Samstag, 29. Juli 2017

Kurioses obst

Einfach mal ein paar zeilen über eine meiner lieblinsapfelsorten.

Es ist eine wunderbare sorte, an sich könnte man diese sorte als die »eierlegende wollmilchsau unter den äpfeln« bezeichnen: im gegensatz zu den meisten anderen Renetten resistent gegen krankheiten, ein apfel, der sehr gut lagerfähig ist, brauchbar als tafelapfel, für most und wein, für pie und als bratapfel immer wohlschmeckend.

So etwas brauchbares kann man kaum züchten. Der wurde auch nicht gezüchtet. Der ist vor ca. 150 jahren rein zufällig entstanden: der Boskopapfel.

Wahrscheinlich hat hierzulande jeder schon mal einen gegessen und nicht einmal bemerkt, daß der seltsam ist. Wenn man in diesen leckeren apfel beißt, schmeckt man nichts von der abartigkeit dieser frucht.

Der hat drei komplette chromosomensätze. Das bedeutet, daß diese hervorragende sorte für die evolution der äpfel absolut unbrauchbar ist: leider steril.

Bis heute ist diese sorte beliebt. Das defizit in puncto fruchtbarkeit hat offensichtlich kaum jemanden interessiert.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Sozialismus ist schuld an fremdenfeindlichkeit

Siebenundzwanzig jahre nach dem ende des realsozialismus in Osteuropa ist für die schriftstellerin Herta Müller fremdenfeindlichkeit ein erbe des sozialismus. In diesen ländern gebe es aggressive politische agitation gegen flüchtlinge, weil die fremdenfeindlichkeit aus dem sozialismus mitgeschleppt sei.

Deshalb hat man im mutterland des sozialismus, Großbritanien, sogar für den austritt aus der EU gestimmt, damit sie keine innerhalb der EU verteilten flüchtlinge aufnehmen müssen.

Für diesen klaren blick auf die welt hätte frau Müller aber wirklich endlich einen Nobelpreis verdient!

Dienstag, 18. Juli 2017

»Gewalt ist kein Argument!«

An sich habe ich keine lust, etwas zu den »ereignissen« in Hamburg zu schreiben. Das will ich auch weiterhin nicht tun. Allerdings möchte ich auf einen lesenswerten artikel aus dem blog Herrschaftszeiten. Geschichten von Herrn Keiner hinweisen. Unter dem titel »G20-Gipfel in Hamburg: „Gewalt ist kein Argument!“ Das sagen diejenigen, die das Monopol auf Gewalt besitzen. Die also wissen, wovon sie reden« findet man dort ein paar überlegungen zu den herrschenden gewaltverhältnissen. Er kommt zu dem schluß:
Zitat: »...ein „militantes Zeichen“ zu setzen, also mehr oder weniger eine wüste Randale zu machen. Motto: Das können wir denen nicht durchgehen lassen, wenn sich die mächtigsten Führer dieser Staatenwelt hier bei uns in Hamburg treffen!

Das kann man wohl, wenn man sich als Linker mal nüchtern seines Daseins als gesellschaftliche „Randgruppe“ bewusst ist und deshalb ganz andere „Aktionen“ nötig hat als die Scharmützel am Rande eines solchen Gipfels: nämlich dem großen Rest der brav arbeitenden Bevölkerung überzeugende Argumente dafür zu liefern, ihre Dienstbarkeit in diesen Verhältnissen mal gründlich zu hinterfragen und diese möglicherweise aufzukündigen. Da geht es um einen Angriff – jedenfalls perspektivisch –, auf die Grundlagen der Macht der Staaten-Lenker, und nicht um ein idiotisches Kräftemessen mit dem abkommandierten Polizei-Personal dieser Herrschaften. Ein „Zeichen“ dafür, dass „Widerstand möglich“ ist? Unsinn. Das ist nur ein hausgemachtes Problem dieser Linken selbst, der Rest der Welt lernt nichts aus verletzten Menschen und abgefackelten Kraftfahrzeugen. Außer eben das, was man ihnen in der Schule oder in den hetzerischen Artikeln der „Bild-Zeitung“ beigebracht hat: Der Gewaltapparat des Staates muss für solche Fälle noch viel, viel besser gerüstet sein. Mehr „Zeichen“ war da nicht.«
Dem kann ich mich weitgehend anschließen. Ich empfehle sehr, den ganzen artikel zu lesen. Ist auch nicht übermäßig lang, sondern relativ kurz und präzise auf den punkt gebracht.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Frag selbst

»Frag selbst« ist ein relativ neues format in der ard, an dem ich vorhin hängenblieb, weil Sahra Wagenknecht befragt wurde.




Was mich ein bißchen erstaunt hat, war die frage, ob frau Wagenknecht schon einmal mit flaschen auf polizisten geworfen habe. Welchen grund sollte sie dafür denn gehabt haben? Aber klar, sowas liegt uns linksextremisten halt im blute, da benötigen wir keinen grund.

Schaut selbst, was gefragt und gesagt wurde.

Samstag, 1. Juli 2017

Zeychen und wunder


Es ist tatsächlich ein wunder geschehen.

Das Berlin-Ticket-S, das arbeitslosen und schlecht verdienenden Berlinern mobilität ermöglichen soll, ist seit heute billiger als bisher. Anstatt 36€ kostet es jetzt 27€50. Achtfuffzig sind schon geld. Das ist ein sehr nettes geschenk vor der bundestagswahl.

Unvergessen bleibt, daß der rot-rote senat die vergünstigte fahrkarte für sozialhilfeempfänger und arbeitslose, die 20€40 kostete, 2004 ersatzlos strich, um sie im jahr 2005 nach protesten für 33€50 wieder einzuführen.