Sonntag, 17. November 2019

Berliner luft!

Es gibt luft. Ja sogar saubere luft.

Dieser automat für luft steht vor dem Bundesverkehrsministerium. Soll nur mal einer sagen, der B.Scheuer-t-Andi alias Feinstaub-Andi täte nix für saubere luft.

Jetzt müßte er nur noch meinen flügellahmen Pegasus reparieren, damit die saubere luft auch wieder in den pneus bleibt und schon wäre die welt so gut wie gerettet. Na, die welt vielleicht nicht, aber doch wenigstens der Pegasus und das wäre auch schon mal was.

Samstag, 16. November 2019

Eier aus stahl

Die die nachkommen der täter wollen entschädigt werden. Das thema, daß die nachkommen der Hohenzollern glauben, irgendwas kriegen zu können, verfolge ich schon seit längerem. Jan Böhmermann hat sich dessen angenommen und keine sauerei weggelassen.



Weiteres kann man nachlesen unter http://hohenzollern.lol

Armer Georg Friedrich Ferdinand. Wer sich im jahr 2019 für einen Preußischen Prinzen hält, hat gehörig einen riß in der schüssel und ist ein fall für die klapse. Hier ist nichts mit prinzenpraktikanten, wir haben demokratie. Das ist schlimm genug, wenn man figuren wie den B.Scheuer-t-Andi alias Feinstaub-Andi oder Krampf-Knarrenbauer ertragen muß. Der Georg Friedrich Ferdinand soll gefälligst mal froh sein, daß er lebt, weil seine vorfahren nicht ludwigisiert wurden. Grund dazu hätte es reichlich gegeben. Aber wenn jemand ein recht auf ein kostenloses wohnen im Schloß Cecilienhof hat, bin das auf jeden fall ich. Schließlich haben meine urgroßeltern den kasten bezahlen müssen.

Für alle anderen menschen auf der welt, egal wie sie aussehen oder woher sie kommen, deren vorfahren unter der (kolonial)herrschaft des hauses Hohenzollern zu leiden hatten, gilt das gleichermaßen. Aber dieser schwachkopf glaubt immer noch, das land und das recht auf die erste nacht würden ihm gehören. Da sieht man, wo jahrhunderte langer inzest hinführt.

Wie sagte einst Horst »HoHaSchmi« Hannibal Schmidt? »Die Habsen und die Hohzen, die waren echt zum kotzen!«

Mon arsch!

Freitag, 15. November 2019

Unter 25: impfpflicht statt sanktionen

Sicherlich kein grund zum jubeln, aber immerhin war es gestern eine halbwegs gute nachricht, daß das JobCenter bis auf weiteres keine sanktionsbriefe mehr an unter 25jährige verschicken will und daß jetzt sanktionierte maximal auf 30% sanktioniert werden. Das ist überhaupt nicht toll, denn es ist ein problem, daß leute überhaupt so leben müssen. Aber die taube auf dem grill ist manchmal besser als der spatz unterm dach.

Anderes thema. Im grunde ist es blöd, daß der Bundestag gestern eine impfpflicht gegen masern beschlossen hat. Es wäre besser, wenn das nicht notwendig geworden wäre, weil zu wenige eltern ihre kinder ausreichend impfen lassen, weil sie das impfrisiko als zu hoch einschätzen und sie denken, es sei überhaupt sei ihre eigene sache, ob sie, bzw. ihre kinder krank werden.

Bei der pockenimpfung, die meine generation pflichtmäßig verabreicht bekam, war das impfrisiko erheblich höher und ich war nach der impfung richtig krank. Und es war völlig normal, daß man hinterher pockennarben an den impfstellen hatte. Die krankheit konnte ausgerottet werden. Wären die menschen unter anderem in Deutschland vernünftiger, hätte man die impfpflicht gegen marsern nicht einführen müssen, womöglich wäre die impfung inzwischen überflüssig. Das ziel der WHO war, Europa bis 2010 masernfrei zu kriegen. Auf freiwilliger basis hat das offensichtlich nicht funktioniert.

Kleine geschichte zum impfen: ca. mitte der 90er jahre erzählte mir ein typ von der uni, den ich für einen besonders kritischen und schlauen menschen hielt, daß impfen insgesamt mehr schaden anrichten würde als nützen, weil in den impfstoffen schwermetalle und giftstoffe aller art enthalten wären, was viel schlimmer krank mache als der nutzen des impfens wäre. Im grunde das ganze programm, das sogenannte »impfkritiker« heute noch drauf haben.

So beschloß ich, die impferei sicherheitshalber bleiben zu lassen. Viel zu gefährlich. Einige zeit später war ich bei einem facharzt, der mich nebenher fragte, ob ich gegen röteln geimpft sei. Nö, war ich natürlich nicht. Schließlich hatte ich die röteln gehabt. Um das zu beweisen habe ich einen bluttest machen lassen. Der ergab, daß ich tatsächlich antikörper gegen röteln hatte, aber leider nicht genug, weshalb mir der arzt die impfung empfahl, damit ich ganz sicher nicht krank werde. Ich war der auffassung, daß es gefälligst meine eigene sache ist, ob ich krank werde oder nicht, woraufhin der doc meinte, daß ichs mir bis zum nächsten termin überlegen solle, ob ichs verantworten kann, andere anzustecken, darunter vielleicht auch eine schwangere, die dann womöglich ein krankes kind oder eine fehlgeburt kriegt. Da mußte ich nicht lange nachdenken, sondern habe mich lieber gleich impfen lassen, denn daß andere im schlimmsten fall sterben, erschien mir als ein höheres risiko als die impfung.

Bei infektionskrankheiten kann man nicht allein für sich selbst entscheiden. Wenn man erkrankt, läuft man als bazillenschleuder rum und schädigt andere, die dagegen nicht geimpft werden konnten oder wegen krankheit ein schwaches immunsystem haben.

Dienstag, 12. November 2019

Foto am montag (391)

Buchfink und buchfinkin (fringilla coelebs).

Samstag, 9. November 2019

101 jahre untergang des kaiserreiches

An sich gibt es über den 9. november nicht viel positives zu berichten. Außer, daß an diesem tag 1918 die monarchie in Deutschland am ende war und 1923 der Hitler-Ludendorff-Putsch scheiterte, woraufhin die NSDAP im gesamten Deutschen reich verboten wurde. Das wäre positiv zu bewerten, wenn es denn dabei geblieben wäre und nicht alles noch viel schlimmer gekommen.

Rassistische krawalle im ganzen land und der beginn einer konterrevolution sind wohl eher kein anlaß zum feiern.

Montag, 4. November 2019

Foto am montag (390)

Gelbwangenschildkröte (trachemys scripta scripta).

Sonntag, 3. November 2019

Rotation und Straßenmann

Für den verregneten sonntagnachmittag bzw. frühen sonntagabend ein hinweis auf zwei hörspiele von Hermann Kesser aus der späten Weimarer Zeit.

Heute abend gibt es um 18uhr30 das beim Deutschlandradio Kultur »Straßenmann« im original der Berliner Funkstunde von 1929. Das stück kenne ich noch nicht, obgleich es eines der berühmtesten hörspiele seiner zeit war. Es soll darin um einen spekulanten gehen, der in der zeit der inflation selbst ruiniert wird.

Das zweite Hörspiel ist »Rotation«, das 1932 leider nicht mehr für die Berliner Funkstunde produziert werden konnte. Deshalb stammt die nachhörbare fassung von 1982. Es geht um die arbeitslosigkeit. Im stück sagt einer der arbeiter auf der baustelle: »Es gibt genug boden, genug essen und genug arbeit in der welt. Man müßte sich nur in der ganzen welt über die arbeit und das essen einigen. Und nicht mehr so planlos draufloswirtschaften...«. Dann gibt es den Internationalen Kongress zur Untersuchung der Arbeitslosigkeit, genannt Kozuga. Die wirtschaftswissenschaftler dort reden, bis auf einen, genau den gleichen mist, der heute auch immer geredet wird. Schreibe ich nicht auf - selbsthören.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Mit dem ROV zum essen

Meine lieblingsmeldung diese woche war auf jeden fall die, daß ratten auto fahren können, wenn man sie läßt. Die fahren fast so gut wie ich, sofern ich mich jemals noch mal ans steuer setzen sollte. ROV bedeutet in diesem fall Rat-Operated-Vehicle.

Spannend finde ich es auf jeden fall, daß ratten offenbar auch spaß am »verstecken spielen« haben. Sofern sie nicht vergiftet werden, haben sie mutmaßlich mehr spaß am leben als menschen.

Montag, 28. Oktober 2019

Sonntag, 27. Oktober 2019

Rückwärts die zeit

Endlich wird die zeit wieder zurückgedreht - natürlich leider nicht die zeit, sondern bloß die uhr. Dazu sagt der zeitforscher Karlheinz Geißler in der Süddeutschen:

»Die Uhr ist hingegen ein Taktinstrument und die Umstellung auf die Winterzeit bringt uns sozusagen aus dem Takt.«

Nee, eben gerade nicht die umstellung auf die normalzeit bringt aus dem takt, sondern im frühjahr das vorstellen der uhr: man muß ständig eine stunde früher als gewohnt aufstehen. Zusätzlich ist es eine stunde länger hell weshalb man viel zu spät zur ruhe kommt und dann muß man trotzdem wieder zu nachtschlafender zeit aufstehen.

Der herr professor hat tolle ideen, nur die funktionieren in einer gesellschaft wie dieser leider nicht besonders gut. Hoffentlich hört diese uhrvorstellerei bald ein für alle mal auf!

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Dienstag, 22. Oktober 2019

Die flaschenöffner von der SPD

»Kneifen Sie beide augen zusammen und legen sie beide hände vor die augen. Öffnen Sie die augen und schon sehen sie alle flaschen, die noch SPD wählen.«
Nur einer macht sich um die sozialdemokratie gedanken und hat sich für die missetaten dieser partei entschuldigt:



Das ist ein ding, da tritt einer frisch in die SPD ein und entschuldigt sich für die missetaten der vergangenen 106 jahre. Mich erinnert das an den ersten schwarzen präsidenten der USA, der sich bei den Afro-Amerikanern für die sklaverei entschuldigte. Ein trauerspiel.

Montag, 21. Oktober 2019

Montag, 14. Oktober 2019

Foto am montag (387)

Pfauenaugentaggecko (phelsuma quadriocellata)

Freitag, 11. Oktober 2019

Britischer käse

Im grunde könnte man die Briten fast beneiden. Sie haben das ziel der PARTEI »inhalte überwinden« mit der abstimmung über den Brexit bereits hinbekommen. Nur leider wurde dort der inhalt mit tumbem nationalismus überwunden. Bloß kein geld mehr für die EU ausgeben, sondern lieber in die nationale sache investieren. Egal, was die nationale sache überhaupt sein soll und egal, woher die kohle ohne handelsabkommen mit der EU herkommen soll.

Allerdings möchten die Schotten eher in der EU bleiben und eventuell aus Großbritannien austreten. Darüber schrieb die jungewelt am 10 oktober 2019:
Zitat Jörg Kronauer:»Eine Abspaltung Schottlands würde die britische Regierung, die dann nur noch eine englische wäre, empfindlich schwächen; der deutschen Machtentfaltung in Europa stünde, so der machtpolitische Grundgedanke, ein starker Rivale weniger im Weg.«
Hä? Ohne Schottland wäre die Britische regierung nur eine Englische? Meines wissens besteht Großbritannien derzeit aus England, Nordirland, Schottland und Wales. Natürlich sollte GB möglichst zusammenbleiben.

Britischer käse aus Snowdonia.
Den müssen die Briten nach dem no-deal-brexit dann wohl selbst essen.
Schade eigentlich.
Nationalistisch wurde für den austritt aus der EU gestimmt, das zeigt sehr schön, was hier los wäre, wenn sich der anti-EU-kurs der AfD durchsetzen würde. Warum sollen dann die Schotten nicht ebenfalls nationalistisch für die trennung von GB und den verbleib in der EU sein?

Die Briten sollten sich von diesem bekloppen Bus-Trump keinen harten brexit aufdiktieren lassen - und bevor das land auseinander fällt, sollten sie lieber noch einmal abstimmen ob sie wirklich aus der EU austreten wollen. Die EU ist, so wie sie ist, blöd. Aber besser als zollstreit und handelskriege.

Nein, eine weitere abstimmung wäre nicht »das volk abstimmen lassen, bis das ergebnis stimmt«. Es wäre eher eine abstimmung darüber, ob das sinnvoll ist.

Montag, 7. Oktober 2019

Foto am montag (386)

70 Jahre DDR. Aus diesem anlaß ist der Berliner Fernsehturm heute besonders feierlich erleuchtet

Sonntag, 6. Oktober 2019

Dubravka Šuica

Schon interessant wer in Brüssel so alles karriere macht:

Donnerstag, 3. Oktober 2019

50 jahre...

...Berliner Fernsehturm, der nicht nur der höchste turm Berlins, sondern auch das höchstes bauwerk in Deutschland ist.
Und da wird bei manchen menschen immer wieder die frage laut, wofür die DDR eigentlich einen so hohen fernsehturm benötigte, obgleich es in der DDR gar keine richtigen fernseher und auch kein privateigentum gegeben habe, ja, bei den »scheißkommunisten da drüben« habe man nicht einmal eine eigene zahnbürste haben durften.

Wofür soll so ein fersehturm schon gut sein? Natürlich zum fern sehen - und dafür ist ein hoher turm selbstredend besser geeignet als ein weniger hoher, denn von weiter oben hat man bekanntermaßen eine bessere aussicht. Somit dient der fernsehturm bis heute dem gerätefreien fernsehen für das man kein privateigentum benötigt.

Bleibt das problem mit den privaten zahnbürsten, die es in der DDR bekanntermaßen nicht gab, weil alles kollektiviert werden mußte. Damals gab es in jedem kaff die Zentrale Zwangszahnbürste (kurz ZZZ), die an einem markanten punkt, beispielsweise vor der dorfkirche oder auf dem marktplatz vor dem rathaus aufgestellt war und die ein jeder zu benutzen hatte, deshalb bildeten sich in der DDR an bestimmten orten zu jeder tageszeit lange schlangen. »So war es«, bestätigten mir diverse ossis. Berlin ist recht groß und die ZZZ mußte auch von weitem gut sichtbar sein. Damit dürfte klar sein, wofür man dies besonders hohe gebäude benötigte.