Donnerstag, 7. Februar 2013

Das Schweigen der Quandts

Dieser dokumentarfilm des NDR zeigt am beispiel der familie Quandt wie bereits in der Weimarer Republik die industrie mit dem faschismus vernetzt war. Alle vermögen der industriellen sind auf ähnliche weise zustandegekommen.



Im film ist auch zu bewundern, wie die erben heute mit der vergangenheit umgehen: Überhaupt nicht.

Sven Quandt ist der einzige, der sich vor eine kamera traute und unter anderem folgendes sagte:
»Wir haben ein riesenproblem in Deutschland, daß wir nie vergessen können. In der familie - und wir haben über die themen oft genug gesprochen. Wir finden es aber schade, denn es hilft Deutschland unheimlich wenig weiter. Je mehr wir da … an dieser stelle im prinzip… je mehr wir da drüber nachdenken und daran erinnert werden alle, genau so wird man im ausland draran erinnert. Und wir müßten endlich mal versuchen, das zu vergessen. Es gibt in den anderen ländern ganz ähnliche dinge, die passiert sind. Auf der ganzen welt. Da redet keiner mehr drüber - und es hat auch keinen negativ-touch, bei uns hat das immer den negativ-touch.«
Das ist wahrlich eine noble einstellung. Die geschichte, woher deren familienvermögen stammt, soll unter den teppich gekehrt werden. Nicht, weil das für einen selbst unangenehm werden könnte und einiges in frage stellen. Natürlich dient so jemand einer höheren sache. Es schadet Deutschland.

Freilich kann man, sofern man auf der gewinnerseite steht wirklich alles auch mit »positiv-touch« sehen.

Kapitalismus ist immer ein verbrechen und der faschismus nur eine seiner schlimmsten ausformungen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

anmerkungen willkommen, mißbrauch strafbar.