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Donnerstag, 24. Dezember 2020

Kohlrabenschwarz

Zu weihnachten bekam ich das hörspiel Kohlrabenschwarz geschenkt. Das hat den vorteil, daß man es kontaktlos aus dem internet runterladen kann, weder wurde der paketbote vor weihnachten zusätzlich gequält noch mußte virenübertragung befürchtet werden.

Im grunde ist Kohlrabenschwarz fast so etwas wie eine düstere variation der Tschechoslovakischen kinderserie »Die Märchenbraut«, die um das jahr 1980 im fernsehen lief und in der figuren und gegenstände aus der mächenwelt in der realen welt der gegenwart auftauchen, allerdings für erwachsene, also wesentlich makaberer, weil eher die blutige seite der märchen, sagen und legenden gezeigt wird, gemischt mit klamauk und witz, wie er vielleicht auch im Münsteraner Tatort vorkommen könnte, nur eben auf Bayrisch.

Nachdem im beschaulichen Oberbayern plötzlich vermehrt mystriöse verbrechen begangen wurden und der teufel los zu sein scheint, nimmt ein skuriles team, bestehend aus einem psychologen, der eigentlich als seelsorger für gewaltopfer und deren angehörige arbeitet, dessen exfrau, deren neuem freund, einem pfarrer und einer polizistin die ermittlungen auf eigene faust auf.

Abgründe tun sich auf, denn wer glaubt heutzutage schon noch, daß plötzlich unter anderem der kraxlmann umgeht und die unartigen kinder mitnimmt und womöglich sogar frißt?

Das buch schrieben Tommy Krappweis und Christian von Aster. Als erzähler hört man Götz Otto und in den hauptrollen Michael Kessler als psychologe Stefan Schwab, Bettina Zimmermann als seine exfrau, die etwas esoterisch angehauchte Susanne Schwab, Jürgen Tonkel als pfarrer Franz und Bettina Lamprecht als polizistin Anna Leitner, die sich mit der ganzen angelegenheit nahezu die karriere versaut.

Gibt’s übrigens nicht nur bei audible, sondern auch anderswo, wo man legal hörspiele runterladen kann - bei iTunes ist es sogar etwas günstiger.

Insgesamt würde ich sagen, es war ein sehr unterhaltsamer heiligabend.

Fröhliche weihnachten!

Samstag, 5. Dezember 2020

Doch noch was zum taubenthema

Bei »quer« lief die woche ein beitrag zu den straßentauben in München [im video ca. ab minute 35:16] Ob es eine schlaue idee ist, männliche straßentauben zu sterilisieren, sei dahingestellt. Ich sehe jeden tag tauben und ich kann da nicht sagen, welche gockel oder henne ist, das erkennt man nur am balzverhalten. Wie sollte man da die täuberiche einfangen?

Was mich an dem film geärgert hat, ist, daß einmal mehr behauptet wird, der mensch habe denen das fortwährende eierlegen überhaupt erst angezüchtet. Brieftaubenzüchter wollen das nicht. Die tauben sollen nicht ihre gesamte energie für die brut verballern, die sollen möglichst weite strecken fliegen. Und das können sie nicht, wenn sie fortwährend brüten. Über die graphische darstellung, daß in dem film taubennester mit drei eiern gezeigt werden, muß ich mich nicht weiter aufregen. Tauben können nicht bis drei zählen und legen fur gewöhnlich nur zwei eier. Aber manchmal ist auch was egal.

Zusätzlich noch eine kleine anekdote aus dem privatleben: Als ich vor etlichen jahren mal im frühjahr verreist war, lagen als ich nach hause kam zwei strahlend weiß gefärbte ostereier auf dem balkon in einem meiner blumentöpfe. Es war tatsächlich gerade ostern gewesen und ich wunderte mich einen moment lang, wo dieses osternest herkommt. Einige sekunden später begriff ich, daß zu den zwei eiern zwei tauben gehören. Ich brachte es nicht über mich, sie rauszuwerfen und dachte, daß es an sich doch niedlich ist, wenn die auf meinem balkon brüten. Es war im wahrsten sinne des wortes eine scheißidee. Beim frühstück und beim abendessen kackenden tauben zuzuschauen, ist nicht sehr hübsch. Die beiden küken waren extrem dämlich. Sie bekamen die namen Schlaftablette und Hackepeter. Als sie flügge geworden waren, habe ich die taubenfamilie »entmietet«. Sie haben mir über monate hinweg alle paar tage ein frisches ei auf den balkon gelegt. Leider habe ich mich nicht getraut, die einfach zu essen, obwohl taubeneier hervorragend schmecken, aber ich befürchtete, daß die irgendwas haben könnten, womit man sich infizieren kann.

Sonntag, 5. April 2020

Boni für pflegekräfte

Laut ministerpräsident Söder sollen pflegekräfte in Bayern 500€ bonus erhalten. Ob der eine einmalige leistung sein soll oder zukünftig monatlich gezahlt werden soll, blieb bisher unklar. Außerdem bekommen die beschäftigten in allen krankenhäusern, pflege- und seniorenheimen kostenlose verpflegung. Das muß man eher als strafe betrachten, sofern sie den gleichen fraß vorgesetzt bekommen wie die patienten. Zitat eines insassen dieser einrichtungen: »An manchen tagen denke ich, schlimmer als heute kann das essen nicht mehr werden. Aber gleich am nächsten tag muß der koch mir beweisen, daß es noch scheußlicher geht.« In Berlin hat es zur krankenhausverpflegung vor einiger zeit eine studie gegeben, bei der herauskam, daß der schmatzkatz nicht bloß unlecker sondern auch regelrecht ungesund ist.

Die Grünpartei fordert eine »gefahrenzulage« von 500€ monatlich für die mitarbeiter im ärztlichen und pflegerischen sektor - und sogar steuerfrei. Total nett von den Grünen! Wären sie bloß damals nicht an der Bundesregierung beteiligt gewesen, als die steuerfreiheit für schichtzuschläge abgeschafft wurde. Begründet wurde das damit, daß auch spitzenverdiener da begünstigt würden, gelitten haben darunter hauptsächlich nicht-ganz-so-toll-verdiener aus berufen, die wir seit einigen wochen modern als »systemrelevant« bezeichnen. Wenn ich zeit habe, gehe ich mal in den keller und lache über die Grünen.

Samstag, 1. Februar 2020

Der B.Scheuer-t-Andi mal wieder

Ein Bayrisches satire-magazin hat den B.Scheuer-t-Andi als »Minister Mühlstein« bezeichnet. Der Söder Markus hätts gsagt. Das ist diskriminierend und herabwürdigend.


Und zwar für mich. Ja, leben die in dem Bayern da drunten nur noch von feinstaub?

Sonntag, 17. November 2019

Berliner luft!

Es gibt luft. Ja sogar saubere luft.

Dieser automat für luft steht vor dem Bundesverkehrsministerium. Soll nur mal einer sagen, der B.Scheuer-t-Andi alias Feinstaub-Andi täte nix für saubere luft.

Jetzt müßte er nur noch meinen flügellahmen Pegasus reparieren, damit die saubere luft auch wieder in den pneus bleibt und schon wäre die welt so gut wie gerettet. Na, die welt vielleicht nicht, aber doch wenigstens der Pegasus und das wäre auch schon mal was.

Donnerstag, 11. Juli 2019

Benimmregeln für beutegreifer

Etliche jahre nach dem »problembären« Bruno könnte ein neuer bär nach Bayern eingewandert sein. Hoffentlich hält er sich an die regeln.

Sonntag, 15. Juli 2018

Dienstag, 12. Juni 2018

Bayern bald schön wie die DDR?

Zwar hat Bayerns umweltminister, Dr. Marcel Huber, keine »blühenden landschaften« versprochen, aber immerhin einen »Blühpakt Bayern«.

Da können die Bajuwaren mit sicherheit vom osten eine menge lernen.

Sonntag, 1. April 2018

Seehofer solidarisiert sich mit problembär

Einem bericht der tagesschau zufolge möchte der neue heimatminister Horst Seehofer den braunbären in Deutschland wieder ansiedeln, schließlich gehöre der bär zu Deutschland.

Ganz im gegensatz zum waschbär, der zu den unerwünschten tieren gehört, weil er in Deutschland nicht heimisch sei.

Dieser freche Ami soll in Deutschland keine zweite heimat finden, weil er widerrechtlich Deutsche haustiere anfällt.
Aber gegen einen braunbären habe der waschbär ohnehin keine chance.

Sollte es jedoch gefährder unter den neuangesiedelten braunbären geben, sollten diese beobachtet und möglicherweise abgeschoben werden.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Blaugrüne koalition

An sich hatte ich im märz bereits gemutmaßt, daß bei den kleingeistigen erstaunlich schnell zusammenwächst, was zusammengehört.

Das scheint sich nach der EUzulassung des herbizids glyphosat schneller zu bewahrheiten als gedacht: die GRÜNpartei will mit hilfe der AfD ein nationales verbot durchsetzen.

Beiden parteien ist gemeinsam, daß sie nicht auf aufklärung setzen, wofür glyphosat überhaupt verwendet wird und welche vor- und nachteile mit der anwendung einhergehen. Sie schüren hauptsächlich diffuse ängste. Und daß die AfD das auf bestimmten gebieten besonders gut kann, dürfte hinlänglich bekannt sein. Mit sowas macht man sich natürlich gern gemein.

Zum thema glyphosat gab es übrigens letztens einen lesenwerten beitrag von Stefan Rose.

Samstag, 26. August 2017

Das fortschrittlichste land der welt: Bayern

Zumindest war Bayern auf den tag genau vor 210 jahren, also am 26. august 1807, das fortschrittlichste land er welt, denn an diesem tag führte Bayern als erstes land der welt die impfpflicht gegen pocken ein. Das war eine weltneuheit.

Leider starben nach dieser ersten impfpflicht noch sehr viele menschen an den pocken, denn eine weltweite impfpflicht gab es erst 160 jahre später, im jahr 1967. Diese konnte bereits neun jahre später für einige staaten gelockert werden, zehn jahre später gab es die letzten an pocken erkrankten in Somalia. 1980 war dank des konsequenten impfprogramms die welt pockenfrei.

Das gleiche hätte es für die masern geben können. Der Amerikanische kontinent ist, bis auf eingeschleppte fälle, von Alaska bis Feuerland masernfrei.

In Europa hingegen sterben leider immer noch menschen an den masern, weil ein konsequentes impfprogramm in bananenrepubliken wie Deutschland nicht durchführbar ist.

Donnerstag, 17. November 2016

Verwaltungsgericht München lehnt asyl für US-deserteur ab

Heute wurde der asylantrag des 2007 aus der US-armee desertierten André Shepherd abgelehnt.

Er habe dem gericht nicht glaubhaft machen können, bei einem weiteren einsatz im Irak auch nur indirekt in kriegsverbrechen verwickelt werden zu können. Daß Irakkrieg und die folgende besetzung des landes völkerrechtswidrig gewesen sein könnte, wollte das gericht nicht überprüfen.

Und schon gar nicht an einem tag an dem der friedensnobelpreisträger aus den USA in der hauptstadt weilt.

Sonntag, 6. November 2016

Ein heiliges wunder

Neulich im Bayernfernsehen gesehen:


Mich hat das gleich an Braunschlag erinnert. Am heiligen wunder darf nicht gerüttelt werden - wäre schlecht für den tourismus und schlecht fürs geschäft.

Freitag, 2. Oktober 2015

Fünf fragen zu den FNL

Heute fand ich eine als »repräsentative umfrage« getarnte nationalismuswerbung der MDM Münzhandelsgesellschaft in Braunschweig im briefkasten.
Man soll eine Deutsche gedenkmünze erwerben. Natürlich zum »dankeschön sonderpreis«, weil man brav die Deutsche einheit bejubelt. Ich möchte weder eine münze noch jubeln, aber die fragen trotzdem vollständig beantworten:
»1. Wo haben Sie die Feiern zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erlebt?«
o Zuhause
o Ich kann mich nicht erinnern
o Auf einer öffentlichen Veranstaltung
o ________
Tierpark Friedrichsfelde. Die Sibirischen tiger konnten trotz Deutschnationaler euphorie die absperrungen nicht überwinden und wurden gehindert, in Westberlin zu feiern.

Ich allerdings habe keinen grund zum feiern gesehen und habe den tag verschlafen.
»2. Welches Ereignis im Verlauf der Wiedervereinigung hat Sie am meisten berührt?
o Der Fall der Mauer am 9. November 1989
o Die Einführung der D-Mark am 1. Juli 1990
o Die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990
o ________«
Was mich damals ehrlich berührt hat, war die ruinierung einer gesamten volkswirtschaft in so kurzer zeit und die rasant ansteigende zahl der arbeitslosen und kurzarbeiter von 0 auf mehr als 2,3 millionen innerhalb weniger monate.

»3. Was ist Ihrer Meinung nach in den Neuen Bundesländern heute besser als in der DDR?
(Mehrfachnennungen möglich)
o Mehr Demokratie
o Wirtschaftliche Situation
o Meinungsfreiheit
o Ich sehe keine Verbesserung
o ________«
Die schönen JobCenter, die überall entstanden sind, die der rückständige DDRstaat nicht hatte. Und natürlich, daß wer nicht berechtigt ist, auch gar nicht über so einen schnickschnack wie reisefreiheit nachdenken muß.

Außerdem wurden die leute mit BILD und Superillu beglückt.
»4. War der Zeitpunkt für die Wiedervereinigung richtig gewählt?
o Ja
o Nein, die Wiedervereinigung kam zu früh
o Ich bin mir nicht sicher
o ________«
Warum überhaupt »wiedervereinigung«? Ein Deutschland ist gut aber besser sind zwei!
»5. Sind wir Ihrer Meinung nach heute wirklich ›ein Volk‹?
o Ja
o Nein, es gibt noch unterschiede zwischen Ost und West
o Ich bin mir nicht sicher
o ________«

»Die Deutschen« sind noch nie ein volk gewesen: Bayern und Friesen, zum beispiel, haben weder eine gemeinsame kultur noch eine gemeinsame sprache. Wenn dann auch noch ein Sachse hinzukommt, herrscht Babylonische sprachverwirrung. Allerdings wird »volk« über die herrschaft definiert, der es unterstellt ist. Und da sind regional- oder klassenunterschiede egal.

***

Auch in diesem jahr ist der untergang des sozialismus nicht unbedingt ein grund zum feiern.

Samstag, 12. September 2015

CSUminister bei richtiger aussage ertappt

Gestern gab der entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) dem inforadio des rbb ein erstaunliches interview. Ausnahmsweise müssen den Afrikanischen staaten nicht noch mehr waffen geliefert werden, wie einst FJS oder Rheinmetallminister Niebel feststellte, sondern gesetze her:
Zitat Müller: »[…]Freie marktwirtschaft heißt das recht des stärkeren. Und das heißt, haben wir recht, als Europäer und Deutsche das recht Afrikanische staaten auszubeuten?[..]«
Er kommt sogar darauf zu sprechen, daß der wohlstand der G7staaten für das elend in Afrika verantwortlich ist, weil die preise, die auf dem markt gezahlt werden, keine existenzsichernden löhne hergebe, und daß das ausbeutung der menschen und ausbeutung der natur sei.

Das erinnert mich an den ehemaligen wirtschaftsminister Rainer Brüderle. Der hatte im Oktober 2010 offenbar tief in eine Pfälzer weißweinflasche geschaut, auf deren grund er die wahrheit entdeckte, daß armut irgendwie auch etwas mit schlechter bezahlung zu tun haben könnte, und daß man die fleißigen arbeiter mal besser bezahlen sollte.
Zitat Brüderle: »Den fleißigen Menschen in unserem Land gehört der Wirtschaftsaufschwung. Er sollte daher nicht an ihnen vorbeigehen. Über die Lohnerhöhungen entscheiden natürlich die Tarifpartner. Das habe ich immer betont. Gleichzeitig gilt aber auch: Leistung muss sich lohnen. Das gehört zur sozialen Marktwirtschaft. Und das darf sich in guten Zeiten auch in den Tarifabschlüssen niederschlagen.«
Im darauffolgenden mai war es vorbei mit der wirtschaftsministerei, weil das natürlich gar nicht gut ins konzept paßte. Ich bin gespannt wie lange sich der herr entwicklungsminister mit seinen menschenfreundlichen ideen, die »marktwirtschaft« sozial zu regeln, im amt halten wird.

Die inländische wie ausländische armut hat die selbe ursache: kapitalismus. Man darf es nur nicht sagen.

Mittwoch, 26. August 2015

Willkommen im kollektiven freizeitpark. Oder: mal wieder »kritischer journalismus« in der FAZ.

Neulich berichtete Dietrich Creutzburg in der FAZ, daß es in Deutschland sehr viel bezahlte freizeit und zudem hohe löhne gäbe.

Das hat eine aktuelle studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft im auftrag der Bayrischen arbeitgeberverbände »bewiesen«, denn wenn man den tariflich gewährten urlaub von 30 tagen mit den in Bayern durchschnittlich 10 feiertagen im jahr addiert, kommt man auf »stolze« 40 bezahlte ferientage.

An sich könnte es einem bezahlten qualitätsjournalisten auffallen, daß viele arbeitnehmer gar keinen tariflichen urlaub mehr bekommen. Sondern nur noch den gesetzlichen mindesturlaub von 24 werktagen. Die urlaubsberechnung nach werktagen geht von einer sechstagewoche aus. Das bedeutet, daß jemand der keinen tariflichen urlaub, sondern bloß gesetzlichen hat, keine sechs wochen jahresurlaub kriegt, sondern bloß vier. In Berlin gibt es auch keine »durchschnittlich zehn« feiertage, sondern insgesamt bloß neun. Von denen fünf auf einen ohnehin arbeitsfreien tag fallen können.

Aber selbst wenn jemand auf diese 40 bezahlten freien tage kommt, stehen dem rund 240 arbeitstage gegenüber. Das bedeutet sechs mal so viel lohnmaloche wie schaffen im eigeninteresse.

Liebt man nun den chef, dem man den großteil des lebens widmet oder den lebenspartner, die kinder, die freunde, die freizeitbeschäftigungen, für die man immer zu wenig zeit hat?

Wer diese zustände bejubelt, muß schon einen gehörigen sprung in der schüssel haben.

Sonntag, 8. Februar 2015

Notarzt soll wegen blaulichteinsatz fahrerlaubnis verlieren und strafe zahlen

Bei manchen nachrichten, glaubt man kaum, daß sie echt sein könnten. Ein NOTARZT, der ein kind retten wollte, soll sich dafür verantworten, daß er andere verkehrsteilnehmer GENÖTIGT habe.

In meiner ersten fahrstunde passierte es, das an einer ampel ein krankenwagen auftauchte und ich spontan in eine parkbucht fuhr, die zum glück frei war. Der fahrlehrer fragte »was machst Du da?« - »ich mache platz, damit der blaulichtwagen durchkann«. Der fahrlehrer sagte, daß ich völlig richtig gehandelt habe. Und daß ich mir merken soll, daß ich es vielleicht mal eilig haben könnte, ein notarzt im zweifelsfall noch eiliger.

Wer es nicht akzeptiert, für notärztliche einsätze für eine minute an den straßenrand zu fahren, hat vermutlich einiges nicht begriffen.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Blasphemie: christen kaum humorvoller als moslems

Neues aus Dinkelsbühl. An sich sollte das plakat für die Sommerfestspiele Dinkelsbühl werben, auf dem unter anderem das musical »Jesus Christ Superstar« aufgeführt werden soll. Auf dem plakat sind drei gekreuzigte vor einem sonnenuntergang mit der unterschrift »Sichern Sie sich die besten Plätze!« zu sehen.

Bildschirmfoto Süddeutsche Zeitung
Das geht vielen christen zu weit. Dem intendanten des landestheaters Dinkelsbühl, Peter Cahn, wird blasphemie vorgeworfen, denn er mache sich über die kreuzigung jesu lustig, menschenverachtend sei es, dazu aufzufordern, sich dabei die besten plätze zu sichern. Überhaupt müsse das stück vom spielplan gestrichen werden, denn man dürfe sich nicht über einen allmächtigen und liebenden gott lustig machen.

Bleibt wie immer die frage offen, warum ein liebender und allmächtiger eigentich menschenverachtendes wie kreuzigungen zuläßt und ob es nicht eine merkwürdige angewohnheit ist, derartiges anzubeten.

Eine aufführung der rockoper »Jesus Christ Superstar« habe ich als jugendliche mal im theater gesehen. Das stück ist dermaßen blasphemisch, daß es sogar schon auf Radio Vatikan lief.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Die einzigen vernunftbegabten wesen

In Bayern ist gestern kein sack reis umgefallen, sondern der parteitag der CSU zu ende gegangen. Ein leitantrag der parteispitze war, daß zuwanderer sich mit »Bayrischen werten« identifizieren sollen und »im täglichen leben Deutsch sprechen sollten«.

Es ist ziemlich überraschend, daß so etwas ausgerechnet aus einer partei kommt, deren mitglieder vermutlich zu 90% selbst kein Deutsch sprechen. Wahrscheinlich muß es bald auch integrations- und Deutschkurse für Baiuwaren geben.

Da wäre es eigentlich an der zeit, den Seehofer Horst fort zu jagen. Die Chinesen haben das vor einigen wochen schon geschafft.

Aber die sind bekanntermaßen die einzigen vernunftbegaten wesen: