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Freitag, 2. Juli 2021

Shake the disease

Eigentlich wollte ich nach UK, wenn ich endlich gegen corona geimpft bin - meine seit einem halben jahrzwölft geplante reise endlich antreten. Aber wenn delta schon dort ist, muß ich da wohl nicht mehr hin. Wie schade.

Samstag, 26. Dezember 2020

Ich werf so gerne dinge aus dem fenster

Youtube ist nicht nur blöd. Ich hab gerade die gute coverversion von einem meiner allzeitlieblingsongs gefunden. Das original stammt von Dauerfisch und war auf dem album »Das Manifest der Legastheniker« von 1989 zu hören, das war eine doppelLP in schniekem, strahlend weißem vinyl.

Jetzt aber Oliver Und Die Blauen Hunde:

Sonntag, 1. November 2020

Das coronalied

Ein lied vom Lumpenpack. Leider wieder aktuell: Auszug aus dem text:

Wißt ihr noch als ›risikogruppe‹
noch ein treffen von brettspielern war?

Und bei manchen konzerten
war freiwillig keiner da.

Leute ihr könnt aufhören all das klopapier zu kaufen
so viel nudeln kann niemand hamstern, um das alles zu verbrauchen.

Der neue bitcoin heißt Barilla.
Wisch dir den arsch mit blattgold ab.
Ich bin das erste mal glücklich, daß ich kaum soziale kontakte hab.
Diese zeit hat mich verändert, sie hat was mit mir getan.
Habe richtig saubre hände und sympathien für Jens Spahn.

Die ganze welt hat jetzt corona
von Wuhan nach Barcelona
von New York bis Katmandu
nickt man sich nur freundlich zu.

Die ganze welt hat jetzt corona
von Moskau nach Pamplona
gibt man sich nicht mehr die hand
doch rückt irgendwie zusamm.

Wenn man selber dran erkrankt ist
geh nur raus mit gutem grund.
Wohnst Du zufällig in Erfurt,
küß’ Björn Höcke auf den mund!«


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Im »lockdown light« laut zu singen.

Ach hätt ich mir doch den begriff »lockdown light« bei zeiten patentieren lassen - ich bin halt leider nicht geschäftstüchtig.

Samstag, 31. Oktober 2020

Sinfonia. Luciano Berio

Als im märz der lockdown kam, spielten die Berliner Philharmoniker die Sinfonia des Italienischen komponisten Luciano Berio ohne publikum, nur für das internet/radio. Gewidmet war die sinfonie Leonhard Bernstein, der sie 1968 mit den New Yorker Philharmonikern uraufführte. Ich war sehr traurig, weil ich nicht in der Philharmonie dabei sein konnte, sondern nur im internet. Diese musik ist genau meine richtung.

Und weil es im herbst und winter leider keine philhamonischen konzerte geben wird, gibt es hier jetzt die schönste version der »Sinfonia«, die ich gefunden habe. Es ist das Chicago Symphony Orchestra unter der leitung von Pierre Boulez. Leider hat die aufnahme ein grauenhaftes netzbrummen, die konzertmitschnitte ohne brummen fand ich von der musik her aber nicht so gut. Hört halt selbst.

Sonntag, 26. Juli 2020

Keine party

Hier wurde im vergangenen jahr bereits gezeigt, wie man in diesem jahr tanzen sollte. Erstaunliche voraussicht. Mir gibt das video ein bißchen zu denken, die schönsten parkplätze und parkplatzauffahrten und so in Berlin scheine ich zu kennen. Womöglich sollte ich ernsthaft über einen ortswechsel nachdenken. Aber wohin?

Donnerstag, 16. Juli 2020

Ich habe besseres zu tun

Punk sei dank gibt es seit letzter woche einen sommerhit: Drostenfans erkennt man natürlich auch immer an den schönen haaren - selbst dann, wenn sie eine glatze haben.

Samstag, 13. Juni 2020

Sonnabend, der 13.

ohne große worte: ---- [also, ehrlich gesagt, ich find diese neue oberfläche bei blogger weitgehend moppelkotze - vielleicht find ich gleich sämtliche vorzüge und bin dann völlig begeistert!]

Dienstag, 31. März 2020

Die tote stadt

Wenn ich derzeit durch Berlin laufe, habe ich das gefühl die stadt sei tot. Das hat mit dieser oper allerdings nichts zu tun. Uraufgeführt 1920, hätte modern sein können ist allerdings spätromantisch.



Ist nicht ganz meine richtung. Wenn nichts dazwischen kommt, gibt’s demnächst was, das definitiv meine richtung ist.

Everyday is like sunday



Dazu muß ich wohl wirklich nichts sagen.

Sonntag, 29. März 2020

Symphony No. 1

Zum tode Krzysztof Pendereckis (23. November 1933 - 29. März 2020) die Symphony No. 1, welche 1972/73 komponiert und im juli 1973 vom London Symphony Orchestra uraufgeführt wurde. Damals galt er als einer der bedeutenden avantgardistischen komponisten.

Samstag, 14. März 2020

Zwei konzerte

Freunde moderner musik haben heute abend ab 19 uhr die qual der wahl:

Entweder die Digital Concert Hall der Berliner Philharmonie. Dort gibt es heute einen kostenlosen stream, weil die Philharmonie  bis 19. april geschlossen ist und sie so zumindest ein virtuelles publikum haben. Dort dirigiert heute Sir Simon Rattle Luciano Berio und Béla Bartók . Man muß sich dafür nur kostenlos mit Namen und eMail registrieren und schon hat man zugang.

Oder im Deutschlandfunk Kultur »Al gran sole carico d’amore« von Luigi Nono live aus dem Staatstheater Mainz. »Al gran sole carico d’amore« ist Nonos revolutionsoper, unter anderem mit texten von Fidel Castro, Che Guevara, Lenin, Karl Marx, Brecht.

Wenn es derartige musik frei haus gibt, muß man sich nicht grämen, daß zahlreiche veranstaltungen ersatzlos gestrichen wurden. Hoffentlich bricht das internet nicht zusammen, wenn jetzt das ganze feierwütige partyvolk netflixen »muß«, anstatt den leuten unterwegs auf den geist zu gehen.

Freitag, 24. Januar 2020

GUZ

Leider hat in den letzten tagen nicht nur Terry Jones (Februar 1942 - Januar 2020), freunden komischer filme bekannt als mitglied der Monty Pythons, ins gras beißen müssen, sondern wie der Schweizer Tagesanzeiger bereits gestern meldete auch Oliver Maurmann (Dezember 1967 - Januar 2020), freunden komischer musik besser bekannt als Olifr M. Guz oder einfach nur GUZ. In Deutschland war er dem publikum hauptsächlich als sänger und gitarrist der Aeronauten bekannt, er spielte aber auch bei zahlreichen anderen bands, wie Freds Freunde, Raumpatrouille Rimini, the Hunchbacks, nur um einige zu nennen. 1997 erschien »Anthology 1984 - 95«. Auf dem CDinlay stand »daß diese CD gut ist, sieht man schon an der hülle,« deshalb mußte ich sie unbedingt haben. Der ton war mäßig, wie bei so vielem, das mit einem vierspurrekorder auf kompaktcassette produziert wurde, die musik aber gut und die texte größtenteils lustig.




Im jahr 2008 sang er »irgendwann bin ich würdevoll und alt.« Schade, daß es nicht so weit gekommen ist.

Freitag, 29. November 2019

Tote Katzen im Wind

Tatsächlich gibt es Holger Oley, freunden der DDRindependentmusik als sänger der band »Die Zucht« bzw. »Die Art« und diverser nachwendeprojekte bekannt, heute 60 jahre. Die redaktion des 1€blogs gratuliert.



Der text klingt ziemlich nach Pratajev. Von Pratajev gefiel mir folgenes besonders gut:

»Im Herd ein Hund, knusprig gebacken.
Das Fell gemacht zu Kappen und Jacken,
Der Schwanz im Hause als Besen kehrt -
Hund, oh Hund. Du wirst von allen verehrt!«

Sonntag, 24. November 2019

Kohlenstoff-Limbo

Soll nur mal einer sagen, daß »früher« nicht vielleicht doch alles besser gewesen wäre.



»Hanky-panky, hüftenschwenken
ohne Dich nich auszudenken,
ich sag nein zu chlor und brom.
Und sag danke, kleines kohlenstoffatom,
Du alte organische substanz.
Laß die andern molekühle stehn
und tu’ mit mir den limbo-tanz.«

Kohlenstoff gilt heute als das böse schlechthin. In den nullies durfte man sich wenigstens noch seiner kohlenstoffbasierten existenz freuen. So was darf man heute ja gar nicht mehr denken, sonst steigen einem stampede die klimarebellen auf den balkon.

Sonntag, 16. Juni 2019

Quatuor pour la fin du temps

Mein kommentar zur oberbürgermeisterstichwahl in Görlitz:



Olivier Messian: »Quartett für das Ende der Zeit«. Komponiert und uraufgeführt 1940/41 im Stammlager VIII-A in Görlitz.

Sonntag, 24. Februar 2019

Alban Berg: Lulu

Vor vierzig jahren wurde Alban Bergs im 3. akt unvollendete oper Lulu erstmals in der von Friedrich Cerha fertiggestellten version aufgeführt.

An dieser stelle die originalversion unter der leitung von Pierre Boulez:



Das libretto stammt von Alban Berg nach texten von Frank Wedekind. Wedekind war gesellschaftskritisch, seine texte galten häufig als anstößig und wurden wegen sittenwidrigkeit zensiert.

Sicherlich nicht musik für jeden. Aber sehr interessant.

Sonntag, 20. Januar 2019

Ultraschall

Im grunde fängt das jahr erst so richtig an, wenn das Ultraschall-Festival stattfindet. Das ist ein festival für Neue Musik. Das gibt es inzwischen seit zwanzig jahren und hoffentlich noch sehr lange.

Andreas Göbel, der kurator des festivals sagte im interview dazu folgendes: »Aber die Neue Musik ist so faszinierend, so verschieden und so spannend. Man muss nicht unbedingt vorher viel darüber wissen. Das Einzige, was man braucht, ist Neugier, sich einlassen wollen auf etwas Neues.«

Genau das ist’s, was mir am Ultraschall spaß macht, einige komponisten oder stücke kenne ich - und möchte das einmal live auf der bühne erleben. Das meiste kenne ich nicht, für mich ist das eine gute sache, musik zu hören, die ich nicht kenne. Solche überraschungskonzerte sind genau mein fall, weshalb ich mich gestern abend beim radiohören ärgerte, daß ich einmal mehr zu faul war, einfach hin zu gehen.

Zum glück ist heute abend auch noch ein tag. Wenigstens das abschlußkonzert. Man kann es ab 20 uhr auch live im Deutschandfunk Kultur hören.

Das eröffnungskonzert kann aber auch nachgehört werden. 

Viel spaß damit!

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Deutsche Sinfonie

»Oh Deutschland bleiche Mutter,
wie bist Du besudelt
mit dem Blut Deiner besten Söhne!«

B.Brecht

Komposition von Hanns Eisler.



Noch ein wenig kultur. Ein konzert vom oktober 1987 aus dem Konzerthaus Berlin. Eine aufnahme, die ich zufällig gefunden habe und die ich bisher noch gar nicht kannte. Nach dem spätromantischen zeug vom sonntagabend sollte auch mal was modernes folgen - und das hier ist recht ordentlich zwölftönend.

Entstanden ist die »Deutsche Sinfonie - An Antifascist Cantata« in den jahren zwischen 1935 bis 1957. Die uraufführung fand 1959 in Berlin statt.

Sonntag, 30. September 2018

Ab 19 uhr: premierelivestream

Gerade entdeckt: ab 19 uhr wird aus der Komischen Oper Berlin die premiere der oper »Die tote Stadt« von Erich Wolfgang Korngold kostenlos im internet übertragen. Uraufgeführt wurde das stück 1920.

Zum livestream geht es hier

Nachtrag:
Wer es im livestream verpaßt hat, kann es sich noch ein halbes jahr lang bei youtube anschauen:

Mich hat das interessiert, weil Korngold mir eher als komponist für filmmusik geläufig war und ich wissen wollte, was der eigentlich sonst komponiert hat. (Spät)romantik ist nun eher nicht meine richtung, aber das hier ist wirklich absolut hörens- und sehenswert.