Donnerstag, 31. Dezember 2015

Heilix’ aluhütle!

Da denkt man an nichts böses und dann das: wir werden tatsächlich durch chemtrails vergiftet. Und ungerechterweise auch noch zum jahreswechsel.

Merkwürdige muster am himmel und das mitten in der sylvesternacht. Verursacht durch allerlei giftiges zeugs wie strontium, blei, arsen und so.

Ich habe es schon immer gewußt: bei dem giftcocktail muß sich niemand wundern, am 1. januar stets mit kopfschmerzen aufzuwachen, sofern an aufwachen überhaupt noch zu denken ist. Die feinstaubbelastung ist schuld, daß an diesem tag niemand die sonne sieht.

Ich wünsche einen guten rutsch - und daß alle am 1. januar wieder aufwachen. Oder wenigstens allerspätestens am 2. januar.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Schild gefunden

In seinem kabarettprogramm »Tilt! Tschüssikowski 2015« sprach Urban Priol von einer ZDF-seifenoper, in welcher Iris Berben die MerkelIn spielt.

Zitat Urban Priol:
»Iris Berben spielt eine hartherzige kanzlerin. So typ ›böse schwiegermutter‹ aus dem märchen und dann besucht die so ’ne baustelle und dann fällt ihr ein schild auf den kopf. Im krankenhaus wacht se auf, weiß nicht mehr, wer se ist, ist aber auf einmal menschlich gütig. Seit dem such’ ich nach dem schild, das unserer echten auf den kopp geknallt ist. Ich denke mal, mit der suche werd’ ich das ganze nächste jahr noch beschäftigt sein…«

Im kommenden jahr muß niemand dieses schild suchen. Wie immer hat das 1€blog seine korrespondenten zur richtigen zeit am richtigen ort und hat das schild, das der MerkelIn mutmaßlich auf den kopf geknallt ist, bereits gefunden:

Leider nix mit güte oder menschlichkeit. Sondern beschränkter bahnübergang.

Schmierige scheiße

Offensichtlich wurde ich soeben widerrechtlich mit meiner e-mail-adresse beim »sozialen netzwerk« Twoo angemeldet.

Mir war es bisher völlig unbekannt, ich wollte nie etwas damit zu tun haben und ich will, daß das auch weiterhin so bleibt.

Ich hatte eine blödsinnsmail bekommen. Leichtsinniger weise klickte ich, daß ich die auf Deutsch lesen will, das war vermutlich die bestätigung, daß ich da unbedingt hinwöllte.

Die haben mir jetzt ein doofes passwort geschickt, mit dem ich mich NIE, NIE, NICHT, NIEMALS einloggen werde.

Ist vermutlich ein völlig alltägliches problem, das nur zufällig mir neu ist.

Was tun? Ignorieren? Weiß irgendjemand rat?

Freitag, 25. Dezember 2015

Weihnachten auf dem Wedding

Blick über die mitternächtlich dunkle Panke. Allerdings ist es schon am nachmittag so dunkel.


Blick in die finstre Kösliner Straße.


Hinter der hell erleuchteten Müllerstraße geht es über den eher dunklen Nettelbeckplatz.


Vielleicht nicht die schönste gegend für einen weihnachtsspaziergang. Aber immerhin findet sich hier etwas, das es nicht überall gibt:

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachstslied

von Erich Mühsam, 1930

Freut euch Mädels, freut euch, Knaben,
morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinem Sack voll Gaben,
wo sich’s Vater leisten kann.
Doch ist Vater arbeitslos,
Kommt er mit der Rute bloß.

Sparsamkeit heißt die Parole
für das holde Weihnachtsfest.
Spart das Fleisch das Brot die Kohle,
spart, was sich nicht zahlen läßt.
Auch das Reich spart überall –
außer für den Kriegesfall.

»Friede, Friede sei auf Erden«,
singt die Dame fromm im Stift.
Nur laß keinen Film draus werden!
Der ist für das Deutschtum Gift.
Dolch und weiße Maus bereit –
gnadenvolle Weihnachtszeit.

Mit den Löhnen und Gehältern
nieder! Nieder mit Remarque!
Füttert statt mit Fett ihr Eltern,
euer Kind mit Kriegsgeist stark!
Die Entscheidung fällt - wer weiß? –
schneller oft als jeder Preis!

Englein überm Christbaum schweben,
teil aus Wolle, teils aus Glas.
Morgen, Kinder wird’s was geben -
aber fragt mich nur nicht: was?
Einmal wird ganz Deutschland wach –
heißa, dann ist Hitlerkrach!

Samstag, 19. Dezember 2015

Aufruf »für unser land« novemer 1989

Heutzutage wird oft behauptet, nach dem mauerfall hätten die bürger der DDR einhellig nach der dm und der »wiedervereinigung« geschrien. Das war nicht so. Viele wollten die DDR als alternative zur BRD erhalten:
Zitat: »Entweder können wir auf der Eigenständigkeit der DDR bestehen und versuchen mit allen unseren Kräften und in Zusammenarbeit mit denjenigen Staaten und Interessengruppen, die dazu bereit sind in unserem Land eine solidarischesche Gesellschaft zu entwickeln, in der Frieden und soziale Gerechtigkeit, Freiheit des einzelnen, Freizügigkeit aller und die Bewahrung der Umwelt gewährleistet sind.

Oder wir müssen dulden, daß, veranlaßt durch starke ökonomische Zwänge und durch unzumutbare Bedingungen, and die einflußreichen Kreise aus Wirtschaft und Politik in der Bundesrepublik ihre Hilfe für die DDR knüpfen, ein Ausverkauf unserer materiellen und moralischen Werte beginnt und über kurz oder lang die Deutsche Demokratische Republik durch die Bundesrepublik Deutschland vereinnahmt wird.

Laßt und den ersten Weg gehen. Noch haben wir die Chance [...]
«

Zwar habe ich zweifel, daß die chance damals tatsächlich bestanden hätte. In Bonn hatten sie andere pläne, weshalb man die bürger der DDR auch lieber nicht fragte, was sie wollen.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Der mitternachtskrimi

Heute eine literaturverfilmung. »Komm süsser Tod«.



Im grunde bin ich überhaupt keine »krimitante«. Aber wenn Wolgang Murnberger, Wolf Haas und Josef Hader gemeinsam etwas ausfressen, gefällt mir das für gewöhnlich schon. Ich geb’ zu: ich mag Österreichische filme… meistens… oft.

Das drehbuch entstand nach dem gleichnamigen roman von Wolf Haas, der im kommenden februar den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor« erhalten wird. Und das nicht zu unrecht.

Viel spaß beim zusehen.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Worte des evolutionstheologen Björn Höcke

Zitat Björn Höcke:»Die evolution hat Afrika und Europa, vereinfacht gesagt, zwei unterschiedliche reproduktionsstrategien beschert. Sehr gut nachvollziehbar für jeden biologen.

In Afrika herrscht nämlich die sogenannte r-strategie vor, die auf eine möglichst hohe wachstumsrate abziehlt, dort dominiert der sogannte ›ausbreitungs-typ‹ und in Europa verfolgt man großteils die K-strategie, die die kapazität des lebensraumes optimal ausnutzen möchte, hier lebt der ›platzhalter-typ‹

[…] im 21. jahrhundert trifft der lebensfreudige Afrikanische ›ausbreitungs-typ‹ auf den selbstverneinenden Europäischen ›platzhalter-typ‹ […] An dieser stelle ist es angeraten, meiner meinung nach, mal die populationsökologische brille aufzuziehen, um den blick noch etwas zu weiten.

Liebe freunde, der bevölkerungsüberschuß Afrikas beträgt etwa 30 millionen menschen im jahr. Solange wir bereit sind, diesen bevölkerungsüberschuß aufzunehmen, wird sich am reproduktionsverhalten der Afrikaner nichts ändern. […] Die länder Afrikas, sie brauchen die Deutsche grenze, die länder Afrikas, sie brauchen die Europäische grenze, um zu einer ökologisch-nachhaltigen bevölkerungspolitik zu finden.«

Eine wirklich dermaßen verquaste scheiße, die diese bezeichnung auch ehrlich verdient hat, findet man selbst bei der AfD nicht jeden tag.

Zwar bin ich kein biologe, bin aber der auffassung, daß man auch mit normaler allgemeinbildung in biologie dafür kein verständnis haben braucht. Ich habe mal gelernt, daß die r-strategen eher im pflanzenreich oder unter weniger hoch entwickelten tieren zu finden sind, dazu gehören z.b. stechmücken, lurche oder fische, die keine bis wenig brutpflege betreiben, während die K-strategen, zu denen säugetiere wie der mensch, affen oder elefanten gehören, nur vergleichswese wenig nachwuchs bekommen, dafür jedoch brutpflege betreiben, um die überlebenschancen des nachwuchses zu verbessern.

30 millionen menschen »bevölkerungsüberschuß« in Afrika - und nur weil die Europäische grenze offen sei und »der Afrikaner« sich schlimmer vermehre als froschlurche?

Das ist absurd! In Deutschland waren in der zeit vom 18. bis ins frühe 20. jahrhundert frauen mit zehn bis fünfzehn kindern keine ausnahmeerscheinung. Die leute waren nicht aufgeklärt und die medizin nicht übermäßig weit, weshalb viele bereits im kindesalter dahingerafft wurden. Und oft auch nur aus mangelhafter hygiene, die leute wußten es halt nicht besser oder sie hatten nicht die mittel.

Es ist kein ding der evolution, daß binnen weniger generationen die sache völlig anders aussieht. In der kurzen zeit hat sich nicht die biologische veranlagung der Europäer verändert, sondern ihre lebensverhältnisse. Und Afrikanische menschen unterscheiden sich in dieser hinsicht nicht von anderen menschen. Im gegensatz zu Deutschen rechten, die meinen, sie müßten nachkommen mindestens dritteldutzendweise in die welt setzen, obgleich sich seit langem niemand mehr über menschenmangel in der welt beklagt hat. Mir kam zu ohren, daß es in Schnellroda, wo diese goldene rede gehalten wurde, eine AfDmitgliedIn lebt, die neurechts ist und sieben mal geworfen hat. Damit übertrifft sie auch den Afrikanischen durchschnitt und wäre nach Höckes theorie damit alles andere als Europäisch - und schon gar nicht Deutsch. Ist »der Deutsche« doch höher entwickelt als diese r-strategen, die fortwährend eier legen.

Zum schluß noch ein screenshot von neulich aus der Süddeutschen Zeitung:

»Thüringen. So vielseitig wie die natur selbst.«
Aus biologischer sicht ist Höcke in Thüringen so etwas wie ein invasives neozoon: ist dort vermutlich aus versehen eingeschleppt worden, vermehrt sich überdurchschnittlich. Also im prinzip schlimmer als ein ochsenfrosch. Am besten schnell einfangen und wieder in seinem natürlichen biotop in NRW aussetzen, wo es hingehört, vielleicht richtet es dort weniger schaden an. Bloß, was sollen die armen Westfalen mit dem?


Weiteres bitte nachschlagen unter »premiumdenker der gegenwart«

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Grundeinkommen. Sozialismus. Bis neulich.



»Hartz 4, kindergeld, elterngeld, BAFÖG, heißwasserzuschuß, heizkostenzuschuß und jede menge andere kleckersubventionen noch - mit einem riesigen bürokratischen überbau, wo tausende menchen beschäftigt sind das auszurechnen, wer welche ansprüche hat. Das alles ersetzt durch ein einfaches, bedingungsloses grundeinkommen, meine damen und herren.

Das ist keine sozialistische spinnerei, das hat der besitzer der DM-Märkte vorgestellt. Ein erfolgreicher kapitalist der sagt, ›wir brauchen ein bedingungsloses grundeinkommen, damit die menschen sich das leisten können, bei mir arbeiten zu gehen.‹ Lesen sie mal das buch von Götz Werner. Ganz spannend. «

Das buch von Götz Werner ist allerdings spannend. Aus diesem grund habe ich schon öfter darüber geschrieben.

Aber im grunde reicht es schon, sich die von Volker Pispers zitierte aussage Werners, daß es BGE bräuchte, damit die leute es sich leisten können, bei ihm arbeiten zu gehen, mal ganz in ruhe auf der zunge zergehen zu lassen:

Das ist doch ziemlich klar die ansage, daß löhne gekürzt gehören. Wenn man es sich »leisten können« soll, bei DM arbeiten zu gehen, bedeutet das wohl, daß man es nicht des geldes wegen tun soll, sondern auch noch seinen lebenssinn darin finden, an der scannerkasse herrn Werners geld zu zählen.

Das ist doch lächerlich!

***

Am vergangenen wochenende trat der kabarettist Volker Pispers im restlos ausverkauften Tempodrom in Berlin auf. Es gab ein knapp dreistündiges durchaus aufklärerisches programm. Gegen ende stellte er die forderung nach einem demokratischen sozialismus. Unter dem tosenden beifall des publikums. So etwas habe ich auf kleineren, auch eher linken kabarettbühnen in Berlin bisher noch nicht erlebt (nebenher für ortsunkundige: das Tempodrom ist für ein soloprogramm eines kabarettisten geradezu wahnwitzig riesiges haus: das hat ca. 3.500 sitzplätze), daß sich jemand traut, auch bloß auf einer kabarettbühne sozialismus zu fordern.

Nur leider läßt sich auch ein demokratischer sozialismus nicht mit ein bißchen vermögenssteuer hier und ein bißchen grundeinkommen da machen. Die probleme, die Volker Pispers in seinem programm humoristisch aufs korn nimmt, entstehen ja nicht erst durch die ungerechte verteilung, sondern sind ein resultat der produktionsbedingungen.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Kabarett für alle

Der aus der »Anstalt« im zdf bekannte kabarettist Max Uthoff hat, wie ich gerade festgestellt habe, eine durchaus nett gestaltete internetseite.

Das kabarett auf der bühne ist ein durchaus bürgerliches vergnügen. In ein kabarett zu gehen kostet geld und davon sind arme ausgeschlossen. Max Uthoff traut sich, da etwas gegen zu haben.

Der hat den arsch in der hose, bedürftigen einen teil des eintrittsgeldes zurückzuerstatten, wenn sie sich bei ihm melden.

Müssen sich dann halt bloß noch die leute trauen, kabarettkarten zu kaufen, die sie sich eigentlich nicht leisten können und sich bei ihm melden.

Leider verändern kabarettisten die welt nicht. Sonst wäre sie eine bessere.

Freitag, 4. Dezember 2015

Hellseherei

Seit einigen jahren spielen bekannte von mir jede woche lotto. Jedes mal fragen sie mich, ob sie wohl einen gewinn erwarten können. In ca. 99 % der fälle stimmt meine voraussage.

Ich sage nämlich immer, daß sie nichts gewonnen haben. Und immer, wenn ich unrecht hatte, durften sie den gewinn von ca. 7,95 sinnlos verprassen.