.

Samstag, 24. April 2021

Argumente gegen impfskeptiker

Die häuftigsten behauptungen der impfskeptiter sind 1. »es gibt gar kein coronavirus«, 2. »das coronavirus ist harmlos«, 3. »nicht an, sondern mit corona verstorben«, 4. »kollalschaden«, 5. »es sterben nur alte menschen«. Dr. Janos Hegedüs erkärt, warum diese behauptungen quatsch sind. Im zweiten teil geht es um behauptungen über die impfung 1. »die impfung schwächt das immunsystem«, 2. »natürliche herdenimmunität«, 3. »ich brauche keine impfung«, 4. »die impfung verhindert die krankheit nicht«, 5. »es lohnt sich noch nicht«, 6. »neue mutanten durch impfung«

Montag, 19. April 2021

Donnerstag, 15. April 2021

TVtip

Nachdem es gestern einen eher traurigen fernsehtip gab, gibts heute was schöneres: im ORF kann man derzeit die Science Busters sehen. Derzeit sogar in meiner lieblingsbesetzung mit Florian Freistetter und Martin Moder - im vergangenen jahr sollten die ende april in Berlin auftreten. Ich hatte eine eintrittskarte dafür und hoffe immer noch, daß sie eines schönen tages nach Berlin kommen und ich dabei sein kann.

Aber bis dahin erstmal im TV. Wer den Martin Moder mal singen und schlagzeug spielen sehen/hören möchte, sollte sich das unbedingt anschauen. Zur ORF-TVthek geht es hier lang.

Leider nur sieben tage lang sichtbar.

Mittwoch, 14. April 2021

Filmtip: Station 43

Nicht unbedingt geeignet für einen lustigen fernsehabend. Aber diese kleine serie (4 teile, die jeweils ca. eine halbe stunde dauern) des dokumentarfilmers Carl Gierstorfer ist durchaus sehenswert. Er hat den arbeitsalltag auf der station 43, das ist die intensivstation des Virchow Klinikums in Berlin, von dezember 2020 bis märz 2021 begleitet und zeigt, was die menschen dort leisten und aushalten müssen, weil dort während der coronapandemie wesentlich mehr menschen sterben als normalerweise. Und natürlich um das leiden der kranken. Nur schade, daß die leute, die es am nötigsten hätten, sich das nicht anschauen werden oder womöglich behaupten werden, daß das »bloß« ein propagandafilm wäre, um angst und schrecken zu verbreiten. In meinem blog geht es oft um statistiken und zahlen - deshalb möchte ich darauf aufmerksam machen, daß hinter diesen zahlen menschen stehen, die plötzlich aus dem leben gerissen werden, menschen, die sie verarzten und pflegen, trauernde angehörige etc. Aber das sind ja zum glück alles nur einzelfälle. Nur komischer weise gibt es inzwischen zigtausende einzelfälle.

Dienstag, 13. April 2021

Wo bleibt eigentlich diese verfluchte corona-diktatur?

Im fachblatt für verblödungsfreunde steht seit wochen bzw. monaten auf seite 3 unten stets der selbe witz:
Zitat Demokratischer Widerstand: »WAS ZEIGT DIE MEDIZINISCHE GRAFIK?

Die linksstehende Statistik zeigt die Sterbefälle in der Bundesrepublik im Ver- gleich der Jahre. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der Gestorbenen seit dem Winter und Frühjahr 2020 deutlich unter den Zahlen der Grippewelle des Jahres 2018 und ähnlich den Zahlen anderer Jahre liegt. Das gilt auch für 2021. Es gibt demnach keine außergewöhnliche Übersterblichkeit.

Sars-Cov-2 (Corona) existiert. Der Virus ist auch nicht völlig ungefährlich. Corona ist jedoch nicht oder nicht wesentlich bedrohlicher als andere Grippein- fektwellen, wie sie zu jedem Jahreswechsel auf der Nordhalbkugel stattfinden. Denn wäre Corona übermäßig bedrohlich – oder gar menschheitsbedrohend –, dann müsste die Sterberate von uns Menschen signifikant und ganz außerge- wöhnlich ansteigen. Das ist aber nicht der Fall. Die Daten sind jene des Statisti- schen Bundesamtes.«
Wie schön! Es gibt keine übersterblichkeit durch corona. Dann ist ja alles bestens. Als besitzer von augen könnten einem an der grafik allerdings ein paar dinge auffallen. Um das ein bißchen deutlicher zu machen, habe ich die grafiken von n-tv und des des Statistischen Bundesamtes übereinander gelegt und die zeiten mit lockdowns und maßnahmen hellblau unterlegt:
In der unteren grafik links sieht man in der blauen kurve für das jahr 2018 sehr deutlich die grippewelle von 2018, das war laut RKI die schlimmste seit dreißig jahren, mehr als 25.000 menschen sind gestorben und die meisten von ihnen um die 10. kalenderwoche herum. Dagegen sieht die 1. coronawelle relativ flach aus, sie erreichte in der 15. kalenderwoche ihren höhepunkt. Da waren wir bereits seit drei wochen im lockdown, sonst wäre sie mit sicherheit wesentlich größer ausgefallen, so starben in der zeit von märz bis ende juni »nur« knapp 9.000 an covid-19. Auffällig wird es ab kalenderwoche 43. Da steigt die kurve langsam aber stetig an. In den verbleibenden zehn wochen bis zum jahresende verstarben knapp 24.000 menschen an covid-19 und man muß schon mächtig knöppe auf den augen haben, um das in der grafik nicht zu sehen.

Die häufigsten todesursachen in Deutschland sind übrigens:

  1. Herzkreislauferkrankungen - sterben knapp 910 menschen täglich dran.
  2. Krebs - sterben pro tag 635 menschen dran.
  3. Krankheiten des Atmungssystems - sterben 185 leute jeden tag dran.

Heute ist es genau 400 tage her, daß in Deutschland die ersten covid-todesopfer zu beklagen waren. Seit dem sind nahezu 80.000 menschen daran gestorben. Bedeutet, daß die hitliste der beliebtesten todesursachen in ihren top 3 derzeit so aussieht:

  1. Herzkreislauferkrankungen - sterben knapp 910 menschen pro tag dran.
  2. Krebs - sterben jeden tag beinahe 635 menschen dran.
  3. Covid-19 - sterben täglich fast 200 leute dran.

Es ist also völlig berechtigt, corona als »nicht übermäßig bedrohlich« einzustufen, ist, seit es das hierzulande gibt, schließlich bloß die dritthäufigste todesursache und deshalb zu vernachlässigen.

Die grafik zeigt auch, daß lockdowns durchaus wirksam sind. Und, daß die Deutschen ziemlich arrogant und dumm sind - es war sehr gut sichtbar, was in der 3. welle in Portugal oder GB und anderen ländern losgewesen ist. Was jetzt passiert, war vorhersehbar und man hätte es verhindern können, wenn beizeiten beherzt gehandelt worden wäre, anstatt abzuwarten, bis aus einem problem ein riesiges problem geworden ist. Anstatt wenigstens halbwegs vernunft walten zu lassen, haben sich die regierungen von einer kleinen, lauten minderheit beeindrucken lassen und das werden wir in den kommenden monaten im lockdown aussitzen »dürfen«. Hätte »mutti« gleich entschieden wär uns viel erspart geblieben...

Montag, 12. April 2021

Foto am montag (465)

Riesiggroße... schreckliche... schwarze... katze. Das ist unmäuslich!

Sonntag, 11. April 2021

Foto am sonntag

Des nachmittags uffm Wedding:
»Milliarden für die Reichen und Lockdown für den Rest«

Klingt, als ob ausschließlich reiche was vom lockdown hätten. Für was lockdowns nütze sind hatte ich ohnehin ein paar gedanken, die werde ich vorraussichtich am dienstag kundtun.

Samstag, 10. April 2021

Ist Gunnar Kaiser ein verschwörungstheoretiker - teil 5

Das neue video von Verschwörung und Fakten:

An sich kann man das inzwischen eher als rhetorische frage bezeichnen. Diesmal geht es um das höhlengleichnis, impfungen und wie immer um des Kaisers meise.

Donnerstag, 8. April 2021

In eigener sache

Im großen und ganzen kann ich relativ gut damit leben, wenn andere leute das, was ich schreibe, scheiße finden und das kundtun. Fraglich ist nur, wie.

Als ich vor einigen wochen in einer diskussion darauf aufmerksam machte, daß ein bestimmtes thema hier nicht gegenstand sei, wurde ich angegangen »aber mich interessierts« und auf meinen hinweis, daß jeder ein eigenes blog betreiben kann, um zu diskutieren, was ihn interessiert, kam pampig zurück »jaja, Dein haus, Deine regeln.«

Es tut mir leid, daß ich darüber etwas sehr unschönes sagen muß: von solchen menschen denke ich, daß sie, wenn sie bei fremden eine einladung zum dinner haben, es für äußerst angemessen halten, den anderen einfach so mitten in die speisen zu kotzen. Sowas lädt man sich sehr gern wieder ein.

Gestern kam der freundliche hinweis, daß ich kommentare moderieren könne. Kann ich blödilein nach ungefähr fünfzehn jahren der bloggerei noch nicht wissen, leider bin ich noch klein und auch ein bißchen dusslig. Klar, von erwachsenen menschen kann ich nicht erwarten, daß sie die denkerbse einschalten, bevor sie öffentlich etwas sagen und muß deshalb als ihr erzieher in erscheinung treten, um sie vor sich selbst zu schützen.

Wer bin ich, anderen das meinen zu verbieten? Wenn Ihr, liebe leser, nicht damit umgehen könnt, Eure meinung halbwegs vernünftig zu sagen, wäre meine konsequenz nicht moderation, sondern löschung des blogs.