Sonntag, 27. Oktober 2019

Rückwärts die zeit

Endlich wird die zeit wieder zurückgedreht - natürlich leider nicht die zeit, sondern bloß die uhr. Dazu sagt der zeitforscher Karlheinz Geißler in der Süddeutschen:

»Die Uhr ist hingegen ein Taktinstrument und die Umstellung auf die Winterzeit bringt uns sozusagen aus dem Takt.«

Nee, eben gerade nicht die umstellung auf die normalzeit bringt aus dem takt, sondern im frühjahr das vorstellen der uhr: man muß ständig eine stunde früher als gewohnt aufstehen. Zusätzlich ist es eine stunde länger hell weshalb man viel zu spät zur ruhe kommt und dann muß man trotzdem wieder zu nachtschlafender zeit aufstehen.

Der herr professor hat tolle ideen, nur die funktionieren in einer gesellschaft wie dieser leider nicht besonders gut. Hoffentlich hört diese uhrvorstellerei bald ein für alle mal auf!

Kommentare:

  1. Immerhin - was täten Zeitforscher erforschen und erzählen ohne diese Uhrendreherei aller halben Jahre?

    "Nee, eben gerade nicht die umstellung auf die normalzeit bringt aus dem takt, sondern im frühjahr das vorstellen der uhr: man muß ständig eine stunde früher als gewohnt aufstehen. Zusätzlich ist es eine stunde länger hell weshalb man viel zu spät zur ruhe kommt und dann muß man trotzdem wieder zu nachtschlafender zeit aufstehen."

    Es ist leider nicht unwahrscheinlich, dass nach der Debatte im Frühjahr mit Umfrage innerhalb der EU genau dieser Fall eintritt. Wo das doch so toll ist, wenn man bis in die Puppen herumlungern kann. Arbeiter und Schichter sind da ohnehin keine relevante Zielgruppe.

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    1. Die zeitforscher haben doch durchaus sinnvolle sachen herausgefunden, beispielsweise, daß die schule später beginnen müßte, damit jugendliche besser lernen können. Oder eben auch, daß viele menschen nach der zeitumstellung rumlaufen als wären sie auf »autopilot«. Nur könnten sie sich ihre forschung tatsächlich sparen, wenn ohnehin keiner auf sie hört. Die Deutschen glauben, daß es die vernunft gebieten würde, möglichst früh aufzustehen und mit der arbeit zu beginnen, damit man nach der arbeit »noch etwas vom tag hat«.

      Als ich vor jahren für einige zeit schichtarbeit machen mußte, ist’s mir nach der zeitumstellung auf sommerzeit passiert, daß ich nach der frühschicht ganz toll »was vom tag hatte«: ich konnte mich in der bahn kaum wachhalten und bin zu hause sofort eingepennt und in der dämmerung hochgeschreckt - fix ins bad, frühstück fällt aus, wie bekloppt losgerannt. Und erst beim umsteigen am ostkreuz festgestellt, daß das »morgenrot« interessanter weise im westen zu sehen ist. Völlig bescheuert, aber ich war nicht die einzige, der das passiert ist. Danach bin ich freiwillig nur noch zur spätschicht gegangen, um wenigstens ausgeschlafen zu sein. Auch als ausgesprochene nachteule kann man sich so weit disziplinieren, um fünf uhr aufzustehen, sofern es nötig ist. Aber nicht bei sommerzeit.

      Ja. Es ist zu befürchten, daß dauerhaft sommerzeit kommt, weil die meisten idioten glauben, daß das irgendwie gut wäre. Ich habe gelesen, daß die Bulgaren für die »winterzeit« gestimmt haben. Offensichtlich leben in Bulgarien grundgescheite leute. Leider haben sie in der Europäischen Gemeinschaft nicht viel zu melden. Ich bin definitiv nicht dagegen bis sonstwann herumzulungern. Nur ist das eine tätigkeit, die man auch relativ prima im dunkeln verichten kann.

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