Montag, 22. Oktober 2018

Foto am montag (338)

Heute gab es feldsalat mit fleischbeilage:
Die fleischbeilage habe ich dann aber doch lieber laufen lassen, die war ja noch so klein:

Kommentare:

  1. Ich habe keine Idee, was Schnecken so attraktiv macht.
    Hier gibt es die auf den Märkten mit Knoblauchbutter in ihrem Gehäuse angeboten oder als Pesto zum stippen verarbeitet.
    Weil sie sich enorm gut vermehren, werden sie hier auch gesammelt, so nebenher beim täglichen Spaziergang.

    Erinnert mich noch an meine Zeit als Auszubildender. Meine Mutter bereits vom Krebs dahingerafft, als mein Vater begann, sich für die Hochkultur der französischen Küche zu interessieren.

    Obwohl ich bereits ohne durchschlagenden Erfolg nicht auf Fleischkonsum getrichtert werden konnte, trotz körperlicher Einschläge, gab es dann dennoch diese zaghaften Versuche meines Vaters mich mit Schnecken und Muscheln zu überzeugen. Ich habe so eine Schnecke nur einmal im Mund gehabt und das Gefühl, ich würde auf einer Kaugummimasse herumkauen.

    Wer daran Geschmack hat und auch in der Auswahl seiner Ernährung keine Einschränkungen erlauben will, dem kann ich Frankreich nur empfehlen. Vom Singvogel bis zum Pferdefleisch ist hier alles gegen Geld zu erwerben.




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    1. Schnecken habe ich nur einmal probiert, das war während des schüleraustauschs in Frankreich. Das waren diese napfschnecken aus dem Atlantik - vom geschmack her sehr interessant, von der konsistenz eher wie kaugummi, sehr zäher kaugummi aber.

      Das ist doch keine frage, weshalb schnecken für menschen attraktiv sind. Menschen sind wie ratten, wildsäue oder waschbären nahrungsgeneralisten und können alles essen, was ungiftig ist und schmeckt. Wenn man gartenbau betreibt, sind schnecken schädlinge - wobei weinbergschnecken ein sonderfall sind. Da ist es nicht völlig dumm, das ungeziefer einfach zu essen, anstatt es zu vergiften. In Nordhessen wurden bis ins 20. jahrhundert sogar maikäfer gegessen. Bei armen gab es sie in der suppe, für reiche wurden sie als naschwerk kandiert. Wären die viecher heute nicht so selten, wäre das vermutlich eine beliebte, saisonale und regionale delikatesse, für die man teuer geld bezahlen muß.

      Von nahrungstabus halte ich nichts. Allerdings mit einschränkungen: geschützte oder seltene lebewesen gehören nicht auf den speisezettel - und das gilt für pflanzen, pilze und tiere gleichermaßen. Mit pferdefleisch habe ich überhaupt kein problem, diese tiere sind nicht vom aussterben bedroht, kann man problemlos essen, sofern es einem schmeckt, ein eselsohr hingegen würde ich nicht essen. Das eselsohr ist ein seltener pilz, der eßbar und wohlschmeckend sein soll und dem ich auch schon begegnet bin. So etwas seltenes ist schützenswert. Ortolane heißen in Frankreich mit zweitem namen »delikatesse« während in Deutschland die meisten menschen nicht einmal wissen, was ein ortolan überhaupt ist. Wie andere singvögel auch für die menschliche ernährung heutzutage alles andere als notwendig. Nein, mir geht es nicht darum, daß ich singvögel zufällig gern hab, und man die aus moralischen gründen deshalb nicht essen dürfe. Sondern eben, wie schon gesagt, daß seltene arten erhalten werden sollten und sie deshalb als lebensmittel nicht in frage kommen.

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