Freitag, 10. August 2018

Hinsetzen oder aufstehen?

Nach einigem hin- und herüberlegen, habe ich beschlossen, mich der linken sammlungsbewegung »aufstehen« nicht anzuschließen. Aufstehen wofür und wogegen?

Wird bisher nicht gesagt. Aber wer einmal in Saharas letzten werken geschmökert hat, weiß, daß sie eben keinen fortschritt will, sondern möglichst zurück zu den zuständen des sogenannten »wirtschaftswunders« und ob das eine gute idee ist, darf angezweifelt werden.

Aus meiner sicht ist es merkwürdig, wenn eine bewegung aus einer parteispitze gegründet werden soll. Wenn die leute sich einig sind, stehen sie gegen ihre unterdrücker auf. Ohne, daß ihnen das jemand sagt, was sie müssen.

Anstatt politischen inhalten gibt es auf der internetseite eher emotionales. Professionell produzierte videos, in denen verarmte rentnerinnen mit berechtigten ängsten vor dramatischem hintergrundgeklimper ihren dackl küssen. Daß sie damit die revolution nicht anstreben, sondern höchstens einen besser eingehegten kapitalismus, ist aber leider trotzdem klar.

Ich will nicht arzthelferin sein, wenn frau doktor Wagenknecht am krankenbett des kapitalismus um heilung betet. Ich strecke mich lieber noch ein wenig auf dem sterbefuton des kapitalismus aus, da liegt man wenigstens bequem - aber den haben diese kanaillen nicht einmal vorgesehen!

Kommentare:

  1. Das wird ja ein Hauen und Stechen, denn es kommen die verschiedensten Menschen, mit den verschiedensten Ideologien, Weltanschauungen, Idealen und Utopien zusammen. Ich werde mich köstlich amüsieren,wenn es um konkrete Inhalte geht.

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    1. Da wird an inhalt nur wohl leider nicht viel zum amüsieren übrig bleiben.

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  2. Ich denke, das endet wie der Streit zwischen Realos und Fundis bei den Grünen.
    http://marx-forum.de/Forum/index.php?thread/835-fundis-und-realos-in-der-linkspartei/&postID=4906#post4906

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    1. Ich weiß nicht, ob man das so vergleichen kann. Mir ist nämlich bisher nicht klar, wer bei »aufstehen« eigentlich die »fundis« sein sollen. »Kommunistin« Wagenknecht vielleicht? Ihren dicken bänden kann man weisheiten wie »die marktwirtschaft vor dem kapitalismus retten!« entnehmen. Das liest sich wie »das wasser vor dem dihydrogenmonoxid retten!«

      Gibt es da dann noch was zu diskutieren?

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  3. Nein, im "aufstehen" ist wohl kein Platz für Fundis. Die Ich-kanns-Wagenknecht ist Ober-Realo mit Ziel einer baldigen Regierungsbeteiligung, vielleicht-sogar-Kanzlerin a la Macron.

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  4. >Flaschen sammeln ist nicht die Lösung< steht auf der Webseite.
    Werde ich beherzigen und diesen … weiterhin keine Aufmerksamkeit widmen ;)

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