Schon wieder ein neues wort gelernt, weil immer mehr menschen zu ihrem impftermin einfach nicht erscheinen. Jetzt steht natürlich im raum, daß man die leute, die sowas tun, bestrafen solle.
Sicherlich ist es eine sauerei, wenn man einen arzttermin hat und dann einfach nicht hingeht. Speziell, wenn man ein medikament erhalten soll, das immer noch knapp und nicht lange haltbar ist. Anstatt über strafe nachzudenken sollte man die leute lieber motivieren, ihre termine auch wirklich wahrzunehmen. In Amiland hatten sie offensichtlich bessere ideen: im bundesstaat Washington wurden die leute z.b. mit gutscheinen u.a. für gratisjoints zur impfung gelockt - kiffen für die gesundheit ist doch eine bestechend schöne idee.
»Wovon man nicht schweigen kann, darüber muß man reden.
Das ist meine meinung. Aber nicht die Wittgensteins.« (Mechthild Mühlstein)
- willkommen in der schlangengrube - (nachtrag ostern 2021)
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Sonntag, 4. Juli 2021
Samstag, 23. Januar 2021
Bill Gates gegen covid-19 geimpft
Gestern meldete Bill Gates auf twitter, daß er die woche die erste impfdosis erhalten habe.
Der verschwörungslegende nach ist er jetzt gechippt und muß machen, was Bill Gates will.One of the benefits of being 65 is that I’m eligible for the COVID-19 vaccine. I got my first dose this week, and I feel great. Thank you to all of the scientists, trial participants, regulators, and frontline healthcare workers who got us to this point. pic.twitter.com/67SIfrG1Yd
— Bill Gates (@BillGates) January 22, 2021
Samstag, 7. November 2020
Kommentar zur Amiwahl
Husten. Wir haben ein problem!
Ja, ich weiß, es ist der blödeste kalauer überhaupt. Immer dieses Texas, ich will von dem scheiß einfach nichts mehr hören und wenn ich geburtstag habe, könnte zur abwechslung auch mal gar kein präsident vereidigt werden. Einfach mal nicht bloß keine alten männer. Einfach niemand.
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Samstag, 31. Oktober 2020
Sinfonia. Luciano Berio
Als im märz der lockdown kam, spielten die Berliner Philharmoniker die Sinfonia des Italienischen komponisten Luciano Berio ohne publikum, nur für das internet/radio. Gewidmet war die sinfonie Leonhard Bernstein, der sie 1968 mit den New Yorker Philharmonikern uraufführte. Ich war sehr traurig, weil ich nicht in der Philharmonie dabei sein konnte, sondern nur im internet. Diese musik ist genau meine richtung.
Und weil es im herbst und winter leider keine philhamonischen konzerte geben wird, gibt es hier jetzt die schönste version der »Sinfonia«, die ich gefunden habe. Es ist das Chicago Symphony Orchestra unter der leitung von Pierre Boulez. Leider hat die aufnahme ein grauenhaftes netzbrummen, die konzertmitschnitte ohne brummen fand ich von der musik her aber nicht so gut. Hört halt selbst.
Und weil es im herbst und winter leider keine philhamonischen konzerte geben wird, gibt es hier jetzt die schönste version der »Sinfonia«, die ich gefunden habe. Es ist das Chicago Symphony Orchestra unter der leitung von Pierre Boulez. Leider hat die aufnahme ein grauenhaftes netzbrummen, die konzertmitschnitte ohne brummen fand ich von der musik her aber nicht so gut. Hört halt selbst.
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Sonntag, 11. Oktober 2020
Racoon im Weißen Haus
Im Weißen Haus in Washington gibt es außer Trump noch andere plagen. Es ist nicht nur ein hotspot für corona, sondern auch für racoon.
Wäre ich Ami, würde ich sicherlich das kleinste übel wählen und lieber den dreisten aber schlauen maskenträger im Weißen Haus haben wollen.
Wäre ich Ami, würde ich sicherlich das kleinste übel wählen und lieber den dreisten aber schlauen maskenträger im Weißen Haus haben wollen.
Samstag, 18. Juli 2020
Onkel Toms Hütte in Berlin
Dem eigentlichen text schicke ich ein längeres zitat aus einem interview des Deutschlandfunks Kultur mit dem experten für die kolonialgeschichte Afrikas, Ulrich van der Heyden zur umbenennung der mohrenstraße in Berlin voraus.
Eine weitere derartige unsinnsdiskussion hat nun der basketballprofi Moses Pölking losgetreten. Er will, daß die u-bahn-station Onkel Toms Hütte umbenannt wird. Dazu schreibt er:
Im Deutschen gibt es die beleidigung »onkel Tom« nicht. Im Amerikanischen Englisch war es weiße herrschaftssprache, schwarze nicht mit mister/missis anzureden, sondern mit uncle/aunt. Im Deutschen gibt es diese form von herrschaftssprache nicht und das läßt sich nicht einfach eins zu eins übertragen. Wenn ich beispielsweise einem Englischsprechenden menschen sage, daß er einen vogel hat, wird der vielleicht an seinen wellensittich denken, der wird eher verstehen, was ich meine, wenn ich ihm sage, daß er wohl fledermäuse im glockenturm hat.
Auch »fachbegriffe« wie sell-out oder coon dürften einem großteil der Deutschen muttersprachler eher unbekannt sein. Viele von denen sprechen zwar Ostdeutsch aber keinen Amerikanischen slang, weshalb die ganz andere vokabeln verwenden, wenn die einen beleidigen wollen.
Vielleicht hätte der wirt Tom vom riemeisterfenn sich mitte der 1880er jahre umtaufen lassen, wenn er geahnt hätte, daß im jahr 2020 die menschen nichts besseres zu tun haben als anstoß an seinem namen nehmen, vielleicht in Friedrich oer Wilhelm, das sind schließlich auch schöne namen.
Zitat Ute Welty: »Braucht es tatsächlich drei promotionen, um zu verstehen, worum es bei der umbenennung der mohrenstraße wirklich geht?«
Zitat Ulrich van der Heyden: »Also, entweder man braucht vier doktortitel dafür oder man braucht keinen. [...] Das läuft in eine richtung, die ich als wissenschaftler nicht gutheißen kann. Das kann ich immer dann nicht gutheißen, politische entwicklungen oder forderungen, wenn sie sich von den fakten abheben, nichts mehr mit wissenschaft zu tun haben, sondern nur noch emotionen und betroffenheiten eine rolle spielen. [...] Ich kenne nicht viele leute die das negativ berührt. Ich bin seit über dreißig jahren in Afrikawissenschaften unterwegs, bekomme viele besuche aus Afrika, zeige den Afrikanern auch die stadtmitte in Berlin. Wir sind in der Mohrenstraße, wir diskutieren da drüber. Keiner hat sich da in irgendeiner weise negativ konnotiert gefühlt. Ich habe lehrveranstaltungen gemacht, seminare in Afrika, auch bei Germanisten, habe versucht darüber zu diskutieren. Die Afrikaner verstehen nicht, was hier in Berlin, oder überhaupt in Deutschland vor sich geht. Wenn man um das wort ›mohr‹ streitet.«Etwas später dann
Zitat Ulrich van der Heyden: »Man muß betrachten, daß straßen- oder geographische namen [...] zeugnisse aus der zeit sind. Die sind in einer bestimmten zeit zu einem bestimmten zweck entstanden oder ausgedacht worden, benannt worden. Und diese zeit ist geschichte, die kann man nicht einfach wegwischen. Wir können heutzutage keine straße nach Stalin oder Hitler benennen oder Göring, das ist selbstverständlich. Aber alle straßenbezeichnungen, wenn wir bei straßen bleiben, haben ihre begründung aus ihrer zeit und die muß man kennen. Wenn man darüber bescheid weiß, dann kann man darüber diskutieren. Aber leider ist es so, daß diejenigen, die die umbenennung der mohrenstraße fordern, überhaupt keine ahnung [...] von historischen kontexten haben. Ich habe eine sammlung von flugblättern, die da verteilt werden, von einer wirklich kleinen gruppe von jungen leuten, da graust es mir als historiker, wenn ich sehe, daß da der Große Kurfürst mit dem Kaiser durcheinander gebracht wird, daß die zahlen um jahrhunderte verschoben sind, daß da irgendwelche theorien aufgestellt werden, die überhaupt nicht stimmen. Das kann keine grundlage sein für eine diskussion, die politische auswirkungen hat.«
Zitat Ute Welty: »In Berlin gibt es ja nicht nur die mohrenstraße, sonder auch die haltestelle mohrenstraße und die Berliner Verkehrsbetriebe haben die haltestelle in Glinkastraße umbenennen wollen. Und jetzt ist der komponist Glinka einer, der von der entsprechenden literatur als antisemit beschrieben wird. Gut gemeint, schlecht gemacht?«
Zitat Ulrich van der Heyden: »Meine meinung war schon sehr lange [...] die haltestelle mohrenstraße hieß nie mohrenstraße, da könnte man was machen. Da könnte man umbenennen oder umwidmen zu einem antikolonialen erinnerungsort oder kolonialen erinnerungs- und gedenkort. Das wäre eine gute gelegenheit, die Berliner Verkehrsbetriebe hatten sich dazu auch bereitgefunden, es ist in der presse öffentlich gemacht worden, passiert ist nichts.Für manche umbenennung gäbe es sicherlich gute argumente. Beispielsweise bin ich der auffassung, daß man nach dem »Hänge-Peters« heutzutage ganz bestimmt keine straße mehr benennen sollte, nur leider gibt es nicht immer gute argumente.
Und wenn wir jetzt anfangen, in jedem personenbezogenen straßennamen nachzuforschen, werden wir einiges andere auch finden. Ich erinnere an den kurfürstendamm in Berlin [...], das war der Brandenburgische Kurfürst, das war der profiteur vom sklavenhandel gewesen, warum heißt diese straße noch so? Dann kann man weiter gehen, warum gibt es eine Konrad-Adenauer-Straße, Adenauer war stellvertretender vorsitzender der Deutschen Kolonialgesellschaft [...], dann müssen wir auch da weitermachen. Wo wollen wir aber aufhören, wenn wir da erstmal anfangen? [...]
Mohrenstraße, das sollte demokratisch entschieden werden unter den anwohnern, worunter sich auch Afrikaner befinden, die haben nichts gegen diesen begriff. Denn wer benutzt denn noch den begriff ›mohr‹. [...] Und wenn heute diskutiert wird, es wäre antirassistisch, dann frage ich mich, welche rassistische überlegung, welche rassistische handlung, rassistische überzeugung läßt sich ändern, wenn die mohrenstraße mit historisch nicht belegbaren argumenten umbenannt wird?«
Eine weitere derartige unsinnsdiskussion hat nun der basketballprofi Moses Pölking losgetreten. Er will, daß die u-bahn-station Onkel Toms Hütte umbenannt wird. Dazu schreibt er:
Zitat Moses Pölking: »Ich persönlich finde es ist an der Zeit, die U-Bahn Station Onkel-Toms-Hütte und die Onkel-Tom-Straße umzubenennen. Mir ist bewusst, dass der Begriff „Onkel-Toms-Hütte“ von dem gleichnamigen Buch stammt, geschrieben von Harriet Beecher Stowe.«Wenn sich der herr Pölking da mal nicht einer völlig falschen sache bewußt ist. Tatsache ist nämlich, daß die straße, die u-bahn-station und die gleichnamige siedlung in der nähe, wenn überhaupt nur sehr, sehr indirekt nach dem roman benannt sind. Mitte der 1880er jahre eröffnete im nahe gelegenen riemeisterfenn ein ausflugslokal, es soll ein reetgedecktes holzhäuschen gewesen sein - es wurde ende der 1970er jahre wegen baufälligkeit abgerissen - der erste wirt hieß Thomas und so wurde das lokal im Berliner volksmund dann eben »Onkel Toms Hütte« genannt.
Zitat Moses Pölking: »Jedoch wird das Buch weitestgehend als herablassend und beleidigend gewertet. Durch das Buch entstammt der Begriff Onkel Tom, welcher in der Afroamerikanischen und PoC community zu höchst beleidigend ist. Ein Onkel Tom war ein Sklave der sich bewusst entmenschlicht hat, um von seinem Sklavenhalter nicht als Bedrohung wahrgenommen zu werden. Er hat sich bewusst seiner Menschenwürde entzogen.«Das buch wurde hierzulande völlig anders bewertet. Nämlich, daß der Tom, der ein ehrlicher und anständiger mensch ist, in eine entmenschlichte welt hineingestoßen wird und von den weißen fürchterlich ungerecht behandelt wird. Ich habe keine ahnung, ob die geschichte heutzutage überhaupt noch vielen menschen bekannt ist
Im Deutschen gibt es die beleidigung »onkel Tom« nicht. Im Amerikanischen Englisch war es weiße herrschaftssprache, schwarze nicht mit mister/missis anzureden, sondern mit uncle/aunt. Im Deutschen gibt es diese form von herrschaftssprache nicht und das läßt sich nicht einfach eins zu eins übertragen. Wenn ich beispielsweise einem Englischsprechenden menschen sage, daß er einen vogel hat, wird der vielleicht an seinen wellensittich denken, der wird eher verstehen, was ich meine, wenn ich ihm sage, daß er wohl fledermäuse im glockenturm hat.
Zitat Moses Pölking: »Ein Onkel Tom war auch ein Sklave, der alles dafür Tat besser von seinem Sklavenhalter behandelt zu werden und dadurch von den anderen Sklaven gehasst wurde. Heutzutage wird der Begriff für Afroamerikaner oder PoCs verwendet, die sich gegen ihrer Eigen stellen und zur Gunst anderer, im Hauptfall Weißen, agieren. Einfach gesagt ein „Sell-out“ oder „Coon“.«Soweit ich gehört habe, hat der schwarze bürgerrechtler Malcolm X den schwarzen bürgerrechtler Martin Luther King als »uncle Tom« bezeichnet, weil der ihm zu friedfertig und zu wenig radikal den weißen gegenüber war, unbekannt ist mir, ob es diese form der beleidigung vorher schon gab. Es ist eine beleidigung innerhalb der schwarzen gemeinde in den USA.
Auch »fachbegriffe« wie sell-out oder coon dürften einem großteil der Deutschen muttersprachler eher unbekannt sein. Viele von denen sprechen zwar Ostdeutsch aber keinen Amerikanischen slang, weshalb die ganz andere vokabeln verwenden, wenn die einen beleidigen wollen.
Zitat Moses Pölking: »Abschließend will ich Sie nur darauf hinweisen, dass die Begriffe Onkel Tom bzw. in unseren Fall Onkel-Toms-Hütte und Onkel-Tom-Straße so beleidigend sind, wie Mohrenstraße. Hiermit fordere ich @bvg_weilwirdichlieben und @michaelmueller.berlin auf diese Namen zu ändern. Wenn Sie mit mir darüber reden wollen, persönlich oder über Social Media, stehe ich gerne dafür zur Verfügung.Man kann sich natürlich auch beleidigungen konstruieren, wo keine sind, wenn man nur ordentlich sucht, wird man garantiert fündig. Ich war mal in einem kaff in Thüringen, da gab es eine straße, die hieß »am ficktor«. Was, wenn prüde menschen einen solchen namen anstößig finden und ist so eine bezeichnung überhaupt jugendfrei? Vielleicht sollte die straße auch »Viktor« heißen und der schilderhersteller hatte es nicht so mit rechtschreibung. In einem anderen nest gab es ein »teufelsleckergäßchen«. Dort befand sich ein süßwarenladen. Ausgerechnet. Wer wohl zuerst dagewesen war? Aber beleidigt es nicht religiöse gefühle, wenn der teufel mit im bunde ist? Wahrscheinlich gibt es auch für diese straßennamen irgendwelche gründe, die wahrscheinlich viel langweiliger sind, als man denkt.
Peace ✊🏽
Ich habe hierzu eine Petition mit der Hilfe von @luholymary ins Leben gerufen. Bitte unterzeichnet und teilt sie alle! LINK IN BIO #blm #berlin #zehlendorf #bvg #racism #stopracism #makeitgoviral #genugistgenug«
Vielleicht hätte der wirt Tom vom riemeisterfenn sich mitte der 1880er jahre umtaufen lassen, wenn er geahnt hätte, daß im jahr 2020 die menschen nichts besseres zu tun haben als anstoß an seinem namen nehmen, vielleicht in Friedrich oer Wilhelm, das sind schließlich auch schöne namen.
Dienstag, 25. Februar 2020
Die rettung der welt
Fällt wohl auch diesmal wieder aus, auch wenn Jeff Bezos zehn milliarden dafür gespendet hat. Kleines filmchen dazu:
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Donnerstag, 31. Oktober 2019
Mit dem ROV zum essen
Meine lieblingsmeldung diese woche war auf jeden fall die, daß ratten auto fahren können, wenn man sie läßt. Die fahren fast so gut wie ich, sofern ich mich jemals noch mal ans steuer setzen sollte. ROV bedeutet in diesem fall Rat-Operated-Vehicle.
Spannend finde ich es auf jeden fall, daß ratten offenbar auch spaß am »verstecken spielen« haben. Sofern sie nicht vergiftet werden, haben sie mutmaßlich mehr spaß am leben als menschen.
Spannend finde ich es auf jeden fall, daß ratten offenbar auch spaß am »verstecken spielen« haben. Sofern sie nicht vergiftet werden, haben sie mutmaßlich mehr spaß am leben als menschen.
Freitag, 7. Juni 2019
Elektroautos nicht umweltfreundlich
Wer hätte das nur ahnen können?
Gute doku über elektromobilität, die den wahn zeigt, jetzt die falsche verkehrspolitik der letzten 70 jahre einfach mit elektroautos fortzusetzen.
Noch mal zur erinnerung »Das Schweigen der Quandts« - für die und ihresgleichen wird hier politik gemacht. Für den rest der leute eher nicht.
Das muß man sich mal reinziehen: pro kilowattstunde batterieleistung werden in der produktion zwischen 100 und 200 kg CO2 freigesetzt und es werden natürlich leistungsstarke autos mit mehr als 100 kW gebaut, weil man mit denen besser kasse machen kann. Das ist alles andere als umweltschonend. Das gibt es jetzt trotzdem, weil sich so wunderbar geld damit verdienen läßt.
Gute doku über elektromobilität, die den wahn zeigt, jetzt die falsche verkehrspolitik der letzten 70 jahre einfach mit elektroautos fortzusetzen.
Harald Lesch:»In Deutschland ist politik vor allem wirtschaftpolitik. Und da werden alle möglichen menschlichen tragödien, umweltkatastrophen irgendwelche einschränkungen, die wo anders stattfinden, die werden einfach weggedrückt.«Es stimmt, wenn prof. Lesch sagt, daß Deutsche politik vor allem wirtschaftspolitik ist. Nur leider geht das eben auch nicht anders, wenn alles leben der wirtschaft untergeordnet ist. Hier geht es nicht darum zu wirtschaften, damit am schluß so etwas wie ein lebenswertes leben für alle herauskommt, sondern hier wird gewirtschaftet, damit die kapitalvermehrung für eine winzige oberschicht funktioniert.
Noch mal zur erinnerung »Das Schweigen der Quandts« - für die und ihresgleichen wird hier politik gemacht. Für den rest der leute eher nicht.
Das muß man sich mal reinziehen: pro kilowattstunde batterieleistung werden in der produktion zwischen 100 und 200 kg CO2 freigesetzt und es werden natürlich leistungsstarke autos mit mehr als 100 kW gebaut, weil man mit denen besser kasse machen kann. Das ist alles andere als umweltschonend. Das gibt es jetzt trotzdem, weil sich so wunderbar geld damit verdienen läßt.
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Donnerstag, 25. April 2019
Fliegen für den klimaschutz
Im vorletzten jahrzehnt des vergangenen jahrtausends war es erstaunlicher weise bereits bekannt, daß autofahren nicht unbedingt förderlich für die umwelt ist. Und fliegen war als die größte umweltsauerei schlechthin bekannt. Aber seit dem die GrünInnen- äh - ich meine natürlich die GrünsterncheninnenPartei mal sieben jahre mitregieren durften und der Jockel Fischer (z.b.) erst außenminister und dann beratende tätigkeit u.a. bei BMW und RWE übernehmen durfte, ist natürlich alles vom auto über flugmeilen bis hin zum kohle- und atomstrom sauber. Allein die landwirtschaft macht dreck und verseucht die umwelt.
Heute gilt es bei den Grünsterncheninnen schon geradezu als revolutionär, wenn einer vorschlägt, daß jeder zertifikate für »nur« drei flügeim leben pro jahr erhalten soll und wer mehr fliegen will zertifikate von nicht- oder wenigfliegern kaufen muß. Das gab natürlich einen aufschrei, vor allem in der eigenen partei, denn schließlich darf man eine wachstumsbranche wie den reise- bzw. flugmarkt nicht künstlich verteuern. Damit, das reisen mit der bahn künstlich zu verteuern, hatten die figuren von der GrünPartei definitiv kein problem: als sie 1999 die ökosteuer einführten, was es klar, daß die luftfahrt ausgeklammert wird. Die bahn hingegen muß ökosteuer zahlen und im fernverkehr auch den vollen mehrwertsteuersatz, der für flugreisen komplett wegfällt. Das bahnfahren wurde während der regierungszeit der Grünsterncheninnen massiv teurer während das billigfliegen in mode kam. Spritsparende autos, ein tempolimit oder weniger fliegen sind seither eher selten ein thema.
Drei willkürliche beispiele: Katharina Schulze, spitzenkandidatin der GrünPartei im landtagswahlkampf in Bayern jettet mal eben über sylvester und neujahr nach Kalifornien, um dort emissionsfrei ohne den feinstaub der Deutschen privatböllerei das neue jahr zu begrüßen. Die grüne Roth, die über Bangladesch und Kiribati auf die Fidschi-Inseln flog. Geradezu als könne Kiribati nicht von allein untergehen, wenn nicht wenigstens Claudia Roth einmal dort gewesen ist, um dort ganz betroffen aus der wäsche zu gucken. Oder Luisa Neubauer, gesicht der Fridays for Future und ebenfalls mitgliedIn der GrünsterncheninnenPartei. Die hat flugmeilen auf dem tacho, daß man anfangen könnte zu staunen. Die reihe ließe sich mit Hofreiter, Özdemir und wie sie auch sonst noch alle heißen geradezu endlos fortsetzen. Man kann wohl davon ausgehen, daß die nicht mit einem umweltfreundlichen segelflugzeug über das meer geflogen sind - über dem wasser ist die thermik ganz schlecht. Thermiknutzende vögel, wie beispielsweise störche, bekommen bereits beim überqueren der Straße von Gibraltar probleme. Und die ist an der engsten stelle nur ca. 15 km breit.
Als klimaverträgliches jahresbudget eines menschen gelten 2,3t CO2. Für Schulzes flug wird das budget von knapp 3 jahren, für Roths flug das von rund 5 jahren und für Neubauers vielfliegerei der letzten paar jahre das budget von etwas mehr als 15 jahren aufgebraucht. Luisa Neubauer hat es offenbar ein bißchen spät begriffen, daß man schlecht ein hipper um-die-welt-jetter und gleichzeitig klimaretter sein kann, weshalb sie anfang februar im interview mit der MoPo sagte, daß sie nicht flöge und sich selbstverständlich vegan ernähre. Verzicht von einzelpersonen und ablaßhandel bringen nicht besonders viel. Wenn man den CO2ausstoß für den durchschnittlich Deutschen fleischverzehr pro jahr zugrunde legt, kommt man flugmeilentechnisch nicht übermäßig weit: nämlich bloß von Hamburg nach Stuttgart und zurück und das würde ich nicht unbedingt als »weltreise« bezeichnen. Für Schulzes flug wären das neunzehneinhalb jahre fleischverzicht, für Roths flug mehr als sechsunddreißig jahre und für Neubauers vielfliegerei der letzten paar jahre müßte man schon alt werden wie Johannes Heesters, um die flüge durch fleischverzicht wieder gut zu machen - hundertsieben jahre sind schon eine recht lange zeit.
Es ist auch die verkehrte verkehrspolitik der GrünsterncheninnenPartei mit gewesen, die zu dem zustand geführt hat, daß man besagte strecke Hamburg - Stuttgart für unter hundert euro fliegen kann, während man mit der bahn ungefähr vier mal so lange braucht und dafür mehr als das dreifache löhnen darf, sofern man den regulären preis bezahlen muß. Aber zum glück können die freunde der fliegerei darauf aufmerksam machen, daß der luftverkehr bloß 12 % in der weltweiten CO2bilanz ausmache. Das mag stimmen, jedoch nutzen nur 3 % der weltbevölkerung flugzeuge. Es ist der blanke hohn, daß die immer noch als klimafreundliche partei gelten und wegen der »fridays for future« bei wahlumfragen sehr gute ergebnisse erzielen. Kriegsgewinnler.
Heute gilt es bei den Grünsterncheninnen schon geradezu als revolutionär, wenn einer vorschlägt, daß jeder zertifikate für »nur« drei flüge
Drei willkürliche beispiele: Katharina Schulze, spitzenkandidatin der GrünPartei im landtagswahlkampf in Bayern jettet mal eben über sylvester und neujahr nach Kalifornien, um dort emissionsfrei ohne den feinstaub der Deutschen privatböllerei das neue jahr zu begrüßen. Die grüne Roth, die über Bangladesch und Kiribati auf die Fidschi-Inseln flog. Geradezu als könne Kiribati nicht von allein untergehen, wenn nicht wenigstens Claudia Roth einmal dort gewesen ist, um dort ganz betroffen aus der wäsche zu gucken. Oder Luisa Neubauer, gesicht der Fridays for Future und ebenfalls mitgliedIn der GrünsterncheninnenPartei. Die hat flugmeilen auf dem tacho, daß man anfangen könnte zu staunen. Die reihe ließe sich mit Hofreiter, Özdemir und wie sie auch sonst noch alle heißen geradezu endlos fortsetzen. Man kann wohl davon ausgehen, daß die nicht mit einem umweltfreundlichen segelflugzeug über das meer geflogen sind - über dem wasser ist die thermik ganz schlecht. Thermiknutzende vögel, wie beispielsweise störche, bekommen bereits beim überqueren der Straße von Gibraltar probleme. Und die ist an der engsten stelle nur ca. 15 km breit.
Als klimaverträgliches jahresbudget eines menschen gelten 2,3t CO2. Für Schulzes flug wird das budget von knapp 3 jahren, für Roths flug das von rund 5 jahren und für Neubauers vielfliegerei der letzten paar jahre das budget von etwas mehr als 15 jahren aufgebraucht. Luisa Neubauer hat es offenbar ein bißchen spät begriffen, daß man schlecht ein hipper um-die-welt-jetter und gleichzeitig klimaretter sein kann, weshalb sie anfang februar im interview mit der MoPo sagte, daß sie nicht flöge und sich selbstverständlich vegan ernähre. Verzicht von einzelpersonen und ablaßhandel bringen nicht besonders viel. Wenn man den CO2ausstoß für den durchschnittlich Deutschen fleischverzehr pro jahr zugrunde legt, kommt man flugmeilentechnisch nicht übermäßig weit: nämlich bloß von Hamburg nach Stuttgart und zurück und das würde ich nicht unbedingt als »weltreise« bezeichnen. Für Schulzes flug wären das neunzehneinhalb jahre fleischverzicht, für Roths flug mehr als sechsunddreißig jahre und für Neubauers vielfliegerei der letzten paar jahre müßte man schon alt werden wie Johannes Heesters, um die flüge durch fleischverzicht wieder gut zu machen - hundertsieben jahre sind schon eine recht lange zeit.
Es ist auch die verkehrte verkehrspolitik der GrünsterncheninnenPartei mit gewesen, die zu dem zustand geführt hat, daß man besagte strecke Hamburg - Stuttgart für unter hundert euro fliegen kann, während man mit der bahn ungefähr vier mal so lange braucht und dafür mehr als das dreifache löhnen darf, sofern man den regulären preis bezahlen muß. Aber zum glück können die freunde der fliegerei darauf aufmerksam machen, daß der luftverkehr bloß 12 % in der weltweiten CO2bilanz ausmache. Das mag stimmen, jedoch nutzen nur 3 % der weltbevölkerung flugzeuge. Es ist der blanke hohn, daß die immer noch als klimafreundliche partei gelten und wegen der »fridays for future« bei wahlumfragen sehr gute ergebnisse erzielen. Kriegsgewinnler.
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Donnerstag, 1. Februar 2018
Dreckslochländer
In bezug auf Zeit-online, wo letztens gefragt wurde, warum manche länder drecklöcher sind, schreibt Tobias Blanken bei den Salonkolumnisten, daß der begriff »drecksregime« für solche länder angemessen wäre, weil ja nicht die länder an sich »dreckslöcher« wären, sondern das herrschende regime entscheidend sei.
Da ist die gute, alte DDR natürlich nicht weit. Schließlich sprach Donald Trump von »shithole countries«, weil er ein problem mit flüchtlingen aus dem ostblock hat - gegen die menschenmassen aus der DDR will er bekanntermaßen sogar eine mauer errichten lassen. Aber zurück zu Blankens text. Über die DDR schreibt er
Immerhin erkennt herr Blanken, daß für die produktivität andere dinge notwendig sind als bloß fleiß. Ein problem der DDR war, daß sie moderne maschinen, beispielsweise mangels devisen, nicht einfach so auf dem weltmarkt kaufen konnte, weshalb die notwendige modernisierung langsamer als im westen verlief.
Auf jeden fall sollte man darüber nachdenken, was das mit der produktivität übrhaupt bedeutet. Die wurde in Westdeutschland nicht aus langeweile oder wohltätigen zwecken gesteigert, sondern damit mehr gewinn für die unternehmer rausspringt. Produktivitätssteigerung bedeutet nicht unbedingt mehr wohlstand für die leute, die die leistung erbringen, sondern daß härter gearbeitet werden muß. Hierzu schreibt herr Blanken:
Was hat denn die produktivitätssteigerung in der BRD gebracht?
Die leute, die arbeitsplätze hatten, mußten härter arbeiten. Und der rest, den man nicht mehr brauchte, war arbeitslos. In den 80er jahren gab es in der BRD arbeitslosenquoten von 7 – 9 %. 1989 gab es in der BRD mehr als zwei millionen arbeitslose.
In einer volkswirtschaft, in der die anfallende arbeit auf die gesamte arbeitsfähige bevölkerung verteilt wird, geht es nicht drum, aus jedem einzelnen das meiste rauszuprügeln, sondern die notwendige arbeit so zu verteilen, daß sie für die menschen möglichst leichter wird. Das ist ein völlig anderes konzept und läßt sich so nicht besonders gut vergleichen
1950 waren beide Deutschen staaten gegründet, sie fingen an zu wirtschaften - also für beide BIP-index (BIP = Bruttoinlandsprodukt) 100. 1989, also zum ende der DDR war der BIP-index immerhin auf 558 gewachsen. Der der BRD auf 534. Die DDR hatte also ein höheres wirtschaftswachtum als die BRD.
Dabei weiß man doch, daß die damals in der DDR gar nichts hinbekamen. Aber mal ehrlich: in der DDR haben sie aus eigener kraft aus erbärlichen verhältnissen einen immerhin bescheidenen wohlstand geschaffen.
Um ein klares bild von der planwirtschaft zu bekommen, müßte man das experiment mit tatsächlich gleichen bedingungen auf beiden seiten wiederholen.
Er lebt leider in einem dreckslochland, in dem man vor politischer indoktrination nicht sicher ist - und so muß man ihm seine voreingenommenheit vielleicht nachsehen.
Da ist die gute, alte DDR natürlich nicht weit. Schließlich sprach Donald Trump von »shithole countries«, weil er ein problem mit flüchtlingen aus dem ostblock hat - gegen die menschenmassen aus der DDR will er bekanntermaßen sogar eine mauer errichten lassen. Aber zurück zu Blankens text. Über die DDR schreibt er
zitat Tobias Blanken: »Beide Staaten fingen nach dem Krieg mit ähnlichem Menschenmaterial an, trotzdem nahm die Produktivität einen anderen Lauf.«Natürlich fing die DDR mit ähnlichen menschen wie die BRD an, jedoch mit anderem, vor allem weniger material. Zwar waren die kriegsschäden auf dem gebiet der SBZ geringer als in den westzonen, doch leistete die SBZ 97 % der reparationsleistungen.
Zitat Tobias Blanken:»Entscheidend für die Produktivität ist nicht die Faulheit oder der Fleiß der Menschen am Arbeitsplatz, sondern wie effizient die Arbeitsprozesse organisiert sind – und welche Technologien zum Einsatz gebracht werden. Und da hat sich die dezentral organisierte Marktwirtschaft gegenüber der hierarchisch organisierten Planwirtschaft als überlegen erwiesen; die privatwirtschaftlichen Unternehmen der BRD konnten nahezu in jedem Jahr aufs Neue höhere Produktivitätszuwächse als die Staatswirtschaft der DDR erzielen. Produktivitätszuwächse, die sich dann über die Jahrzehnte so akkumulierten, dass die DDR trotz ähnlicher Ausgangsvoraussetzungen regulär abgehängt wurde. Und das mit drastischen Folgen, mit einem Drittel der Produktivität der BRD hätte die DDR 1989 die Arbeitszeiten verdreifachen müssen, um das Wohlstandsniveau der BRD zu erreichen. Was aber auch nur in der Theorie möglich ist, da Menschen schlichtweg nicht in der Lage sind, jede Woche aufs Neue eine 120-Stunden-Woche abzureißen.«Wie ich oben bereits dargelegt hatte: auf dem gebiet der SBZ waren vor der staatsgründung der DDR ganze fabriken abgebaut, eisenbahngleise herausgerissen, loks und waggons mitgenommen worden. Nach der demontage von industrie- und eisenbahnanlagen lag die wirtschaftliche leistungfähigkeit bei etwas mehr als der hälfte des vorkriegsniveaus. All das mußte erst wieder aufgebaut werden. Damit waren die ausgangsvorraussetzungen eben alles andere als ähnlich wie im westen, sondern tatsächlich wesentlich schlechter.
Immerhin erkennt herr Blanken, daß für die produktivität andere dinge notwendig sind als bloß fleiß. Ein problem der DDR war, daß sie moderne maschinen, beispielsweise mangels devisen, nicht einfach so auf dem weltmarkt kaufen konnte, weshalb die notwendige modernisierung langsamer als im westen verlief.
Auf jeden fall sollte man darüber nachdenken, was das mit der produktivität übrhaupt bedeutet. Die wurde in Westdeutschland nicht aus langeweile oder wohltätigen zwecken gesteigert, sondern damit mehr gewinn für die unternehmer rausspringt. Produktivitätssteigerung bedeutet nicht unbedingt mehr wohlstand für die leute, die die leistung erbringen, sondern daß härter gearbeitet werden muß. Hierzu schreibt herr Blanken:
Zitat Tobias Blanken:»Heruntergebrochen, wenn ein Bürger der BRD eine Stunde arbeiten musste, um etwas herzustellen, musste ein Insasse der DDR drei Stunden arbeiten.«Erstmal ist es natürlich ein ding, daß die menschen in der DDR für herrn Blanken natürlich keineswegs »bürger« sind, sondern knackigleich »insassen.«
Was hat denn die produktivitätssteigerung in der BRD gebracht?
Die leute, die arbeitsplätze hatten, mußten härter arbeiten. Und der rest, den man nicht mehr brauchte, war arbeitslos. In den 80er jahren gab es in der BRD arbeitslosenquoten von 7 – 9 %. 1989 gab es in der BRD mehr als zwei millionen arbeitslose.
In einer volkswirtschaft, in der die anfallende arbeit auf die gesamte arbeitsfähige bevölkerung verteilt wird, geht es nicht drum, aus jedem einzelnen das meiste rauszuprügeln, sondern die notwendige arbeit so zu verteilen, daß sie für die menschen möglichst leichter wird. Das ist ein völlig anderes konzept und läßt sich so nicht besonders gut vergleichen
Zitat Tobias Blanken:»Aber „Menschen aus Drecksregimen“ läuft womöglich Trumps Intention zuwider, denn „Regime“ klebt nicht an den Menschen, es taugt nicht als Stigmata.«Meines wissens ist »stigmata« plural. Dieser satz ist also einigermaßen verkorkst. Aber jeder macht fehler, nicht nur die plankommission der DDR.
Zitat Tobias Blanken:»Dass die Produktivitätskluft zwischen der BRD und der DDR trotz ähnlichem Menschenmaterial breit wie der Grand Canyon war, geht vermutlich schon gar nicht mehr in seinen Kopf, dass schwarze Einwanderer in den USA sogar überdurchschnittlich performen, noch viel weniger, schließlich müsste der alte Mann mit dem blondierten Haar dann sein krudes Weltbild hinterfragen.«So breit ist der Grand Canyon nun auch wieder nicht. Vielleicht müßte der mann mit den kruden gedanken unter der frisur sein weltbild mal hinterfragen, wenn er weniger vorurteilsbeladen auf die wirtschaft der DDR gucken würde. Die sache dürfte den einen oder anderen erstaunen.
1950 waren beide Deutschen staaten gegründet, sie fingen an zu wirtschaften - also für beide BIP-index (BIP = Bruttoinlandsprodukt) 100. 1989, also zum ende der DDR war der BIP-index immerhin auf 558 gewachsen. Der der BRD auf 534. Die DDR hatte also ein höheres wirtschaftswachtum als die BRD.
Dabei weiß man doch, daß die damals in der DDR gar nichts hinbekamen. Aber mal ehrlich: in der DDR haben sie aus eigener kraft aus erbärlichen verhältnissen einen immerhin bescheidenen wohlstand geschaffen.
Um ein klares bild von der planwirtschaft zu bekommen, müßte man das experiment mit tatsächlich gleichen bedingungen auf beiden seiten wiederholen.
Zitat Tobias Blanken:»Und das Hinterfragen ist eine Disziplin, bei der narzisstische, vorurteilsbeladene Menschen ganz mies performen, in diesem Fall sogar vollkommen unabhängig vom System.«Daß der narzißtische, vorurteilsbeladene mensch nicht unbedingt bestens »performt« hat uns herr Blanken exzellent vorgeturnt. Ob er wohl bereit wäre, seine vorurteile abzubauen, kann man nicht wissen.
Er lebt leider in einem dreckslochland, in dem man vor politischer indoktrination nicht sicher ist - und so muß man ihm seine voreingenommenheit vielleicht nachsehen.
Samstag, 30. September 2017
150 millionen für US-millitärklinik
Zwar wird schon seit jahren gefordert, die Air Base Ramstein zu schließen, weil schon lange bekannt ist, daß von dort aus der drohnenkrieg im nahen osten geführt wird.
Weit weniger bekannt dürfte sein, daß dort momentan das größte US-millitärkrankenhaus außerhalb der USA gebaut wird. Wie der Deutschlandfunk Kultur am freitag berichtete, wird dort rund eine milliarde verbaut, von denen die Bundesrepublik ca. 150 millionen an planungskosten trägt.
Mit friedlicheren zeiten ist demzufolge wohl eher nicht zu rechnen.
Weit weniger bekannt dürfte sein, daß dort momentan das größte US-millitärkrankenhaus außerhalb der USA gebaut wird. Wie der Deutschlandfunk Kultur am freitag berichtete, wird dort rund eine milliarde verbaut, von denen die Bundesrepublik ca. 150 millionen an planungskosten trägt.
Mit friedlicheren zeiten ist demzufolge wohl eher nicht zu rechnen.
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Samstag, 26. August 2017
Das fortschrittlichste land der welt: Bayern
Zumindest war Bayern auf den tag genau vor 210 jahren, also am 26. august 1807, das fortschrittlichste land er welt, denn an diesem tag führte Bayern als erstes land der welt die impfpflicht gegen pocken ein. Das war eine weltneuheit.
Leider starben nach dieser ersten impfpflicht noch sehr viele menschen an den pocken, denn eine weltweite impfpflicht gab es erst 160 jahre später, im jahr 1967. Diese konnte bereits neun jahre später für einige staaten gelockert werden, zehn jahre später gab es die letzten an pocken erkrankten in Somalia. 1980 war dank des konsequenten impfprogramms die welt pockenfrei.
Das gleiche hätte es für die masern geben können. Der Amerikanische kontinent ist, bis auf eingeschleppte fälle, von Alaska bis Feuerland masernfrei.
In Europa hingegen sterben leider immer noch menschen an den masern, weil ein konsequentes impfprogramm in bananenrepubliken wie Deutschland nicht durchführbar ist.
Leider starben nach dieser ersten impfpflicht noch sehr viele menschen an den pocken, denn eine weltweite impfpflicht gab es erst 160 jahre später, im jahr 1967. Diese konnte bereits neun jahre später für einige staaten gelockert werden, zehn jahre später gab es die letzten an pocken erkrankten in Somalia. 1980 war dank des konsequenten impfprogramms die welt pockenfrei.
Das gleiche hätte es für die masern geben können. Der Amerikanische kontinent ist, bis auf eingeschleppte fälle, von Alaska bis Feuerland masernfrei.
In Europa hingegen sterben leider immer noch menschen an den masern, weil ein konsequentes impfprogramm in bananenrepubliken wie Deutschland nicht durchführbar ist.
Mittwoch, 2. August 2017
Norman Borlaug
Einer der träger des Friedensnobelpreises, die ihn auch wirklich verdient hatten, ist mit sicherheit Norman Borlaug. Leider ist sein name inzwischen in vergessenheit geraten, sein lebenswerk zu unrecht sogar in miskredit.
Norman Borlaug wurde 1914 in Iowa, also dem Corn Belt der USA als bauernsohn geboren, durch ein stipendium konnte er agrarwissenschaft studieren und ging nach abschluß seines studiums in den 1940er nach Mexiko, um dort an der steigerung der erträge von feldfrüchten mitzuarbeiten. Ab 1964 leitete er die weizenabteilung des veredelungszentrums in Mexiko. Für seine arbeit bekam er 1970 den friedensnobelpreis. Seine wissenschaftliche arbeit setzte er bis ins hohe alter fort. Er verstarb im september 2009 an einem krebsleiden.
Sein lebenswerk hat millionen menschen vor dem hungertod bewahrt. Wenn sein name noch bekannt wäre, würde er als mitinitiator der »grünen revolution« von »kritischen« menschen gehaßt werden, weil hochleistungsgetreide mit der ökoideologie schlecht zusammenpaßt.
Ein interview aus dem jahr 2007: Grüne gentechnik ist keine hexerei
Norman Borlaug wurde 1914 in Iowa, also dem Corn Belt der USA als bauernsohn geboren, durch ein stipendium konnte er agrarwissenschaft studieren und ging nach abschluß seines studiums in den 1940er nach Mexiko, um dort an der steigerung der erträge von feldfrüchten mitzuarbeiten. Ab 1964 leitete er die weizenabteilung des veredelungszentrums in Mexiko. Für seine arbeit bekam er 1970 den friedensnobelpreis. Seine wissenschaftliche arbeit setzte er bis ins hohe alter fort. Er verstarb im september 2009 an einem krebsleiden.
Sein lebenswerk hat millionen menschen vor dem hungertod bewahrt. Wenn sein name noch bekannt wäre, würde er als mitinitiator der »grünen revolution« von »kritischen« menschen gehaßt werden, weil hochleistungsgetreide mit der ökoideologie schlecht zusammenpaßt.
Ein interview aus dem jahr 2007: Grüne gentechnik ist keine hexerei
Dienstag, 2. Mai 2017
Zu blöd zum wählen
Sicherlich gibt es ausreichend gründe, die bürgerliche demokratie für keine übermäßig schlaue einrichtung zu halten. Einen davon hat der US-politologe Jason Brennan anfang April in einem interview mit dem Deutschlandfunk Kultur genannt: »Wähler wissen einfach oft nicht, was wirklich gut für sie ist und ob ihre Wählerstimme wirklich ihren eigenen Interessen dient.« Den Trump-wählern sei überdies noch gar nicht bewußt, daß sie sich mit dieser wahl in die eigenen füße geschossen hätten.
Er kategorisiert die menschen in »hobbits«, die sich nicht groß für politik interessieren, solange sie ihr zweites frühstück bekommen, »hooligans«, die zwar einigermaßen informiert aber fanatisiert sind und immer nur die vorteile des eigenen teams wollen und »vulkanier«, die über besseres wissen verfügen. Das zeugt von einem tollen menschenbild, wenn leute als desinteressierte fabelwesen, fußball-haudraufe oder emotionslose außerirdische eingestuft werden. Nach Jason Brennans ansicht sollte durch einen »gewissen test« überprüft werden, welches wissen die leute haben und die wählerstimme dementsprechend gewichtet werden.
Bestechende idee: keine macht den doofen! Zum glück können durch so einen »gewissen test« die wahlen auch gar nicht in eine gewisse richtung gelenkt werden.
Er kategorisiert die menschen in »hobbits«, die sich nicht groß für politik interessieren, solange sie ihr zweites frühstück bekommen, »hooligans«, die zwar einigermaßen informiert aber fanatisiert sind und immer nur die vorteile des eigenen teams wollen und »vulkanier«, die über besseres wissen verfügen. Das zeugt von einem tollen menschenbild, wenn leute als desinteressierte fabelwesen, fußball-haudraufe oder emotionslose außerirdische eingestuft werden. Nach Jason Brennans ansicht sollte durch einen »gewissen test« überprüft werden, welches wissen die leute haben und die wählerstimme dementsprechend gewichtet werden.
Bestechende idee: keine macht den doofen! Zum glück können durch so einen »gewissen test« die wahlen auch gar nicht in eine gewisse richtung gelenkt werden.
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Dienstag, 7. Februar 2017
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