Freitag, 7. Mai 2021

Kunstfreiheit

Das schöne ist, daß ich im grunde gar nichts dazu sagen muß.

Leise rieselt der schnee

Vorhin in der Bundespressekonferenz sagte Lothar Wieler sinngemäß, daß die sinkende zahl an neuinfektionen wahrscheinlich auch mit dem frühlingshafteren, wärmeren wetter, bei dem sich die menschen eher draußen treffen, zu tun haben.

Momentan sieht es in Berlin wettertechnisch so aus:
Es schneit. Vermutlich hatte er heute noch keine gelegenheit aus dem fenster zu schauen und hat nur heute früh im radio gehört, daß es am wochenende angeblich bis zu 30°C warm werden soll. Ich glaube das eher nicht, denn momentan ist’s eher 3°C und damit kälter als an weihnachten.

Dienstag, 4. Mai 2021

Hirnfreie Linke

Eine der dämlichsten definitionen, was »rechts« und was »links« wäre, ist folgende
zitat Freie Linke: »Fakt ist indes: Klassisch rechts ist derjenige, der einem autoritären imperialistischen Maßnahmenstaat nach dem Mund redet und nicht derjenige, der sich ihm entgegen stellt. Rechts ist, wer andere dazu auffordert, sich einer Unterdrückungsdikatur zu beugen. Links steht, wer sich dem verweigert, wer dagegen angeht. Aber im Verdrehen der Realität war die herrschende Klasse ja schon immer gut.«
Vermutlich kommt so etwas dabei raus, wenn die politische bildung damit endet, daß »links« irgendwie etwas mit dem streben nach freiheit zu tun habe, ohne sich mit dem gedanken zu belasten, wovon und wozu es sinnvoll sein könnte, frei zu sein und man »rechte« an der zahl 88, ihren tätowierungen, den weißen schnürsenkeln in den springerstiefeln und ihren frisuren erkenne, damit man sich bloß nicht damit befassen muß, was faschismus überhaupt ist.

Gefallen hat mir der pleonastische begriff »unterdrückungsdiktatur«, den hätte ich eher im 4-letter-blatt mit den großen buchstaben verortet. Und schließlich darf das barmen um den autoritären und imperialistischen maßnahmenstaat nicht fehlen. Imperialistisch? Ja, was denn sonst? Denn, daß fast überall auf der welt anti-corona-maßnahmen ergriffen werden mußten, liegt allein daran, daß weltgroßmacht Deutschland denen das aufgezwungen hat.

Die figuren, die zu solch geistigen höhenflügen imstande sind, sind vermutlich die selben, die sich drüber aufgeregt haben, daß Lothar Wieler, präsident des RKI, vor einiger zeit mal gesagt hat, daß die AHA+L-regeln nicht hinterfragt werden dürfen. Wie schrecklich! Da wird von einem verlangt, hygieneregeln als selbstverständlich hinzunehmen.

Da stelle ich mir gern vor, daß so jemand z.b. nach einem unfall operiert werden muß und bevor er dran ist, fängt das OPteam an zu diskutieren, ob man denn bei einer operation eigentlich immer maske tragen müsse und ob es notwendig sei, sich vorher die hände zu desinfizieren - und hinterher wird er frisch operiert neben einen grippepatienten gelegt, denn so etwas wie »ansteckung« gibt es ja gar nicht wirklich.

Aber so weit muß man gar nicht gehen. Im herbst 2019 traten in einer wurstfabrik in Nordhessen listerien auf, drei menschen starben nach dem verzehr der wurst - oder als im sommer 2011 die sprossensalate eines Niedersächsischen herstellers mit EHEC kontaminiert waren starben ca. 40 menschen daran. Das ist nur ein vogelschiß - überhaupt sterben menschen fortwährend an irgendwas. Natürlich wurde nicht bei der hygiene geschlampt, um die kosten zu senken und billigend in kauf genommen, damit die gesundheit anderer zu ruinieren. Die eigentümer dieser betriebe sind eben kritische und mündige bürger, die vorschriften nicht einfach unhinterfragt hinnehmen und womöglich sogar linke rebellen gegen die hygienediktatur eines autoritären staates. Wahrscheinlich treffen sich diese wackeren freunde der salmonellose in restaurants, wo die küchenhygiene kritsch hinterfragt wird mit durchschlagendem erfolg.

Wenn das die »gesellschaftskritik« einer »linken« sein soll, möchte ich damit lieber nichts zu tun haben.

Montag, 3. Mai 2021

Ein Jahr Corona - Im Schatten des Aluhuts

Endlich erfahren wir die wahrheit über corona. Dr. Janos Hegedüs hat alles wichtige zusammengefaßt.

Zitate: »Altrussische weisheiten für knackiges, frisches Deutsches Euro«, »mein handy schafft eine hundertfache vergrößerung aber ich habe trotzdem kein virus sehen können«, »je tiefer ich in meiner nase bohre, desto tiefer wird meine verbindung mit der fünften und sechsten dimension«, »es ist umstritten, ob die meisten menschen, die sich wegen der maske beschwert haben, wirklich so einen hohen sauerstoffbedarf haben. Der sauerstoffverbrauch hängt ja mit der hirnaktivität zusammen«, »in den letzten jahren starben bereits mehrere hunderttausend chirurgen durch die maske [...] ich kann Euch jetzt diese studie nicht zeigen, weil meine mutti mein zimmer aufgeräumt hat«, »ich hab ihn doch nicht Rothschild genannt, sondern nur Mengele. Man darf nur die andere seite nicht nennen, Du weißt schon, was ich meine«, »ich sage nur miniherzinfarkte, minischlaganfälle und Minnie Maus«.

Aluhut aufsetzen und anschauen.

Foto am montag (468)

Neues vom känguru

Samstag, 1. Mai 2021

Die GrünSternchenInnen haben was gefordert

Kaffee Togo war im grunde schon immer ein no-go. Schließlich will man beim kaffee trinken nicht auch noch der Deutschen Kolonialherrschaft in Westafrika huldigen.

Jetzt haben die GrünSternchenInnen im Bundestag gefordert, daß es weniger to-go-becher geben soll. In welchem jahr leben wir eigentlich? 1981? In den 80er jahren gab es an den getränkeautomaten in der schule keine einwegbecher aus plastik mehr. Man sollte sich einen mehrwegbecher mitbringen, plasteinwegflaschen waren pfui-bäh und die meisten benutzten tragetaschen aus grober naturfaser auf denen »jute statt sack« oder so ähnlich draufstand. Bei vielen gab es die einsicht, daß müllberge kleiner ausfallen, wenn man mit einwegverpackungen möglichst sparsam umgeht.
Auch grün bedrucktes macht sich schlecht in der landschaft
Bis dann eines tages unter dem einfluß der GRÜNpartei entdeckt wurde, daß das mit dem müll kein allzu großes problem sei und zum geschäft werden kann, wenn man immer alles brav recycelt. Nur funktioniert das nicht besonders gut. Jedenfalls nicht in massen und es verbraucht jede menge energie.

Das hat vorher natürlich niemand ahnen können, daß es umweltfreundicher sein könnte, müll gar nicht erst zu verursachen, anstatt ihn hinterher zu beseitigen.

Freitag, 30. April 2021

Bernd hat angst

Bernd das Brot fürchtet, nicht mehr irgendwelchen blödsinn in die kamera sprechen zu können, ohne ein gesprächsangebot von Jens Spahn zu bekommen. Zu sehr ängstigen muß er sich wohl nicht. Denn wie der Tagesspiegel gestern berichtete, haben die schauspieler nicht einfach irgendwelchen blödsinn in die kamera gesprochen, sondern vorgeschriebenen blödsinn.
Zitat Tagesspiegel: »Ein Schauspieler, der ebenfalls von Brüggemann angesprochen worden war und namentlich nicht genannt werden möchte, zeichnet ein völlig anderes Bild von der Entstehungsgeschichte.

Im Gespräch mit dem Tagesspiegel berichtet er, dass Brüggemann und die Regisseurin Jeana Paraschiva federführend bei der Durchführung gewesen seien. Demnach verschickten sie via Email eine Projektskizze, mit der sie die geplante Aktion erklärten. Im Anhang der Mail fand sich ein Dokument mit Texten, die wirkten, als seien sie größtenteils von Brüggemann verfasst worden. Der Angeschriebene konnte sich aus diesem Konglomerat ein Statement aussuchen, das er später vor der Kamera vortragen würde.

[...] Eine eigene Themensetzung, so der Schauspieler, sei dabei offensichtlich aber nicht erwünscht gewesen, die Stoßrichtung war vorgegeben: die Lockdown-Maßnahmen der Regierung, das ›Narrativ‹ von Politik und Wissenschaft mit einer alternativen Erzählung ›umzustoßen‹, wie es Brüggemann im Welt-Interview ausdrückt. Hinter #allesdichtmachen steckt somit eine klare politische Agenda; die vielen Stimmen gehen vermutlich auf einen einzigen Autor zurück.«
Da wundert es nun wirklich nicht, daß die texte alles andere als spontan wirkten und sich sehr ähnelten. Da war es mit der vielbeschworenen meinungsfreiheit dann wohl doch nicht so weit her, wie behauptet.

Donnerstag, 29. April 2021

Zitat der woche

Dienstagmittag gab es ein gespräch zwischen kunst- und kulturschaffenden und der MerkelIn. Die hat sich tatsächlich 90 minuten lang angehört, mit welchen problemen diese leute jetzt konfrontiert sind und wie ihnen geholfen werden kann. Da frage ich mich natürlich, weshalb so ein gespräch eigentlich erst jetzt stattfindet und das nicht vor einem jahr schon möglich gewesen ist. Nein, das gab es nicht wegen der aktion »hackedicht«, das war schon vorher geplant. Aber letztes jahr war nicht wahlkampf.

Nachdem die meiste zeit viel über persönliche probleme gesprochen worden war, sprach als letzte frau dr. Heidrun Derks vom Varusschlachtmuseum darüber, daß museen leider als freizeiteinrichtungen gesehen werden, obwohl sie ein bildungsangebot sind. Am schluß sagte sie über kultureinrichtungen allgemein
zitat dr Heidrun Derks: »Ich bin mit so einem gewissen unbehagen dabei, daß jede asphaltierte straße und jeder kreisverkehr, der auch hier auf dem lande ja mittlerweile gebaut wird, als eine investition in infrastruktur betrachtet wird und kultur ist immer subvention. Also, das eine ist investition in wirtschaftsstandort, in zukunft. Und wir sind die subventionsbetriebe mit den freiwilligen leistungen. Ich frage mich, ob uns diese situation nicht doch mal veranlassen sollte zu fragen, ob das für immer so sein muß und so bleiben sollte?«
Wenn kein geld da ist, werden immer als erstes konzerthäuser, theater und museen dicht gemacht, weil die ausschließlich als kostenstelle wahrgenommen werden. Ich glaube nicht, daß sich daran in der nächsten zeit etwas ändern wird.

Mittwoch, 28. April 2021

Wahlkampfkasperei

An sich hatte ich mich damit abgefunden, daß die kandidaty der GRÜNsternchenInnenpartei Roberlana Haerbeckbock ist. Seit einigen tagen heißt sie Annalena Charlotte Alma Baerbock.

Was aber nun, wenn sie kanzlerine wird und ihren fans der name, ähnlich wie bei AKK, viel zu lang ist und laut ACAB rufen? Könnte teuer werden:

Montag, 26. April 2021

Sonntag, 25. April 2021

Griff ins klo

Der klogriff der woche war sicherlich #allesdichtmachen. Momentan bin ich froh, daß ich mich nie sonderlich für spielfilme und schauspieler interessiert habe, denn ich wäre wahrscheinlich sehr enttäuscht, wenn jemand, dessen fan ich bin, etwas derart haarsträubend dummes sagt, wie man es bei der aktion »hackedicht« sieht. Die namen der meisten, die mitgemacht haben, kenne ich kaum, weil ich mir schauspielernamen selten merke und gelegentlich auch bloß, weil ich denjenigen doof finde. Mitgemacht bei dieser idiotischen aktion haben Cem Ali Gültekin, Katharina Schlothauer, Ben Münchow, Bernd Gnann, Christian Ehrich, Claudia Rippe, Dietrich Brüggemann, Gianna Valentina Bauer, Hanns Zischler, Jan Josef Liefers, Jens Wawrczeck, Jörg Bundschuh, Joseph Bundschuch, Karoline Teska, Kathrin Osterode, Kea Könneker, Markus Gläser, Maxim Mehmet, Monika Anna Wojtyllo, Nadine Dubois, Nadja Uhl, Nina Gummich, Nina Proll, Roland Düringer, Samia Dauenhauer, Thorsten Merten, Tina Maria Aigner, Ulrich Tukur, Vicky Krieps, Volker Bruch, Werner Eng, Wotan Wilke Möhring, Jeana Paraschiva, Miriam Stein, Ramin Yazdani. Desweiteren haben auch Heike Makatsch, Meret Becker, Ken Duken, Richy Müller, Ulrike Folkerts und Manuel Rubey mitgemacht, die ihre videos allerdings wieder zurückzogen, weil sie sich überlegt haben, daß das vielleicht doch keine übermäßig schlaue idee ist, aus frust oder langeweile die covidioten und stramm rechten zu unterstützen.

Einen teil der videos habe ich mir nicht angeschaut, weil mir das zu langweilig ist. In denen, die ich mir angeschaut habe, wurde eigentlich immerfort das selbe gesagt. Eine kreative meisterleistung würde ich mir anders vorstellen. Auf eines möchte ich aber genauer eingehen. Hier der text
zitat Jan Josef Liefers: » Mein name ist Jan Josef Liefers, ich bin Schauspieler und ich möchte heute ›danke‹ sagen. ›Danke‹ an alle medien unseres landes, die seit über einem jahr unermüdlich verantwortungsvoll und mit klarer haltung dafür sorgen, daß der alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben. Und dafür sorgen, daß kein unnötiger, kritischer disput uns ablenken kann von der zustimmung von den sinnvollen und immer angemessenen maßnahmen unserer regierung. Verantwortungslosen menschenverachtenden ärzten und wissenschaftlern, die zu anderen schlüssen kommen als die beratenden experten unserer regierung. Und die sich mit professuren an weltberühmten universitäten und nobelpreisen schmücken, ich möchte sagen: ›tarnen‹, dürfen wir keine bühne geben. Schließlich wissen nur ganz wenige spezialisten, was wirklich gut für uns ist. In letzter zeit habe ich aber das gefühl, daß einige zeitungen damit beginnen, alte, überwunden geglaubte vorstellungen von kritischem journalismus wieder aufleben zu lassen. Dagegen müssen wir uns wehren. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir sollten einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt. Nur so kommen wir gut durch die pandemie. Bleiben Sie gesund. Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht. «
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Hans-Georg Maaßen, Ken Jebsen und der AfD hat das gefallen. Nutzer, denen das gefallen hat, mochten auch wurzelresektionen, amöbenruhr, lobotomie.
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Damit ist im grunde alles gesagt. Aber ich will trotzdem auf den text eingehen. Das ist sehr nett von herrn Liefers, sich einmal bei den medien zu bedanken. Immerhin bekommt er von der ARD für seine rolle als »prof. Boerne« im Münsteraner Tatort eine jahresgage im sechsstelligen bereich, die wir alle zahlen, ob wir uns das anschauen oder nicht. Menschen, die sich jetzt verarscht fühlen, können das »abo« leider nicht kündigen. Wenn es ginge, würde ich es trotzdem nicht tun, denn was können beispielweise Axel Prahl oder Christine Urspruch dafür, wenn einer hirnlos rumfaselt?

Daß es keinen disput über die maßnahmen gäbe, wäre mir neu. Meckert herr Liefers über die medien, ohne die debatte verfolgt zu haben, die seit inzwischen vierzehn monaten läuft? Es ist überhaupt nicht so, daß auf die »die regierung beratenden experten« gehört würde. Die lage sieht derzeit so beschissen aus, weil eben gerade nicht auf experten wie Melanie Brinkmann, Christian Drosten oder Karl Lauterbach gehört wurde, die im gegensatz zu den tollen herren Professoren und Nobelpreisträgern von »weltberühmten universitäten« nicht nur titel, sondern sogar namen haben. So bedeutend, daß man sich ihre namen merken müßte, sind die titelträger, von denen herr Liefers spricht, offensichtlich nicht.

Ist toll, daß Jan Josef Liefers das gefühl hat, daß einige zeitungen damit beginnen, alte, überwunden geglaubte vorstellungen von kritischem journalismus wieder aufleben zu lassen. Weshalb nennt er keine namen? Warum läßt er seine zuschauer nicht daran teilhaben, wen er meint?

Ich zweifele. Und nicht nur an Liefers’ intelligenz, sondern an der politik, die sehenden auges wochen- und monatelang untätig geblieben ist, wodurch die katastrophe wesentlich vergrößert wurde. Leider hilft es nichts, wenn ich sage, daß es mir bereits anfang oktober 2020 klar war, daß es einen konsequenten lockdown bräuchte, um schlimmeres zu verhindern. Passiert ist lange zeit nichts, außer daß die infektions- und todeszahlen stiegen. Es mußte diskutiert werden, ob es vonnöten sei zu handeln. Jetzt sind wir mehr als 70.000 tote weiter, hocken seit einem halben jahr mehr oder minder im lockdown und ein ende ist nicht wirklich abzusehen. Das ist nicht das ergebnis einer politik, die diskussionslos auf restriktive maßnahmen gesetzt hätte. Die politik hat auf das prinzip hoffnung gesetzt. »Kommt schon nicht so schlimm.«

Daß wir nun, ende april 2021, noch immer nicht aus dem scheißlockdown raus sind, liegt keineswegs daran, daß die MerkelIn uns aus machtgeilheit zu hause einsperren will, sondern eher daran, daß sie genau das beizeiten gelassen hat. Es wurden nicht einfach dinge beschlossen, über die nicht geredet worden wäre. Im gegenteil: Es wurde ewig blöde rumgelabert, faule kompromisse gemacht, die sich als schädlich erwiesen haben

Die schwubelfränze Hendrik Sodenkamp und Anselm Lenz vom selbsternannten »Demokratischen Widerstand« haben das, was Liefers sagte, in ihrem rundbrief 302 wie folgt aufgenommen
zitat Lenz und Sondenkamp: »Die Schauspieler stehen auf. Mit der Kampagne »Alles dicht machen« haben 53 TV- und Theater-Stars, unter anderem Heike Makatsch, Jan-Josef-Liefers, Volker Bruch, Dietrich Brüggemann und Nina Gummich gestern ihre Unterstützung der Demokratiebewegung erklärt.

Das Video von Heiko Makatsch verschwand recht schnell im Laufe des Tages, ist aber frühzeitig gespiegelt worden. Besonders klar ist die Ansprache des demokratischen Revolutionärs Jan-Josef Liefers, der auch auf unsere Zeitung und die Regierungspropaganda eingeht.«
Wer auch immer dieser Heiko Makatsch sein soll. Heike Makatschs video verschwand, weil sie sich offenbar überlegt hat, daß sie nicht von rechten verschwörungsdeppen vereinnahmt werden will. Im rundbrief 285 zur »lagebesprechung« von mitte april hieß es
zitat Lenz: »FDP und Linksfraktion haben heute bei der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag erstmals einigermaßen seriös opponiert und ansonsten weiterhin der AfD bildlich den Schwarzen Peter der Verteidigung der Demokratie, der Gewaltenteilung, der Menschlichkeit überlassen.«
Sicher. Die AfD als einziger verteidiger der menschlichkeit und so. Und eine horde schauspieler, die offensichtlich kein problem damit hat, sich mit solchen figuren gemein zu machen. Ich fühle mich peinlich berührt, weil meine abneigung gegen filmstars noch nie dermaßen klar bestätigt wurde. Das sind leider nicht unbedingt besonders kluge, unterhaltsame leute, sondern ausgemachte langweiler, die wie dressierte affen kunststücke abspulen, die man ihnen beigebracht hat. In puncto originalität, witz und ironie hat mich bislang keins der videos vom hocker gerissen. Schade eigentlich, es wäre doch schön gewesen, wenn wenigstens einer von denen mal gezeigt hätte, daß ich mich irre. Stattdessen gibt es die bei rechten übliche larmoyanz. Schließlich gibt es keine meinungsfreiheit, wenn andere das, was man meint, einfach nur panne finden.



Den eindeutig besseren text hatte die twitternutzerin Julia C. Seidl, den sie überdies auch noch besser vortrug als Jan Josef Liefers. Das mit der ironie hat sie auf jeden fall besser drauf.

Samstag, 24. April 2021

Argumente gegen impfskeptiker

Die häuftigsten behauptungen der impfskeptiter sind 1. »es gibt gar kein coronavirus«, 2. »das coronavirus ist harmlos«, 3. »nicht an, sondern mit corona verstorben«, 4. »kollalschaden«, 5. »es sterben nur alte menschen«. Dr. Janos Hegedüs erkärt, warum diese behauptungen quatsch sind. Im zweiten teil geht es um behauptungen über die impfung 1. »die impfung schwächt das immunsystem«, 2. »natürliche herdenimmunität«, 3. »ich brauche keine impfung«, 4. »die impfung verhindert die krankheit nicht«, 5. »es lohnt sich noch nicht«, 6. »neue mutanten durch impfung«

Montag, 19. April 2021

Donnerstag, 15. April 2021

TVtip

Nachdem es gestern einen eher traurigen fernsehtip gab, gibts heute was schöneres: im ORF kann man derzeit die Science Busters sehen. Derzeit sogar in meiner lieblingsbesetzung mit Florian Freistetter und Martin Moder - im vergangenen jahr sollten die ende april in Berlin auftreten. Ich hatte eine eintrittskarte dafür und hoffe immer noch, daß sie eines schönen tages nach Berlin kommen und ich dabei sein kann.

Aber bis dahin erstmal im TV. Wer den Martin Moder mal singen und schlagzeug spielen sehen/hören möchte, sollte sich das unbedingt anschauen. Zur ORF-TVthek geht es hier lang.

Leider nur sieben tage lang sichtbar.

Mittwoch, 14. April 2021

Filmtip: Station 43

Nicht unbedingt geeignet für einen lustigen fernsehabend. Aber diese kleine serie (4 teile, die jeweils ca. eine halbe stunde dauern) des dokumentarfilmers Carl Gierstorfer ist durchaus sehenswert. Er hat den arbeitsalltag auf der station 43, das ist die intensivstation des Virchow Klinikums in Berlin, von dezember 2020 bis märz 2021 begleitet und zeigt, was die menschen dort leisten und aushalten müssen, weil dort während der coronapandemie wesentlich mehr menschen sterben als normalerweise. Und natürlich um das leiden der kranken. Nur schade, daß die leute, die es am nötigsten hätten, sich das nicht anschauen werden oder womöglich behaupten werden, daß das »bloß« ein propagandafilm wäre, um angst und schrecken zu verbreiten. In meinem blog geht es oft um statistiken und zahlen - deshalb möchte ich darauf aufmerksam machen, daß hinter diesen zahlen menschen stehen, die plötzlich aus dem leben gerissen werden, menschen, die sie verarzten und pflegen, trauernde angehörige etc. Aber das sind ja zum glück alles nur einzelfälle. Nur komischer weise gibt es inzwischen zigtausende einzelfälle.

Dienstag, 13. April 2021

Wo bleibt eigentlich diese verfluchte corona-diktatur?

Im fachblatt für verblödungsfreunde steht seit wochen bzw. monaten auf seite 3 unten stets der selbe witz:
Zitat Demokratischer Widerstand: »WAS ZEIGT DIE MEDIZINISCHE GRAFIK?

Die linksstehende Statistik zeigt die Sterbefälle in der Bundesrepublik im Ver- gleich der Jahre. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der Gestorbenen seit dem Winter und Frühjahr 2020 deutlich unter den Zahlen der Grippewelle des Jahres 2018 und ähnlich den Zahlen anderer Jahre liegt. Das gilt auch für 2021. Es gibt demnach keine außergewöhnliche Übersterblichkeit.

Sars-Cov-2 (Corona) existiert. Der Virus ist auch nicht völlig ungefährlich. Corona ist jedoch nicht oder nicht wesentlich bedrohlicher als andere Grippein- fektwellen, wie sie zu jedem Jahreswechsel auf der Nordhalbkugel stattfinden. Denn wäre Corona übermäßig bedrohlich – oder gar menschheitsbedrohend –, dann müsste die Sterberate von uns Menschen signifikant und ganz außerge- wöhnlich ansteigen. Das ist aber nicht der Fall. Die Daten sind jene des Statisti- schen Bundesamtes.«
Wie schön! Es gibt keine übersterblichkeit durch corona. Dann ist ja alles bestens. Als besitzer von augen könnten einem an der grafik allerdings ein paar dinge auffallen. Um das ein bißchen deutlicher zu machen, habe ich die grafiken von n-tv und des des Statistischen Bundesamtes übereinander gelegt und die zeiten mit lockdowns und maßnahmen hellblau unterlegt:
In der unteren grafik links sieht man in der blauen kurve für das jahr 2018 sehr deutlich die grippewelle von 2018, das war laut RKI die schlimmste seit dreißig jahren, mehr als 25.000 menschen sind gestorben und die meisten von ihnen um die 10. kalenderwoche herum. Dagegen sieht die 1. coronawelle relativ flach aus, sie erreichte in der 15. kalenderwoche ihren höhepunkt. Da waren wir bereits seit drei wochen im lockdown, sonst wäre sie mit sicherheit wesentlich größer ausgefallen, so starben in der zeit von märz bis ende juni »nur« knapp 9.000 an covid-19. Auffällig wird es ab kalenderwoche 43. Da steigt die kurve langsam aber stetig an. In den verbleibenden zehn wochen bis zum jahresende verstarben knapp 24.000 menschen an covid-19 und man muß schon mächtig knöppe auf den augen haben, um das in der grafik nicht zu sehen.

Die häufigsten todesursachen in Deutschland sind übrigens:

  1. Herzkreislauferkrankungen - sterben knapp 910 menschen täglich dran.
  2. Krebs - sterben pro tag 635 menschen dran.
  3. Krankheiten des Atmungssystems - sterben 185 leute jeden tag dran.

Heute ist es genau 400 tage her, daß in Deutschland die ersten covid-todesopfer zu beklagen waren. Seit dem sind nahezu 80.000 menschen daran gestorben. Bedeutet, daß die hitliste der beliebtesten todesursachen in ihren top 3 derzeit so aussieht:

  1. Herzkreislauferkrankungen - sterben knapp 910 menschen pro tag dran.
  2. Krebs - sterben jeden tag beinahe 635 menschen dran.
  3. Covid-19 - sterben täglich fast 200 leute dran.

Es ist also völlig berechtigt, corona als »nicht übermäßig bedrohlich« einzustufen, ist, seit es das hierzulande gibt, schließlich bloß die dritthäufigste todesursache und deshalb zu vernachlässigen.

Die grafik zeigt auch, daß lockdowns durchaus wirksam sind. Und, daß die Deutschen ziemlich arrogant und dumm sind - es war sehr gut sichtbar, was in der 3. welle in Portugal oder GB und anderen ländern losgewesen ist. Was jetzt passiert, war vorhersehbar und man hätte es verhindern können, wenn beizeiten beherzt gehandelt worden wäre, anstatt abzuwarten, bis aus einem problem ein riesiges problem geworden ist. Anstatt wenigstens halbwegs vernunft walten zu lassen, haben sich die regierungen von einer kleinen, lauten minderheit beeindrucken lassen und das werden wir in den kommenden monaten im lockdown aussitzen »dürfen«. Hätte »mutti« gleich entschieden wär uns viel erspart geblieben...

Montag, 12. April 2021

Foto am montag (465)

Riesiggroße... schreckliche... schwarze... katze. Das ist unmäuslich!

Sonntag, 11. April 2021

Foto am sonntag

Des nachmittags uffm Wedding:
»Milliarden für die Reichen und Lockdown für den Rest«

Klingt, als ob ausschließlich reiche was vom lockdown hätten. Für was lockdowns nütze sind hatte ich ohnehin ein paar gedanken, die werde ich vorraussichtich am dienstag kundtun.

Samstag, 10. April 2021

Ist Gunnar Kaiser ein verschwörungstheoretiker - teil 5

Das neue video von Verschwörung und Fakten:

An sich kann man das inzwischen eher als rhetorische frage bezeichnen. Diesmal geht es um das höhlengleichnis, impfungen und wie immer um des Kaisers meise.

Donnerstag, 8. April 2021

In eigener sache

Im großen und ganzen kann ich relativ gut damit leben, wenn andere leute das, was ich schreibe, scheiße finden und das kundtun. Fraglich ist nur, wie.

Als ich vor einigen wochen in einer diskussion darauf aufmerksam machte, daß ein bestimmtes thema hier nicht gegenstand sei, wurde ich angegangen »aber mich interessierts« und auf meinen hinweis, daß jeder ein eigenes blog betreiben kann, um zu diskutieren, was ihn interessiert, kam pampig zurück »jaja, Dein haus, Deine regeln.«

Es tut mir leid, daß ich darüber etwas sehr unschönes sagen muß: von solchen menschen denke ich, daß sie, wenn sie bei fremden eine einladung zum dinner haben, es für äußerst angemessen halten, den anderen einfach so mitten in die speisen zu kotzen. Sowas lädt man sich sehr gern wieder ein.

Gestern kam der freundliche hinweis, daß ich kommentare moderieren könne. Kann ich blödilein nach ungefähr fünfzehn jahren der bloggerei noch nicht wissen, leider bin ich noch klein und auch ein bißchen dusslig. Klar, von erwachsenen menschen kann ich nicht erwarten, daß sie die denkerbse einschalten, bevor sie öffentlich etwas sagen und muß deshalb als ihr erzieher in erscheinung treten, um sie vor sich selbst zu schützen.

Wer bin ich, anderen das meinen zu verbieten? Wenn Ihr, liebe leser, nicht damit umgehen könnt, Eure meinung halbwegs vernünftig zu sagen, wäre meine konsequenz nicht moderation, sondern löschung des blogs.

Montag, 5. April 2021

Foto am montag (464)

Im osternest gefunden: eichhörnchin.

Sonntag, 4. April 2021

Gysi und Krömer

Bemerkenswertes gespräch, das am 17. dezember 2017 in der Distel in Berlin stattgefunden hat.

Donnerstag, 1. April 2021

Lauterbach warnt

Diese woche war Karl Lauterbach ausnahmsweise mal nicht bei Lanz, sondern bei Kurt Krömer.
Zitat Karl Lauterbach: [9:26]»Wir raten im prizip zu den dingen, die wir selbst nicht machen und wir warnen vor dem rest.«
Zitat Kurt Krömer: [25:48]»Es ist doch so, daß wir eigentlich immer sagen, politiker sollen bitte die wahrheit sagen, die sollen nicht lügen und jetzt kommt einer wie Karl Lauterbach, spricht unangehne dinge an, daß wir alle zu hause bleiben müssen und ne playstation 5 gibts auch nicht zu weihnachten, die müßt ihr euch streichen und jetzt sagen alle, dit nervt.«
Den eindruck hatte ich in den letzten monaten mehr als nur ein mal, daß die leute politiker, die nicht lügen überhaupt nicht leiden können, weil sie die wahrheit nicht vertragen.

Mittwoch, 31. März 2021

Werden die mutanten alles ruinieren?

Martin Moder über antikörper, fluchtviren, t-zellen und impfungen. Mein verdacht, daß melanzani eher nicht zum essen gedacht sind, wurde einmal mehr bestätigt. Als schauspieler in der rolle des coronavirus aber gar nicht schlecht.
Zitat Martin Moder: »Eine rückkehr zur normalität kann nur dann gelingen, wenn wir sars-cov-2 unfähig machen, sehr viele menschen in sehr kurzer zeit sehr krank werden zu lassen. Dazu muß eine immunität quer durch die bevölkerung aufgebaut werden. Daran führt eigentlich kein weg vorbei. Das einzige, was wir uns aussuchen können, ist auf welche weise dieser immunschutz entstehen soll. Entweder, indem wir alle möglichst bald an covid-19 erkranken oder indem wir uns die impfung holen. Wenn’s sie’s dann halt gibt. Ich weiß, jeder hat so seine vorlieben, aber ich persönlich bevorzuge tendenziell lösungen, bei denen nicht ganz viele menschen sterben.«
Vor allem den letzten satz kann ich so unterschreiben.

Montag, 29. März 2021

Sonntag, 28. März 2021

Krudes aus der LINKSpartei

Leider war ich so leichtsinnig, mir Sahra Wagenknechts video »Risiken und Nebenwirkungen - Wie sicher sind die Corona-Impfungen?« vom 18. märz 2021 anzuschauen, denn ich war neugierig, was sie wohl zum thema zu sagen hat. Leider nicht viel sinnvolles und dann auch noch eine buchempfehlung.
Zitat Sahra Wagenknecht: »[ca. 6:31]In diesem zusammenhang möchte ich Euch ein sehr gutes buch empfehlen. Von Clemens Arvay - Coronaimpfstoffe. Rettung oder Risiko?«
Mußte das sein? In einem interview mit dwDeutsch beklagte herr Arvay sich, daß seine gegner ihn am liebsten als gärtner darstellen wollten und überdies sei er kein impfgegner, sondern ein impfkritiker. Es ist seltsam, daß für den »kritiker« kritik an ihm selbst zur diffamierungskampagne wird und er seine kritiker als gegner bezeichnet.

Tatsächlich ist Arvay kein gärtner, sondern diplomingenieur für angewandte pflanzenwissenschaften, also einem fachgebiet der botanik und hat eine masterarbeit über das leben von subsistenzlandwirten in Österreich geschrieben. Selbst bezeichnet er sich jedoch als »gesundheitsökologe«. Da wollte ich wissen, was das berufsbild eines gesundheitsökologen überhaupt ist und welche ausbildung man dafür benötigt. Zumindest in Deutschland ist das keine geschützte berufsbezeichnung. Das bedeutet, daß jeder kohlrabiapostel, der schon mal eine tasse kräutertee getrunken hat, sich so bezeichnen darf. Warum benutzt Diplomingeneur Arvay eine im grunde wertlose phantasiebezeichnung? Als antwort fallen mir nur unschöne gründe ein. Aber vielleicht weiß jemand besseres?
Zitat Sahra Wagenknecht: »Ein sehr sachliches buch. Ein buch in dem sehr genau und detailliert erläutert wird, wie diese impfstoffe wirken, wovor sie schützen, natürlich, was sie auch, möglicherweise, was man noch nicht weiß, was damit auch risiken beinhaltet. Es ist kein buch gegen die impfung.«
Zu herrn Arvays buch haben schon andere eine menge gesagt und geschrieben, die das sicherlich qualifizierter können als ich. Diese lektüre werde ich mir sparen, weil das wohl eher keine neutrale betrachtung ist, die zur aufklärung über moderne impfstoffe dient, sondern vielmehr die vorbehalte derer bedient, die es ohnehin »schon immer« wußten, daß big pharma uns alle vergiften will. Oder noch viel schlimmeres.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Aber es ist ein absolutes plädoyer, daß jeder selbst entscheiden können muß, impfe ich mich oder impfe ich mich nicht.«
Während die impfgegner, die lieber als impfkritiker bezeichet werden möchten, fortwährend vom »impfzwang« fabulieren, wartet die breite mehrheit immer noch darauf, man möge sie doch endlich mal zwingen.

Selbstverständlich sollte jeder selbst entscheiden, ob er geimpft werden will oder lieber nicht. Nur ist Arvays buch für so eine entscheidung nicht sachdienlich, wenn er scheinbar »wissenschaftlich« argumentiert, tatsächlich aber bloß vorurteile untermauert, weil er getechnik an sich für das konzentrierte böse hält.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Und nochmal, es sind absolut neue impfstoffe. Auch die vektorimpfstoffe, das sind sogenannte DNAimpfstoffe, bisher nur bei ebola eingesetzt, ebola ist eine krankheit, da liegt die todesrate bei 50 bis 90%, also um das mal zu vergleichen mit covid, da ist natürlich auch die inkaufnahme möglicher risiken eine ganz andere. Wenn ich mich vor einer krankheit schützen kann, an der ich mit fast 90% versterbe. Ansonsten gibt es zu diesen impfstoffen bisher keine anwendungsbeispiele.«
Wie Sahra Wagenknecht es schafft mit 90% zu versterben, während die meisten das bereits mit 4‰ tun, gibt rätsel auf. Aber das ist nicht das einzige. Daß es womöglich auch etwas gutes sein könnte, wenn es etwas absolut neues gibt, kommt für frau Wagenknecht überhaupt nicht in die tüte.

Die impfstoffe gegen SARS-COV-2 sind nicht über nacht vom himmel gefallen. An mRNA wird seit ca. dreißig jahren geforscht und soweit ich weiß, an impfstoffen gegen coronaviren ungefähr seit 2003. Wäre die coronakatastrophe zehn jahre eher passiert, wäre es womöglich nicht machbar gewesen, in absehbarer zeit einen wirksamen impfstoff herzustellen, weil das know-how dafür gefehlt hätte. Das meiste, das da an forschung drinsteckt, hat vor 2020 stattgefunden. Meines wissens läuft die studie für den mRNAimpfstoff gegen MERS immer noch. Allerdings nicht, weil nach jahren irgendwelche unerwarteten nebenwirkungen befürchtet würden und man deshalb sicherheitshalber noch ein paar jahrzehnte abwarten müßte, sondern weil die erkrankung inzwischen so selten vorkommt, daß der wirknachweis bisher nicht erbracht werden konnte und es sich aus humatitären gründen von selbst verbietet, menschen dafür absichtlich einem virus auszusetzen, an dem mehr als ein drittel der infizierten stirbt.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Und das führt mich dann zu der nächsten frage: warum eigentlich mußten jetzt ausschließlich, oder, sind jetzt ausschließlich genetische impfstoffe im zulassungsverfahren? Es gibt noch einen einzigen, der möglicherweise noch zugelassen wird, der auf einem anderen verfahren beruht, ansonsten sind es ausschließlich diese genetischen impfstoffe. Das gilt übrigens auch für den Russischen und das gilt für den Chinesischen. Warum hat man nicht auf die klassische methode gesetzt?«
Vielleicht, weil das jetzt ein prima anwendungsbeispiel ist? Soweit ich es mitbekommen habe, setzt auch Kuba auf vektorimpfstoffe. Das wird sicherlich gründe haben. Z.b. die geschwindigkeit der produktion. Für viele herkömmliche impfstoffe müssen viren in speziellen embryonierten hühnereiern angezüchtet werden, was aufwendig ist und zeit kostet, weil für jede impfdosis erst mal ein ei produziert werden muß und vom ei bis zur fertigen impfdosis ungefähr zwei monate vergehen. Wir sind schließlich alle extrem scharf drauf, auch noch die nächsten fünf jahre im lockdown zu sitzen und abzuwarten, bis ausreichend hühner gezüchtet und eier gelegt sind. Weltweit gibt es aber trotzdem auch mehrere notfallzulassungen für impfstoffe nach »klassischer methode« - unter anderem für einen aus Kasachstan, einen aus Indien und einen aus China.
Zitat Sahra Wagenknecht: »[8:08]Es kann sein, das weiß ich nicht, ich bin sowieso nicht kompetent das zu bewerten, daß die überhaupt nicht funktionieren.«
Man kann von der Europäischen Arzeneimittel-Agentur halten was man will, aber daß die impfstoffe zulassen würde, bei denen gar nichts funktioniert, außer nebenwirkung, ist unwahrscheinlich. Impfstoffe müssen überdies auch von der ethikkommission bewertet werden. Der nutzen muß erheblich größer sein als das risiko. Ansonsten wäre es nicht hinnehmbar, daß irgendjemand sich das antut, wenn er davon höchstens schaden aber keinerlei nutzen hätte.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Aber was ich schon auffällig finde, ist, die projekte, die es gab für klassische impfstoffe ganz eindeutig nicht die förderung erhalten haben, die die genetischen impfstoffe erhalten haben. Und da fragt man sich schon, geht es hier letzlich nicht auch darum, daß bei den genetischen mit patenten mehr geld gemacht werden kann? Daß man jetzt einen durchbruch hat, mit dem man auch in zukunft großes geschäft machen kann? Also ich möchte nur auf zwei beispiele eingehen: es gibt in Deutschland einen mediziner, einen professor, prof. Stöcker, der hat schon im frühjahr letzten jahres einen klassischen impfstoff entwickelt, von dem er überzeugt ist, daß er wirkt. Ob er wirklich wirkt, kann niemand wissen, weil er nie die öffentlich förderung bekommen hat um eine wirklich seriöse, große studie durchzuführen.«
Über den herrn Professor Doktor hatte ich mich bereits ausführlich geäußert. Der ist nicht der geniale, jedoch arme erfinder. Professor Stöcker ist milliardär und wenn er von seinem impfstoff dermaßen überzeugt gewesen wäre, hätte er den mittleren zweistelligen millionenbetrag in sich selbst investieren können. Wenn das zeug tatsächlich so toll wirkt wie behauptet, hätte er bei abgabe zum selbstkostenpreis die investition spätestens zwei minuten nach zulassung des impfstoffs wieder drin gehabt. Nachfrage gibt es bekanntermaßen. Diese sichere investition war dem offensichtlich zu riskant. Sollte frau Wagenknecht vielleicht mal drüber nachdenken.

Es ist zum schreien: die angebliche Marxistin Wagenknecht beklagt, daß ein milliardär kein fördergeld erhalten hat, um einen impfstoff zu testen, der nicht auf dem aktuellen stand der forschung ist. Wahrscheinlich kommt sie demnächst drauf, daß braunkohle ein prima energieträger sein könnte und man RWE staatsknete dafür geben müsse, das zu erforschen.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Das sind diese studien, wo man mindestens 40.000 menschen impft, nämlich das heißt die hälfte impft man mit dem impfstoff, die andere mit einem placebo, das ist so auch bei allen impfstoffen die jetzt zugelassen wurden auch so gemacht worden. Und dann vergleicht man die ergebnisse. Und einen ähnlichen fall gibt es interessanter weise in Finnland. Auch in Finnland hat ein hochkarätiges forscherteam, wissenschaftler, einen impfstoff entwickelt, der patentfrei, wo sie patentfrei gesagt haben, den stellen wir zur verfügung. Aber wir brauchen jetzt öffentliche mittel, um diese große studie durchzuführen.[...] [9:52]Stattdessen wurden diese öffentlichen gelder eben auf diese neue generation von impfstoffen, auf diese genetischen impfstoffe konzentriert, wo man jetzt eben genau hingucken muß, wie ist das risiko, wie sind die wechselwirkungen, wo sind mögliche langfristfolgen. Wo man eben sehr viel nicht weiß.«
Inzwischen schrillt immer der alarm, wenn von »hochkarätigen forscherteams« und dergleichen die rede ist, die natürlich aus den rennomiertesten menschen ihrer art bestehen aber seltsamer weise keine namen haben. Wenn ein neues arzeneimittel zugelassen wird, muß man immer genau hingucken, welche nebenwirkungen auftreten, das ist auch bei den »traditionellen« impfstoffen nicht anders. Normalerweise impft man bei diesen studien nämlich nicht mindestens 40.000 menschen, sondern erheblich weniger, weil man selten so viele freiwillige findet und sehr seltene nebenwirkungen manchmal auch weniger als einen von hunderttausend betreffen können.

So sympathisch die idee vom patentfreien impfstoff ist, wer übernimmt die kosten für eventuelle folgen? Vielleicht der herr Professor Doktor oder die namenlosen wohltäter? In der EU hat es keine notfallzulassungen von coronaimpfstoffen gegeben, damit nicht der staat haftbar gemacht wird.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Was nicht prinzipiell gegen die impfung spricht, bei risikogruppen ohnehin nicht, aber was ganz klar dafür spricht, es darf keinerlei druck ausgeübt werden. Und wir haben bereits druck.[...][10:27]... ganz unabhängig davon, ob weiter mit AstraZeneca geimpft wird, das gilt auch für alle anderen impfstoffe. Das gerade die aktuellen ereignisse zeigen, daß wirklich keinerlei druck ausgeübt werden darf auf menschen, ob sie sich impfen lassen oder nicht. Und besonders unverantwortlich wäre das bei jungen, gesunden menschen. Und das fand ja statt und findet statt. Bei pflegerinnen und pflegern.«
Daß keinerlei druck ausgeübt werden dürfe, kann im zusammenhang mit dem arbeitsmarkt auch nur von jemandem kommen, der auf selbigem nie unterwegs gewesen ist.

Was das impfrisiko betrifft: wenn man mit corona infiziert wird, hat man, je nach alter, gesundheitszustand und virusmutation ein sterberisiko zwischen 0,01%, wenn man unter zwanzig und gesund ist und sich mit der »alten« virusvariante infiziert hat und 25% wenn man über achzig mit vorerkrankungen ist und sich mit der Britischen virusmutante infiziert hat. Mit AstraZeneca wurden ca. 20 millionen menschen geimpft. 25 hatten nach der impfung eine sinusvenenthrombose. In welchem zusammenhang die mit der impfung stehen, ist bisher weiterhin unklar. Aber selbst, wenn die alle durch die impfung ausgelöst worden wären, wäre das risiko immer noch verschwindend gering im vergleich mit der »natürlichen« infektion. Selbstverständlich möchte niemand eine sinusvenenthrombose haben, an deren folgen man sterben kann. Aber es ist seltsam, wie viele menschen sich vor diesem winzigen risiko derart fürchten, daß sie lieber das vergleichsweise große risiko einer coronainfektion eingehen, an der man mit wesentlich höherer wahrscheinlichkeit stirbt. Aber gut, dann kann man sich wenigstens auf den grabstein schreiben lassen, eines natürlichen todes gestorben zu sein.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Und je mehr impfstoffe vorliegen, desto eher ist damit zu rechnen, daß das auch in anderen berufsgruppen der fall sein wird. Und in dem kontext ist ein projekt der EU besonders bedenklich, das jetzt massiv vorangetrieben wird, wo auch herr Spahn schon seit dem letzten jahr immer wieder druck gemacht hat, daß es realisiert wird, das ist der digitale impfpass.«
Soweit mir bekannt ist, sollte der digitale impfpaß 2022 zusammen mit der elektronischen gesundheitskarte ohnehin eingeführt werden. Genaueres weiß ich darüber allerdings nicht, weil mich das nie besonders interessiert hat.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Spahn hat vor kurzem der IBM und einem Deutschen startup den auftrag erteilt, einen solchen digitalen impfpaß zu erstellen, die EU macht wahnsinnigen druck, daß das weiter voran geht. Und was soll damit bewirkt werden? Was bedeutet der dititale impfpaß der EU? Die EU sagt ›wir wollen den menschen ermöglichen, daß sie wieder reisen können‹ Und der ethikrat in Deutschland sagt ›ja, also der staat soll natürlich keine besonderen vorrechte mit impfungen verbinden.‹«
Hauptsächlich machen die »urlaubsländer« druck, weil sie geld mit touristen verdienen müssen aber keine coronahotspots werden wollen. So schwer zu verstehen ist das eigentlich nicht. Und neu ist die idee, nur mit impfpaß reisen zu dürfen, nun wirklich nicht. Das hat es schon zu zeiten der pockenimpfung gegeben und in viele länder Asiens und Afrikas darf man nicht ohne gelbfieberimpfung einreisen. Und ohne FSMEimpfung würde ich in einige gegenden Deutschlands nicht mehr reisen, aber das wäre ein anderes thema.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Aber wenn die privaten sagen ›aber in unser konzert, in unser restaurant, da kommen eben nur die geimpften‹, dafür braucht man dann den digitalen impfpass. Ja, was ist denn das, was hat das noch mit freiwilligkeit zu tun? Wenn elementare grundrechte, die bis zur coronazeit für jeden selbstverständlich waren, zum beispiel die reisefreiheit in Europa oder das besuchen von konzerten, von restaurants, von theatern. Wenn das plötzlich eingeschränkt werden soll auf eine bestimmte gruppe? Und das sind ja alles auch dinge, die vor allem auch junge menschen gern machen. Natürlich ist das ja geradezu zwang. Das ist ja ein extremer druck, der damit ausgeübt wird. Und ehrlich gesagt mit welcher begründung?«
So schwer ist es nun wirklich nicht zu verstehen, mit welcher begründung private veranstalter und gastwirte gern für geimpfte öffnen würden: die müssen geld verdienen, wollen aber nicht pandemietreiber sein. Da ist es ein realtiv sicheres und einfaches konzept, für geimpfte zu öffnen. Das ist ein guter grund. Im freizeitbereich zwingt einen nun wirklich niemand zu irgendwas. Man muß weder ins konzert noch ins flugzeug, man muß sich bloß entscheiden was einem wichtig ist. Frau Wagenknecht tut so, als hätte jüngere menschen selbst nichts von der impfung. Aber auch für die ist das risiko an corona zu versterben oder langzeitfolgen zu haben wesentlich höher als das impfrisiko, ist nicht so, daß die sich nur für die alten säcke impfen lassen sollen, sondern auch für ihren persönlichen gesundheitlichen nutzen. Man kann nicht erwarten, daß andere einem das impfrisiko abnehmen und es dafür aber selbst in kauf nehmen, womöglich infiziert zu werden - die impfung funktioniert ja nicht bei jedem perfekt. Etwas anderes ist es bei leuten, die nicht geimpft werden können. Aber es gibt auch noch andere konzepte für kulturveranstaltungen. In verschiedenen städten hat es in den vergangenen wochen modellprojekte gegeben, bei denen menschen, egal ob bereits geimpft oder nicht, mit negativem coronaschnelltest an kulturveranstaltungen teilnehmen konnten. Vielleicht für’s erste eine alternative für die (noch) nicht geimpften.

Es ist ärgerlich, daß frau Wagenknecht so tut, als wäre das hauptproblem nicht die pandemie, sondern daß man jetzt aus heiterem himmel und purer bosheit den leuten ihr freizeitvergnügen wegnehmen würde und es völlig unbegründet wäre, den leuten, die schon geimpft werden konnten, ein paar freiheiten zurückzugeben. Eine LINKSpartei aus der so undurchdachter bockmist kommt, braucht man eher nicht.

Montag, 22. März 2021

Foto am montag (462)

Da durften die Deutschen zum ersten mal den vogel des jahres selbst wählen - und was haben sie gewählt?
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Ein bier.
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Freitag, 19. März 2021

Ist Gunnar Kaiser ein verschwörungstheoretiker? Teil 4

Die medien unterdrücken die wahrheit. Auf die frage kann man kaum noch mit »nein« antworten. Ich bin ebenfalls froh, nicht in der »normalen welt« des herrn Kaiser zu leben.

Donnerstag, 18. März 2021

18. märz 1871 - 150 jahre Pariser Kommune

Dazu ein auszug aus der »Proletenpassion« der Österreichischen band »Die Schmetterlinge«, das ist eine TVproduktion des ORF von 1978: Kurze geschichte der Pariser Kommune von Karambolage bei arte tv:

Dienstag, 16. März 2021

Heute ab 20 uhr im #ferngespräch: immunsystem

Im 52. #ferngespräch mit Tommy Krappweis und den Hoaxillas geht es um das immunsystem. Zum ersten mal mit dabei ist Carsten Watzl von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, ansonsten natürlich Martin Moder und Holm Gero Hümmler.

Montag, 15. März 2021

Donnerstag, 11. März 2021

Aus der impfstoffprobierstube

Einen wundersamen wandel gab es in der vergangenen woche an der impfstoffgegnerfront. Bisher hatten sie »gewußt«, daß niemand an, sondern alle mit corona sterben und jetzt alle an und niemand mit der impfung stirbt, weil die pharmaindustrie menschenversuche macht und »uns« aus purer bosheit nach dem leben trachtet. Aber neuerdings ist das plötzlich anders. Unter anderem das rechtspopulistische FPÖblatt »Wochenblick« berichtete am 5. märz über den Lübecker professor und unternehmer Winfried Stöcker, der einen »homemade« impfstoff gegen covid-19 entwickelt hat und verklagt wurde.

Für die, die es nicht oder nur am rande mitbekommen haben, sei die geschichte kurz zusammengefaßt: der Lübecker prof. dr. W. Stöcker hat in seinem labor einen impfstoff entwickelt, diesen an sich selbst, seinen mitarbeitern und weiteren personen ausprobiert. Nachdem dieser nach zweifacher injektion bei den meisten eine immunrektion hervorrief, hat er die zulassung des impfstoffs beim Paul-Ehrlich-Institut beantragt. Daraufhin hat das PEI umgehend anzeige gegen den herrn Professor erstattet.

Die »studienergebnisse« und das »rezept« für den impfstoff findet man übrigens in Stöckers blog zwischen rezepten für seezungen (hierbei sei zu beachten, daß diese direkt vom fischer oder Hamburger Fischmarkt sein müssen. Exemplaren vom Münchner Fischmarkt oder blumengroßhändler soll man vermutlich eher mit mißtrauen begegnen) und rhabarbersaft. Lecker. Kein scherz - wer glaubt, meine phantasie sei mir an dieser stelle durchgegangen, möge bitte selbst nachschauen. Das habe ich mir nicht ausgedacht.

Bildschirmfoto aus dem rechtspopulistischen »Wochenblick«
Beim »Wochenblick« wissen die natürlich genau, weshalb der geniale herr Professor Doktor angezeigt wurde: er hat ein wirksames antigen entwickelt und weil es der »impflobby« ohnehin bloß um den gewinn geht, wird er dafür verklagt. Aber nicht nur, denn schließlich wird der arme alte mann, wie sollte es anders sein, auch politisch verfolgt.
Zitat Wochenblick, 5. märz 2021: »Aus welchen Gründen diese offene Feindschaft besteht ist unklar. Was dafür sehr wohl bekannt ist: Dass Stöcker bereits in der Vergangenheit gegen öffentliche Erzählungen aufbegehrte. So führte eine Aussage des früheren Medizin-Professors, dass er Migranten aus dem nahen Osten lieber in die Heimat zurückschicken wolle als ihnen zu erlauben, sich in Deutschland ›festzusetzen‹, zu einer Distanzierungswelle des politisch-korrekten Empöriums.

Insbesondere für die Vollverschleierung von Frauen hatte er zudem kein Verständnis. Kritisch sah er auch die #MeToo-Bewegung und den postmodernen Feminismus. Mehrfach äußerte er sich zudem kritisch gegenüber Kanzlerin Merkel (CDU). Ob seine Ausbootung auch mit seiner Unbotmäßigkeit zu tun hat, ist nicht bekannt. Aber offenbar haben es Systemkritiker in Deutschland schwierig, selbst dann, wenn sie sich in die Dienste dessen stellen wollen, was die Regierung zum Staatsziel erklärt.«
Und weil es um die interessen finsterer mächte geht, hat der »Wochenblick« am dienstag noch einmal nachgelegt:
Zitat Wochenblick, 9. märz 2021: »Es sollte eigentlich DIE Sensation sein: Der erfolgreiche deutsche Immunologe Professor Dr. Stöcker entwickelte in Eigenregie einen wirksamen Tot-Impfstoff gegen das Corona-Virus. Er soll so wirksam sein, dass er sogar vor einer Erst-Infektion schützt. Doch die Impfstoff-Sensation soll im Interesse der Pharma-Industrie offenbar im Verborgenen bleiben werden. Sie klagte den erfolgreichen Erfinder, wie Wochenblick berichtete.«
Dazu ist es natürlich interessant zu wissen, daß der herr Professor Doktor selbst ein teil der pharmaindustrie ist. Er war gründer und eigentümer der firma Euroimmun, welche ein bedeutender hersteller von reagenzien für labormedizin ist und die er 2017 für $1,3 milliarden verkauft hat. Derzeit besitzt er ein labor mit fünfzig mitarbeitern in Lübeck.

Seit monaten plärren blätter wie der »Wochenblick« aus allen rohren, daß die pharmaindustrie menschenversuche mache, die impfstoffe nicht ausreichend erprobt wären, die wirksamkeit fragwürdig, man die nebenwirkungen noch gar nicht kennen könne und das alles zwangsläufig zum tode führe. In diesem fall jedoch wissen sie hingegen ganz genau, daß hier nur eine riesensauerei vorliegen kann, wenn dieser rechtschaffende mensch so eine tolle erfindung macht und dann verklagt wird.

Auf die idee, daß das womöglich daran liegen könnte, daß der saubere herr erfinder sich in keiner weise an geltende gesetze gehalten hat, kommt keiner von denen: bevor man arzeneimittel an irgendwelchen menschen testet, muß man nachweisen, daß diese für den menschen ungefährlich sind und sich studien dazu von den zuständigen behörden genehmigen lassen. Im falle von impfstoffen sind das die ethikkommission und das Paul-Ehrlich-Institut. Der herr Professor Doktor ist so überzeugt von sich, daß er meint, das nicht nötig zu haben. Überdies ist es verboten, die eigenen mitarbeiter für derartige versuche heranzuziehen, denn womöglich ist es mit der freiwilligkeit von abhängig beschäftigten nicht so weit her. Insgesamt kann man sagen, daß man es hier nicht mit einem selbstlosen weltretter zu tun hat, sondern eher mit einem schwerreichen unternehmer, dem gesetze und wissenschaftliche standards am arsch vorbeigehen. Dazu hat er sich auf seiner internetseite auch geäußert.
Zitat prof. dr. Winfried Stöcker: »Man braucht in der aktuellen katastrophalen Situation keine langwierigen Doppelblindversuche, um Unterschiede in der Wirksamkeit genau herauszuarbeiten. Man impft die ersten tausend Probanden (am besten mit dem Lübecker Verfahren), und macht sie gleich immun. Wenn das gut geht, kommen zehntausend Leute dran, und dann der Rest. Aber manche Kliniker haben stets ihr Drittmittelkonto im Auge und wollen in für sie bewährter Weise die Sache wissenschaftlich angehen und erst einmal sorgsam herausfinden, ob sich bei einem Impfstoff-Kandidaten ein paar Prozent mehr oder weniger Anti-Covid-Antikörper entwickeln. Denn nicht jeder Impfstoff wird wie der aus Lübeck in der Lage sein, bei 95% der Patienten Antikörper in sehr hoher Konzentration zu induzieren, die den Coronavirus ausschalten (neutralisieren).«
Während sich die böse pharmamafia an die gesetze gehalten hat und ihre impfstoffe erst auf unbedenklichkeit überprüft hat und danach in aufwändigen kontrollierten doppelblindstudien an zigtausenden probanden die wirksamkeit und nebenwirkungen überprüft hat, um die zulassung zu erhalten, findet der herr Professor Doktor so etwas unnütz und zeitverschwendung. Ist schließlich unsinn, denn seltene nebenwirkungen, die nur bei einem von zehn- oder hunderdtausend vorgekommen wären, hat es bekanntermaßen noch nie gegeben. Aber immerhin kann man an diesem fall lernen, daß es auffällt, wenn jemand sich nicht an die gesetze hält. Und daß ausgerechnet die, die das tiefste mißtrauen gegen die pharmaindustrie hegen, am lautesten protestieren, wenn einer unerlaubte menschenversuche macht und dafür angezeigt wird.

Was ich meinen lesern nicht vorenthalten möchte: Stöckers rezept für rhabarbersaft finde ich so lala, einen selbstversuch ist das eher nicht wert. Von so einem laborexperten hätte ich erhofft, daß er wenigstens erklärt, wie man bananadrink auf rhabarberbasis macht.

Montag, 8. März 2021

Foto am montag (460)

Zum weltfrauentag, der in Berlin ein arbeitsfreier feiertag ist, gibt’s heute eine rote nelke. Und was zum lesen. Nämlich den artikel »Jenseits von Geschlecht« von Kurt Starke, die antwort darauf von Elsa Koester »Selber Suffix!« und »Der Phallusträger denkt nach«.
Zitat Kurt Starke: »Die ›geschlechtergerechte‹ Wortkonstruktion trennt. Mit ihr wird die alte Geschlechtertrennung zementiert und die Unversöhnlichkeit der beiden Geschlechter zum Konzept gemacht. Ich erinnere mich, dass es in der alten Richard-Wagner-Schule Leipzig, der RiWa, in Stein gemeißelt getrennte Eingänge für ›Knaben‹ und ›Mädchen‹ gegeben hat. Solche Separierungen gab es von klein auf und zuhauf. Sie waren fast immer offen oder latent mit Diskriminierungen verbunden, jedenfalls nichts, was Gemeinsamkeit, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung förderte.

Wird sich die ›geschlechtergerechte‹ Sprache allgemein durchsetzen? Wird sie Eigentümlichkeit einer Elite, einer Subkultur bleiben oder mehr und mehr Sprachdiktat im Sinne einer Political Correctness werden, so wie schon heute Hochschulen sie bei Qualifizierungsarbeiten erzwingen, Zeitschriften sie von den Autoren verlangen, Verwaltungen dazu genötigt werden? Eine Weile wird sie wohl noch vorhanden sein. Aber letztlich wird sich die ›geschlechtergerechte‹ Sprache nicht durchsetzen, schon weil es in vielen Sprachen, insbesondere im dominanten Englischen, keine Entsprechung gibt.«
Mit dem Englischen hat herr Starke leider nicht recht, denn dieser unsinn ist zu groß, als daß er auf das Deutsche beschränkt wäre. Man spricht im modernen Englisch beispielsweise nicht mehr von »salesman« oder »sportsman«, der ist eine »salesperson« oder »sportsperson« und wenn man allgemein redet verwendet man anstatt dem männlichen pronomen »he« »they«. Ich weiß nicht, wie weit das im Englischen sprachraum verbreitet ist, aber das gibt’s.

Trotzdem hoffe ich, daß er recht behalten wird, denn es ist doch zu blödsinnig, die sprache »gerecht« machen zu wollen, während die verhältnissse genauso ungerecht bleiben dürfen, wie sie sind. Den bürgerlichen emanzen habe ich vor ungefähr dreißig jahren schon gesagt, daß sie sich ihr binnen-I sonstwohin schieben können, weil das nämlich genau gar nichts gerechter macht.
Zitat Elsa Koester: »Lieber Kurt Starke, ich bin Journalistin. Einer Journalistin schreiben Leser (sic!) auf feministische Artikel Briefe, in denen sie ihr Vergewaltigung (vorzugsweise durch Geflüchtete) und Gebärmutterhalskrebs wünschen. Eine Journalistin sieht sich zig Chefredakteuren (sic!) gegenüber. Eine Journalistin verdient weniger Geld als ihre Kollegen (sic!). Eine Journalistin geht nicht mit Politikern (sic!) ein Bierchen trinken und erfährt nicht in Kneipen den coolen Insider-Scheiß. Ich bin kein Journalist.«
Schon mal drüber nachgedacht, daß das vielleicht genau daran liegen könnte, ständig darauf zu beharren als frau am arbeitsmarkt sichtbar sein zu wollen und nicht als gutausgebildete fachkraft, die etwas von ihrem handwerk versteht? Die probleme, die frau Koester beschreibt, kenne ich in ähnlicher form auch. Allerdings bezweifele ich, daß sich daran etwas durch irgendwelche sternchenInnen und dergleichen etwas ändern läßt.
Zitat Kurt Starke: » Ein wenig enttäuscht bin ich darüber, dass mein beiläufiger Hinweis auf das Tierreich bisher von niemandem aufgegriffen wurde. Dabei belegt die Benennung von Tieren doch eindeutig, das Genus und Sexus nicht zusammenfallen. Keiner imaginiert bei Giraffen wegen des generischen Femininums (die Giraffe) nur weibliche Tiere, niemand bei Mardern nur männliche (der Marder), und Kängurus sind bekanntlich keineswegs geschlechtslos (das Känguru). Wahrscheinlich halten die einen das Gendern der Tiernamen für so abstrus, dass sie keinen Gedanken daran verschwenden, während die anderen, die Gendern-Aktivisten, das Tierreich sprachlich nicht interessant finden. Ihnen geht es um die sprachliche Macht über Menschen.«
Eben gerade, weil es abstrus ist, gehören tiere eigentlich zu den wenigen ausnahmen, in denen ich gern gendere: die eichhörnchin, die finkin. Komischerweise ist da, wo es tatsächlich extrem seltsam wird, weil ein weibliches wort, nämlich die ratte, relativ häufig als die rättin gegendert wird, einer mausin hingegen bin ich noch nie begegnet.

Die verhältnisse ändern sich nicht, indem man aus dem kaufmann und dem müllmann eine kauffrau und eine müllfrau macht und es für alles in der welt weibliche formen gibt. Wenn sämtliche energie, die für diesen scheiß verschwendet wird, dafür verwendet werden würde, daß arbeit von frauen genau so anerkannt wird wie arbeit von männern, wäre vermutlich schon einiges gewonnen.

Impfung vs. Südafrika Mutante

Martin Moder über natürliche immunität im vergleich zu impfschutz in bezug auf die Südafrikanische mutante des coronavirus.

Sonntag, 7. März 2021

Wie die »Querdenker-Media« uns manipulieren will

In seinem neuesten video befaßt sich dr. Janos Hegedüs mit quallektüre: dem Compact-Magazin. Darüber wollte ich auch schon mal schreiben. Allerdings wollte ich das nicht auch noch mit geld unterstützen - und was sollen die leute denken, wenn ich mir so etwas in der bahnhofsbuchhandlung kaufe? Für gewöhnlich ist mir das relativ egal, aber wenn jemand sehen würde, wie ich mir Compact kaufe und dann womöglich glaubt, daß ich das aus überzeugung tue, wäre mir das peinlich. Hoffentlich macht dr. Hegedüs weitere videos zu diesem drecksblatt, wenn er denen schon so viel kohle hinterhergeworfen hat. Dann kann ich mir wenigstens dies leidige thema sparen und brauche bloß auf seine videos hinweisen.

50 Jahre Maus

An sich werden mäuse gar nicht so alt und wie man weiß können auch filmmäuse von der katze geholt werden. Kluge mäuse werden zum glück nicht erwischt.
Bildschirmfoto aus der Mausapp
Sicherlich nicht das dümmste, das man sich in den vergangenen fünfzig jahren anschauen konnte. Die maus weiß sogar, wo die kraniche dauernd hinwollen.
Wszystkiego najlepszego, droga myszko!
Das war Polnisch.

Samstag, 6. März 2021

Rechenkunststück

Neues von der querdenkerfront: inzwischen sind wir bei einer angeblichen falschpositivrate der PCR von 7,6%, was uns das RKI seit monaten boshaft verschwieg. Leider liegt mir das paper, auf das sich der redner bezieht, nicht vor. Braucht es aber auch gar nicht, um diese aussage zu bewerten:
zitat querdenker mit hütchen: »[3:46] 7,6% der ergebnisse auf den PCR tests sind systematisch falsch, fast 8% der PCR testergebnisse [...] und diese ergebnisse liegen dem Robert-Koch-Institut seit dem 11. september des letzten jahres vor. Fünf monate hat das Robert-Koch-Institut sich geweigert der öffentlichkeit diese zahlen zur verfügung zu stellen und hat weiter wahrheitswidrig behauptet, daß der PCRtest sehr zuverlässig sei. DAS IST ER NICHT!!1!!! [...] Aktuell liegt die positivquote von PCRtestergebnissen bei etwas über 5%. Das bedeutet nichts anderes, als daß wahrscheinlich ALLE PCRtestergebnisse falsch sind.[...]«
Alles klar: 5% > 7,6%. Noch fragen?

Ja, ich: kann dem hütchenmann mal jemand ein bißchen diskalkulietherapie spendieren, so für fünf fennje oder ’n jroschen?

Freitag, 5. März 2021

Alter witz, falsch erzählt

Es gibt nur zwei witze, die nicht alt werden:
impfgegner und impfungen gegen kinder.

Kein witz, aber trotzdem komisch: der herr Doktor B. »Münchhausen« von der Schwindelambulanz erzählt neuerdings, daß vögeln als verhütungsmittel tauge:

Donnerstag, 4. März 2021

Mainstreammediengläubigkeit

Schlafschaf Mechthild ist mainstreammediengläubig. Die ist glatt so blöde zu glauben, daß es eine pandemie gäbe, bloß weil die lügenpresse seit mehr als einem jahr täglich davon berichtet, daß sich leute mit dem coronavirus infizieren, zum teil schwer daran erkranken und versterben.

Dabei hat doch erst gestern der renommierteste forscher Deutschlands, der welt und des gesamten universums mitsamt sämtlicher marsmännchen, der herr Professor Doktor von der Bitch-Ute-Universität, gesagt, daß die pandemie im oktober schon beendet war und gar nicht erst stattgefunden hat und der Christian Drosten, der erfinder des coronavirus nur gesagt hat, daß das tödlich enden könne, damit der Hendrik Streeck monatelang nicht mehr zum frisör darf und dann genauso doof verzottelt rumlaufen muß, wie er selbst. Wenn das mal kein triftiger grund ist, allen eine ausgangssperre zu verordnen.

Aber mal im ernst: wie komme ich eigentlich auf die idee, diesen »mist« von der pandemie zu »glauben«?

Das bemerkenswerte an einer pandemie ist, daß sie nicht bloß ein land oder eine bestimmte region betrifft, sondern global abläuft. Somit ist die wahrscheinlichkeit hoch, daß man, sofern das tatsächlich von bedeutung ist, darüber etwas in der internationalen presse findet. Und in bezug auf Sars-Cov-2 findet man tatsächlich eine menge und interessanter weise ist es in aller welt ähnlich: es gibt lockdowns, einschränkungen des öffentlichen und privaten lebens und die hoffnung auf impfstoffe.

Sind weltweit plötzlich alle einfach durchgeknallt? Und zwar gleichzeitig? Lügen die alle und allein der herr Professor Doktor hat noch den durchblick?

Völlig ausgeschlossen ist das nicht. Jedoch irgendwie ein bißchen unwahrscheinlich. Es fällt auf, daß auch die medien aus staaten, die nicht im verdacht stehen, beste freunde der USA oder der EU zu sein, über ähnliche dinge berichten. Interessant wird es, wenn Radio Bejing stolz verkündet, chinesische forscher hätten am Deutschen impfstoff mitgeforscht, RTDeutsch hingegen berichtet, Peking habe selbigen zur »giftspritze« erklärt. In Havanna ist im februar die buchmesse ausgefallen, die ist dort für gewöhnlich immer ein großes ereignis. Haben die Kubaner einfach geschmack an der neuen mode gefunden, großveranstaltungen abzusagen und covid-19 bloß als ausrede vorgeschoben? Kuba und der Iran arbeiten an einem gemeinsamen impfstoff gegen covid. Offensichtlich haben die zuviel geld und gelangweilte forscher, die eine beschäftigungstherapie benötigen. Sonst würden sie keinen impfstoff entwickeln, den niemand braucht, weil die erkrankung völlig ungefährlich ist und als »saisonale grippe« ohnehin schon so gut wie verschwunden ist.

Alle bekloppt auf der ganzen welt, außer den paar genialen durchblickern von der Bitch-Ute-Universität? Das glaube ich nicht.

Mittwoch, 3. März 2021

Wenn medizinische studien verschwinden

Im aktuellen MEGAvideo spricht Christina Alma Emilian über medizinische studien, die verschwiegen werden, weil die ergebnisse nicht den erwartungen entsprechen. Erstaunt hat mich, welche studien häufiger publiziert werden. Make Europa Gscheit Again.

Montag, 1. März 2021

Samstag, 27. Februar 2021

Ist Gunnar Kaiser ein verschwörungstheoretiker? Teil 3

Diesmal geht es um PCR. Und zeitreisen und die kraft der bibel. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2

Dienstag, 23. Februar 2021

Corona harmloser als poliomyelitis?

Kürzlich las ich zur abwechslung einmal mehr den allerseits beliebten corona-grippe-vergleich:
»Die Verantwortlichen können nicht zugeben, dass sie sich geirrt haben, dass Corona schlimm, aber nicht schlimmer, als eine schwere Grippe ist, und dass die Maßnahmen, die so viel Leid angerichtet haben, überzogen sind.«
Wer das gesagt hat und wo, soll hier keine rolle spielen [randbemerkung: kommentare, die darauf abzielen, werden gelöscht]. Es geht eher um den geistigen nährwert dieser aussage. Um die angelegenheit etwas spannender zu gestalten, werde ich corona nicht mit der grippe vergleichen, sondern mit der bis in die zweite hälfte des vergangenen jahrhunderts zu recht gefürchteten poliomyelitis, also kinderlähmung.

Ähnlich wie bei corona verläuft eine infektion mit polio in den meisten fällen symptomlos. Die infektionswege sind zwar unterschiedlich, jedoch ist beides heimtückisch, weil menschen infektiös sein können ohne selbst krank zu sein. Das bedeutet, daß man andere anstecken kann ohne irgendwas zu merken.

Aktuell, stand 22. februar 2021, hat es in Deutschland bisher 2.393.098 bestätigte coronainfektionen gegeben. Stellen wir uns mal vor, was los wäre, wenn die infizierten stattdessen polio gehabt hätten und es keine impfung dagegen gäbe:

4 - 8% der mit polio infizierten entwickeln symptome: halsschmerzen, durchfall, erbrechen, fieber, abgeschlagenheit. 8% der infizierten wären 191.448 personen, die symptome zeigen. Bei diesen symptomatischen patienten kommt es bei 5 - 10%, also bis zu 19.145 zu einer hirnhautentzündung.

Zur paralytischen polio, also der tatsächlichen lähmung kommt es bei ca. 1% aller infizierten, das wären in diesem beispiel bis zu 23.931, von denen 2 - 20% sterben. Das wären hier also im schlimmst anzunehmenden fall 4.787 tote.

An corona verstarben bisher 68.061 menschen. Das sind etwas mehr als 14 mal so viele als es bei polio gegeben hätte. 74.480 hatte so schwere coronaverläufe, daß sie intensivmedizinisch behandelt werden mußten und aktuell liegen 3.030 patienten auf der intensivstation. Dagegen scheinen die zahlen in bezug auf polio ein klacks zu sein.

Waren die altvorderen hysterisch und ist polio in wirklichkeit harmlos gewesen?

Natürlich nicht, es war vernünftig, ein mittel gegen diese krankheit zu suchen und die impfung standardmäßig für alle einzuführen. Irgendwie scheint manchen der sinn dafür abhanden gekommen zu sein, daß es die menschlichkeit irgendwie gebieten würde, möglichst alles dafür zu tun, krankheit, elend und tod abzuwenden. Aber was sind schon ein paar leichen gegen die freiheit und das recht als bazillenschleuder rumzulaufen?

Mich nervt das thema. Und was mich am meisten nervt, sind nicht die einschränkungen, mit denen jetzt alle gezwungen sind zu leben, sondern die selbsternannten »experten« und ihr hyperintelligentes klatschvieh, das gut im nörgeln und besserwissen aber schlecht im denken ist.

Montag, 22. Februar 2021

Foto am montag (458)

Inzwischen längst dahingeschmolzen:
Schneeflocken

Sonntag, 21. Februar 2021

Deutsche sterben nicht mehr an altersschwäche

Als ich letzens eine diskussion las, wurde dort ein youtubevortrag eines herrn Professor Doktor empfohlen. Weil ich wenig lust hatte, mir dessen gesülze gleich zwei stunden lang anzuhören, klickte ich einfach den weiterführenden link und gelangte auf die seite einer wohltätigen stiftung zum spendeneinsammeln. Dort fand ich den text eines unbekannten verfassers:
zitat: »Mehr als 90% der deutschen Bevölkerung sterben nicht mehr an Altersschwäche im eigenen Bett sondern an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs im Krankenhaus oder mit Demenz im Altenheim! Nicht in den Genen, sondern überwiegend im Lebensstil der Menschen, liegen die Ursachen für die chronischen Erkrankungen. Die Auswirkungen einzelner Risikofaktoren addieren sich nicht, sondern multiplizieren sich.«
Nie hätte ich gedacht, daß ich so gefährlich lebe. Weiterhin erfuhr ich, daß mein leben durch tabakmißbrauch, übergewicht und natürlich elektrosmog bedroht sei. Aber ich könne vielleicht noch gerettet werden, unter anderem durch arbeit, schlaf - mir käme es gelegen, der einfachheit halber beides gleichzeitig zu erledigen - und natürlich mikronährstoffe, die man sinniger weise auch gleich dort erwerben könnte.

Bleibt das rätsel offen, zu welcher zeit die Deutsche bevölkerung denn hauptsächlich an altersschwäche im bett gestorben sei, wenn sie das heute zu mehr als 90% nicht mehr tut. Die entwicklung der lebenserwartung der vergangenen 150 jahre sagt, daß der Deutsche »in der guten alten zeit« offensichtlich früh altersschwach wurde, denn die lebenserwarung lag ja nicht bei mitte dreißig bis vierzig, weil niemand älter als fünfundvierzig wurde, sondern weil ein erheblicher teil der menschen bereits mit nicht einmal fünf bereits tot war. Wer mit drei an mangelernährung verstorben ist, hat es später schwer beim überfressen. Und richtig alte, die weit über siebzig wurden, waren wohl auch eher die ausnahme. Der zusammenhang zwischen dem rauchen und krebs ist vermutlich nicht allein deshalb lange zeit nicht aufgefallen, weil die tabakindustrie das natürlich vertuschen wollte, sondern womöglich, weil ohnehin nicht viele sehr alt wurden.

Wie gut, daß es menschen gibt, die sich so sehr um die gesundheit sorgen und sich kümmern, daß wenigstens das portemonnaie nicht an verfettung stirbt.

Freitag, 19. Februar 2021

Überholen ohne einzuholen

Neues vom Haus Baccardi für Realitätsverweigerung. Diesmal im ringen mit der realität in Jebsijames’ schnatterchannel.
Zitat Anselm Lenz:
Was für ein Fiasko für Regierung, Leitmedien und Konzerne: Den früheren »Stützen der Gesellschaft« zerbricht ihre Basis völlig. Ihnen bleiben nur noch Rücktritt, Entschuldigung und die Hoffnung auf ein mildes Urteil.[...]
Mich erinnert das an diese overheadsprache der DDRmedien, die nie müde wurden, den sieg des sozialismus zu verkünden, auch als es längst offensichtlich war, daß es damit vielleicht doch nicht soweit her ist.

Diese regierung konnte ich noch nie ausstehen, aber daß da irgendwas zerbrechen würde, weil es ein paar selbstherrliche, realitätsverweigernde aber laute figuren gibt, die zweifellos ein wahrnehmungsproblem haben und sich wünschen würden, daß was zerbräche, entspricht nicht der realität.
Zitat Anselm Lenz:
[...]sie gestanden nicht ein, dass die Blase platzt, dass sie die Verantwortung tragen und dass sie sich nun um etwas Besseres bemühen würden. Nein, sie kamen stattdessen mit der größten Lüge der Menschheitsgeschichte und einer Kriegserklärung gegen die 99 Prozent der Weltbevölkerung: Die Corona-Grippe sei ein Zombie-Virus, der weite Teile der Menschheit dahinraffen werde, wenn sie nicht alle Grundrechte und Verfassungen brächen, uns alle in Todesängste versetzten, Gewerbetreibende, Arbeiterschaft, Mittelstand, Bildung und Kultur ruinierten, Kinder, Alte, Dienstleister, Wissenschaft und Kulturschaffende zur unproduktiven Verfügungsmasse deklarierten.
Welche blase soll geplatzt sein - hat Lenz aus unerklärlichen gründen vielleicht eine nasse hose? Was faselt der typ da? Was soll ein zombievirus sein? Ich höre seit fast einem jahr Christian Drostens podcast, um ein bißchen was zu lernen. Ich kann mich beim besten willen nicht daran erinnern, daß er je von einem »zombievirus« gesprochen hätte, an dem wir alle sterben müßten. Ein fachbegriff scheint das eher nicht zu sein. Mein eindruck ist eher, daß es - wenn überhaupt - ein »zombievirus« im übertragenen sinne gibt, das manche personen, auch querdenker genannt, faktenresistent macht.

Es ist ermüdend. Eine weitere kotzprobe aus dem text:
zitat Anselm Lenz:
Die Impf-Gurus sind dieselben Mörder, die die sinn- und endlosen Kriege der letzten 30 Jahre angezettelt haben, bei denen es um Ölquellen und Weltherrschaftsfantasien der US-amerikanischen Oligarchen ging, die die Maschinerie des Kalten Krieges bis heute am Laufen halten. Es sind dieselben, die Umweltzerstörung und verhungernde Kinder in der Welt zumindest an mächtiger Stelle mitzuverantworten haben.
Hä?

Da fehlen mir die worte.

Impfguru. Wer soll das sein? Die WHO? Das RKI? Oder das PEI? Die STIKO? Und die zetteln kriege für öl an, weil sie morden und kalten krieg toll finden? Und wer an impfstoffen forscht, ist mörder, weil er krieg, umweltzerstörung und verhungernde kinder gut findet und mächtig genug ist, das mitzuverantworten?

Da gibt es nichts zu verstehen.

Heute wurde in rundbrief nr. 194 noch mal allerhand dünnsinn hinterhergeschoben:
zitat Anselm Lenz:
Wir möchten hiermit nochmals festhalten, dass wir uns zu jedem Zeitpunkt unserer Tätigkeit an geltende Gesetze und Regeln gehalten haben. Wir haben auch rechtlich nicht verbindliche Kodizes wie den Pressekodex jederzeit eingehalten und werden das auch weiterhin tun. Und auch lebensverbessernde Höflichkeiten sind uns wichtig, ein allgemein guter Umgang. Ein Sinn für echte Qualitäten, nicht nur für Ware.
Aha. Mal zur erinnerung was der Pressekodex ist:
1. WAHRHAFTIGKEIT UND ACHTUNG DER MENSCHENWÜRDE
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.

Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.
Nie würde ich behaupten, daß das in den leitmedien immer gegeben wäre. Das ist aber kein grund, frei erfundenes als »tatsachen« auszugeben, weil einem die realen zustände nicht in den kram passen.
2. SORGFALT
Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.
Findet man beim »Demokratischen Widerstand« journalistische sorgfalt und nicht womöglich ungeprüfte gerüchte? Nein, völlig undenkbar.

Weil ich es nicht zu lang machen will, springe ich im pressekodex jetzt zu punkt 14.
14. MEDIZIN-BERICHTERSTATTUNG
Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.
Falschdarstellung von medizinischen themen ist beim »DW« nicht die ausnahme. Es ist programm. Wenn ich dieser darstellung geglaubt hätte, hätte ich sehr wahrscheinlich wirklich angst bekommen.
zitat Anselm Lenz:
Auch eine Lüge kann gestanden werden. Oder bedauerliche Irrtümer eingeräumt. Eigene Ängste zugegeben. – Es geht immer weiter, wir werden als friedliche und freie Menschen immer einen Weg finden, uns zu verständigen – am liebsten im Guten. Nun: Der Virus ist nunmal glücklicherweise keine Todesseuche. Und selbst wenn er es wäre, wir wollten solche Maßnahmen nicht ungefragt befohlen bekommen. Indes, der Finanzkapitalismus kriselt seit Langem bedenklich.
Ja, liebe leute vom DW, wenn bedauerliche irrtümer eingeräumt werden können, DANN TUT ES ENDLICH!

Es hat nichts mit befehlen zu tun, sich und andere vor einer potentiell gefährlichen viruserkrankung zu schützen. Und von maßloser ignoranz, anderen angst oder irrtum zu unterstellen.

Was den bösen »finanzkapitalismus« von allen anderen kapitalismüssen sonst unterscheidet, wissen allein die schwurbler.
zitat Anselm Lenz:
Und, großes Indianerehrenwort: Wir werden nachher nicht immer sagen: Ha, wiihier haben es ja schon immer gesagt... Denn jeder, der die Kurve kriegt, wird gefeiert werden, wird sein Gesicht wahren können, seinen Stolz behalten und sich im Leben wieder gut zurechtfinden.
Ich stelle mir vor, wir hätten keine pandemie, sondern eine flutkatastrophe. Lenz steht bis über beide ohren im wasser und blubbert: »noch nie wurde bewiesen, daß wasser schädlich sein könnte.«

Es ist ja so gesund.

Mittwoch, 17. Februar 2021

Am aschermittwoch ist alles vorbei

Wie ich soeben erfahren habe, verstarb heute die sängerin Françoise van Hove a.k.a. Françoise Cactus. Bekannt war sie mit ihrer band Lolitas und später vor allem mit Stereo Total, die sie in den frühen 90er jahren gemeinsam mit Brezel Göring, dem ehemaligen keyboarder von Haunted Henschel, gründete.

Montag, 15. Februar 2021

Sonntag, 14. Februar 2021

Tricks bei Medikamentenstudien

Es gibt ein neues MEGAvideo. Diesmal allerdings nicht nicht mit Martin Moder, sondern mit Christina Alma Emilian. Ziemlich viel information für ein so kurzes video. Aber man erfährt auch, warum in studien zu impfungen besonders schlecht getrickst werden kann.

Freitag, 12. Februar 2021

Frohes neujahr!

Heute beginnt das Asiatische jahr des rindes. Das Asiatische neujahr wird auch als frühlingsfest bezeichnet. Bei den derzeitigen temperaturen denke ich eher nicht an frühling. Aber ich habe heute nachmittag einen großen entenschwarm ziehen sehen und die wissen es ganz bestimmt besser als ich.

Donnerstag, 11. Februar 2021

Bazillengeburtstag

Im grunde eher bazillennamenstag. Am 11. februar vor einem jahr bekam unser possierliches mitgeschöpf, das kleine, neuartige coronavirus, seinen namen: sars-cov-2.

Die gesamte redaktion des 1-€-blogs gratuliert und wünscht zu diesem jubeltag, daß das kleine miststück mitsamt all seinen mutanten sehr bald auf dem aussterbebett liegen möge.

Wo bleibt eigentlich die von den verschwörungsschwurblern versprochene zwangsimpfung? Ich warte nun schon seit sieben wochen darauf, zum impfen gezungen zu werden, bisher allerdings vergeblich. Diese verschwörungslegende hätte ich gern geglaubt, nur taugt die leider nichts. Ich bin enttäuscht.