Posts mit dem Label realsozialismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label realsozialismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. Januar 2021

Eolomea

Leider hat die DDR in den vierzig jahren ihres bestehens nur drei sciencefictionfilme hervorgebracht. Die produktionskosten waren für dies genre leider sehr hoch, obgleich einige szenen auf der erde nicht auf Galapagos, sondern an der Bulgarischen schwarzmeerküste gedreht wurden. Im film sind Manfred Krug und Carmen-Maja Antoni nicht zu sehen. Aber immerhin zu hören.

Bevor ich anfange, den film nachzuerzählen, empfehle ich, ihn selbst anzuschauen:



Das beste, das je in einem scienfictionfilm gesagt wurde, ist vermutlich folgendes:

»Ist doch komisch. Da ziehe ich nun los, ’ne neue zivilisation suchen. Mit zerrissenen socken.«

Donnerstag, 1. Februar 2018

Dreckslochländer

In bezug auf Zeit-online, wo letztens gefragt wurde, warum manche länder drecklöcher sind, schreibt Tobias Blanken bei den Salonkolumnisten, daß der begriff »drecksregime« für solche länder angemessen wäre, weil ja nicht die länder an sich »dreckslöcher« wären, sondern das herrschende regime entscheidend sei.

Da ist die gute, alte DDR natürlich nicht weit. Schließlich sprach Donald Trump von »shithole countries«, weil er ein problem mit flüchtlingen aus dem ostblock hat - gegen die menschenmassen aus der DDR will er bekanntermaßen sogar eine mauer errichten lassen. Aber zurück zu Blankens text. Über die DDR schreibt er
zitat Tobias Blanken: »Beide Staaten fingen nach dem Krieg mit ähnlichem Menschenmaterial an, trotzdem nahm die Produktivität einen anderen Lauf.«
Natürlich fing die DDR mit ähnlichen menschen wie die BRD an, jedoch mit anderem, vor allem weniger material. Zwar waren die kriegsschäden auf dem gebiet der SBZ geringer als in den westzonen, doch leistete die SBZ 97 % der reparationsleistungen.
Zitat Tobias Blanken:»Entscheidend für die Produktivität ist nicht die Faulheit oder der Fleiß der Menschen am Arbeitsplatz, sondern wie effizient die Arbeitsprozesse organisiert sind – und welche Technologien zum Einsatz gebracht werden. Und da hat sich die dezentral organisierte Marktwirtschaft gegenüber der hierarchisch organisierten Planwirtschaft als überlegen erwiesen; die privatwirtschaftlichen Unternehmen der BRD konnten nahezu in jedem Jahr aufs Neue höhere Produktivitätszuwächse als die Staatswirtschaft der DDR erzielen. Produktivitätszuwächse, die sich dann über die Jahrzehnte so akkumulierten, dass die DDR trotz ähnlicher Ausgangsvoraussetzungen regulär abgehängt wurde. Und das mit drastischen Folgen, mit einem Drittel der Produktivität der BRD hätte die DDR 1989 die Arbeitszeiten verdreifachen müssen, um das Wohlstandsniveau der BRD zu erreichen. Was aber auch nur in der Theorie möglich ist, da Menschen schlichtweg nicht in der Lage sind, jede Woche aufs Neue eine 120-Stunden-Woche abzureißen.«
Wie ich oben bereits dargelegt hatte: auf dem gebiet der SBZ waren vor der staatsgründung der DDR ganze fabriken abgebaut, eisenbahngleise herausgerissen, loks und waggons mitgenommen worden. Nach der demontage von industrie- und eisenbahnanlagen lag die wirtschaftliche leistungfähigkeit bei etwas mehr als der hälfte des vorkriegsniveaus. All das mußte erst wieder aufgebaut werden. Damit waren die ausgangsvorraussetzungen eben alles andere als ähnlich wie im westen, sondern tatsächlich wesentlich schlechter.

Immerhin erkennt herr Blanken, daß für die produktivität andere dinge notwendig sind als bloß fleiß. Ein problem der DDR war, daß sie moderne maschinen, beispielsweise mangels devisen, nicht einfach so auf dem weltmarkt kaufen konnte, weshalb die notwendige modernisierung langsamer als im westen verlief.

Auf jeden fall sollte man darüber nachdenken, was das mit der produktivität übrhaupt bedeutet. Die wurde in Westdeutschland nicht aus langeweile oder wohltätigen zwecken gesteigert, sondern damit mehr gewinn für die unternehmer rausspringt. Produktivitätssteigerung bedeutet nicht unbedingt mehr wohlstand für die leute, die die leistung erbringen, sondern daß härter gearbeitet werden muß. Hierzu schreibt herr Blanken:
Zitat Tobias Blanken:»Heruntergebrochen, wenn ein Bürger der BRD eine Stunde arbeiten musste, um etwas herzustellen, musste ein Insasse der DDR drei Stunden arbeiten.«
Erstmal ist es natürlich ein ding, daß die menschen in der DDR für herrn Blanken natürlich keineswegs »bürger« sind, sondern knackigleich »insassen.«

Was hat denn die produktivitätssteigerung in der BRD gebracht?

Die leute, die arbeitsplätze hatten, mußten härter arbeiten. Und der rest, den man nicht mehr brauchte, war arbeitslos. In den 80er jahren gab es in der BRD arbeitslosenquoten von 7 – 9 %. 1989 gab es in der BRD mehr als zwei millionen arbeitslose.

In einer volkswirtschaft, in der die anfallende arbeit auf die gesamte arbeitsfähige bevölkerung verteilt wird, geht es nicht drum, aus jedem einzelnen das meiste rauszuprügeln, sondern die notwendige arbeit so zu verteilen, daß sie für die menschen möglichst leichter wird. Das ist ein völlig anderes konzept und läßt sich so nicht besonders gut vergleichen
Zitat Tobias Blanken:»Aber „Menschen aus Drecksregimen“ läuft womöglich Trumps Intention zuwider, denn „Regime“ klebt nicht an den Menschen, es taugt nicht als Stigmata.«
Meines wissens ist »stigmata« plural. Dieser satz ist also einigermaßen verkorkst. Aber jeder macht fehler, nicht nur die plankommission der DDR.
Zitat Tobias Blanken:»Dass die Produktivitätskluft zwischen der BRD und der DDR trotz ähnlichem Menschenmaterial breit wie der Grand Canyon war, geht vermutlich schon gar nicht mehr in seinen Kopf, dass schwarze Einwanderer in den USA sogar überdurchschnittlich performen, noch viel weniger, schließlich müsste der alte Mann mit dem blondierten Haar dann sein krudes Weltbild hinterfragen.«
So breit ist der Grand Canyon nun auch wieder nicht. Vielleicht müßte der mann mit den kruden gedanken unter der frisur sein weltbild mal hinterfragen, wenn er weniger vorurteilsbeladen auf die wirtschaft der DDR gucken würde. Die sache dürfte den einen oder anderen erstaunen.

1950 waren beide Deutschen staaten gegründet, sie fingen an zu wirtschaften - also für beide BIP-index (BIP = Bruttoinlandsprodukt) 100. 1989, also zum ende der DDR war der BIP-index immerhin auf 558 gewachsen. Der der BRD auf 534. Die DDR hatte also ein höheres wirtschaftswachtum als die BRD.

Dabei weiß man doch, daß die damals in der DDR gar nichts hinbekamen. Aber mal ehrlich: in der DDR haben sie aus eigener kraft aus erbärlichen verhältnissen einen immerhin bescheidenen wohlstand geschaffen.

Um ein klares bild von der planwirtschaft zu bekommen, müßte man das experiment mit tatsächlich gleichen bedingungen auf beiden seiten wiederholen.
Zitat Tobias Blanken:»Und das Hinterfragen ist eine Disziplin, bei der narzisstische, vorurteilsbeladene Menschen ganz mies performen, in diesem Fall sogar vollkommen unabhängig vom System.«
Daß der narzißtische, vorurteilsbeladene mensch nicht unbedingt bestens »performt« hat uns herr Blanken exzellent vorgeturnt. Ob er wohl bereit wäre, seine vorurteile abzubauen, kann man nicht wissen.

Er lebt leider in einem dreckslochland, in dem man vor politischer indoktrination nicht sicher ist - und so muß man ihm seine voreingenommenheit vielleicht nachsehen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Deutschland 88

Letzens kam im Deutschlandfunk ein interessantes radiofeature, in welchem Englische Germanistikstudenten von ihrem studium in Deutschand erzählten.

Das spannende daran: die sendung war eine wiederholung von 1988 und die studenten hatten eine zeit in der BRD und eine zeit in der DDR studiert. Dabei hatten sie ein erstaunlich schlechtes bild von der BRD gewonnen, in der sie beispielsweise probleme mit bürokratischen hürden hatten und ein ziemlich gutes von der DDR, an der ihnen positiv auffiel, daß es keine bettler gab und daß alle menschen sich restaurantessen und kulturveranstaltungen leisten konnten. Gefragt, wo sie denn leben wollten, wenn sie denn in Deutschland leben müßten, entschieden sie sich eindeutig für die DDR.

Die sendung kann man hier anhören.

Der Spiegel meldete letzte woche, daß Westdeutsche studenten bis heute nicht in Ostdeutschland studieren wollen.

Mittwoch, 3. Januar 2018

40 jahre Kombinat Mikroelektronik

Aus westlicher sicht galt der ostblock in puncto computertechnik als entwicklungsland. Kaum jemand erinnert sich, daß in Bulgarien einst prozessoren hergestellt wurden und dort mit dem Prawez sogar ein Applecompatibler computer gebaut wurde.

In der jw vom 2. januar war ein interessanter artikel von Jörg Roesler über halbleitertechnologie in der DDR. Darin schreibt er:
»Eigentlich – denn es wurde von den »Aufarbeitern« in den Medien einiges unternommen, um die Mikroelektronik in ihr Bild von der DDR-Wirtschaft einzupassen: Die Zuwendung zur Mikroelektronik in der DDR sei allein auf das Renommierbedürfnis der SED-Führung, insbesondere von Generalsekretär Erich Honecker und seines Wirtschaftssekretärs Günter Mittag zurückzuführen. Die SED-Führung habe die Vorstellung, die Bundesrepublik auf ökonomischem Gebiet einzuholen – ursprünglich eine Idee Walter Ulbrichts – nicht aufgeben wollen. Man habe sich aber technologisch überhoben. Statt des erhofften Millionengeschäftes sei die Mikroelektronik zum Milliardengrab geworden. Als Beweis für die verfehlte Technologiepolitik wird gern die Geschichte vom Ein-Megabit-Chip erzählt. Mit diesem Speicher sollte technologisch der Anschluss an westliche Standards erreicht werden. Im September 1988 sei der erste Ein-MB-Chip mit großem propagandistischen Aufwand – das Neue Deutschland berichtete seitenlang darüber – an Erich Honecker übergeben worden, der sich beeilte, damit vor Michail Gorbatschow zu prahlen. Dabei sei der Chip überhaupt nicht funktionsfähig gewesen. Honecker und Mittag hätten schlicht geblufft. Der 40. Jahrestag der Gründung des Kombinats Mikroelektronik am 1. Januar 1978 soll Anlass sein, sich anhand dieses Beispiels einmal genauer mit den wirklichen Problemen und Errungenschaften der DDR-Mikroelektronik zu beschäftigen.

[...] Haben die Medien also recht, wenn sie die Milliarden Mark verschlingende Mikroelektronikförderung in der DDR als ein »technologisches Desaster« bezeichnen? Nein. Man darf nicht vergessen, dass zwischen beiden Schätzungen mehr als ein Jahrzehnt rasanter Entwicklung der Mikroelektronik im Weltmaßstab lag und dass das in den Plänen der DDR von 1976 angestrebte Weltniveau 1988/89 nicht mehr mit dem der zweiten Hälfte der 70er Jahre vergleichbar war. Die SZS-Studie lässt damit immerhin auch diese Schlussfolgerung zu: Die DDR hatte sich im Wettbewerb auf diesem Gebiet nicht abhängen lassen. Das aber war angesichts der Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt wurden, eine bemerkenswerte technologische Leistung.«

Den gesamten artikel kann man hier lesen.

Mittwoch, 16. August 2017

Tote betrauern ohne mauern

Zitat Sigmar Gabriel:»Wir gedenken der Mauertoten und sind froh, dass wir in der EU heute ohne Mauern auskommen.«
Auch ohne mauer gab es allein in diesem jahr bereits mehr als 2000 grenztote (stand 6. juli 2017). Das ist fortschritt: ohne mauer, minenfeld und selbstschußanlagen monatlich mehr als doppelt so viele grenztote wie in 40 jahren Kaltem Krieg.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Sozialismus ist schuld an fremdenfeindlichkeit

Siebenundzwanzig jahre nach dem ende des realsozialismus in Osteuropa ist für die schriftstellerin Herta Müller fremdenfeindlichkeit ein erbe des sozialismus. In diesen ländern gebe es aggressive politische agitation gegen flüchtlinge, weil die fremdenfeindlichkeit aus dem sozialismus mitgeschleppt sei.

Deshalb hat man im mutterland des sozialismus, Großbritanien, sogar für den austritt aus der EU gestimmt, damit sie keine innerhalb der EU verteilten flüchtlinge aufnehmen müssen.

Für diesen klaren blick auf die welt hätte frau Müller aber wirklich endlich einen Nobelpreis verdient!

Donnerstag, 1. Juni 2017

Merkels spukschloß

Letztens »Unter den Linden« an der baustelle des hohzenklotzes.
Er: »Kuck Dir dit an, da baunse nen Hohenzollernschloss auf, dit wir nich wollten.«

Sie: »Dit is halt so mitte herrschaft: Dit olle schloß, hattense ooch nich jewollt.«

Er: »Damals, da sin'se nich jefracht wordn, was se wolln, de leute.«

Sie, nahezu kreischend: »Dit is halt so mitte herrschaft. Dit olle schloß, das hattense ooch so nich jewollt. Und heute inne demokratie werdn wa ooch nicht jefracht.«

Er: »Da kannste nüscht machen...«

Sie, plötzlich sehr ruhig: »Aussa warten, dassa wiedeer uffjebaut wird, der Palast der Republik.«

Dem schließe ich mich glatt an.

Freitag, 7. Oktober 2016

Straße der DSF

Die FAZ hat mal wieder einen ganz schlimmen skandal aufgedeckt: nämlich daß es im osten noch straßennamen aus DDR-zeiten gibt. Beispielsweise in Güstrow, der achtunsiebzigstkleinsten stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Dort waren sie glatt so frech zu beschließen, daß die Ernst-Thälmann-Straße künftig Ernst-Thälmann-Straße heißen soll. Tatsächlich sind die Thälmann-Straßen fast nirgendwo umbenannt worden. In Berlin gibt es immerhin noch einen Thälmannpark mit denkmal, außerdem wird an ihn direkt vor dem Reichstag erinnert. Er war einer der 96 abgeordneten, die in der zeit der nazidiktatur ermordert wurden.

Sogar eine »Straße der DSF« gibt es noch in Güstrow. Und alle der befragten wußten, was DSF bedeutet, nämlich Deutsch-Sowjetische-Freundschaft. Das ist natürlich skandalös, wenn die menschen sich daran erinnern, daß die Russen zumindest im osten nicht immer nur als feinde betrachtet wurden. Das ist ein grund zur straßenumbenennung, allerdings hatten die anwohner der Güstrower südstadt unterschriften gesammelt, daß sie keine umbenennungen wollen.

Daran, wer August Bebel oder Clara Zetkin waren, konnten sich die befragten Güstrower angeblich nicht erinnern. Auch das ist selbstverständlich ein grund zur umbenennung. In Berlin hat man die Clara-Zetkin-Straße in Dorotheenstraße umbenannt. Daß sich der »neue« name auf Dorothea von Brandenburg bezieht, die ein geiziges und geldgieriges weib gewesen sein soll und überdies eine giftmörderin, interessiert niemanden. Das gräßliche weib ist zum glück bereits vor 327 jahren in die gruft gefahren.

Nach August Bebel hingegen wurden auch im westen straßen und plätze benannt. Ich kann mich erinnern, daß in Kassel die stadthalle in der nähe des Bebelplatzes liegt. Aber Kassel war zonenrandgebiet und zählt somit nicht so richtig, war schließlich der westliche osten.

Den Kasselänern jedoch muß man mal ordentlich ins gewissen reden, daß sie nicht einfach so einen platz nach irgendwelchen dahergelaufenen mitbegründern der Deutschen sozialdemokratie benennen dürfen.

Wo käme man denn hin, wenn alle das täten?

Mittwoch, 11. Mai 2016

Das Spanische kollektiv in Ost-Berlin

Oft wird behauptet, in der DDR habe es keine probleme mit asylanten gegeben, weil sie einfach keine flüchtlinge aufgenommen hätte. Das stimmt so nicht. In der zeit der Frankodiktatur waren viele kommunisten aus Spanien nach Frankreich geflohen. Als folge des Kalten Krieges wurden sie in Frankreich ab september 1950 nicht mehr geduldet. Viele von ihnen fanden zuflucht in der DDR, dort wurden sie eben nicht als asylanten behandelt, sie waren ja kommunistische genossen.

Gestern brachte der Deutschlandfunk ein erstaunlich gutes radiofeature über das Spanische kollektiv in Ost-Berlin. Es kann bis zum 17. mai hier angehört werden, das manuskript der sendung ist wahrscheinlich länger online.
O-ton Olga García Dominguéz, 68 jahre, Spanierin, ärztin, arbeitet seit 1989 in Madrid, nachdem sie aus der DDR nach Spanien zurückging: »Die DDR war und ist heute, dieses Stück DDR, was ich noch in meinem Kopf habe, immer noch meine Heimat. Dort hat man so gelebt, wie wir leben wollten, dass alle Menschen das Recht haben zu arbeiten, das Recht haben auf Gesundheitswesen, das Recht haben auf Bildung – dort gab es das. Dieses Land war mein Land. Ich war eine mehr. Wir waren keine Ausländer.
Meine schlimmste Emigration war, nach Spanien zurückzukommen.«

Freitag, 6. Mai 2016

Margot

Laut berichten Chilenischer medien ist die frühere ministerin für volksbildung, Margot Honecker, heute verstorben. Angeblich soll sie eine der meistgehaßten personen in der DDR gewesen sein. Vielleicht war die DDR gar nicht so schlecht, wenn es nichts hassenswerteres gab - sie hatten ja »drüben« keine Maggie Thatcher.

Samstag, 19. Dezember 2015

Aufruf »für unser land« novemer 1989

Heutzutage wird oft behauptet, nach dem mauerfall hätten die bürger der DDR einhellig nach der dm und der »wiedervereinigung« geschrien. Das war nicht so. Viele wollten die DDR als alternative zur BRD erhalten:
Zitat: »Entweder können wir auf der Eigenständigkeit der DDR bestehen und versuchen mit allen unseren Kräften und in Zusammenarbeit mit denjenigen Staaten und Interessengruppen, die dazu bereit sind in unserem Land eine solidarischesche Gesellschaft zu entwickeln, in der Frieden und soziale Gerechtigkeit, Freiheit des einzelnen, Freizügigkeit aller und die Bewahrung der Umwelt gewährleistet sind.

Oder wir müssen dulden, daß, veranlaßt durch starke ökonomische Zwänge und durch unzumutbare Bedingungen, and die einflußreichen Kreise aus Wirtschaft und Politik in der Bundesrepublik ihre Hilfe für die DDR knüpfen, ein Ausverkauf unserer materiellen und moralischen Werte beginnt und über kurz oder lang die Deutsche Demokratische Republik durch die Bundesrepublik Deutschland vereinnahmt wird.

Laßt und den ersten Weg gehen. Noch haben wir die Chance [...]
«

Zwar habe ich zweifel, daß die chance damals tatsächlich bestanden hätte. In Bonn hatten sie andere pläne, weshalb man die bürger der DDR auch lieber nicht fragte, was sie wollen.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

66

66 jahre gründung des ersten realsozialistischen staates auf Deutschem boden.
Und leider alles schon wieder vorbei.