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Freitag, 9. Juli 2021

Niederlande verschärfen coronaregeln

Nachdem in den Niederlanden vor zwei wochen fast alle coronaregeln abgeschafft wurden, ist passiert, was niemand vorhersehen konnte: die zahl der neuinfektionen ist von 552 am 26. juni auf 6.926 heute hochgeschnellt. In folge dessen werden clubs und discos zur abwechslung bis auf weiteres schließen.

An sich sollte schon klar sein, wer schuld daran hat, nämlich die böse delta variante, die den politikern einen strich durch die rechnung macht. Allerdings meldet ntv dazu folgendes
zitat ntv: »Allerdings macht sich die Delta-Variante auch in den Niederlanden immer mehr bemerkbar. Die Corona-Mutante ist dort aber noch nicht dominant, sondern sogar weniger vertreten als in Deutschland. Sie ist für weniger als 20 Prozent der Neuinfektionen in den vergangenen vier Wochen verantwortlich. Zum Vergleich: In Deutschland sind es fast 60 Prozent.«
An der virusvariante liegt es also eher nicht, sondern eher an der unvernunft, zu schnell alle maßnahmen gleichzeitig zu lockern. Trotzdem wird das mit sicherheit in Deutschland demnächst auch passieren, denn wenn man schon neunhundertneunundneunzig mal auf die heiße herdplatte gefaßt hat, muß man es auf jeden fall auch noch ein tausendstes mal tun, weil man sonst überhaupt nicht wissen kann, ob brandblasen replizierbar sind.

Zum schluß noch ein paar zahlen, die einem zu denken geben könnten:
In der zeit von beginn der pandemie im märz 2020 bis 23. märz 2021 verstarben in Deutschland 200 meschen unter 40 an covid-19.
In der zeit von ende märz 2021 bis zum 6. juli 2021 sind in dieser altersgruppe 145 tote hinzugekommen, das sind 72,5%. Auch wenn die absolute zahl im niedrigen dreistelligen bereich liegt, ist das viel. Und selbst wenn die meisten von denen vorerkrankt gewesen sein sollten, ist das kein alter um abzutreten. Da könnte man es sich als (hoffentlich) bereits zweimal geimpfter über 40jähriger überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, sich noch ein weilchen in den vielgepriesenen grundrechten einzuschränken, bis auch diese altersgruppe ausreichend geimpft ist. Ich bin durchaus dafür.

Mittwoch, 26. Mai 2021

Die traurige welt der maßnahmengegner oder ...

... lachen ist immer noch ein häufiges geräusch.

Bei »kritikern« der coronamaßnahmen liest man immer wieder, daß man heutzutage ja nicht einmal mehr lachen dürfe. So fand ich letztens in einem blog folgendes
zitat: »Wer noch in S- oder U-Bahnen lacht, riskiert erstaunte oder gar empörte Blicke. Es sind weniger die gefährlichen Aerosole, die Empörung auslösen. Aber was hat der sonderbare Mensch zu lachen, sagen die Blicke. Sind wir nicht alle nur noch Leichen auf Urlaub?«
Seltsam, daß der typ, der das geschrieben hat, angeblich in der selben stadt wohnt wie ich. Im berufsverkehr gab es in den überfüllten s- und u-bahnen noch nie etwas zum lachen, weil man meist so eingekeilt dagestanden hat, daß man dafür nicht einmal luft bekommen hätte. Zum glück habe ich die möglichkeit, das bahnfahren zu meiden, speziell zu diesen zeiten. Aber wenn ich in der letzten zeit mit der bahn unterwegs war, ist es kaum anders gewesen als sonst, tatsächlich etwas ruhiger, weil die bahn nämlich leerer war als üblich.

Oder das hier
zitat: »Was darf Satire in Zeiten der Pandemie eigentlich? Offenbar gar nichts. Lachen wird zu einer Regung aus der rechten Ecke erklärt.«
Nö, überhaupt nicht. Allerdings sind geschmacklosigkeiten noch genauso geschmacklos wie vor der pandemie und aus einem faden witz auf pennälerniveau wird keine gelungene satire, wenn man dazu sagt »hahaha, war ironisch«.

Die komischsten sachen liefern diese figuren eher ungewollt ab. Neulich las ich, daß die Merkeldiktatur die schlafschafe mittels impfung nun umbrächte. Und weil die bereits geimpften nicht wie herbeiphantasiert schnell nach der impfung abnippeln, würden sie eben drei jahre nach der impfung sterben. Somit wären die impfverweigerer und »regiemegegner« die einzigen, die überlebten.

Einleuchtend. Jede anständige diktatur bringt ihre anhänger und mitläufer um und läßt ihre gegner am leben. Es darf gelacht werden!

Sonntag, 9. Mai 2021

Sonntag, 21. Februar 2021

Deutsche sterben nicht mehr an altersschwäche

Als ich letzens eine diskussion las, wurde dort ein youtubevortrag eines herrn Professor Doktor empfohlen. Weil ich wenig lust hatte, mir dessen gesülze gleich zwei stunden lang anzuhören, klickte ich einfach den weiterführenden link und gelangte auf die seite einer wohltätigen stiftung zum spendeneinsammeln. Dort fand ich den text eines unbekannten verfassers:
zitat: »Mehr als 90% der deutschen Bevölkerung sterben nicht mehr an Altersschwäche im eigenen Bett sondern an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs im Krankenhaus oder mit Demenz im Altenheim! Nicht in den Genen, sondern überwiegend im Lebensstil der Menschen, liegen die Ursachen für die chronischen Erkrankungen. Die Auswirkungen einzelner Risikofaktoren addieren sich nicht, sondern multiplizieren sich.«
Nie hätte ich gedacht, daß ich so gefährlich lebe. Weiterhin erfuhr ich, daß mein leben durch tabakmißbrauch, übergewicht und natürlich elektrosmog bedroht sei. Aber ich könne vielleicht noch gerettet werden, unter anderem durch arbeit, schlaf - mir käme es gelegen, der einfachheit halber beides gleichzeitig zu erledigen - und natürlich mikronährstoffe, die man sinniger weise auch gleich dort erwerben könnte.

Bleibt das rätsel offen, zu welcher zeit die Deutsche bevölkerung denn hauptsächlich an altersschwäche im bett gestorben sei, wenn sie das heute zu mehr als 90% nicht mehr tut. Die entwicklung der lebenserwartung der vergangenen 150 jahre sagt, daß der Deutsche »in der guten alten zeit« offensichtlich früh altersschwach wurde, denn die lebenserwarung lag ja nicht bei mitte dreißig bis vierzig, weil niemand älter als fünfundvierzig wurde, sondern weil ein erheblicher teil der menschen bereits mit nicht einmal fünf bereits tot war. Wer mit drei an mangelernährung verstorben ist, hat es später schwer beim überfressen. Und richtig alte, die weit über siebzig wurden, waren wohl auch eher die ausnahme. Der zusammenhang zwischen dem rauchen und krebs ist vermutlich nicht allein deshalb lange zeit nicht aufgefallen, weil die tabakindustrie das natürlich vertuschen wollte, sondern womöglich, weil ohnehin nicht viele sehr alt wurden.

Wie gut, daß es menschen gibt, die sich so sehr um die gesundheit sorgen und sich kümmern, daß wenigstens das portemonnaie nicht an verfettung stirbt.

Dienstag, 26. Januar 2021

Kalkofe über Kla.TV

Ein wirklich herz- und ohrzerreißendes lied von Saseks kinderzüchtigungssekte. auf Klagemauer TV, treffend kommentiert von Oliver Kalkofe. Auf den schreck muß ich mir erstmal ein paar »hexenpizzas« mit »froschaugen« belegen, außerhalb der Organischen Christus Generation lernt man das schließlich schon im kindergarten.

Samstag, 15. August 2020

Was man im geschichtsunterricht (nicht) lernt

In einem artikel in der Zeit schreibt die choreographin und tänzerin Nikeata Thompson über aufwachsen als schwarzes kind in einer Westdeutschen kleinstadt und wie sie mal mit ihrer familie in Köln grundlos von der polizei festgenommen wurde. Zum schluß schreibt sie:
Zitat Nikeata Thompson: »Heute träume ich von der ungeschminkten Wahrheit. Ich träume davon, dass unsere Geschichte vernünftig geschrieben wird – was wir in der Schule lernen, ist aus einer weißen Perspektive geschrieben. Warum lernen wir nicht, dass bereits im 18. Jahrhundert Schwarze nach Deutschland gebracht wurden, weil sie vor dem Kaiser tanzen sollten? Warum wissen die meisten Deutschen nicht, dass schwarze Menschen hierzulande in Unterhaltungsparks in Käfigen zur Schau gestellt wurden? Ich träume davon, dass uns bewusst wird, wie sehr Rassismus in unserem System verankert ist – und dass wir offen darüber sprechen können.«
Die frage, warum wir in der schule nicht lernen, daß im 18. jahrundert schwarze nach Deutschland gebracht wurden, weil sie vor dem kaiser tanzen sollten, ist relativ einfach zu beantworten: das geht nicht, weil es zu jener zeit in Deutschland noch überhaupt keinen kaiser gab. Da frage ich mich, weshalb das dem lektorat der »Zeit« nicht auffällt. Das ist schade, denn im grunde hat frau Thompson die gute idee, die geschichte vernünftig zu schreiben - und ausgerechnet da passiert so ein peinlicher fehler.

Das, worauf frau Thompson vermutlich anspielt, geschah auch nicht im 18. jahrhundert, sondern bereits im 17., ich nehme an, daß sie den »Großen Kurfürsten« Friedrich Wilhelm, kurfürst von Brandenburg und herzog von Preußen meint, der in den frühen 1680er jahren etliche junge männer und knaben aus Afrika verschleppen ließ, die bei hofe dienst leisten mußten und der sich fleißig am sklavenhandel beteiligte, um später die mittel zu haben, eigene kolonien zu erwerben.

Frau Thompsons these, daß die geschichte aus weißer sicht geschrieben würde, widerspreche ich weitgehend. Die geschichte wird aus herrschaftssicht geschrieben. Man sollte bedenken, daß es für den adel in Deutschland seiner zeit völlig normal war, menschen zu besitzen und über deren leben bestimmen zu dürfen. Ein großer teil der eingeborenen Deutschen war leibeigen - leibeigenschaft wurde in den unterschiedlichen fürstentümern ab beginn des 19. jahrhunderts abgeschafft und in den letzen erst 1918, also noch gar nicht so lange her - und hatte seinen herren zu gehorchen. Durch die politik des »Großen Kurfürsten« wurde deren existenz keineswegs verbessert, im gegenteil, sie wurden noch mehr ausgeplündert. In der geschichte Deutschlands verhält es sich nicht unbedingt so wie in der geschichte der USA, wo man es an der farbe sehen konnte, ob ein mensch frei ist oder nicht.

Das alles weiß ich nicht, weil ich im geschichtsunterricht aufgepaßt hätte. Dort wurde die Deutsche kolonialgeschichte wie folgt zusammengefaßt: »Deutschland hatte im grunde kaum und nur kurz kolonien, denn nach dem Ersten Weltkrieg wurden sie ›uns‹ alle weggenommen.« Das sollte dann so irgendwie vermitteln, daß das ein verbrechen gewesen ist, an dem Deutschland ausnahmsweise mal nicht beteiligt gewesen sei oder wenn, dann nur ein ganz bißchen. Stimmt nur leider nicht.

Das thema hat mich auch nicht so wahnsinnig interessiert, ich kam wesentlich später eher zufällig drauf, mir wenigstens ein paar rudimentäre kenntnisse darüber anzulesen. Aber Nikeata Thompson hat völlig recht: jeder sollte das wissen.

Freitag, 14. August 2020

10 millionen für die reichshauptstadt

Die schwurbelfränze haben mal wieder einen rausgehauen. In ihrem newsletter vom 10. august 12uhr01 schrieben sie:
Zitat Newsletter Demokratischer Widerstand: »Für den 29. August ab 11 Uhr am Brandenburger Tor erwarten die Demokratiebewegungen um Nicht ohne uns! und Querdenken mittlerweile bis zu 10 Millionen Demonstranten in unserer Bundeshauptstadt. Das Motto wurde mittlerweile geändert zu ›Berlin invites the World‹, Berlin lädt die Welt zu sich ein.«
Nach dem größenwahn vom 1. august geht es munter weiter - frei nach dem motto »heute hört uns Deutschland und morgen die ganze welt!«
Zitat Newsletter Demokratischer Widerstand: »Wir von den Kommunkationsstelle sind bereits in guten Kontakten zu Demokratinnen und Demokraten aus Frankreich, Polen und aus Serbien, die sich für den Tag angekündigt haben.«
Nur weiß leider noch niemand, wie man am Brandenburger Tor zehn millionen menschen unterbringen soll, wenn man doch schon dreizehn personen auf einem quadratmeter hätte, wenn man »bloß« eine million auf der strecke zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor unterbringen wollte. Also hundertdreißig personen auf einem quadratmeter. Wenn ich mir nun vorstelle, daß die im schnitt 1m70 groß wären und man die einfach wie bauklötze aufeinanderstapeln könnte, dann würde das pro quadratmeter einen turm von 221 metern höhe ergeben - das ist ungefähr die höhe auf der die betriebsräume im Berliner Fernsehturm sind, die über der aussichtsplattform und dem restaurant liegen.

Irgendwie scheinen diese figuren überhaupt keine vorstellung von mengen oder dergleichen zu haben, wer so einen blödsinn schreibt, muß sich nicht wundern wenn man ihn »covidiot« nennt, denn das zeugt von komplettem realitätsverlust.

Freitag, 31. Juli 2020

Schreckensherrschaft

Zeter! Mordio! Es ist was passiert! Und offensichtlich habe ich es mal wieder voll verpennt. Als ich heute spätnachmittags auf einer bank an der Panke saß und versonnen ein fläschchen bier öffnete, fiel mir beim blick auf das glotzophon auf, daß der Demokratische Widerstand gefühlt nahezu stündlich seine newsletter raushaut und ich die eigentlich überhaupt nie lese. Wenigstens mal reingucken... und tippte wahllos auf einen, es war der vom 28. juli, 10uhr22 (morgens) und las folgendes:
Zitat Newsletter Demokratischer Widerstand: »Liebe Demokratieliebhaber!

Noch drei Tage...

bis zum Ende der Schreckensherrschaft!

Noch drei Tage, bis wir geeint gegen das wahnhafte Corona-Regime von Regierungsapparat, Pharmakonzernen, digitaler Totalkontrolle und Regierungs- und Konzernmedienherrschaft und das Spiel mit der Angst friedlich die Demokratie und freie Debatte wiederherstellen werden.«
Habe ich irgendwas verpaßt? Mir ist nichts verdächtiges aufgefallen. Auf dem marktplatz vor dem rathaus stand keine guillotine, da bin ich sicher, dort waren die üblichen marktbuden und vor den cafés und dönerbuden saßen leute in der sonne. Im grunde ein völlig normaler sommerferientag, nur weniger touristen als sonst, was mich aber nicht störte.

Ich verschloß mein bierfläschchen und ging grübelnd nach hause. Schreckensherrschaft, wahnhaftes coronaregime, totalkontrolle, konzernmedienherrschaft und noch besser: regierungsherrschaft. Als ob letzteres in der Bundesrepublik und anderen sich »demokratisch« nennenden staaten je anders gewesen wäre.

Zu hause ging ich als erstes ans bücherregal und schaute in den Brockhaus, um herauszufinden, ob ich den begriff »schreckensherschaft« überhaupt richtig einordne, wie es aussieht schon, denn dort stand folgendes:
Zitat dtv Brockhaus: »Schreckensherrschaft, blutige Gewaltherrschaft, bes. die der radikalen Jakobiner 1793/94 während der Frz. Revolution. (›Terreur‹)«
Vielleicht leben die figuren vom Demokratischen Widerstand in einem seltsamen Parallelberlin in dem es tatsächlich eine schreckensherrschaft gibt und das mit dem Berlin, in dem ich lebe, nicht viel zu tun hat. Aber wenn schreckensherrschaft das verschnarchte zeug ist, das hier in den vergangenen monaten los oder eben nicht los war, dann könnte ich mich womöglich fast ein bißchen damit anfreunden.

Samstag, 11. Juli 2020

Osteuropabashing

Diesmal komplett.

Achtung, Osteuropabashing!

Am heutigen samstag gibt es ab ca. 10 uhr auf dem youtubekanal des Europaabgeodneten Martin Sonneborn unter anderem etwas zur wahl in Serbien zu hören.

Dienstag, 19. Mai 2020

Freiheit

Derzeit wird viel um freiheit diskutiert und gestritten, ob die hierzulande noch gegeben sei und schwadroniert, daß wir bereits längst in einer diktatur lebten. Dabei ist doch klar, daß die freiheit gegeben ist, immerhin darf man sich frei entscheiden, ob man freiwillig maske trägt oder ob man dazu gezwungen ist.

Über die freiheit schrieb Albert Krölls in seiner streitschrift gegen den verfassungspatriotismus folgendes:
»Wenn die Willensfreiheit den Charakter einer Konzession der staatlichen Herrschaft annimmt, wird so getan als wäre der Wille ohne das Zugeständnis einer ihm übergeordneten Gewalt, ihn haben zu dürfen, noch unvollständig. Dafür jedoch, daß die Menschen das tun, was sie ohnehin von sich aus wollen, bedürfte es einer politischen Macht und deren Setzungen nicht. Darum kann es also auch gar nicht gehen, wenn die Staatsgewalt ihren Untertanen Freiheit gewährt. Wenn die Verfassung den Regierten Rechte zuweist und ihnen das scheinbar Selbstverständliche und Menschennatürliche erst noch erlaubt, dann betätigt sich in diesem Rechtsakt eine hoheitliche Aufsichtsinstanz, die keineswegs jedermann machen läßt, was er will. Die rechtliche Anerkennung des Willens ist somit die abstrakteste, aber auch umfassendste Form, den Willen unter die Verpflichtung seiner Übereinstimmung mit den Vorgaben der staatlichen Herrschaft zu stellen. Wenn vom Dürfen des wollens die rede ist, ist eben allemal von einer über den gesellschaftlichen Subjekten und ihrem Willen stehenden (Gewalt)Instanz die Rede, welche die Totalität des Handelns ihrem Erlaubnisvorbehalt unterwirft. Mit Montesquieu (1748:Buch IX, Kap. 3) gesprochen kann ›in einem Staat, in dem es Gesetzte gibt..., die Freiheit nur darin bestehen, das tun zu können, was man wollen darf.‹«
Vielleicht ist es doch keine so gute idee, sich mit einem gesetzbuch auf die straße zu stellen und nach freiheit zu rufen.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Übersterblichkeit

Todesstatistiken sind nicht unbedingt mein lieblingsthema, aber manchmal ist auch was egal.

Diese grafik zeigt die wöchentliche übersterblichkeit von der ersten bis zur zwanzigsten kalenderwoche der jahre 2016 (braun), 2017 (rot), 2018 (gelb), 2019 (grau) und 2020 (blau) aus den ländern Österreich, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland (leider nur Berlin und Hessen, warum auch immer), Griechenland, Ungarn, Republik Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweiz, England, Nordirland, Schottland und Wales:

Quelle: Euromomo

Man kann an der roten linie für 2017 und der gelben linie für 2018 sehen, wie sich die grippewellen in diesen jahren entwickelten: die hatten ihre spitzen von januar bis ca. mitte märz.

Während die blaue kurve für dies jahr in dieser zeit eher unauffällig blieb.

Jedes knopfauge sieht es, daß sie ab der elften kalenderwoche, also ab mitte märz, rasant ansteigt - und zwar auf mehr als doppelte der spitze der schlimmen grippewelle von 2017. Ich bin kein wissenschaftler und erst recht kein epidemieologe. Jedoch sagt mir meine laienlogik, daß es äußerst unwahrscheinlich ist, daß das ein spätes aufflackern einer gewöhnlichen grippeepedemie wäre und ich glaube nicht, daß die toten einfach vom himmel gefallen wären.

Auch in der siebzehnten kalenderwoche dieses jahres gab es eine für diese zeit hohe übersterblichkeit. Hat irgendjemand eine plausible erklärung, wo die toten so plötzlich herkommen, wenn nicht von einer bisher unbekannten erkrankung?