Montag, 29. April 2019

Foto am montag (363)

Meine neue nachbarin hegt die finstersten bebrütungsabsichten:
Ringeltaube (columba palumbus)

Sonntag, 28. April 2019

Für Europa reichts

Martin Sonneborn im interview mit Sputnik Deutschland:

Donnerstag, 25. April 2019

Fliegen für den klimaschutz

Im vorletzten jahrzehnt des vergangenen jahrtausends war es erstaunlicher weise bereits bekannt, daß autofahren nicht unbedingt förderlich für die umwelt ist. Und fliegen war als die größte umweltsauerei schlechthin bekannt. Aber seit dem die GrünInnen- äh - ich meine natürlich die GrünsterncheninnenPartei mal sieben jahre mitregieren durften und der Jockel Fischer (z.b.) erst außenminister und dann beratende tätigkeit u.a. bei BMW und RWE übernehmen durfte, ist natürlich alles vom auto über flugmeilen bis hin zum kohle- und atomstrom sauber. Allein die landwirtschaft macht dreck und verseucht die umwelt.

Heute gilt es bei den Grünsterncheninnen schon geradezu als revolutionär, wenn einer vorschlägt, daß jeder zertifikate für »nur« drei flüge im leben pro jahr erhalten soll und wer mehr fliegen will zertifikate von nicht- oder wenigfliegern kaufen muß. Das gab natürlich einen aufschrei, vor allem in der eigenen partei, denn schließlich darf man eine wachstumsbranche wie den reise- bzw. flugmarkt nicht künstlich verteuern. Damit, das reisen mit der bahn künstlich zu verteuern, hatten die figuren von der GrünPartei definitiv kein problem: als sie 1999 die ökosteuer einführten, was es klar, daß die luftfahrt ausgeklammert wird. Die bahn hingegen muß ökosteuer zahlen und im fernverkehr auch den vollen mehrwertsteuersatz, der für flugreisen komplett wegfällt. Das bahnfahren wurde während der regierungszeit der Grünsterncheninnen massiv teurer während das billigfliegen in mode kam. Spritsparende autos, ein tempolimit oder weniger fliegen sind seither eher selten ein thema.

Drei willkürliche beispiele: Katharina Schulze, spitzenkandidatin der GrünPartei im landtagswahlkampf in Bayern jettet mal eben über sylvester und neujahr nach Kalifornien, um dort emissionsfrei ohne den feinstaub der Deutschen privatböllerei das neue jahr zu begrüßen. Die grüne Roth, die über Bangladesch und Kiribati auf die Fidschi-Inseln flog. Geradezu als könne Kiribati nicht von allein untergehen, wenn nicht wenigstens Claudia Roth einmal dort gewesen ist, um dort ganz betroffen aus der wäsche zu gucken. Oder Luisa Neubauer, gesicht der Fridays for Future und ebenfalls mitgliedIn der GrünsterncheninnenPartei. Die hat flugmeilen auf dem tacho, daß man anfangen könnte zu staunen. Die reihe ließe sich mit Hofreiter, Özdemir und wie sie auch sonst noch alle heißen geradezu endlos fortsetzen. Man kann wohl davon ausgehen, daß die nicht mit einem umweltfreundlichen segelflugzeug über das meer geflogen sind - über dem wasser ist die thermik ganz schlecht. Thermiknutzende vögel, wie beispielsweise störche, bekommen bereits beim überqueren der Straße von Gibraltar probleme. Und die ist an der engsten stelle nur ca. 15 km breit.

Als klimaverträgliches jahresbudget eines menschen gelten 2,3t CO2. Für Schulzes flug wird das budget von knapp 3 jahren, für Roths flug das von rund 5 jahren und für Neubauers vielfliegerei der letzten paar jahre das budget von etwas mehr als 15 jahren aufgebraucht. Luisa Neubauer hat es offenbar ein bißchen spät begriffen, daß man schlecht ein hipper um-die-welt-jetter und gleichzeitig klimaretter sein kann, weshalb sie anfang februar im interview mit der MoPo sagte, daß sie nicht flöge und sich selbstverständlich vegan ernähre. Verzicht von einzelpersonen und ablaßhandel bringen nicht besonders viel. Wenn man den CO2ausstoß für den durchschnittlich Deutschen fleischverzehr pro jahr zugrunde legt, kommt man flugmeilentechnisch nicht übermäßig weit: nämlich bloß von Hamburg nach Stuttgart und zurück und das würde ich nicht unbedingt als »weltreise« bezeichnen. Für Schulzes flug wären das neunzehneinhalb jahre fleischverzicht, für Roths flug mehr als sechsunddreißig jahre und für Neubauers vielfliegerei der letzten paar jahre müßte man schon alt werden wie Johannes Heesters, um die flüge durch fleischverzicht wieder gut zu machen - hundertsieben jahre sind schon eine recht lange zeit.

Es ist auch die verkehrte verkehrspolitik der GrünsterncheninnenPartei mit gewesen, die zu dem zustand geführt hat, daß man besagte strecke Hamburg - Stuttgart für unter hundert euro fliegen kann, während man mit der bahn ungefähr vier mal so lange braucht und dafür mehr als das dreifache löhnen darf, sofern man den regulären preis bezahlen muß. Aber zum glück können die freunde der fliegerei darauf aufmerksam machen, daß der luftverkehr bloß 12 % in der weltweiten CO2bilanz ausmache. Das mag stimmen, jedoch nutzen nur 3 % der weltbevölkerung flugzeuge. Es ist der blanke hohn, daß die immer noch als klimafreundliche partei gelten und wegen der »fridays for future« bei wahlumfragen sehr gute ergebnisse erzielen. Kriegsgewinnler.

Montag, 22. April 2019

Foto am montag (362)

Der osterhase mal wieder.
Ich hab’s ja schon immer gewußt, daß der ein alter trunkenbold ist.

Mittwoch, 17. April 2019

Filmtip der woche

Sonneborn in Straßburg:


Der vollständigkeit halber der von ihm erwähnte film in voller länge, leider nur Englisch mit Englischen untertiteln:



Da packt einen auch neun jahre später noch das gruseln.

Dienstag, 16. April 2019

Die große katastrophe


Nachdem schüler freitags streiken, ist bereits das schlimmste eingetreten: fast die hälfte der grundschüler hat eine schlechte handschrift, wodurch zur abwechslung erneut das abendland untergeht. Unglaublich. Diese kinder heutzutage sind einfach die geborenen analphabeten! Wir hätten uns das früher niemals getraut, eine schlechte handschrift zu haben.

Wenigstens erfährt man aus dem artikel, daß es sich bei der studie eigentlich gar nicht um eine studie über die qualität von schülerhandschriften geht, sondern bloß um eine umfrage, bei der die lehrer die situation einschätzen sollten. Das läßt vermuten, daß die ergebnisse der umfrage vor dreißig oder fünfzig jahren wahrscheinlich ähnlich ausgesehen hätten, ich zumindest kann mich nicht erinnern, daß lehrer je zufrieden mit der schreibleistung ihrer schüler gewesen wären.

Marianela Diaz Meyer, die geschäftsführerin des Schreibmotorik Instituts sagt eigenartige dinge wie »Handschreiben macht schlau. Es ist wichtig, dass die Kinder mit der Hand denken.« Das ist seltsam. Zwar müssen kinder das meiste noch lernen, weil wissen leider nicht angeboren ist, aber denken tun sie trotzdem mit dem kopf und nicht mit den händen. Oder (zitat Marianela Diaz Meyer) »Beim Handschreiben – das belegen auch zahlreiche Studien – geht es um Bildung. Handschreiben unterstützt die Rechtschreibung, das Lesen, das Textverständnis, letztlich die schulischen Leistungen insgesamt.« Wer würde es anzweifeln, daß es für schulische leistungen oder bildung von vorteil ist, schreiben zu können?

Aber für das textverständnis? Wenn es notwendig wäre, schreiben zu können, um texte zu verstehen, wäre es ein sinnloses unterfangen, schreibunfähigen klein- oder vorschulkindern vorzulesen. Sie würden nichts verstehen. Und ob das schreiben das lesen unterstützt oder ob es umgekehrt ist, ist ebenfalls fraglich. Lesen und schreiben wurden nicht zu jeder zeit als zusammengehörend betrachtet: die kopisten des mittelalters, die feinsäuberich ganze bibeln abgepinselt haben, konnten häufig nicht lesen. Während die feinen herrschaften, die sich zu jener zeit bücher leisten konnten vorleser hatten, die meist des schreibens unkundig waren.

Die »digitale demenz« beklagten ihrerzeit bereits die Alten Griechen (digital von Lateinisch digitus - finger), denn durch die fingerfertigkeit, dinge aufschreiben zu können, verblöde die menschheit, weil man jeden bockmist aufschreiben könne und sich nichts mehr merken müsse. Wer weiß, was die menschheit alles wußte, bevor die schrift erfunden wurde. Nur werden wir leider nichts davon erfahren, weil nichts davon überliefert wurde.

Montag, 15. April 2019

Montag, 8. April 2019

Foto am montag (360)

Grüner zipfelfalter (callophrys rubi)

Samstag, 6. April 2019

Ende der sommerzeit

Eine der guten nachrichten in der vergangenen woche war, daß dieses blöde zeitumstellen im übernächsten jahr endlich zum letzten mal stattfinden soll. Das ist tatsächlich eine gute sache, denn das mit der »sommerzeit« war von anfang an eine schnapsidee, die nicht beim energiesparen geholfen hat, stattdessen half sie beim verschlafen und zu spät kommen, sofern man dabei hilfe braucht.

Das problem daran ist nur, daß nicht einfach zur normalzeit zurückgekehrt werden sondern in den einzelnen staaten der EU abgestimmt werden soll, welche zeit fortan dauerhaft gelten soll.

Leider sind die Deutschen nicht das schlaueste volk unter der sonne, weshalb es umfragen zufolge eine mehrheit für die sogenannte »sommerzeit« geben soll. Die idioten wollen das künstlich erzwungene früher-aufstehen-als-notwendig ganzjährig haben. Natürlich ist es eine tolle sache, wenn es an lauen sommerabenden lange hell ist und wenn man morgens nicht von lästigem licht zum aufwachen genötigt wird, dann kann man es dem bilche gleichtun und erst sehr spät im jahr aufstehen. Den meisten menschen fällt es merkwürdiger weise leichter, im dunkeln einzuschlafen als im dunkeln aufzustehen.

Wer um sechs uhr früh aufstehen muß, um rechtzeitig auf der arbeit zu sein, müßte in der ewigen »sommerzeit« die meiste zeit des jahres im dunkeln aufstehen. In Berlin haben wir es diesbezüglich noch relativ gut, denn hier geht die sonne in der »sommerzeit« vom 19. april bis zum 22. august um sechs uhr oder früher auf. In Hamburg vom 25. april bis 16. august, in München vom 29. april bis 10. august und in Köln vom 5. Mai bis zum 2. august.In Rußland wurde 2011 die »sommerzeit« dauerhaft eingeführt. Und bereits 2014 wieder abgeschafft, weil es ungesund für die leute war.

In dieser hinsicht unterscheiden sich Deutsche und Russen ganz bestimmt nicht und es wäre vernünftig, wenn man in Deutschland wenigstens in diesem fall von Rußland lernen würde.

Montag, 1. April 2019

Foto am montag (359)

Nach unfreiwilliger pause:
Erlenzeisig (carduelis spinus)