Sonntag, 30. September 2018

Ab 19 uhr: premierelivestream

Gerade entdeckt: ab 19 uhr wird aus der Komischen Oper Berlin die premiere der oper »Die tote Stadt« von Erich Wolfgang Korngold kostenlos im internet übertragen. Uraufgeführt wurde das stück 1920.

Zum livestream geht es hier

Nachtrag:
Wer es im livestream verpaßt hat, kann es sich noch ein halbes jahr lang bei youtube anschauen:

Mich hat das interessiert, weil Korngold mir eher als komponist für filmmusik geläufig war und ich wissen wollte, was der eigentlich sonst komponiert hat. (Spät)romantik ist nun eher nicht meine richtung, aber das hier ist wirklich absolut hörens- und sehenswert.

Freitag, 28. September 2018

Deine unterschrift für den Hambacher Forst


Wer heute noch etwas gutes tun möchte, könnte gleich ein autogramm geben für den Hambacher Wald.

In der gegend bin ich noch nie gewesen. Aber den erhalt des waldes unterstütze ich auf jeden fall. Der DDR wird bis heute vorgeworfen, daß sie dort ohne rücksicht auf die natur braunkohle gefördert hätten. Was hätten sie denn auch tun sollen? Der Urwald Weißwasser war aber zu DDRzeiten ein schutzgebiet, das nicht angerührt werden durfte. Der wurde erst in den letzten jahren von Vattenfall abgebaggert.

So sinnlos es auch ist, probieren sollte man es doch.

Donnerstag, 27. September 2018

Montag, 24. September 2018

Foto am montag (334)

Heute etwas, das wirklich gegen wespen hilft:
Hornissen (vespa crabo). Ich weiß, es hört sich an wie ommas heißer tip: »himbeersaftflecken verschwinden wie von selbst, wenn man noch ein bis zwei liter rotwein drüberkippt.«

Die meisten menschen haben vor hornissen noch mehr angst als vor wespen. Das ist allerdings unschlau, weil hornissen sich hauptsächlich für ihr lieblingsessen, nämlich wespen, interessieren und nicht für menschen und ihr lieblingsessen - ich nehme an, die wenigsten menschen essen gern wespen. Die passen auf und halten einem die plagegeister vom hals.

Sonntag, 23. September 2018

Der goldene Aluhut 2018


Wie ich gerade gelesen habe, wird in diesem jahr der goldene Aluhut am 30. oktober verliehen.

Von heute bis zum 7. oktober kann man abstimmen, wer der gewinner sein soll. Und man hat wirklich die qual der wahl, denn es sind wirklich hochkarätige kandidaten dabei, wobei ich wohl hauptsächlich für außenseiter stimmen werde.

Freitag, 21. September 2018

Keine STASImitarbeiter als staatssekretäre!

Und erst recht keine verfassungsschutzchefs.

Vielleicht erinnert sich noch jemand an den dezember 2016. Damals konnte Andrej Holm nicht staatssekretär für stadtentwicklung in Berlin werden, weil er im september 1989 als achtzehnjähriger den dienst beim MfS angetreten hatte und bis zur auflösung desselben ca. fünf monate später geblieben war. Es wurde zeter und mordio geschrien, weil er sich »kollektiv schuldig« gemacht habe. Ich schrieb damals, daß unser rechtssystem meines wissens keine kollektivschuld kennt, sofern einem nicht maßgebliche beteiligung an einem vergehen nachgewiesen werden kann.

Auf Maaßens fehltritte will ich hier gar nicht weiter eingehen, das wurde anderswo schon ausreichend berichtet.

Aber wenn schon geheimdienstler, die nicht immer ganz bei der wahrheit geblieben sind, nicht staatssekretär werden dürfen, dann bitte konsequent.

Herr minister Seehofer, es war die rede davon, herrn Maaßen für seine missetaten zu versetzen. Nicht, ihn zu befördern. Versetzen sie den herrn beamten also ins kleinste kaff von Niederbayern, dort wird er ihnen sicherlich wahlkampfhilfe leisten.

Donnerstag, 20. September 2018

Widerstand ist zwecklos!

Selbst bei der Welt wundern sie sich darüber, daß die krisenkommunikation bei RWE in puncto Hambacher Forst nicht gut ist. Dies könne sich schließlich schlecht auf den aktienkurs auswirken.

Warum wundern die sich und ich mich überhaupt nicht? Weil die bei der WELT offenbar keine börsennachrichten lesen.

Die »aktien« stehen nämlich so: RWE hat den privatkundensektor in die tochtergesellschaft Innogy ausgelagert und selbige wurde vor kurzem vom konkurrenten Eon übernommen. Deshalb kann man wohl davon ausgehen, daß denen die boykottaufrufe herzlich egal sind. Zwar ist die räumung vorerst gestoppt, dann wird der Hambacher Forst eben ein paar wochen später plattgemacht, wenn die wogen sich wieder ein wenig geglättet haben.

Wie immer im kapitalismus: bei größtmöglichem schaden geschickt eingefädelt, über »los« gegangen und einen größeren betrag mit sehr vielen nullen mitgenommen.

Montag, 17. September 2018

Foto am montag (333)

Igitt, eine ratte:
Zufällig mag ich aber ratten.

Freitag, 14. September 2018

Prost, Herr Juncker

Die neueste rede von Martin Sonneborn, die er leider nicht vor dem EUparlament, sondern direkt daneben hielt.




Zitat Martin Sonneborn: »...ich beglückwünsche uns alle zu einem unauffällig vollzogenen paradigmenwechsel. Im kommenden EUhaushalt sind mit über 30 milliarden € zum ersten mal mehr gelder für die entwicklung autonomer waffen, grenzsicherung und aufrüstung vorgesehen als für entwicklungshilfe. Das verstößt zwar gegen den vertrag von Lissabon aber wir müssen ja nicht öffentlich darüber reden. Wir haben auf die militarisierung des ehemaligen friedensprojektes EU und auf den rechtsruck in Deutschland reagiert. Um wählerstimmen abzufischen und in Sachsen stärkste Partei zu werden, treten wir mit folgenen mitgliedern auf unserer liste zur Europawahl an: Sonneborn, Semsrott, Bombe, Krieg, Göbbels (mit ö), Speer, Keitel, Bormann, Eichmann, Heß. Stauffenberg habe wir rausgelassen, weil er teilen der AfD als verräter gilt...«

Montag, 10. September 2018

Dienstag, 4. September 2018

Woran man nazis erkennt

Unter dem titel »Wie man Nazis erkennt« schrieb Christian Stöcker in seiner kollumne »Der Rationalist« am vergangenen sonntag wie so häufig in den bürgerlichen medien leider kaum gescheites darüber, woran man nazis erkennt.

Weil man nazis heute nicht mehr an glatze, springerstiefeln und baseballschlägern erkennt, ging es zur abwechslung um Hitlergruß, dumpfe parolen, rechte symbole, zeichen und deren abkürzungen, Holocaustleugnung oder den versuch, den Holocaust in vergessenheit geraten zu lassen. Und um nudelsoßen. Und überhaupt: »Allzu groß ist das Repertoire nicht, viele Nazis sind eher schlichte Gemüter.« Und damit begeht herr Stöcker den schlimmsten fehler, den man machen kann. Er spricht einfach den leuten, deren ideen er für verwerflich hält, die fähigkeit zu denken ab, als ob falsches denken nicht ebenso einer gewissen logik folgen würde. Und so kann er sich, wie andere autoren auch, drumrumdrücken zu erklären, woran man nazis eigentlich erkennt: nämlich an ihrer gesinnung.

Was macht faschistisches denken aus?

Die überhöhung des nationalen interesses oder wie Pegidaredner Kubitschek es ausdrückte, daß wahrhaft loyal zum eigenen land sei, dem die größe seines landes wichtiger sei als das eigene leben. Wenn dergestalt überzogene ansprüche an die vaterlandsliebe gestellt wird, muß es einen nicht wundern, daß menschen, die auswärtige wurzeln haben, in den verdacht geraten, daß sie dazu eher nicht bereit sind. Wobei zum glück auch die breite mehrheit der eingeborenen Deutschen mit sicherheit nicht so selbstmörderisch denkt. Faschisten befürworten den krieg und das recht des stärkeren, weshalb sie sich herausnehmen, jene, die sie für schwach oder Undeutsch halten, gegebenenfalls totzuprügeln.

Ebenso wichtig ist die verherrlichung der geschichte des eigenen volkes. Und in bezug auf den Holocaust ist selbst den faschos klar, daß das eher etwas verherrlichungsunwürdiges ist, weshalb das entweder geleugnet wird oder wenigstens höchstens am rande erwähnt werden soll. Stattdessen soll man lieber an die geistesgrößen denken, die Deutschland hervorgebracht hat. Aber eben nicht wegen ihrer besonderen leistungen, die sie hervorbrachten, sondern weil sie Deutsch waren. Auch wird die volksgemeinschaft mythisiert, woraus zwangsläufig feindschaft gegenüber fremden resultiert. Beliebt ist das lamento »für uns Deutsche ist kein geld da, aber den flüchtlingen wird gegeben.« Als wäre bis 2015 alles in butter gewesen und dann plötzlich wegen der fremden der Deutsche sozialstaat zusammengebrochen und als müßten nun die h4empfänger und armutsrentner deretwegen zum monatsende an alten teebeuteln lutschen - mußten sie vorher schon. Dieser staat hat es nämlich so eingerichtet, daß es hier konkurrenz und somit auch konkurrenzverlierer gibt. Dagegen haben die rechten nichts, solange ausländer nicht dafür zugelassen sind. Und da fühlen sie sich dann vom staat verlassen, von dem sie sich einbilden, daß er zuerst für sie als Deutsche da sein müßte.

All das kann und sollte man selbstverständlich ablehnen - und schon gar nicht mit »unzufriedenheit«, »angst«, »einfache lösung«, »populismus« oder dergleichen entschuldigen. Ja, es macht spaß, über rechte zu lästern und witze über sie zu machen, nur wird das auf dauer dem problem nicht gerecht, wenn man immer nur liest, wie blöde die sind.

Montag, 3. September 2018

Foto am montag (331)

Große heidelibelle (sympetrum striolatum)

Sonntag, 2. September 2018

Wo gibts die billigsten studentenzimmer?

Wer hätte es ahnen mögen?


Der gewinner ist natürlich das Sächsistische Chemnitz, wo keiner hin will. Sagt zumindest die FAZ.

Was soll ich nach den vorfällen der letzten tage sagen? Eigentlich möchte ich dazu gar nichts sagen.


Immerhin gibt es aus Chemitz eine halbwegs gescheite band:

Die spielen dort unter anderem morgen. Hätte ich geld und zeit, würde ich sogar hinfahren.

Sachsen ist bei weitem nicht so beschissen, wie jetzt viele denken. Sollte ich jemals wieder urlaub haben, fahre ich aus prinzip genau da hin.

Samstag, 1. September 2018

Zum weltfriedenstag

Aktuell gibt die regierung 38,52 milliarden € für die bundeswehr aus. Für das kommende jahr sind 42,9 milliarden € geplant. Soldaten und ziviles personal: rund 252.000.

Mal zum vergleich, weil die faulen arbeitslosen schuld sind: für h4 gibt der staat 36,954 milliarden aus. Erhöhungen sind nicht geplant. Anzahl der h4empfänger: rund 4,21 millionen.

An diesen zahlen erkennt man, daß dieser staat krieg nach innen und außen führt.
»Berlin - stadt des friedens« - leider nur noch ein frommer wunsch.



quellen:

bundeswehr-journal: »Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kann insgesamt 4,38 Milliarden Euro mehr, als für das Jahr 2018 geplant war, ausgeben. Im Regierungsentwurf für den Haushalt 2019 sind 42,9 Milliarden Euro im Etat des Einzelplans 14 eingeplant (2018: 38,52 Milliarden Euro). Der Posten „Verteidigung“ wird am 12. September im Bundestag beraten.«

BIAJ: »Die im ersten Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2018 (1. RegE vom 28. Juni 2017) veranschlagten Bundesmittel in Höhe von 36,954 Milliarden Euro für "Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende" (Hartz IV) wurden im zweiten Regierungsentwurf vom 2. Mai 2018 (2. RegE) nicht erhöht [...]«