Sonntag, 30. Juni 2013

Knast für kreidesprüche

Im land der grenzenlosen unmöglichkeiten hat ein mann seinen unmut über die banken mittels kreidesprüchen kundgetan.

Dreizehn mal schrieb er mit kreide dinge wie »no thanks big banks« oder »shame on the Bank of America« auf den bürgersteig vor bankfilialen.

Im grunde kaum eine bemerkenswerte leistung, stünde er jetzt nicht wegen dreizehnfachem vandalismus vor gericht. Für jeden kreidespruch droht ihm ein jahr haft - also dreizehn jahre knast für abwaschbare kreideschrift.

Ein aufregerthema scheint das in den hiesigen medien nicht zu sein. Ganz ohne nackte weiber und ohne gehörige dosis »puputin« merken Deutsche politiker oder journalisten nämlich nicht auf.

Samstag, 29. Juni 2013

Es geht um die wurst

Das witzblatt zeit läuft offenbar zu ungeahnter hochform auf. Gestern erschien dort ein artikel über bratwurst für frauen. Das ist noch nicht der witz, sondern das hier:
(bildschirmfoto)

Mittwoch, 26. Juni 2013

Ami go home

Heute vor 50 jahren hielt John F. Kennedy vor dem Rathaus Schöneberg seine denkwürdige hetzrede.

Zu diesem anlaß musik!

Donnerstag, 20. Juni 2013

Chanson des monats

Baut den Palast der Republik wieder auf!

Die musik ist nicht unbedingt mein fall. Der text allerdings ist klasse.
Schloßplatz ohne PdR
Nicht ganz aktuell, das foto. Jetzt könnte man die schneeberge, die da zu sehen sind, wo der PdR einmal war, zur erfrischung brauchen. Jetzt sind sie vermutlich da, wo der PdR jetzt ist.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Neuland »datenautobahn«

Auf die frage, was er vom ausbau der »datenautobahn« zu tun gedenke, antwortete Dr. Helmut Kohl am 3. März 1994 bei Hans Meiser: »Für den Bau von Autobahnen sind neben dem Bund hauptsächlich die Länder zuständig!«

Erheblich weiter war seine nachfolgerIn im Juni 2013 offenbar auch nicht, sie betritt auch neunzehn jahre später immer noch »neuland«, wenn sie das internet nutzt.

Montag, 17. Juni 2013

Foto am montag (59)

Schwimmender bisam (ondatra zibethicus). Man glaubt kaum, in welchem tempo so ein bisam stromaufwärts schwimmen kann.
schwimmender bisam

Samstag, 15. Juni 2013

Denkmalsprengung blieb aus

Heute mittag am Thälmanndenkmal:
gegendemonstranten vorm Thälmanndenkmal
unsere identität nimmt uns niemand
Für heute mittag hatten die jungliberalen zur »symbolischen sprengung des Thälmanndenkmals« aufgerufen.

Zur demonstration waren mehr polizisten als »liberale« gekommen. Und mehr freunde des denkmals.
liberale extremisten
Die liberalen von einst waren für die abschaffung der monarchie, was ein sehr begrüßenswertes ziel war. Anstatt aufzuschreien, daß dieser staat ein Hohenzollerschloß, symbol der monarchistischen unterdrückung wiederaufbaut, demonstrieren diese hanseln gegen ein symbol der arbeiterklasse.
JuLis demonstrieren
Nach knapp zehn minuten war die liberale »demo« schon wieder zu ende. Eigentlich wäre diese afferei kaum einen bericht wert.

Die demonstrieren, als wäre es nicht genug, daß mit liberaler unterstützung der faschismus in Deutschland an die macht kommen konnte. Als würde es nicht reichen, daß Ernst Thälmann ermordet wurde, würden die ihn aus purem antikommunismus glatt noch ein zweites mal ermorden wollen.
Thälmanndenkmal
einig gegen rechts

Freitag, 14. Juni 2013

Die Vereinigten Staaten rüsten auf

Und zwar im inneren:

heute ist es ein halbes jahr her, daß an der Sandy Hook Elementary School in Newtown, Connecticut bei einem amoklauf 28 menschen starben.

Damals wurden stimmen laut, daß derartiges nur durch mehr schußwaffen zu verhindern sei. Auch kinder im vorschulalter werden mit eigenen gewehren ausgestattet. Dies gewehr für kinder ist kein spielzeug, sondern eine waffe die zum töten geeignet ist, und sei es die eigene schwester, die nach diesem »spiel« völlig real nicht mehr lebt.

Seit dem amoklauf in Newtown sind durch schußwaffen in den Vereinigten Staaten 5.042 (oder mehr) menschen zu tode gekommen. Darunter 94 kinder. (Quelle: Slate.com Abgerufen 14. juni 2013, 0 uhr 3)

Mittwoch, 12. Juni 2013

Bleiberecht für Ernst Thälmann!

Als wäre es nicht frevel genug, daß die Thälmanngedenkstätte in Ziegenhals kapitalinteressen weichen mußte, soll nun auch das das Thälmanndenkmal an der Greifswalderstraße in Berlin abgerissen werden.
Thälmanndenkmal Berlin
Dafür sollen gute gründe sprechen. Schließlich sei es »immer beschmiert«, stehe auf »ukrainischem granit« und sei »ästhetisch eine scheußlichkeit und politisch eine zumutung«.

Prima argumente.

Wenn in Berlin alles abgerissen werden würde, was ständig beschmiert wird, würde von der stadt nicht viel übrig bleiben. Ich bin nicht unbedingt ein freund von grafitti, aber wenn das eine möglichkeit wäre, abriss zu fördern, dann könnte man vielleicht gelegentlich am Reichstag, kanzleramt oder Schloß Bellevue schmieren. Oder gleich am heute neugelegten grundstein für den Hohzenklotz.

Weshalb es dringlich sei, sockel aus ukrainischem granit einzureißen erschließt sich nicht. Daß Hubertus Knabe den knast zu Hohenschönhausen offenbar für ästhetisch und politisch erhaltenswerter hält als das werk des in der Ukraine geborenen künstlers Lew Jefimowitsch Kerbel, läßt ahnen, welche form der ästhetik das herz des Knaben höher schlagen läßt.

Jens-Holger Kirchner von der GRÜNpartei befürchtet, daß ohne kommentierung »alle« auf die idee kommen könnten, daß Ernst Thälmann ein held sei, während die liberalen sich zur abwechslung die freiheit nehmen, vorschreiben zu wollen, wen man als »held« betrachten dürfe und wen nicht.

So ist das mit den liberalen.

Die partei hat immer recht. Und weiß, was gut für andere ist.
Rotfront

Montag, 10. Juni 2013

Deutsche leben schlechter, dafür aber kürzer

Der chef der französischen linkspartei sagte in einem interview, daß menschen, die lust am leben haben, keine Deutschen sein wollen.

Sinngemäß äußerte er weiter, daß die Deutschen ärmer als der durchschnitt sind, früher sterben, keine kinder haben und die ausländer auch nicht mehr mit ihnen leben wollen.

Recht hat der mann!

Foto am montag (58)

Schwarze Wegameise
Schwarze Wegameise (lasius niger)

Sonntag, 9. Juni 2013

C. Kleber: Nordkoreanische nachrichten sachlicher als heute-journal

»Aber ich sage auch, das trockene Nachrichtenablesen gibt es heutzutage nur noch um 20 Uhr und im koreanischen Fernsehen« äußerte der chef des zdf-heute-journals über die tagesschau.

Nun will ich nicht behaupten, daß ich mit dem informationsgehalt der tagesschau immer zufrieden wäre. Etwas sachlicher als das heute-journal, das manchmal als propagandasendung für die c-parteien daherkommt, geht es allerdings meist schon zu. Somit kann man mutmaßen, daß die nordkoreanischen nachrichten vielleicht besser sind, als man denkt. Anschauen kann man nordkoreanisches fernsehn hier im internet, leider verstehe ich kein wort, weshalb ich die qualität der nachrichten nicht beurteilen kann.

Mir ist trockenes vorlesen von nachrichten allerdings lieber als von irgendwelchen journalisten vorgebetet zu bekommen, wie ich die nachrichten zu verstehen habe.

Dienstag, 4. Juni 2013

1-€-blog-klassiker: Berlin, Chauseestraße



Auf dem gelände des ehemaligen Walter-Ulbricht-Stadions wird der BND seine neue zentrale bauen. Man beachte die riesige dimension des geländes und, daß hier noch nichts geschehen ist, außer einen bauzaun aufzustellen und natürlich überwachungskameras.

Zeigt im übertragenen sinne sehr schön, was hierzulande läuft: anstatt irgendetwas zu ändern, wird das, was passiert überwacht. Man kann den bürgern schließlich nicht trauen.

Samstag, 1. Juni 2013

Kalender 1913 - Juni


Mit Weib und Kind in die Natur,
zur Heilungs-, Stärkungs-, Badekur.
Doch wer da wandert bettelarm,
den fleppt der würdige Gendarm.
Erich Mühsam