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Dienstag, 8. Juni 2021

Gsella am Dienstag

Frontex - vorgetragen von Martin Sonneborn. Weitere gedichte gibt es hier: Mission Lifeline

Sonntag, 9. Mai 2021

Mittwoch, 13. Januar 2021

Nico Semsrott verläßt die PARTEI

Wegen rassismusvorwürfen gegen Martin Sonneborn ist Nico Semsrott aus der partei Die PARTEI ausgetreten. Insgesamt hatte ich schon öfter den eindruck, daß Nico Semsrott besser zur GRÜNpartei paßt, deren fraktion er sich im EUparlament auch angeschlossen hat.

Es ging um diesen dummen t-shirt-spruch:

»AU WIEDELSEHERN, AMLERIKA! abem Sie Guter FrLug runtel! Printed in China für Die PARTEI«

Martin Sonneborn hat sich dazu inzwischen wie folgt geäußert:

Samstag, 11. Juli 2020

Osteuropabashing

Diesmal komplett.

Achtung, Osteuropabashing!

Am heutigen samstag gibt es ab ca. 10 uhr auf dem youtubekanal des Europaabgeodneten Martin Sonneborn unter anderem etwas zur wahl in Serbien zu hören.

Samstag, 6. Juni 2020

Mach’ mal pause, Europa!

Sonneborn zum thema urlaub:

»Bahnen Sie und Ihr lächerlicher rucksack doch einfach der nächsten zoonose den weg, indem Sie in total unberührtes abenteuerland vordringen, in galaxien, die noch nie ein mensch zuvor gesehen hat. Für 19€90.«

Mittwoch, 29. April 2020

Corona in Europa

Hier wird noch einmal schön chronologisch dargelegt, wie sich das coronavirus weitgehend ungehindert von Tirol aus in Europa ausbreiten konnte.



Aber in Deutschland war es nicht wesentlich besser. Sicherlich wäre es schlau gewesen, angesichts der situation den karneval und die damit verbundenen volksfeste in diesem jahr einfach mal ausfallen zu lassen - oder wenigstens auf den sommer zu verschieben. Das wäre nach dem anschlag in Hanau sicherlich eine freundliche geste gegenüber den angehörigen der ermordeten gewesen und hätte uns vielleicht den derzeitigen lockdown erspart. Aber das ging ja nicht, weil mit dem fasching viel geld verdient wird. Obgleich bekannt war, daß ende januar eine Deutsche touristin nach ihrem aufenthalt in Ischgl positiv auf corona getestet worden war (im video ca. bei 1min12), wurde weder in Österreich noch in Deutschland großartig handlungsbedarf gesehen und offenbar darauf gehofft, das problem irgendwie aussitzen zu können. Erst wesentlich später mußte dann »plötzlich« was passieren.

Geschlagene sechs wochen nach dem bekanntwerden des falls aus Tirol vom 30. januar jubelte die BLÖD über Sebastian Kurz, weil der es in diesem galaktischen tempo geschaft hat, zwei gebiete unter quarantäne zu stellen:
Bildschirmfoto aus der BLÖD vom 13. märz 2020
»So einen brauchen wir auch!« - fragt sich halt bloß, wofür?

Montag, 24. Februar 2020

Kein richtiges grün im falschen

»Nichts kam den Europäischen institutionen und von der Leyen als der zug der zufällig gerade gefahren kam und auf den man aufspringen konnte. Der zug war grün und es gab keine fahrkartenkontrolle.«

Mittwoch, 29. Januar 2020

Unsichtbare gigafactory

Wie ich eben gelesen habe, ist der kauf des geländes für die Teslafabrik notariell beglaubigt worden. Weil ich an gescheiterte Brandenburger großprojekte wie BER (Flughafen Willy Brand) oder lastzeppeline (Cargolifter) glaube, freue ich mich sehr auf Tesla, womöglich wird das noch lustig.

Die Cargolifterhalle ist nicht unsichtbar, die ist weithin sichtbar. Da ist jetzt das Tropical Island drin. Aber was machen wir hinterher mit dem Teslagelände, wenn die auf die idee kommen, daß das eine voll saublöde idee ist, mitten im nichts eine riesige fabrik hinzustellen?

Kreative ideen sind gefragt.


Das 1-€-blog wird weiterhin berichten.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Verursachen windräder vogelsterben?

Gerade bei »arte« gefunden:



Fazit: »die windräder sind NICHT ursache eines vermehrten vogelsterbens.« Zu einem ähnlichen ergebnis kam man bereits ende juli beim Bayrischen Rundfunk:



Und ich hatte schon vor jahren den verdacht, daß windkraftanlagen für vögel wahrscheinlich nicht gefährlicher sind als häuser, kirchen oder einkaufszentren.

Nur Don Quijote kämpft gegen windmühlen.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Rückwärts die zeit

Endlich wird die zeit wieder zurückgedreht - natürlich leider nicht die zeit, sondern bloß die uhr. Dazu sagt der zeitforscher Karlheinz Geißler in der Süddeutschen:

»Die Uhr ist hingegen ein Taktinstrument und die Umstellung auf die Winterzeit bringt uns sozusagen aus dem Takt.«

Nee, eben gerade nicht die umstellung auf die normalzeit bringt aus dem takt, sondern im frühjahr das vorstellen der uhr: man muß ständig eine stunde früher als gewohnt aufstehen. Zusätzlich ist es eine stunde länger hell weshalb man viel zu spät zur ruhe kommt und dann muß man trotzdem wieder zu nachtschlafender zeit aufstehen.

Der herr professor hat tolle ideen, nur die funktionieren in einer gesellschaft wie dieser leider nicht besonders gut. Hoffentlich hört diese uhrvorstellerei bald ein für alle mal auf!

Freitag, 11. Oktober 2019

Britischer käse

Im grunde könnte man die Briten fast beneiden. Sie haben das ziel der PARTEI »inhalte überwinden« mit der abstimmung über den Brexit bereits hinbekommen. Nur leider wurde dort der inhalt mit tumbem nationalismus überwunden. Bloß kein geld mehr für die EU ausgeben, sondern lieber in die nationale sache investieren. Egal, was die nationale sache überhaupt sein soll und egal, woher die kohle ohne handelsabkommen mit der EU herkommen soll.

Allerdings möchten die Schotten eher in der EU bleiben und eventuell aus Großbritannien austreten. Darüber schrieb die jungewelt am 10 oktober 2019:
Zitat Jörg Kronauer:»Eine Abspaltung Schottlands würde die britische Regierung, die dann nur noch eine englische wäre, empfindlich schwächen; der deutschen Machtentfaltung in Europa stünde, so der machtpolitische Grundgedanke, ein starker Rivale weniger im Weg.«
Hä? Ohne Schottland wäre die Britische regierung nur eine Englische? Meines wissens besteht Großbritannien derzeit aus England, Nordirland, Schottland und Wales. Natürlich sollte GB möglichst zusammenbleiben.

Britischer käse aus Snowdonia.
Den müssen die Briten nach dem no-deal-brexit dann wohl selbst essen.
Schade eigentlich.
Nationalistisch wurde für den austritt aus der EU gestimmt, das zeigt sehr schön, was hier los wäre, wenn sich der anti-EU-kurs der AfD durchsetzen würde. Warum sollen dann die Schotten nicht ebenfalls nationalistisch für die trennung von GB und den verbleib in der EU sein?

Die Briten sollten sich von diesem bekloppen Bus-Trump keinen harten brexit aufdiktieren lassen - und bevor das land auseinander fällt, sollten sie lieber noch einmal abstimmen ob sie wirklich aus der EU austreten wollen. Die EU ist, so wie sie ist, blöd. Aber besser als zollstreit und handelskriege.

Nein, eine weitere abstimmung wäre nicht »das volk abstimmen lassen, bis das ergebnis stimmt«. Es wäre eher eine abstimmung darüber, ob das sinnvoll ist.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Dubravka Šuica

Schon interessant wer in Brüssel so alles karriere macht:

Samstag, 28. September 2019

Dienstag, 16. Juli 2019

Europa nicht den Leyen überlassen!

Martin Sonneborns rede gegen frau von der Leyen:

Wie dämlich die tante am schluß des videos grinst, da könnte man glatt die wut kriegen.

Aber Nico Semsrotts einwurf war auch nicht schlecht:

Mittwoch, 19. Juni 2019

Falafel, burger, klopse, bekloppte

Zur abwechslung mal wieder das leidige thema, wie man vegetarische bzw. vegane fleischersatzprodukte vernünftig benennen könnte.
»Er riecht wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch und sieht auch ein bisschen so aus. Doch der Beyond-Meat-Burger besteht hauptsächlich aus Wasser, Erbsenproteinen und Pflanzenölen. Obwohl es ihn erst seit Kurzem in Deutschland zu kaufen gibt, wird er gehypt wie kaum ein Lebensmittel. Aber wäre das Interesse auch so riesig, wenn er nicht Burger heißen würde, sondern "Erbsen-Öl-Bratling"? Sicher nicht. Burger, das klingt verheißungsvoll, das gönnt man sich. Bratling klingt nach Reformhaus. Wenn das Ziel ist, dass weltweit weniger Fleisch gegessen wird, sollte dieses Ding auch Burger heißen dürfen.«
Wer essen erwerben möchte, das irgendwie etwas mit »lecker« zu tun hat, kauft ohnehin nichts, wo »burger« auf der verpackung steht. »Orange« vom Handelsblatt hat den Beyond Burger getestet und für weder gesund noch nachhaltig befunden. In dem artikel findet man auch eine zutatenliste. Im Deutschen benennt man derartige dinger als »bratling«. Dieses lustbetonte wort entstammt der reaktionären lebensreformbewegung, die die pioniere des vegetarismus in Deutschland waren und die nicht unbedingt als freunde eines ausschweifenden lebens bekannt waren.

Vielleicht sind die orientalen in der begriffsfindung ein bißchen schlauer: bei denen heißen die klopse mit fleisch »köfte« und die ohne fleisch »falafel« (gab am 18. juni 2019 zu ehren ehren des falafel sogar ein googledoodle). Falafel sind nichts anderes als »kichererbsbratlinge«, nur schmecken sie eben besser. Wahrscheinlich, weil sie nicht aus einer ideologie herraus entstanden sind, sondern mutmaßlich von menschen erfunden wurden, die eben gerade keinen verzicht üben wollten, aber leider nichts besseres hatten. Wenn man mal kein fleisch essen mag, findet man häufig in der traditionellen küche christlicher länder gute hinweise, wie man mit einfachen mitteln etwas leckeres kochen kann, denn durch die fastenzeiten waren die leute dort teilzeitvegetarier.

In der Süddeutschen Zeitung hingegen wird beklagt, daß
»[...]"vegane Leberwurst" künftig in so etwas wie "vegane Sojastreichwurst nach Art einer Leberwurst" umbenannt werden [...]«
müsse. Und sowas sei doch absurd.

Nicht minder absurd mutet es an, wenn folgende zubereitungen eines namhaften herstellers beide als »leberwurst« durchgehen sollen. Erstmal die nichtvegetarische variante:
»Schweinefleisch (40%), Schweineleber (30%), Speck, Zwiebeln (9%), Äpfel (6%), Kochsalz, Gewürze, Gewürzextrakte, Glucosesirup, Emulgator: Lecithine, Zucker, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure, Konservierungsstoff: Natriumnitrit, Rauch.«
Und dann die vegane variante:
»Trinkwasser, Rapsöl, Erbsenproteinisolat (5%), Ballaststoffe: alpha-Dextrin, Inulin; Schnittlauch (3%), Stärke, Kochsalz, natürliches Aroma, Gewürze, Erbsenfasern, Verdickungsmittel: Methylcellulose, Zucker, Emulgator: Lecithine, Karamell, Farbstoff: Eisenoxid.«
Sie enthalten beide kochsalz, gewürze, zucker und als emulgator lecithine. Und das soll gemeinsamkeit genug sein, um beide als »leberwurst« durchgehen zu lassen? Womöglich bin ich ein bißchen arg konservativ, aber ich bin durchaus der auffassung, daß in leberwurst zumindest leber enthalten sein sollte. Wasser und maschinenöl als hauptzutaten sind doch ein bißchen dürftig. Aber immerhin ist auch noch die sonderwohltat methylcellulose mit drin. Nein, gegen methylcellulose ist wenig einzuwenden. Die kann man gut gebrauchen. Wenn man tapeten an die wand kleben möchte, beispielsweise.
»Zurecht kritisieren nun der Vegetarier- und Veganerverband ProVeg und 16 Hersteller wie Rügenwalder Mühle und Dennree die Leitsätze. Sie sind zwar nicht rechtsverbindlich, ein EU-Gesetz wäre es jedoch schon und der Vorstoß der Parlamentarier im April war zumindest ein erster Schritt in diese Richtung.«
Daß ausgerechnet Rügenwalder Mühle meine auffassung nicht teilt, wundert mich nicht. Ist deren geschäftsziel, billiges zeug möglichst teuer als hippes livestyleprodukt zu vermarkten.

Gegen vegetarischen/veganen brotaufstrich ist im grunde nichts einzuwenden, es gibt durchaus genießbares aus vergleichsweise hochwertigen zutaten, der für nichtvegetarier interessant ist, weil er eben kein fleischimitat ist, sondern einfach etwas anderes ist und nach pilzen, gemüse oder kräutern schmeckt.
»Die fleischlichen Assoziationen im Namen könnten damit sogar dazu beitragen, dass Nicht-Vegetarier öfter zu fleischlosen Alternativen greifen.«
Bei mir zumindest nicht. Es ist betrug, irgendwelches zusammengepanschtes zeug als »leberwurst« oder »schnitzel« zu verkaufen, um dem minderwertigen den anstrich zu geben, es sei etwas höherwertiges. Es kann im grunde nicht im interesse von vegetariern sein, daß die lebensmittelindustrie zusammengepanschtes zeug teuer vermarkten kann, weil sie die namen bereits bekannter produkte verwendet. Im interesse von vegetariern wäre es, wenn diese produkte entsprechend ihrer zutaten günstiger angeboten würden, völlig unabhängig davon, wie man das dann nennt.
»Wenn mehr Fleischesser auf Veggie-Schnitzel umstiegen, wäre das ein Schritt, den enorm wachsenden Fleischkonsum einzudämmen, der Klima und Gesundheit schadet. Den Fleischessern gelüstet es ja nicht danach, dass Tiere sterben - sie wollen den Geschmack von Fleisch. Ob der bei Soja-Hack, Saitan-Salami und Beyond-Meat-Burgern genauso gut ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fleischesser zu einem vegetarischen Schnitzel greift, dürfte sehr viel höher sein, wenn auch Schnitzel draufsteht - und nicht Bratling.«
Klar, Beyond Meat aus Amiland heranzukarren ist klimafreundlicher als einfach einen Brandenburger weidebullen zu verspeisen. Als allesfresser benötigt man kein schnitzel aus seitan. Wenn einem danach der sinn steht, kann man ein richtiges essen.

Beim grillen brauchts keine fleischersatzwürste aus soja, wenn mal weniger fleisch auf den grill soll. Stattdessen benötigt man eher ein bißchen fantasie. Man kann beispielsweise auch vegetarisch gefüllte spitzpaprika oder pilzspießchen grillen. Das mit dem fleischersatzzeug ist die conveniencementalität, daß man eben frißt, was einem die industrie vorsetzt.

Damit wird man das plastmüllproblem und den klimawandel ganz bestimmt in den griff kriegen.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Gefahr durch problemwähler: letztwähler!

Da hat doch glatt jemand den wahlwerbespot der PARTEI mit den »letztwählern« ernstgenommen und fordert, »Rentner gebt das wahlrecht ab!«. Das soll wohl irgendwie »umstürzlerisch« sein, ist aber nicht einmal originell, weil es bloß abgekupfert ist. Und dann auch noch diese merkwürdige verquickung zu den verkehrsunfällen, die angeblich besonders häufig von senilen senioren verursacht würden. Der führerschein auf probe wurde ende der 80er jahre eingeführt, weil über 60jährige zu besonders risikofreudigem fahrstil neigen. Traurige tatsache ist, daß die unter 25jährigen überdurchschnittlich häufig verunglücken und nicht, weil sie von rasenden wackelgreisen überfahren werden.

Johanna Roth:»Was wir brauchen, ist eine Epistokratie der Jugend«
Ja. Außerdem brauchen wir darmgrippe, fußpilz und pickel. Unbedingt.
Johanna Roth: »Anderer Leben gefährden ist das eine. Das andere: anderer Zukunft gefährden. Am Sonntagabend, als die Europawahl-Hochrechnungen kamen, zeigte sich: Unter 60 wurde hierzulande mit Blick auf die Straße gewählt, über 60 mit Blick in den Rückspiegel.«
Auch für unter sechzigjährige kann sowohl beim autofahren als auch beim wählen ein blick in den rückspiegel lebensrettend sein.

Interessant ist überdies, daß in dem text  der begriff über sechzigjährige mit rentner gleichgesetzt wird. Das kind hat offensichtlich noch nicht begriffen, daß die derzeitige regelaltersgrenze für die rente derzeit bei knapp 66 jahren liegt und bis zum jahr 2031 auf 67 jahre angehoben wird, sofern bis dahin nicht die rente ab 90 eingeführt wurde.
Johanna Roth:»Anderer Leben gefährden ist das eine. Das andere: anderer Zukunft gefährden. Am Sonntagabend, als die Europawahl-Hochrechnungen kamen, zeigte sich: Unter 60 wurde hierzulande mit Blick auf die Straße gewählt, über 60 mit Blick in den Rückspiegel. Die Zustimmung für die Grünen – die bei den unter 60-Jährigen vorne lagen und bei den Erstwähler*innen so viele Stimmen holten wie Union und SPD zusammen [...]«
Erstwählersterncheninnen sind für gewöhnlich unter 25 jahre alt. Somit können sie sich im jahr 2019 kaum daran erinnern, was in der zeit von 1998 bis 2005 politisch los gewesen ist - und schon gar nicht daran, was vorher war.
Johanna Roth:»Wer jung ist, wählt die Grünen, weil er*sie ein Bewusstsein für den Klimawandel überhaupt nur bei diesen sieht. Weil er*sie weiß, was auf dem Spiel steht. Und vor allem: Weil er*sie selbst davon betroffen ist.«
Zwar habe ich keine ahnung wer Ersternchensie ist, aber sie hat offenbar nicht begriffen, daß das problem des klimawandels schon recht lange bekannt ist und auch schon in den 80er jahren darüber diskutiert wurde, was man dagegen tun kann. Die GRÜNpartei schien dafür bewußtsein zu haben, als sie jedoch mitregieren durfte, war jede sauerei in ordnung, sie wurde von der GRÜNpartei mitgetragen. Ein pöstchen bei RWE, EnBW oder BMW oder so ist eben doch mehr wert als das bißchen umwelt, das vor die hunde geht.

Einer partei, die es für unmöglich hält, flugreisen auf drei stück pro nase und jahr einzuschränken, muß man selbstverständlich ein bewußtsein für den klimawandel unterstellen. Und zwar dafür, wie man den noch schneller hinbekommen kann.
Johanna Roth:»Liebe Mitwählende über 60, wir unter 30 hätten ja auch gerne was von diesem Wohlstand, nicht zuletzt weil wir schon jetzt ärmer sind, als unsere Elterngeneration es je war, uns von Befristung zu Befristung hangeln und eigentlich nie so richtig freihaben, weil wir unsere Wochenenden damit verbringen, die letzte noch bezahlbare Wohnung zu finden.«
Aha. Es geht also gar nicht ums klima, sondern um wohlstand. Hätte ich mir auch denken können.
Johanna Roth:»Leider habt ihr uns aber nicht nur eine prekäre Arbeitswelt hinterlassen«
Die prekäre arbeitswelt ist plötzlich vom himmel gefallen, weil die wähler, die heute über 60 sind (ein glück, daß ich zu denen noch lange nicht gehöre, deshalb habe ich damit nichts zu tun!) dafür gebetet haben, daß bitte, bitte schluß sein möge mit dem wohlstand in dieser welt, und daß es allen menschen späterer generationen schlechter gehen möge.

Es könnte aber auch sein, daß die prekäre arbeitswelt von der regierung so eingerichtet wurde. Der anfangsvorschlag von Peter Hartz war damals, jedem langzeitarbeitslosen 500€ plus warmmiete zu geben, dafür aber zu erwarten, daß die leute an fortbildungen teilnehmen und angebotene arbeitsstellen annehmen und gegebenenfalls, was es vorher auch schon gab, unwilligen das geld zu kürzen. Die GRÜNPARTEI hingegen wollte lieber einen schritt in richtung beschissenes grundeinkommen gehen, weshalb sie es als realistisch ansahen, den regelsatz für langzeitarbeitslose möglichst niedrig anzusetzen. Und dann haben sie mit den Sozen auf den schönen kompromiß des niedrigen regelsatzes bei vollem arbeitszwang und aufweichung des schutzes für arbeitnehmer gemacht.
Johanna Roth:»sondern auch den Planeten zugemüllt mit Kohlekraftwerken und Plastiktüten. Und ihr wollt über unsere Zukunft bestimmen?«
Bevor die GRÜNsternchenInnenpartei mitregiert hat, gab es bei vielen menschen mehr umweltbewußtsein als heute. Da war relativ klar, daß flugreisen, autos, plastikmüll, einwegflaschen schlicht und ergreifend nicht umweltfreundlich sind. Die GRÜNpartei hat keine umweltfreundlichere politik gemacht, sondern hat kapitalismusfreundliche geschäftsmodelle mit durchgedrückt.

Sowas wählt man gern nochmal.

Sonntag, 26. Mai 2019

Die PARTEI hat die wahl gewonnen

Kann irgendwer sonst von sich behaupten, das ergebnis vom letzten mal vervierfacht zu haben? Da muß man doch mal ein glas sekt aufmachen, wie Edmund Stoiber nach der verkackten wahl 2002 sagte.