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Samstag, 11. Dezember 2021

Großes Titanic-interview mit Karl Lauterbach

Hier klärt sich doch einiges.
Zitat: »Lauterbach: Nein, das glaube ich nicht. Außerdem esse ich ja schon seit dreißig Jahren salzlos. Manche sagen vielleicht: ›Der Typ hat doch einen an der Waffel‹. Da kann ich nur sagen: Ja, klar, da ist ja auch nur Puderzucker drauf, oder heiße Kirschen!

TITANIC: Apropos heiße Kirschen, Quatsch!, Eisen: Wie wollen Sie die vierte Welle brechen?

Lauterbach: Meine erste Amtshandlung wird die Einführung eines Salzverbots im Straßenverkehr sein. So werden wir im Winter die Kontakte bundesweit schnell und umfänglich abbremsen.«
Neulich auf ungesalzenem gehweg ausgeglitten. Padautz! - tatütata - friedhof.

Danke, Karl!

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Prinz karneval aus Hamburg

An sich hatte ich immer gedacht, daß ich mich nach den endlosen Merkeljahren wenigstens ein bißchen freuen würde, wenn die mal weg ist. Grund zur veranlassung gibt es wohl eher nicht. Muttis vize, prinz karneval aus Hamburg rückt auf und Andi B.Scheuert heißt jetzt Wirsing. Aber sonst ändert sich nicht viel. Man erinnere sich:
An h4 und der agenda 2010 war Olaf Scholz beteiligt und auch die GRÜNPARTEI - und von der FDP muß man, sofern man nicht von beruf reich ist, auch nicht übermäßig viel erwarten. Besserung erwarte ich da eher nicht.

Freitag, 1. Oktober 2021

Aus dem enddarm frisch auf den tisch

#allesaufdentisch

Daß nullchecker faktenchecker nicht übermäßig mögen, muß einen nicht wirklich wundern. Über das »interview« von Volker Bruch mit dem kommunikationswissenschaftler Michael Meyen wurde bei BR KulturBühne im grunde schon alles gesagt.

Wenn sich nun juristen, philosophen und vor allem schauspieler beschweren, als expertInnen in der öffentlichen debatte in der coronakrise nicht gehört worden zu sein, dann möchte ich die nächste staffel Babylon Berlin nur anschauen, wenn der Gereon Rath von Christian Drosten gespielt wird. Virologen sind in fernsehserien völlig unterrepräsentiert. Wo bleibt denn die ausgewogenheit, wenn menschen, bloß weil sie der schauspielerei unkundig sind, für sowas einfach nicht engagiert werden?

Dienstag, 21. September 2021

Maskengegner erschießt Kassierer um Zeichen zu setzen. Sind Querdenker T...

An sich war es weniger die frage, ob es tote durch gewalt von querdenkern geben würde, sondern, eher wann. Figuren wie Hildmann rufen seit rund eineinhalb jahren zu gewalt auf, unter den maßnahmegegnern sind bewaffnete reichsbürger und nazis und da war es vorhersehbar, daß irgendwann etwas passiert. Und schon schon kommt aus dem querdenkerlager die altbekannte täter-opfer-umkehr: der ermordete kassierer sei selbst schuld. Ich will nicht daran denken, was sonntagabend los sein wird. Die querdenkerpartei dieBasis wird mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit »wahlbetrug!« jaulen. Die wähnen sich nämlich bereits im zweistelligen bereich
zitat: »Düsseldorf, 14. September 2021 - Einer aktuellen INSA Umfrage zufolge steht die Mitte vergangenen Jahres gegründete Partei dieBasis bereits hoch in der Gunst der Wähler zur Bundestagswahl in zwei Wochen. 16% der Befragten geben an, „absolut“ oder „eher“ die Partei dieBasis wählen zu wollen.«
Tatsächlich sieht der der meinungstrend bei INSA die sonstigen parteien inklusive ca. 3% Freie Wähler bei 8%.
Da ist es eher unwahrscheinlich, daß die kommende regierung aus einer koalition aus dieBasis und AfD bestehen wird.

Samstag, 28. August 2021

Dänische verhältnisse jetzt, aber dalli!

In Dänemark werden zum 1. oktober sämtliche coronamaßnahmen aufgehoben.

Das funktioniert allerdings nur, weil schon jetzt mehr als 80% der Dänischen bevölkerung über 12 jahren gegen corona geimpft ist. Das ist auch in Deutschland möglich.

Wer über 18 jahre alt und montagmorgen in Berlin ist, kann sich in einem sonderzug in der ringbahn vom DB chefmediziner, dr Christian Gravert in der bahn mit dem impfstoff von Johnson & Johnson impfen lassen (dieser impfstoff hat den vorteil, daß man nur eine dosis braucht). Ein fahrschein ist dafür nicht notwendig.
Figuren wie Wodarg, Ballweg, Füllmich, Bhagdi, Schiffmann und wie sie sonst noch alle heißen, wollen, daß uns die coronamaßnahmen schön lange erhalten bleiben, weil ihnen das ein prima geschäftsmodell bietet und sie mit der naivität der menschen schön viel geld verdienen können.

Seid also lieber schlauer als die beutelschneider und laßt Euch impfen, damit dieser scheiß endlich aufhört.

Samstag, 14. August 2021

Selbstveropferung

Im zusammenhang mit der verbotenen querdenkerdemo am 1. august verstarb ein 48jähriger mann in der Charité an einem herzinfarkt. Der verstorbene ist gründungsmitglied der partei Die Basis gewesen. Hendrik Sodenkamp schrieb am vergangenen samstag, 7. august, dazu folgendes
zitat Rundbrief 359: »Der Bitte der Familie keine Spekulationen über den Tod anzustellen, kommt die Demokratiebewegung nach. Auch von einer Instrumentalisierung kann keine Rede sein.«
Und schlußendlich wird dann doch spekuliert und instrumentalisiert.
zitat Rundbrief 359 Hendrik Sodenkamp: »AUGENZEUGE IM GEFANGENENTRANSPORTER Ich sprach mit M. K.*, der sich mit S.* auf der Schöneberger Brücke im gleichen Gefangenentransporter befand, als dieser über Schmerzen klagt. M. K. gab an, dass sich die Polizei an dieser Stelle korrekt verhalten habe. Sie hätte den Menschen in den Zellen angeboten, dass diese jederzeit nach Hilfe fragen könnten oder nach Wasser, oder nach einem Toilettengang. S. fragte danach, an die frische Luft zu kommen. Dem kamen die Polizisten umgehend nach. S. soll nach Angaben von M. K. bereits sehr blass und Schweiß gebadete gewesen sein und sich unter Schmerzen auf dem Tritt des Gefangenentransporters gewunden haben. Die Beamten riefen umgehend einen Krankenwagen, der nach 5 Minuten eintraf. Im stehenden Krankenwagen wurde, nach M. K., bereits Herz-Lungen-Massage zur Wiederbelebung angewendet. Nach mehreren Minuten fuhr der Krankentransporter davon. Der Bericht von M. K. deckt sich an diesem Punkt mit den Angaben der Berliner Polizei. Was vor dem Gefangenentransporter geschah, ist der Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Ebensowenig, wie es dazu kommen konnte, dass S. einen Herzinfarkt erlitt. – Um Spekulationen vorzubeugen, sind Hinweise von Augenzeugen sehr willkommen.«

*Namen von der redaktion des 1€Blogs abgekürzt.
Mich wundert es, daß S. vorsitzender der Basis in Euskirchen gewesen ist und seine partei- und gesinnungsfreunde so gar nichts darüber wissen, wie es zu der festnahme kam. Belltower-News schrieb dazu am 3. august, daß S. bei dem versuch, eine polizeikette zu durchbrechen, einen polizisten umgestoßen und verletzt habe, mit diesem zu boden gegangen sei und nach kurzem fluchtversuch festgenommen wurde. In anbetracht dessen, daß das keine genemigte demo war, hört sich das nicht nach übertriebener polizeigewalt an. Im artikel von Belltower-News kann man lesen, wie aus der traurigen tatsache, daß ein mensch an einem herzinfarkt gestorben ist, »polizeigewalt« wird, es wird von einem »rechten Benno Ohnesorg« (nun ist querdenken bzw. die Basis also doch rechts) gesprochen, oder daß die bewegung nun ihren eigenen George Floyd habe oder es wird gar gefragt, ob Berlin nun seinen Platz des Himmlischen Friedens bekäme. Einer schreibt auch, daß man »als gesunder mensch nicht einfach so kollabiere und erst recht nicht mit 49«. Sowas kann man wohl nur schreiben, wenn keinen blassen dunst hat, daß es eine extreme streßsituation ist, wenn man festgenommen wird. In solchen umständen sind auch schon menschen gestorben, weil die polizei das nicht ernst genommen hat und keine hilfe holte, inzwischen sind die offenbar weiter. In diesem fall war es nicht einmal unterlassene hilfeleistung und trotzdem wird auch diese gelegenheit zur selbstveropferung nicht ausgelassen. »Seht her, wie schlimm wir unterdrückt werden!«

Zusätzlich fällt auf, daß viele der prominenten der Basispartei und querdenker anwälte und ärzte sind. Klären die ihre anhänger nicht darüber auf, wie man sich der polizei gegenüber verhält und welche konsequenzen es haben kann festgenommen zu werden, wenn sie sie animieren zu unerlaubten aufmärschen zu gehen. Wie es aussieht, ist es denen hauptsächlich wichtig, daß die eigenen geschäftsmodelle laufen.
zitat Rundbrief 359 Hendrik Sodenkamp: »Es bleibt festzuhalten, dass jeder Mensch erwarten kann, nicht an einem Herzinfarkt zu versterben, weil er für das Grundgesetz in der Bundesrepublik einsteht. DAS GRUNDRECHT AUF VERSAMMLUNGSFREIHEIT GILT ZU JEDER ZEIT«
Im grungesetz steht in Art. 8 nicht nur etwas von versammlungsfreiheit, sondern auch, daß die auf grund eines gesetzes beschränkt werden kann und daß die voraussetzung für versammlungen friedlichkeit ist. Und wenn bei einer versammlung mutwillig andere mit einer potentiell tödlichen krankheit angesteckt werden oder man das zumindest billigend in kauf nimmt, ist daran von anfang an gar nichts friedlich.

Ebenso wenig friedlich ist es, daß auf querdenkerdemos immer wieder journalisten verprügelt werden. So wurde am 1. august der Berliner landesgeschäftführer der DJU von ver.di, Jörg Reichel von seinem fahrrad gezerrt und von mehreren personen krankenhausreif geprügelt.

Spätestens jetzt müßte es den nicht-rechten coronamaßnahmen- und impfkritikern auffallen, daß sie mit rechtsextremen, die sich zu opfern stilisieren, auf die straße gehen. Aber manchen reicht das »aufgewacht sein« nicht einmal dafür zu erkennen, in welches umfeld er sich begeben hat.

Sonntag, 1. August 2021

Das wetter.

Seit wochen flutet katastrophentourist Martin Lejeune seinen kanal mit videos aus dem überschwemmungsgebiet. Für ihn reicht es nicht, daß menschen ertrunken sind. Das muß noch ein bißchen dramatisiert werden: es müssen natürlich kinderleichen sein, die vorbeischwimmen. Ohne kinderleichen keine katastrophe. Das kennt man aus der coronaleugnerszene. Wenn es nur die omma Meier von nebenan erwischt, macht das nichts, denn die war ohnehin schon so gut wie tot. Nun schreibt er im fachblatt für katastrophentourismus (Demokratischer Widerstand) auch wieder herzzereißende geschichten, um am ende den klimawandel zu leugnen. Die tragischen geschichten lasse ich mal weg, weil das hauptsächlich sensationsheischen auf kosten betroffener ist.
Zitat Martin Lejeune: »Im Raume stehen schwere Vorwürfe. Die Vorwarnung der Bevölkerung hat überwiegend nicht funktioniert. Dass es Möglichkeiten dazu gab, zeigt das Beispiel der Stadt Wuppertal, wo die Bevölkerung gewarnt wurde. Eine Ausnahme.«
Offensichtlich war die warnung der bevölkerung in Wuppertal keine ausnahme, denn SWR aktuell berichtete am 13. juli (im verlinkten video ab minute 25:22), wie sich die stadt Mayen in der Eifel und städte an Mosel und Rhein sich auf das hochwasser vorbereiten. Das hätten sie sicherlich nicht getan, wenn sie nicht irgendwoher gewarnt gewesen wären.
Zitat Martin Lejeune: »NICHT MAL DER WETTERBERICHT DER ARD STIMMT Wenn es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt, den alle Bürger zwangsweise finanzieren müssen, kann von diesem erwartet werden, dass er sich im Gegenzug darum kümmert, die Bevölkerung mit relevanten Informationen zu versorgen, zumal mit lebenswichtigen Informationen. Nicht so der WDR. Der verpennte das Ereignis, versäumte die Bevölkerung zu alarmieren, aber spuckt nun große Töne, wenn es darum geht, den Klimawandel als Ursache der Katastrophe zu verkaufen. – Es erscheint grotesk, wenn ausgerechnet der aufgeblähte WDR Personalknappheit für seine Fehlleistung mitverantwortlich macht. Über die sich ankündigende Naturkatastrophe wurde im SWR sogar verharmlosend und ohne konkrete Warn- und Verhaltenshinweise berichtet. So lautete die Wettervorhersage für das Hochwassergebiet am 14. Juli um 17:00 Uhr: ›In der Nacht regnet es zunächst noch leicht.‹ Wir reden hier von einer Nacht, in der es allein im Sendegebiet des SWR über 100 Todesopfer durch Regen gab!«
Der Deutsche Wetterdienst hat bereits am 12. juli eine unwetterwarnung wegen regenmengen bis 200l/m2 in der Eifel und dem Bergischen Land herausgegeben, diese wurde am 13. juli um 15 uhr konkretisiert, nämlich daß mit heftigem regen in der Eifel und an der Mosel zu rechnen sei. Diese warnung kam an beiden tagen in der wettervorhersage. Unter anderem in der tagesschau um acht.

Besonders interessant ist hier der ruf nach konkreten warn- und verhaltenshinweisen. Seltsam, derartiges in dem käseblättchen zu lesen, das seit april 2020 im dauerjaulton »Merkeldiktatur« quiemt, weil sie kein bock auf verhaltenshinweise haben - und das obwohl seit märz 2020 allein in Deutschland jeden tag 180 tote durch corona gab.
zitat Martin Lejeune: »AM ENDE IST DER HIMMEL SCHULD Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) versuchte im englischsprachigen Magazin Politico am 15. Juli 2021, einen Bezug von der hausgemachten Überschwemmungskatastrophe mit Todesopfern zum Klimawandel herzustellen. Es hat wohl weniger mit dem Klima zu tun als mit einem ganzen Strauß von externen Faktoren, von denen das mangelhafte Meldewesen und überforderte örtliche Krisenmanagement nur einen Ausschnitt darstellen. Bekannt ist, dass eine dichte Bebauung ehemaliger Auen, die Begradigung von Flüssen und die Versiegelung großer Flächen dazu beitrugen, dass es nicht nur zu dieser Katastrophe kommen konnte, sondern dass sie vorhersehbar war.«
Sicherlich ist der klimawandel für den braunkohlefetischist Laschet bloß ein wahlkampfthema. Weshalb sich bessere luft auf der einen seite und vernünftiges krisenmanagement plus hochwasserschutz auf der anderen seite einander ausschließen sollten, ist ein seltsamer gedanke. Interessanter weise gibt es an der Ahr seit dem jahr 2007 das naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel, welches zum ziel hat, gewässer und wald naturnah zu gestalten, um damit dem klima- und hochwasserschutz zu dienen. Dort wird der fluß also seit vierzehn jahren dahingehend umgestaltet, daß wieder auwälder als natürliche überflutungszonen entstehen. Das unglück konnte dadurch aber nicht verhindert werden.

Sicher hätte man in der region viel eher katastrophenalarm auslösen müssen, wenn es allerdings dann nicht so schlimm gekommen wäre, würden figuren wie Lejeune jetzt halt über die blöden regenhysteriker nörgeln, die wegen nichts die leute tyrannisieren.
zitat Martin Lejeune: »NICHT OMINÖSE KRÄFTE, SONDERN MENSCHEN ENTSCHEIDEN Am Ende bleibt stehen, dass diese Katastrophe hausgemacht ist und die Versuche, einen Zusammenhang zu Klimagefahren zu konstruieren, ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver sind. Längst ist unter Wissenschaftlern bekannt, dass die verfügbaren Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes der letzten Jahre belegen, dass die Regenmenge in unseren Sommern nicht zugenommen hat und es keine Zunahme von Extremwetterereignissen gibt. Das dokumentieren auch Studien der Universität in Canberra, der Oxford Universität und des Umweltbundesamtes.«
Warum wundert es mich so überhaupt nicht, derartiges im DW zu lesen?

Könnte damit zusammenhängen, daß die es hinkriegen, sich die sterbestatistik seit beginn der coronapandemie dahingehend schönzurechnen, daß angeblich keine übersterblichkeit sichbar gewesen sei. Und so ist es natürlich ein kunststück zu »beweisen«, daß die regenmengen im sommer in den letzten jahren keineswegs zugenommen haben. Wenn man von kleinen, regionalen unterschieden absieht, waren die sommer 2014, 2015, 2016, 2018, 2019 und 2020 zu trocken und in einigen regionen sogar viel zu trocken. Zu naß hingegen war nur 2017 und wie es bis jetzt aussieht 2021. Wenn man die statistik so auslegt, wird man in fünf, sechs jahren wahrscheinlich nichts mehr davon sehen, daß einige regionen im fernen westen diesen sommer abgesoffen sind, womöglich werden sie dann dort sogar eher wassermangel haben - in Brandenburg kam es 2010 und 2013 an der Schwarzen Elster zu überflutungen, in den jahren 2018, 2019 und 2020 trocknete der fluß streckenweise völlig aus. Demzufolge hat, rein statistisch betrachtet, keine überschwemmung stattgefunden, denn im mittel war der pegel immer normal gewesen.

Auch muß man mal drüber nachdenken, was eigentlich »extremwetterereignisse« sind. Die meisten wetterbedingten toten gibt es hierzulande nicht durch blitzschlag, flut, sturm oder kälte sondern durch hitze. Dies phänomen war bis vor einigen jahren hier derart beliebt, daß es von vielen als »schönes wetter« bezeichnet wurde. Und daran, daß die hitzewellen in den vergangenen jahren nicht länger, wärmer und trockener geworden wären, glaube ich nicht.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Neues von der drückerkolonne

Nach der verbotenen demo am vergangenen wochenende, die HNA berichtete über ein »wochenende voller verlierer« - »Erst habe man als Künstler lange wegen der Abstandsregeln nicht auftreten dürfen, jetzt dürfe man nicht wegen der Abstandsregeln-Gegner. ›Das ist doch paradox.‹«, gab es heute früh zur abwechslung mal wieder einen spaßigen rundbrief der selbsternannten demokraten ohne demokratieverständnis.

Offenbar suchen die deppen, die ihr käseblatt unters volk bringen und ihnen die druckkosten abnehmen
zitat Rundbrief 345 |DW-Verteileraktion zur Großdemo, 31. Juli und 1. August 2021: »Von Beginn an trägt sich die Wochenzeitung durch das in der Publizistik einzigartige Verteilersystem. TAUSEND DANK DAFÜR! UND ES GEHT WEITER! EINE VERSTÄRKTE VERTEILER-AKTION DER WOCHENZEITUNG FÜR 1) Neu-Interessierte 2) Verteiler aus der ganzen Republik, die nach Berlin zur Demo kommen 3) Fahrradverteiler 4) Stolze Bollerwagenbesitzer 5) Orte, die den Widerstand auslegen möchten Für den 31. Juli abends und am 1. August 2021 geben wir am Freitag einen Treffpunkt bekannt, wo Sie die Zeitung abholen können. – Bei größerenn Mengen, ab 2.000 Stück ist auch eine Anlieferung am Samstag möglich. WAS WIR VON IHNEN ALS VERTEILER BRAUCHEN Damit wir Planungssicherheit haben und keine Mittel verschwenden überweisen Sie bitte dazu einen Beitrag zu den Druckkosten von 15.-/200 Exemplare auf das Konto: KDW [xxx-zensiert-xxx] Wir drucken auch mehr, dass die Menschen, die gerade kein Geld zur Verfügung haben, verteilen können. Wir hatten nur im vergangenen Jahr auch einzelne Vorbestellungen von mehreren Tausend Stück, die dann nicht abgeholt wurden. Solche Fake-Antifa-Tricks müssen wir leider einplanen.«
Das sind drückerkolonnenmethoden! Erst sollen die menschen ihre arbeitsmittel, fahrräder und bollerwagen, selbst mitbringen und dann auch noch dafür zahlen, arbeiten zu dürfen. So etwas schreit geradezu danach, diesen dreck zu bestellen und nicht abzuholen. Zu punkt 5. fällt mir ein, daß meine altpapiertonne den »Widerstand« widerstandslos nimmt, vielleicht ist auch das Heizkraftwerk Ruhleben interessiert. Neulich las ich irgendwo, daß private wertstoffirmen fünf bis sieben cent für ein kilo altpapier zahlen. Da könnte man als stolzer klaufixbesitzer (mancherorts auch als »mausefix« bezeichnet. Und dieser begriff gefällt mir fast noch besser. Zumindest die ossis werden wissen, was damit gemeint ist.) also hinfahren und das papier direktemang einer sinnvollen verwertung zuführen und sich die edle tat in kleiner münze versilbern lassen.

Interessant hierzu ist auch, daß die großmäuler vom Demokratischen Widerstand im vergangenen jahr bereits behaupteten, die größte Deutsche wochenzeitung der welt zu sein, am vergangenen samstag der Lenz beim Kaiser jedoch sagte, daß die zeitung immer weiter wüchse und sie jetzt die Jungle World überholt und den Freitag nahezu eingeholt hätte, großmännisch bezeichnet er diese beiden zeitungen als »mitbewerber«. Ich denke eher, daß DW eher mitbewerber der Jungen Freiheit ist, an deren auflage bloß nicht heranzukommen ist, obgleich man sich vor einem jahr bereits auflagenstärker als Die Zeit sah. Manch einem ist gar nichts peinlich.

Mittwoch, 26. Mai 2021

Die traurige welt der maßnahmengegner oder ...

... lachen ist immer noch ein häufiges geräusch.

Bei »kritikern« der coronamaßnahmen liest man immer wieder, daß man heutzutage ja nicht einmal mehr lachen dürfe. So fand ich letztens in einem blog folgendes
zitat: »Wer noch in S- oder U-Bahnen lacht, riskiert erstaunte oder gar empörte Blicke. Es sind weniger die gefährlichen Aerosole, die Empörung auslösen. Aber was hat der sonderbare Mensch zu lachen, sagen die Blicke. Sind wir nicht alle nur noch Leichen auf Urlaub?«
Seltsam, daß der typ, der das geschrieben hat, angeblich in der selben stadt wohnt wie ich. Im berufsverkehr gab es in den überfüllten s- und u-bahnen noch nie etwas zum lachen, weil man meist so eingekeilt dagestanden hat, daß man dafür nicht einmal luft bekommen hätte. Zum glück habe ich die möglichkeit, das bahnfahren zu meiden, speziell zu diesen zeiten. Aber wenn ich in der letzten zeit mit der bahn unterwegs war, ist es kaum anders gewesen als sonst, tatsächlich etwas ruhiger, weil die bahn nämlich leerer war als üblich.

Oder das hier
zitat: »Was darf Satire in Zeiten der Pandemie eigentlich? Offenbar gar nichts. Lachen wird zu einer Regung aus der rechten Ecke erklärt.«
Nö, überhaupt nicht. Allerdings sind geschmacklosigkeiten noch genauso geschmacklos wie vor der pandemie und aus einem faden witz auf pennälerniveau wird keine gelungene satire, wenn man dazu sagt »hahaha, war ironisch«.

Die komischsten sachen liefern diese figuren eher ungewollt ab. Neulich las ich, daß die Merkeldiktatur die schlafschafe mittels impfung nun umbrächte. Und weil die bereits geimpften nicht wie herbeiphantasiert schnell nach der impfung abnippeln, würden sie eben drei jahre nach der impfung sterben. Somit wären die impfverweigerer und »regiemegegner« die einzigen, die überlebten.

Einleuchtend. Jede anständige diktatur bringt ihre anhänger und mitläufer um und läßt ihre gegner am leben. Es darf gelacht werden!

Sonntag, 9. Mai 2021

Freitag, 30. April 2021

Bernd hat angst

Bernd das Brot fürchtet, nicht mehr irgendwelchen blödsinn in die kamera sprechen zu können, ohne ein gesprächsangebot von Jens Spahn zu bekommen. Zu sehr ängstigen muß er sich wohl nicht. Denn wie der Tagesspiegel gestern berichtete, haben die schauspieler nicht einfach irgendwelchen blödsinn in die kamera gesprochen, sondern vorgeschriebenen blödsinn.
Zitat Tagesspiegel: »Ein Schauspieler, der ebenfalls von Brüggemann angesprochen worden war und namentlich nicht genannt werden möchte, zeichnet ein völlig anderes Bild von der Entstehungsgeschichte.

Im Gespräch mit dem Tagesspiegel berichtet er, dass Brüggemann und die Regisseurin Jeana Paraschiva federführend bei der Durchführung gewesen seien. Demnach verschickten sie via Email eine Projektskizze, mit der sie die geplante Aktion erklärten. Im Anhang der Mail fand sich ein Dokument mit Texten, die wirkten, als seien sie größtenteils von Brüggemann verfasst worden. Der Angeschriebene konnte sich aus diesem Konglomerat ein Statement aussuchen, das er später vor der Kamera vortragen würde.

[...] Eine eigene Themensetzung, so der Schauspieler, sei dabei offensichtlich aber nicht erwünscht gewesen, die Stoßrichtung war vorgegeben: die Lockdown-Maßnahmen der Regierung, das ›Narrativ‹ von Politik und Wissenschaft mit einer alternativen Erzählung ›umzustoßen‹, wie es Brüggemann im Welt-Interview ausdrückt. Hinter #allesdichtmachen steckt somit eine klare politische Agenda; die vielen Stimmen gehen vermutlich auf einen einzigen Autor zurück.«
Da wundert es nun wirklich nicht, daß die texte alles andere als spontan wirkten und sich sehr ähnelten. Da war es mit der vielbeschworenen meinungsfreiheit dann wohl doch nicht so weit her, wie behauptet.

Sonntag, 25. April 2021

Griff ins klo

Der klogriff der woche war sicherlich #allesdichtmachen. Momentan bin ich froh, daß ich mich nie sonderlich für spielfilme und schauspieler interessiert habe, denn ich wäre wahrscheinlich sehr enttäuscht, wenn jemand, dessen fan ich bin, etwas derart haarsträubend dummes sagt, wie man es bei der aktion »hackedicht« sieht. Die namen der meisten, die mitgemacht haben, kenne ich kaum, weil ich mir schauspielernamen selten merke und gelegentlich auch bloß, weil ich denjenigen doof finde. Mitgemacht bei dieser idiotischen aktion haben Cem Ali Gültekin, Katharina Schlothauer, Ben Münchow, Bernd Gnann, Christian Ehrich, Claudia Rippe, Dietrich Brüggemann, Gianna Valentina Bauer, Hanns Zischler, Jan Josef Liefers, Jens Wawrczeck, Jörg Bundschuh, Joseph Bundschuch, Karoline Teska, Kathrin Osterode, Kea Könneker, Markus Gläser, Maxim Mehmet, Monika Anna Wojtyllo, Nadine Dubois, Nadja Uhl, Nina Gummich, Nina Proll, Roland Düringer, Samia Dauenhauer, Thorsten Merten, Tina Maria Aigner, Ulrich Tukur, Vicky Krieps, Volker Bruch, Werner Eng, Wotan Wilke Möhring, Jeana Paraschiva, Miriam Stein, Ramin Yazdani. Desweiteren haben auch Heike Makatsch, Meret Becker, Ken Duken, Richy Müller, Ulrike Folkerts und Manuel Rubey mitgemacht, die ihre videos allerdings wieder zurückzogen, weil sie sich überlegt haben, daß das vielleicht doch keine übermäßig schlaue idee ist, aus frust oder langeweile die covidioten und stramm rechten zu unterstützen.

Einen teil der videos habe ich mir nicht angeschaut, weil mir das zu langweilig ist. In denen, die ich mir angeschaut habe, wurde eigentlich immerfort das selbe gesagt. Eine kreative meisterleistung würde ich mir anders vorstellen. Auf eines möchte ich aber genauer eingehen. Hier der text
zitat Jan Josef Liefers: » Mein name ist Jan Josef Liefers, ich bin Schauspieler und ich möchte heute ›danke‹ sagen. ›Danke‹ an alle medien unseres landes, die seit über einem jahr unermüdlich verantwortungsvoll und mit klarer haltung dafür sorgen, daß der alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben. Und dafür sorgen, daß kein unnötiger, kritischer disput uns ablenken kann von der zustimmung von den sinnvollen und immer angemessenen maßnahmen unserer regierung. Verantwortungslosen menschenverachtenden ärzten und wissenschaftlern, die zu anderen schlüssen kommen als die beratenden experten unserer regierung. Und die sich mit professuren an weltberühmten universitäten und nobelpreisen schmücken, ich möchte sagen: ›tarnen‹, dürfen wir keine bühne geben. Schließlich wissen nur ganz wenige spezialisten, was wirklich gut für uns ist. In letzter zeit habe ich aber das gefühl, daß einige zeitungen damit beginnen, alte, überwunden geglaubte vorstellungen von kritischem journalismus wieder aufleben zu lassen. Dagegen müssen wir uns wehren. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir sollten einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt. Nur so kommen wir gut durch die pandemie. Bleiben Sie gesund. Verzweifeln Sie ruhig, aber zweifeln Sie nicht. «
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Hans-Georg Maaßen, Ken Jebsen und der AfD hat das gefallen. Nutzer, denen das gefallen hat, mochten auch wurzelresektionen, amöbenruhr, lobotomie.
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Damit ist im grunde alles gesagt. Aber ich will trotzdem auf den text eingehen. Das ist sehr nett von herrn Liefers, sich einmal bei den medien zu bedanken. Immerhin bekommt er von der ARD für seine rolle als »prof. Boerne« im Münsteraner Tatort eine jahresgage im sechsstelligen bereich, die wir alle zahlen, ob wir uns das anschauen oder nicht. Menschen, die sich jetzt verarscht fühlen, können das »abo« leider nicht kündigen. Wenn es ginge, würde ich es trotzdem nicht tun, denn was können beispielweise Axel Prahl oder Christine Urspruch dafür, wenn einer hirnlos rumfaselt?

Daß es keinen disput über die maßnahmen gäbe, wäre mir neu. Meckert herr Liefers über die medien, ohne die debatte verfolgt zu haben, die seit inzwischen vierzehn monaten läuft? Es ist überhaupt nicht so, daß auf die »die regierung beratenden experten« gehört würde. Die lage sieht derzeit so beschissen aus, weil eben gerade nicht auf experten wie Melanie Brinkmann, Christian Drosten oder Karl Lauterbach gehört wurde, die im gegensatz zu den tollen herren Professoren und Nobelpreisträgern von »weltberühmten universitäten« nicht nur titel, sondern sogar namen haben. So bedeutend, daß man sich ihre namen merken müßte, sind die titelträger, von denen herr Liefers spricht, offensichtlich nicht.

Ist toll, daß Jan Josef Liefers das gefühl hat, daß einige zeitungen damit beginnen, alte, überwunden geglaubte vorstellungen von kritischem journalismus wieder aufleben zu lassen. Weshalb nennt er keine namen? Warum läßt er seine zuschauer nicht daran teilhaben, wen er meint?

Ich zweifele. Und nicht nur an Liefers’ intelligenz, sondern an der politik, die sehenden auges wochen- und monatelang untätig geblieben ist, wodurch die katastrophe wesentlich vergrößert wurde. Leider hilft es nichts, wenn ich sage, daß es mir bereits anfang oktober 2020 klar war, daß es einen konsequenten lockdown bräuchte, um schlimmeres zu verhindern. Passiert ist lange zeit nichts, außer daß die infektions- und todeszahlen stiegen. Es mußte diskutiert werden, ob es vonnöten sei zu handeln. Jetzt sind wir mehr als 70.000 tote weiter, hocken seit einem halben jahr mehr oder minder im lockdown und ein ende ist nicht wirklich abzusehen. Das ist nicht das ergebnis einer politik, die diskussionslos auf restriktive maßnahmen gesetzt hätte. Die politik hat auf das prinzip hoffnung gesetzt. »Kommt schon nicht so schlimm.«

Daß wir nun, ende april 2021, noch immer nicht aus dem scheißlockdown raus sind, liegt keineswegs daran, daß die MerkelIn uns aus machtgeilheit zu hause einsperren will, sondern eher daran, daß sie genau das beizeiten gelassen hat. Es wurden nicht einfach dinge beschlossen, über die nicht geredet worden wäre. Im gegenteil: Es wurde ewig blöde rumgelabert, faule kompromisse gemacht, die sich als schädlich erwiesen haben

Die schwubelfränze Hendrik Sodenkamp und Anselm Lenz vom selbsternannten »Demokratischen Widerstand« haben das, was Liefers sagte, in ihrem rundbrief 302 wie folgt aufgenommen
zitat Lenz und Sondenkamp: »Die Schauspieler stehen auf. Mit der Kampagne »Alles dicht machen« haben 53 TV- und Theater-Stars, unter anderem Heike Makatsch, Jan-Josef-Liefers, Volker Bruch, Dietrich Brüggemann und Nina Gummich gestern ihre Unterstützung der Demokratiebewegung erklärt.

Das Video von Heiko Makatsch verschwand recht schnell im Laufe des Tages, ist aber frühzeitig gespiegelt worden. Besonders klar ist die Ansprache des demokratischen Revolutionärs Jan-Josef Liefers, der auch auf unsere Zeitung und die Regierungspropaganda eingeht.«
Wer auch immer dieser Heiko Makatsch sein soll. Heike Makatschs video verschwand, weil sie sich offenbar überlegt hat, daß sie nicht von rechten verschwörungsdeppen vereinnahmt werden will. Im rundbrief 285 zur »lagebesprechung« von mitte april hieß es
zitat Lenz: »FDP und Linksfraktion haben heute bei der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag erstmals einigermaßen seriös opponiert und ansonsten weiterhin der AfD bildlich den Schwarzen Peter der Verteidigung der Demokratie, der Gewaltenteilung, der Menschlichkeit überlassen.«
Sicher. Die AfD als einziger verteidiger der menschlichkeit und so. Und eine horde schauspieler, die offensichtlich kein problem damit hat, sich mit solchen figuren gemein zu machen. Ich fühle mich peinlich berührt, weil meine abneigung gegen filmstars noch nie dermaßen klar bestätigt wurde. Das sind leider nicht unbedingt besonders kluge, unterhaltsame leute, sondern ausgemachte langweiler, die wie dressierte affen kunststücke abspulen, die man ihnen beigebracht hat. In puncto originalität, witz und ironie hat mich bislang keins der videos vom hocker gerissen. Schade eigentlich, es wäre doch schön gewesen, wenn wenigstens einer von denen mal gezeigt hätte, daß ich mich irre. Stattdessen gibt es die bei rechten übliche larmoyanz. Schließlich gibt es keine meinungsfreiheit, wenn andere das, was man meint, einfach nur panne finden.



Den eindeutig besseren text hatte die twitternutzerin Julia C. Seidl, den sie überdies auch noch besser vortrug als Jan Josef Liefers. Das mit der ironie hat sie auf jeden fall besser drauf.

Dienstag, 13. April 2021

Wo bleibt eigentlich diese verfluchte corona-diktatur?

Im fachblatt für verblödungsfreunde steht seit wochen bzw. monaten auf seite 3 unten stets der selbe witz:
Zitat Demokratischer Widerstand: »WAS ZEIGT DIE MEDIZINISCHE GRAFIK?

Die linksstehende Statistik zeigt die Sterbefälle in der Bundesrepublik im Ver- gleich der Jahre. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der Gestorbenen seit dem Winter und Frühjahr 2020 deutlich unter den Zahlen der Grippewelle des Jahres 2018 und ähnlich den Zahlen anderer Jahre liegt. Das gilt auch für 2021. Es gibt demnach keine außergewöhnliche Übersterblichkeit.

Sars-Cov-2 (Corona) existiert. Der Virus ist auch nicht völlig ungefährlich. Corona ist jedoch nicht oder nicht wesentlich bedrohlicher als andere Grippein- fektwellen, wie sie zu jedem Jahreswechsel auf der Nordhalbkugel stattfinden. Denn wäre Corona übermäßig bedrohlich – oder gar menschheitsbedrohend –, dann müsste die Sterberate von uns Menschen signifikant und ganz außerge- wöhnlich ansteigen. Das ist aber nicht der Fall. Die Daten sind jene des Statisti- schen Bundesamtes.«
Wie schön! Es gibt keine übersterblichkeit durch corona. Dann ist ja alles bestens. Als besitzer von augen könnten einem an der grafik allerdings ein paar dinge auffallen. Um das ein bißchen deutlicher zu machen, habe ich die grafiken von n-tv und des des Statistischen Bundesamtes übereinander gelegt und die zeiten mit lockdowns und maßnahmen hellblau unterlegt:
In der unteren grafik links sieht man in der blauen kurve für das jahr 2018 sehr deutlich die grippewelle von 2018, das war laut RKI die schlimmste seit dreißig jahren, mehr als 25.000 menschen sind gestorben und die meisten von ihnen um die 10. kalenderwoche herum. Dagegen sieht die 1. coronawelle relativ flach aus, sie erreichte in der 15. kalenderwoche ihren höhepunkt. Da waren wir bereits seit drei wochen im lockdown, sonst wäre sie mit sicherheit wesentlich größer ausgefallen, so starben in der zeit von märz bis ende juni »nur« knapp 9.000 an covid-19. Auffällig wird es ab kalenderwoche 43. Da steigt die kurve langsam aber stetig an. In den verbleibenden zehn wochen bis zum jahresende verstarben knapp 24.000 menschen an covid-19 und man muß schon mächtig knöppe auf den augen haben, um das in der grafik nicht zu sehen.

Die häufigsten todesursachen in Deutschland sind übrigens:

  1. Herzkreislauferkrankungen - sterben knapp 910 menschen täglich dran.
  2. Krebs - sterben pro tag 635 menschen dran.
  3. Krankheiten des Atmungssystems - sterben 185 leute jeden tag dran.

Heute ist es genau 400 tage her, daß in Deutschland die ersten covid-todesopfer zu beklagen waren. Seit dem sind nahezu 80.000 menschen daran gestorben. Bedeutet, daß die hitliste der beliebtesten todesursachen in ihren top 3 derzeit so aussieht:

  1. Herzkreislauferkrankungen - sterben knapp 910 menschen pro tag dran.
  2. Krebs - sterben jeden tag beinahe 635 menschen dran.
  3. Covid-19 - sterben täglich fast 200 leute dran.

Es ist also völlig berechtigt, corona als »nicht übermäßig bedrohlich« einzustufen, ist, seit es das hierzulande gibt, schließlich bloß die dritthäufigste todesursache und deshalb zu vernachlässigen.

Die grafik zeigt auch, daß lockdowns durchaus wirksam sind. Und, daß die Deutschen ziemlich arrogant und dumm sind - es war sehr gut sichtbar, was in der 3. welle in Portugal oder GB und anderen ländern losgewesen ist. Was jetzt passiert, war vorhersehbar und man hätte es verhindern können, wenn beizeiten beherzt gehandelt worden wäre, anstatt abzuwarten, bis aus einem problem ein riesiges problem geworden ist. Anstatt wenigstens halbwegs vernunft walten zu lassen, haben sich die regierungen von einer kleinen, lauten minderheit beeindrucken lassen und das werden wir in den kommenden monaten im lockdown aussitzen »dürfen«. Hätte »mutti« gleich entschieden wär uns viel erspart geblieben...

Donnerstag, 1. April 2021

Lauterbach warnt

Diese woche war Karl Lauterbach ausnahmsweise mal nicht bei Lanz, sondern bei Kurt Krömer.
Zitat Karl Lauterbach: [9:26]»Wir raten im prizip zu den dingen, die wir selbst nicht machen und wir warnen vor dem rest.«
Zitat Kurt Krömer: [25:48]»Es ist doch so, daß wir eigentlich immer sagen, politiker sollen bitte die wahrheit sagen, die sollen nicht lügen und jetzt kommt einer wie Karl Lauterbach, spricht unangehne dinge an, daß wir alle zu hause bleiben müssen und ne playstation 5 gibts auch nicht zu weihnachten, die müßt ihr euch streichen und jetzt sagen alle, dit nervt.«
Den eindruck hatte ich in den letzten monaten mehr als nur ein mal, daß die leute politiker, die nicht lügen überhaupt nicht leiden können, weil sie die wahrheit nicht vertragen.

Sonntag, 28. März 2021

Krudes aus der LINKSpartei

Leider war ich so leichtsinnig, mir Sahra Wagenknechts video »Risiken und Nebenwirkungen - Wie sicher sind die Corona-Impfungen?« vom 18. märz 2021 anzuschauen, denn ich war neugierig, was sie wohl zum thema zu sagen hat. Leider nicht viel sinnvolles und dann auch noch eine buchempfehlung.
Zitat Sahra Wagenknecht: »[ca. 6:31]In diesem zusammenhang möchte ich Euch ein sehr gutes buch empfehlen. Von Clemens Arvay - Coronaimpfstoffe. Rettung oder Risiko?«
Mußte das sein? In einem interview mit dwDeutsch beklagte herr Arvay sich, daß seine gegner ihn am liebsten als gärtner darstellen wollten und überdies sei er kein impfgegner, sondern ein impfkritiker. Es ist seltsam, daß für den »kritiker« kritik an ihm selbst zur diffamierungskampagne wird und er seine kritiker als gegner bezeichnet.

Tatsächlich ist Arvay kein gärtner, sondern diplomingenieur für angewandte pflanzenwissenschaften, also einem fachgebiet der botanik und hat eine masterarbeit über das leben von subsistenzlandwirten in Österreich geschrieben. Selbst bezeichnet er sich jedoch als »gesundheitsökologe«. Da wollte ich wissen, was das berufsbild eines gesundheitsökologen überhaupt ist und welche ausbildung man dafür benötigt. Zumindest in Deutschland ist das keine geschützte berufsbezeichnung. Das bedeutet, daß jeder kohlrabiapostel, der schon mal eine tasse kräutertee getrunken hat, sich so bezeichnen darf. Warum benutzt Diplomingeneur Arvay eine im grunde wertlose phantasiebezeichnung? Als antwort fallen mir nur unschöne gründe ein. Aber vielleicht weiß jemand besseres?
Zitat Sahra Wagenknecht: »Ein sehr sachliches buch. Ein buch in dem sehr genau und detailliert erläutert wird, wie diese impfstoffe wirken, wovor sie schützen, natürlich, was sie auch, möglicherweise, was man noch nicht weiß, was damit auch risiken beinhaltet. Es ist kein buch gegen die impfung.«
Zu herrn Arvays buch haben schon andere eine menge gesagt und geschrieben, die das sicherlich qualifizierter können als ich. Diese lektüre werde ich mir sparen, weil das wohl eher keine neutrale betrachtung ist, die zur aufklärung über moderne impfstoffe dient, sondern vielmehr die vorbehalte derer bedient, die es ohnehin »schon immer« wußten, daß big pharma uns alle vergiften will. Oder noch viel schlimmeres.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Aber es ist ein absolutes plädoyer, daß jeder selbst entscheiden können muß, impfe ich mich oder impfe ich mich nicht.«
Während die impfgegner, die lieber als impfkritiker bezeichet werden möchten, fortwährend vom »impfzwang« fabulieren, wartet die breite mehrheit immer noch darauf, man möge sie doch endlich mal zwingen.

Selbstverständlich sollte jeder selbst entscheiden, ob er geimpft werden will oder lieber nicht. Nur ist Arvays buch für so eine entscheidung nicht sachdienlich, wenn er scheinbar »wissenschaftlich« argumentiert, tatsächlich aber bloß vorurteile untermauert, weil er getechnik an sich für das konzentrierte böse hält.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Und nochmal, es sind absolut neue impfstoffe. Auch die vektorimpfstoffe, das sind sogenannte DNAimpfstoffe, bisher nur bei ebola eingesetzt, ebola ist eine krankheit, da liegt die todesrate bei 50 bis 90%, also um das mal zu vergleichen mit covid, da ist natürlich auch die inkaufnahme möglicher risiken eine ganz andere. Wenn ich mich vor einer krankheit schützen kann, an der ich mit fast 90% versterbe. Ansonsten gibt es zu diesen impfstoffen bisher keine anwendungsbeispiele.«
Wie Sahra Wagenknecht es schafft mit 90% zu versterben, während die meisten das bereits mit 4‰ tun, gibt rätsel auf. Aber das ist nicht das einzige. Daß es womöglich auch etwas gutes sein könnte, wenn es etwas absolut neues gibt, kommt für frau Wagenknecht überhaupt nicht in die tüte.

Die impfstoffe gegen SARS-COV-2 sind nicht über nacht vom himmel gefallen. An mRNA wird seit ca. dreißig jahren geforscht und soweit ich weiß, an impfstoffen gegen coronaviren ungefähr seit 2003. Wäre die coronakatastrophe zehn jahre eher passiert, wäre es womöglich nicht machbar gewesen, in absehbarer zeit einen wirksamen impfstoff herzustellen, weil das know-how dafür gefehlt hätte. Das meiste, das da an forschung drinsteckt, hat vor 2020 stattgefunden. Meines wissens läuft die studie für den mRNAimpfstoff gegen MERS immer noch. Allerdings nicht, weil nach jahren irgendwelche unerwarteten nebenwirkungen befürchtet würden und man deshalb sicherheitshalber noch ein paar jahrzehnte abwarten müßte, sondern weil die erkrankung inzwischen so selten vorkommt, daß der wirknachweis bisher nicht erbracht werden konnte und es sich aus humatitären gründen von selbst verbietet, menschen dafür absichtlich einem virus auszusetzen, an dem mehr als ein drittel der infizierten stirbt.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Und das führt mich dann zu der nächsten frage: warum eigentlich mußten jetzt ausschließlich, oder, sind jetzt ausschließlich genetische impfstoffe im zulassungsverfahren? Es gibt noch einen einzigen, der möglicherweise noch zugelassen wird, der auf einem anderen verfahren beruht, ansonsten sind es ausschließlich diese genetischen impfstoffe. Das gilt übrigens auch für den Russischen und das gilt für den Chinesischen. Warum hat man nicht auf die klassische methode gesetzt?«
Vielleicht, weil das jetzt ein prima anwendungsbeispiel ist? Soweit ich es mitbekommen habe, setzt auch Kuba auf vektorimpfstoffe. Das wird sicherlich gründe haben. Z.b. die geschwindigkeit der produktion. Für viele herkömmliche impfstoffe müssen viren in speziellen embryonierten hühnereiern angezüchtet werden, was aufwendig ist und zeit kostet, weil für jede impfdosis erst mal ein ei produziert werden muß und vom ei bis zur fertigen impfdosis ungefähr zwei monate vergehen. Wir sind schließlich alle extrem scharf drauf, auch noch die nächsten fünf jahre im lockdown zu sitzen und abzuwarten, bis ausreichend hühner gezüchtet und eier gelegt sind. Weltweit gibt es aber trotzdem auch mehrere notfallzulassungen für impfstoffe nach »klassischer methode« - unter anderem für einen aus Kasachstan, einen aus Indien und einen aus China.
Zitat Sahra Wagenknecht: »[8:08]Es kann sein, das weiß ich nicht, ich bin sowieso nicht kompetent das zu bewerten, daß die überhaupt nicht funktionieren.«
Man kann von der Europäischen Arzeneimittel-Agentur halten was man will, aber daß die impfstoffe zulassen würde, bei denen gar nichts funktioniert, außer nebenwirkung, ist unwahrscheinlich. Impfstoffe müssen überdies auch von der ethikkommission bewertet werden. Der nutzen muß erheblich größer sein als das risiko. Ansonsten wäre es nicht hinnehmbar, daß irgendjemand sich das antut, wenn er davon höchstens schaden aber keinerlei nutzen hätte.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Aber was ich schon auffällig finde, ist, die projekte, die es gab für klassische impfstoffe ganz eindeutig nicht die förderung erhalten haben, die die genetischen impfstoffe erhalten haben. Und da fragt man sich schon, geht es hier letzlich nicht auch darum, daß bei den genetischen mit patenten mehr geld gemacht werden kann? Daß man jetzt einen durchbruch hat, mit dem man auch in zukunft großes geschäft machen kann? Also ich möchte nur auf zwei beispiele eingehen: es gibt in Deutschland einen mediziner, einen professor, prof. Stöcker, der hat schon im frühjahr letzten jahres einen klassischen impfstoff entwickelt, von dem er überzeugt ist, daß er wirkt. Ob er wirklich wirkt, kann niemand wissen, weil er nie die öffentlich förderung bekommen hat um eine wirklich seriöse, große studie durchzuführen.«
Über den herrn Professor Doktor hatte ich mich bereits ausführlich geäußert. Der ist nicht der geniale, jedoch arme erfinder. Professor Stöcker ist milliardär und wenn er von seinem impfstoff dermaßen überzeugt gewesen wäre, hätte er den mittleren zweistelligen millionenbetrag in sich selbst investieren können. Wenn das zeug tatsächlich so toll wirkt wie behauptet, hätte er bei abgabe zum selbstkostenpreis die investition spätestens zwei minuten nach zulassung des impfstoffs wieder drin gehabt. Nachfrage gibt es bekanntermaßen. Diese sichere investition war dem offensichtlich zu riskant. Sollte frau Wagenknecht vielleicht mal drüber nachdenken.

Es ist zum schreien: die angebliche Marxistin Wagenknecht beklagt, daß ein milliardär kein fördergeld erhalten hat, um einen impfstoff zu testen, der nicht auf dem aktuellen stand der forschung ist. Wahrscheinlich kommt sie demnächst drauf, daß braunkohle ein prima energieträger sein könnte und man RWE staatsknete dafür geben müsse, das zu erforschen.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Das sind diese studien, wo man mindestens 40.000 menschen impft, nämlich das heißt die hälfte impft man mit dem impfstoff, die andere mit einem placebo, das ist so auch bei allen impfstoffen die jetzt zugelassen wurden auch so gemacht worden. Und dann vergleicht man die ergebnisse. Und einen ähnlichen fall gibt es interessanter weise in Finnland. Auch in Finnland hat ein hochkarätiges forscherteam, wissenschaftler, einen impfstoff entwickelt, der patentfrei, wo sie patentfrei gesagt haben, den stellen wir zur verfügung. Aber wir brauchen jetzt öffentliche mittel, um diese große studie durchzuführen.[...] [9:52]Stattdessen wurden diese öffentlichen gelder eben auf diese neue generation von impfstoffen, auf diese genetischen impfstoffe konzentriert, wo man jetzt eben genau hingucken muß, wie ist das risiko, wie sind die wechselwirkungen, wo sind mögliche langfristfolgen. Wo man eben sehr viel nicht weiß.«
Inzwischen schrillt immer der alarm, wenn von »hochkarätigen forscherteams« und dergleichen die rede ist, die natürlich aus den rennomiertesten menschen ihrer art bestehen aber seltsamer weise keine namen haben. Wenn ein neues arzeneimittel zugelassen wird, muß man immer genau hingucken, welche nebenwirkungen auftreten, das ist auch bei den »traditionellen« impfstoffen nicht anders. Normalerweise impft man bei diesen studien nämlich nicht mindestens 40.000 menschen, sondern erheblich weniger, weil man selten so viele freiwillige findet und sehr seltene nebenwirkungen manchmal auch weniger als einen von hunderttausend betreffen können.

So sympathisch die idee vom patentfreien impfstoff ist, wer übernimmt die kosten für eventuelle folgen? Vielleicht der herr Professor Doktor oder die namenlosen wohltäter? In der EU hat es keine notfallzulassungen von coronaimpfstoffen gegeben, damit nicht der staat haftbar gemacht wird.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Was nicht prinzipiell gegen die impfung spricht, bei risikogruppen ohnehin nicht, aber was ganz klar dafür spricht, es darf keinerlei druck ausgeübt werden. Und wir haben bereits druck.[...][10:27]... ganz unabhängig davon, ob weiter mit AstraZeneca geimpft wird, das gilt auch für alle anderen impfstoffe. Das gerade die aktuellen ereignisse zeigen, daß wirklich keinerlei druck ausgeübt werden darf auf menschen, ob sie sich impfen lassen oder nicht. Und besonders unverantwortlich wäre das bei jungen, gesunden menschen. Und das fand ja statt und findet statt. Bei pflegerinnen und pflegern.«
Daß keinerlei druck ausgeübt werden dürfe, kann im zusammenhang mit dem arbeitsmarkt auch nur von jemandem kommen, der auf selbigem nie unterwegs gewesen ist.

Was das impfrisiko betrifft: wenn man mit corona infiziert wird, hat man, je nach alter, gesundheitszustand und virusmutation ein sterberisiko zwischen 0,01%, wenn man unter zwanzig und gesund ist und sich mit der »alten« virusvariante infiziert hat und 25% wenn man über achzig mit vorerkrankungen ist und sich mit der Britischen virusmutante infiziert hat. Mit AstraZeneca wurden ca. 20 millionen menschen geimpft. 25 hatten nach der impfung eine sinusvenenthrombose. In welchem zusammenhang die mit der impfung stehen, ist bisher weiterhin unklar. Aber selbst, wenn die alle durch die impfung ausgelöst worden wären, wäre das risiko immer noch verschwindend gering im vergleich mit der »natürlichen« infektion. Selbstverständlich möchte niemand eine sinusvenenthrombose haben, an deren folgen man sterben kann. Aber es ist seltsam, wie viele menschen sich vor diesem winzigen risiko derart fürchten, daß sie lieber das vergleichsweise große risiko einer coronainfektion eingehen, an der man mit wesentlich höherer wahrscheinlichkeit stirbt. Aber gut, dann kann man sich wenigstens auf den grabstein schreiben lassen, eines natürlichen todes gestorben zu sein.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Und je mehr impfstoffe vorliegen, desto eher ist damit zu rechnen, daß das auch in anderen berufsgruppen der fall sein wird. Und in dem kontext ist ein projekt der EU besonders bedenklich, das jetzt massiv vorangetrieben wird, wo auch herr Spahn schon seit dem letzten jahr immer wieder druck gemacht hat, daß es realisiert wird, das ist der digitale impfpass.«
Soweit mir bekannt ist, sollte der digitale impfpaß 2022 zusammen mit der elektronischen gesundheitskarte ohnehin eingeführt werden. Genaueres weiß ich darüber allerdings nicht, weil mich das nie besonders interessiert hat.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Spahn hat vor kurzem der IBM und einem Deutschen startup den auftrag erteilt, einen solchen digitalen impfpaß zu erstellen, die EU macht wahnsinnigen druck, daß das weiter voran geht. Und was soll damit bewirkt werden? Was bedeutet der dititale impfpaß der EU? Die EU sagt ›wir wollen den menschen ermöglichen, daß sie wieder reisen können‹ Und der ethikrat in Deutschland sagt ›ja, also der staat soll natürlich keine besonderen vorrechte mit impfungen verbinden.‹«
Hauptsächlich machen die »urlaubsländer« druck, weil sie geld mit touristen verdienen müssen aber keine coronahotspots werden wollen. So schwer zu verstehen ist das eigentlich nicht. Und neu ist die idee, nur mit impfpaß reisen zu dürfen, nun wirklich nicht. Das hat es schon zu zeiten der pockenimpfung gegeben und in viele länder Asiens und Afrikas darf man nicht ohne gelbfieberimpfung einreisen. Und ohne FSMEimpfung würde ich in einige gegenden Deutschlands nicht mehr reisen, aber das wäre ein anderes thema.
Zitat Sahra Wagenknecht: »Aber wenn die privaten sagen ›aber in unser konzert, in unser restaurant, da kommen eben nur die geimpften‹, dafür braucht man dann den digitalen impfpass. Ja, was ist denn das, was hat das noch mit freiwilligkeit zu tun? Wenn elementare grundrechte, die bis zur coronazeit für jeden selbstverständlich waren, zum beispiel die reisefreiheit in Europa oder das besuchen von konzerten, von restaurants, von theatern. Wenn das plötzlich eingeschränkt werden soll auf eine bestimmte gruppe? Und das sind ja alles auch dinge, die vor allem auch junge menschen gern machen. Natürlich ist das ja geradezu zwang. Das ist ja ein extremer druck, der damit ausgeübt wird. Und ehrlich gesagt mit welcher begründung?«
So schwer ist es nun wirklich nicht zu verstehen, mit welcher begründung private veranstalter und gastwirte gern für geimpfte öffnen würden: die müssen geld verdienen, wollen aber nicht pandemietreiber sein. Da ist es ein realtiv sicheres und einfaches konzept, für geimpfte zu öffnen. Das ist ein guter grund. Im freizeitbereich zwingt einen nun wirklich niemand zu irgendwas. Man muß weder ins konzert noch ins flugzeug, man muß sich bloß entscheiden was einem wichtig ist. Frau Wagenknecht tut so, als hätte jüngere menschen selbst nichts von der impfung. Aber auch für die ist das risiko an corona zu versterben oder langzeitfolgen zu haben wesentlich höher als das impfrisiko, ist nicht so, daß die sich nur für die alten säcke impfen lassen sollen, sondern auch für ihren persönlichen gesundheitlichen nutzen. Man kann nicht erwarten, daß andere einem das impfrisiko abnehmen und es dafür aber selbst in kauf nehmen, womöglich infiziert zu werden - die impfung funktioniert ja nicht bei jedem perfekt. Etwas anderes ist es bei leuten, die nicht geimpft werden können. Aber es gibt auch noch andere konzepte für kulturveranstaltungen. In verschiedenen städten hat es in den vergangenen wochen modellprojekte gegeben, bei denen menschen, egal ob bereits geimpft oder nicht, mit negativem coronaschnelltest an kulturveranstaltungen teilnehmen konnten. Vielleicht für’s erste eine alternative für die (noch) nicht geimpften.

Es ist ärgerlich, daß frau Wagenknecht so tut, als wäre das hauptproblem nicht die pandemie, sondern daß man jetzt aus heiterem himmel und purer bosheit den leuten ihr freizeitvergnügen wegnehmen würde und es völlig unbegründet wäre, den leuten, die schon geimpft werden konnten, ein paar freiheiten zurückzugeben. Eine LINKSpartei aus der so undurchdachter bockmist kommt, braucht man eher nicht.

Sonntag, 7. März 2021

Wie die »Querdenker-Media« uns manipulieren will

In seinem neuesten video befaßt sich dr. Janos Hegedüs mit quallektüre: dem Compact-Magazin. Darüber wollte ich auch schon mal schreiben. Allerdings wollte ich das nicht auch noch mit geld unterstützen - und was sollen die leute denken, wenn ich mir so etwas in der bahnhofsbuchhandlung kaufe? Für gewöhnlich ist mir das relativ egal, aber wenn jemand sehen würde, wie ich mir Compact kaufe und dann womöglich glaubt, daß ich das aus überzeugung tue, wäre mir das peinlich. Hoffentlich macht dr. Hegedüs weitere videos zu diesem drecksblatt, wenn er denen schon so viel kohle hinterhergeworfen hat. Dann kann ich mir wenigstens dies leidige thema sparen und brauche bloß auf seine videos hinweisen.

Dienstag, 23. Februar 2021

Corona harmloser als poliomyelitis?

Kürzlich las ich zur abwechslung einmal mehr den allerseits beliebten corona-grippe-vergleich:
»Die Verantwortlichen können nicht zugeben, dass sie sich geirrt haben, dass Corona schlimm, aber nicht schlimmer, als eine schwere Grippe ist, und dass die Maßnahmen, die so viel Leid angerichtet haben, überzogen sind.«
Wer das gesagt hat und wo, soll hier keine rolle spielen [randbemerkung: kommentare, die darauf abzielen, werden gelöscht]. Es geht eher um den geistigen nährwert dieser aussage. Um die angelegenheit etwas spannender zu gestalten, werde ich corona nicht mit der grippe vergleichen, sondern mit der bis in die zweite hälfte des vergangenen jahrhunderts zu recht gefürchteten poliomyelitis, also kinderlähmung.

Ähnlich wie bei corona verläuft eine infektion mit polio in den meisten fällen symptomlos. Die infektionswege sind zwar unterschiedlich, jedoch ist beides heimtückisch, weil menschen infektiös sein können ohne selbst krank zu sein. Das bedeutet, daß man andere anstecken kann ohne irgendwas zu merken.

Aktuell, stand 22. februar 2021, hat es in Deutschland bisher 2.393.098 bestätigte coronainfektionen gegeben. Stellen wir uns mal vor, was los wäre, wenn die infizierten stattdessen polio gehabt hätten und es keine impfung dagegen gäbe:

4 - 8% der mit polio infizierten entwickeln symptome: halsschmerzen, durchfall, erbrechen, fieber, abgeschlagenheit. 8% der infizierten wären 191.448 personen, die symptome zeigen. Bei diesen symptomatischen patienten kommt es bei 5 - 10%, also bis zu 19.145 zu einer hirnhautentzündung.

Zur paralytischen polio, also der tatsächlichen lähmung kommt es bei ca. 1% aller infizierten, das wären in diesem beispiel bis zu 23.931, von denen 2 - 20% sterben. Das wären hier also im schlimmst anzunehmenden fall 4.787 tote.

An corona verstarben bisher 68.061 menschen. Das sind etwas mehr als 14 mal so viele als es bei polio gegeben hätte. 74.480 hatte so schwere coronaverläufe, daß sie intensivmedizinisch behandelt werden mußten und aktuell liegen 3.030 patienten auf der intensivstation. Dagegen scheinen die zahlen in bezug auf polio ein klacks zu sein.

Waren die altvorderen hysterisch und ist polio in wirklichkeit harmlos gewesen?

Natürlich nicht, es war vernünftig, ein mittel gegen diese krankheit zu suchen und die impfung standardmäßig für alle einzuführen. Irgendwie scheint manchen der sinn dafür abhanden gekommen zu sein, daß es die menschlichkeit irgendwie gebieten würde, möglichst alles dafür zu tun, krankheit, elend und tod abzuwenden. Aber was sind schon ein paar leichen gegen die freiheit und das recht als bazillenschleuder rumzulaufen?

Mich nervt das thema. Und was mich am meisten nervt, sind nicht die einschränkungen, mit denen jetzt alle gezwungen sind zu leben, sondern die selbsternannten »experten« und ihr hyperintelligentes klatschvieh, das gut im nörgeln und besserwissen aber schlecht im denken ist.

Freitag, 19. Februar 2021

Überholen ohne einzuholen

Neues vom Haus Baccardi für Realitätsverweigerung. Diesmal im ringen mit der realität in Jebsijames’ schnatterchannel.
Zitat Anselm Lenz:
Was für ein Fiasko für Regierung, Leitmedien und Konzerne: Den früheren »Stützen der Gesellschaft« zerbricht ihre Basis völlig. Ihnen bleiben nur noch Rücktritt, Entschuldigung und die Hoffnung auf ein mildes Urteil.[...]
Mich erinnert das an diese overheadsprache der DDRmedien, die nie müde wurden, den sieg des sozialismus zu verkünden, auch als es längst offensichtlich war, daß es damit vielleicht doch nicht soweit her ist.

Diese regierung konnte ich noch nie ausstehen, aber daß da irgendwas zerbrechen würde, weil es ein paar selbstherrliche, realitätsverweigernde aber laute figuren gibt, die zweifellos ein wahrnehmungsproblem haben und sich wünschen würden, daß was zerbräche, entspricht nicht der realität.
Zitat Anselm Lenz:
[...]sie gestanden nicht ein, dass die Blase platzt, dass sie die Verantwortung tragen und dass sie sich nun um etwas Besseres bemühen würden. Nein, sie kamen stattdessen mit der größten Lüge der Menschheitsgeschichte und einer Kriegserklärung gegen die 99 Prozent der Weltbevölkerung: Die Corona-Grippe sei ein Zombie-Virus, der weite Teile der Menschheit dahinraffen werde, wenn sie nicht alle Grundrechte und Verfassungen brächen, uns alle in Todesängste versetzten, Gewerbetreibende, Arbeiterschaft, Mittelstand, Bildung und Kultur ruinierten, Kinder, Alte, Dienstleister, Wissenschaft und Kulturschaffende zur unproduktiven Verfügungsmasse deklarierten.
Welche blase soll geplatzt sein - hat Lenz aus unerklärlichen gründen vielleicht eine nasse hose? Was faselt der typ da? Was soll ein zombievirus sein? Ich höre seit fast einem jahr Christian Drostens podcast, um ein bißchen was zu lernen. Ich kann mich beim besten willen nicht daran erinnern, daß er je von einem »zombievirus« gesprochen hätte, an dem wir alle sterben müßten. Ein fachbegriff scheint das eher nicht zu sein. Mein eindruck ist eher, daß es - wenn überhaupt - ein »zombievirus« im übertragenen sinne gibt, das manche personen, auch querdenker genannt, faktenresistent macht.

Es ist ermüdend. Eine weitere kotzprobe aus dem text:
zitat Anselm Lenz:
Die Impf-Gurus sind dieselben Mörder, die die sinn- und endlosen Kriege der letzten 30 Jahre angezettelt haben, bei denen es um Ölquellen und Weltherrschaftsfantasien der US-amerikanischen Oligarchen ging, die die Maschinerie des Kalten Krieges bis heute am Laufen halten. Es sind dieselben, die Umweltzerstörung und verhungernde Kinder in der Welt zumindest an mächtiger Stelle mitzuverantworten haben.
Hä?

Da fehlen mir die worte.

Impfguru. Wer soll das sein? Die WHO? Das RKI? Oder das PEI? Die STIKO? Und die zetteln kriege für öl an, weil sie morden und kalten krieg toll finden? Und wer an impfstoffen forscht, ist mörder, weil er krieg, umweltzerstörung und verhungernde kinder gut findet und mächtig genug ist, das mitzuverantworten?

Da gibt es nichts zu verstehen.

Heute wurde in rundbrief nr. 194 noch mal allerhand dünnsinn hinterhergeschoben:
zitat Anselm Lenz:
Wir möchten hiermit nochmals festhalten, dass wir uns zu jedem Zeitpunkt unserer Tätigkeit an geltende Gesetze und Regeln gehalten haben. Wir haben auch rechtlich nicht verbindliche Kodizes wie den Pressekodex jederzeit eingehalten und werden das auch weiterhin tun. Und auch lebensverbessernde Höflichkeiten sind uns wichtig, ein allgemein guter Umgang. Ein Sinn für echte Qualitäten, nicht nur für Ware.
Aha. Mal zur erinnerung was der Pressekodex ist:
1. WAHRHAFTIGKEIT UND ACHTUNG DER MENSCHENWÜRDE
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.

Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.
Nie würde ich behaupten, daß das in den leitmedien immer gegeben wäre. Das ist aber kein grund, frei erfundenes als »tatsachen« auszugeben, weil einem die realen zustände nicht in den kram passen.
2. SORGFALT
Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.
Findet man beim »Demokratischen Widerstand« journalistische sorgfalt und nicht womöglich ungeprüfte gerüchte? Nein, völlig undenkbar.

Weil ich es nicht zu lang machen will, springe ich im pressekodex jetzt zu punkt 14.
14. MEDIZIN-BERICHTERSTATTUNG
Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.
Falschdarstellung von medizinischen themen ist beim »DW« nicht die ausnahme. Es ist programm. Wenn ich dieser darstellung geglaubt hätte, hätte ich sehr wahrscheinlich wirklich angst bekommen.
zitat Anselm Lenz:
Auch eine Lüge kann gestanden werden. Oder bedauerliche Irrtümer eingeräumt. Eigene Ängste zugegeben. – Es geht immer weiter, wir werden als friedliche und freie Menschen immer einen Weg finden, uns zu verständigen – am liebsten im Guten. Nun: Der Virus ist nunmal glücklicherweise keine Todesseuche. Und selbst wenn er es wäre, wir wollten solche Maßnahmen nicht ungefragt befohlen bekommen. Indes, der Finanzkapitalismus kriselt seit Langem bedenklich.
Ja, liebe leute vom DW, wenn bedauerliche irrtümer eingeräumt werden können, DANN TUT ES ENDLICH!

Es hat nichts mit befehlen zu tun, sich und andere vor einer potentiell gefährlichen viruserkrankung zu schützen. Und von maßloser ignoranz, anderen angst oder irrtum zu unterstellen.

Was den bösen »finanzkapitalismus« von allen anderen kapitalismüssen sonst unterscheidet, wissen allein die schwurbler.
zitat Anselm Lenz:
Und, großes Indianerehrenwort: Wir werden nachher nicht immer sagen: Ha, wiihier haben es ja schon immer gesagt... Denn jeder, der die Kurve kriegt, wird gefeiert werden, wird sein Gesicht wahren können, seinen Stolz behalten und sich im Leben wieder gut zurechtfinden.
Ich stelle mir vor, wir hätten keine pandemie, sondern eine flutkatastrophe. Lenz steht bis über beide ohren im wasser und blubbert: »noch nie wurde bewiesen, daß wasser schädlich sein könnte.«

Es ist ja so gesund.

Mittwoch, 10. Februar 2021

Vereinnahmung von protest

Den übrig gebliebenen figuren vom Haus Baccardi für Realitätsverweigerung ist wirklich gar nichts zu doof.
zitat Rundbrief 186: Seit 3 Wochen Bauernkorso durch Berlin
Seit drei Wochen fahren die Bauern durch die deutsche Hauptstadt, um gegen die Politik der derzeit noch amtierenden Bundesregierung und der EU zu protestieren.

Die Propagandamedien von Staat und Konzernen verweigern seriöse Berichterstattung. Die Bauern kampieren in der Stadt, schlafen teils in ihren Traktoren und werden von der Bevölkerung der Stadt und dem Widerstand mitversorgt.
Es ist klar, aus deren sicht kann es keine seriöse berichterstattung sein, wenn die landwirte nicht gegen die coronamaßnahmen der regierung, sondern gegen die preispolitik des handels und für kostendeckende preise und heimische nahrungsmittel im handel demonstrieren. Und sich obendrein auch noch einer erdreistet, sich von der demo gegen die coronamaßnahmen zu distanzieren.

Allerdings meldete der Tagesspiegel gestern abend, daß es auch verbindungen zu rechten gruppierungen gibt, die sich auf die Landvolkbewegung beziehen.

Mit sowas macht man sich als linker, liberaler oder konservativer gern gemein. Sofern man lebensmüde ist.

Mittwoch, 3. Februar 2021

Post aus memmingen

Für ein bißchen erheiterung sorgten am trüben dienstag die echten helden vom »Demokratischen Widerstand«. Denen geht es jetzt wahrlich ans leder und sie müssen sich nun heroisch bis zum letzten blutstropfen verteidigen.

Auf solche edlen retter hat die welt gewartet. Und alle verschreckten piepsmäuse natürlich auch.

Bildschirmfoto Rundbrief DW 182
zitat Rundbrief 182: Skandal der Sterblichkeit
Das Foto haben wir heute von einer Demokratin aus der Region um Göppingen übermittelt bekommen. Mit dem Slogan der direkt oder indirekt staatlich finanzierten Plakate wird implizit zur Gewalt bis hin zum Mord aufgerufen. Wir haben mit dem KDW e.V. einen Anwalt beauftragt.

»Querdenker müssen sterben. Aber nicht an Corona«, heißt es auf den Litfaßsäulen. Dass die Corona-Grippe selbst in aller Regel keine Todesgefahr auslöst, steht immerhin schonmal auf dem Plakat. Das allerdings ist wohl nicht auf einen Aufklärungsanspruch zurückzuführen. Sondern einfach Absicht der staatlich bezahlten Plakatgestalter, die damit zum Mord aufrufen.
*Mit-dem-fuß-aufstampf* »Mamma! der dingsda sagt, daß ich gar nicht an corona sterben muß, wenn ich mich impfen lasse! Das ist doch eine morddrohung!«

Wenn man jemandem drohen möchte, sagt man doch eher dinge wie »wir alle müssen sterben. Aber jetzt erst mal Sie!« oder so ähnlich.

Was auf dem plakat steht, fehlinterpretieren sie. Was nicht auf dem plakat steht, dichten sie hinzu.

Es ist schlecht, wenn man als muttersprachler die eigene sprache kaum versteht.
zitat Rundbrief 182: Skandal der Sterblichkeit
Auf den Seiten der mordslüsternen Aktion heißt es dann: »In den letzten Monaten und Jahren hat sich vieles verändert. Menschen sind kritischer geworden.«

Auch das stimmt wohl und dafür gibt es 1000 berechtigte Gründe, deren Verursacher nicht die Menschen sind, die diese Gründe haben. [...]
»Habe den mut, Dich Deines tosenden unverstandes nicht zu schämen!« möchte man meinen. Die seite der »mordlüsternen aktion« sieht so aus:

Bildschirmfoto »Wir alle müssen sterben.«
So kreativ, wie sie gern wäre, ist die seite eher nicht. Aber dafür, die figuren vom memmigen widerstand zum jaulen zu bringen und mich zum kichern, hat es gereicht.