»Wovon man nicht schweigen kann, darüber muß man reden.
Das ist meine meinung. Aber nicht die Wittgensteins.« (Mechthild Mühlstein)
- willkommen in der schlangengrube - (nachtrag ostern 2021)
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Dienstag, 29. Juni 2021
Urlaub
... ist was für menschen ohne fantasie. Max Uthoff, aufzeichnung vom 19. september 2020
Nur gut, daß ich bereits in B wohne und deshalb nicht verreisen muß, es gibt einen platz, einen turm, eine brücke und wer mal in B war, weiß, daß man sofort lust bekommt, einen reiseführer zu schreiben schlecht essen in B, nicht umsonst gibt es hier orte, die Kotzen heißen oder Wassersuppe. Aber zum glück gibt es andere dinge über die man erzählen könnte.
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Donnerstag, 15. April 2021
TVtip
Nachdem es gestern einen eher traurigen fernsehtip gab, gibts heute was schöneres: im ORF kann man derzeit die Science Busters sehen. Derzeit sogar in meiner lieblingsbesetzung mit Florian Freistetter und Martin Moder - im vergangenen jahr sollten die ende april in Berlin auftreten. Ich hatte eine eintrittskarte dafür und hoffe immer noch, daß sie eines schönen tages nach Berlin kommen und ich dabei sein kann.
Aber bis dahin erstmal im TV. Wer den Martin Moder mal singen und schlagzeug spielen sehen/hören möchte, sollte sich das unbedingt anschauen. Zur ORF-TVthek geht es hier lang.
Leider nur sieben tage lang sichtbar.
Aber bis dahin erstmal im TV. Wer den Martin Moder mal singen und schlagzeug spielen sehen/hören möchte, sollte sich das unbedingt anschauen. Zur ORF-TVthek geht es hier lang.
Leider nur sieben tage lang sichtbar.
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Samstag, 30. Januar 2021
Coronademo ohne coronademonstraten
Kein witz. Das hat tatsächlich heute stattgefunden. Oder vielmehr eben eher nicht stattgefunden. So etwas schönes kann natürlich leider nur in Wien passieren.
»Uns stört es nicht, wenn niemand kommt. Wir nehmen es angenehm zur Kenntnis«, konstatierte Polizeisprecher Christopher Verhnjak.
Daß Wien ohne Wiener am schönsten sei, wußte einst schon der Wiener Georg Kreisler: Und eine coronademo ist eben ohne coronademonstranten am schönsten.
»Uns stört es nicht, wenn niemand kommt. Wir nehmen es angenehm zur Kenntnis«, konstatierte Polizeisprecher Christopher Verhnjak.
Daß Wien ohne Wiener am schönsten sei, wußte einst schon der Wiener Georg Kreisler: Und eine coronademo ist eben ohne coronademonstranten am schönsten.
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Sonntag, 7. Juni 2020
Schau das doch bei google nach
Endlich weiß ich bescheid.
»Es gibt keine viren. Alles nur erfunden.« Ja was denn sonst?
»Es gibt keine viren. Alles nur erfunden.« Ja was denn sonst?
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Samstag, 30. Mai 2020
Das wunder von Berlin
Alfons erzählte in der letzten »Anstalt« über das »Wunder von Orly«:
Ein vergleichbares »wunder« gab es in den vergangenen monaten auch in Berlin, weil in Tegel kaum noch flugzeuge starten und landen ist es wunderbar ruhig. Anstatt morgens vom fluglärm genervt zu werden, singen hier morgens die nachtigallen und amseln mit den rotschwänzchen und gartenbaumläufern um die wette, so schön war das hier noch nie.
Und das beste ist, daß hier der fluglärm tatsächlich zukünftig dauerhaft unterbleiben wird, denn der flughafen »zum abgestürzten luftfahrtpionier« soll mitte juni vorzeitig für immer geschlossen werden.
In der »Welt« stand dazu »Das Ende des Traums vom Fliegen« (brauche ich nicht verlinken, verschwindet ohnehin nach wenigen zeilen hinter der bezahlschranke). Für den namensgeber des flughafens, Otto Lilienthal, endete der traum vom fliegen so:
Und das beste ist, daß hier der fluglärm tatsächlich zukünftig dauerhaft unterbleiben wird, denn der flughafen »zum abgestürzten luftfahrtpionier« soll mitte juni vorzeitig für immer geschlossen werden.
In der »Welt« stand dazu »Das Ende des Traums vom Fliegen« (brauche ich nicht verlinken, verschwindet ohnehin nach wenigen zeilen hinter der bezahlschranke). Für den namensgeber des flughafens, Otto Lilienthal, endete der traum vom fliegen so:
Das fliegen hat funktioniert, das landen hingegen eher nicht. Nur gut, daß es damit in Berlin sehr bald zu ende sein wird.
Dienstag, 5. Mai 2020
202 jahre Karl Marx
Lied vom leben des Karl Marx:
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Dienstag, 28. April 2020
Die abgesagteste kabaretttour des universums
Derzeit schreibt der astronom Florian Freistetter in seinem blog über die abgesagte tour der Science Busters und wissenschaftsgeschichten über all die orte, an denen sie nicht aufgetreten sind. Sie waren beispielsweise nicht in Salzburg, nicht in Ingolstadt, nicht in München, nicht in Wildon, nicht in Wien, nicht in Dresden, nicht in Leipzig und am vergangenen samstang leider auch nicht in Berlin und bei diesem termin war auch ich nicht anwesend. Und so erfährt man etwas über den Halleyschen Kometen und warum Neptun ein Berliner ist.
Aber man kann sie montagsmittags im ORF FM4 hören, hier kann man es als podcast nachhören. Und heute abend nach 23 uhr im ORF sehen, wo sie sich mit der frage »Warum landen Asteroiden immer in Kratern?« befassen. In der ORFtvthek kann man sendungen meist sieben tage sehen.
Aber man kann sie montagsmittags im ORF FM4 hören, hier kann man es als podcast nachhören. Und heute abend nach 23 uhr im ORF sehen, wo sie sich mit der frage »Warum landen Asteroiden immer in Kratern?« befassen. In der ORFtvthek kann man sendungen meist sieben tage sehen.
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Sonntag, 1. März 2020
Impfpflicht
Was in Deutschland die »Heute Show« ist, heißt in unserem kotelettförmigen, südöstlichen nachbarland »Gute nacht Österreich«. Eine der besten sendungen im Deutschsprachigen fernsehen.
Weil ab heute in Deutschland die impfpflicht gegen masern gilt, ein video dazu.
Endlich erfahren wir, warum nach dem impfen der arm weh tut. Peter Klien zum impfen:
Weil ab heute in Deutschland die impfpflicht gegen masern gilt, ein video dazu.
Endlich erfahren wir, warum nach dem impfen der arm weh tut. Peter Klien zum impfen:
Zitat Peter Klien:»... eine impfpflicht bedeutet, daß die einen sich gegen masern, mups oder tetanus impfen lassen und die anderen gegen ihren willen.«Die sendung »Gute Nacht Österreich« gibt’s übrigens erst seit vergangenem september, aber man kann das durchaus als Beösterreichrung der medienlandschaft bezeichnen. Die witze über Österreichische politiker versteht man als außenstehender natürlich nicht immer, aber man kann die lacherquote extrem schnell steigern. Wenn man ab und an ein paar Ösizeitungen liest, kennt man die figuren, um die es geht, relativ schnell. Aber auch ohne das alles ist die sendung sehenswert.
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Donnerstag, 7. März 2019
Samstag, 10. März 2018
Mittwoch, 14. Februar 2018
Die Theorie der feinen Menschen
Zwischendurch mal wieder ein bißchen kabarett, diesmal das soloprogramm von Claus von Wagner.
Die aufnahme ist zwar schon etwas älter und im vergleich zum liveprogramm etwas gekürzt, aber sehr sehenswert.
Die aufnahme ist zwar schon etwas älter und im vergleich zum liveprogramm etwas gekürzt, aber sehr sehenswert.
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Donnerstag, 8. Februar 2018
Krieg und frieden in den medien
Der kabarettist Max Uthoff im gespräch mit Daniela Dahn und Peter Becker
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Sonntag, 31. Dezember 2017
Tschüssikowski 2017
Zum schluß noch mal kabarett mit Urban Priol. Tilt! Tschüssikowski 2017.
Schade, daß er gleich nach ca. zweieinhalb minuten auf das leidige glyphosatthema kommt: »Christian Schmidt. von dem wußte ich bis dahin gar nicht, daß es ihn gibt. und dann - dann hintergeht der auf einmal das umweltministerium, mißachtet sämtliche absprachen und erwirkt für seine lobbykumpel von Monsato und Bayer die zulassungsverlängeung. Krebserregend, total insektenvernichtend - egal. Die CSU hat sich an ihr leitprogramm erinnert: erst die CSU, dann unsere großbauern, dann Bayern, dann erst mal nix. Danach war was los. Hey! Naja gut, also... kleine rüge der kanzlerin. Kurze empörung der umweltministerin...« Das mit dem alleingang und den lobbykumpels stimmt, daß das zeug total insektenvernichtend und krebserregend wäre, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Ansonsten aber recht gutes kabarett.
»Von daher können wir ganz beruhigt davon ausgehen, daß auch 2018 wieder genauso bescheuert sein wird, wie 2017 es war. Machen wir das beste draus.«
Schade, daß er gleich nach ca. zweieinhalb minuten auf das leidige glyphosatthema kommt: »Christian Schmidt. von dem wußte ich bis dahin gar nicht, daß es ihn gibt. und dann - dann hintergeht der auf einmal das umweltministerium, mißachtet sämtliche absprachen und erwirkt für seine lobbykumpel von Monsato und Bayer die zulassungsverlängeung. Krebserregend, total insektenvernichtend - egal. Die CSU hat sich an ihr leitprogramm erinnert: erst die CSU, dann unsere großbauern, dann Bayern, dann erst mal nix. Danach war was los. Hey! Naja gut, also... kleine rüge der kanzlerin. Kurze empörung der umweltministerin...« Das mit dem alleingang und den lobbykumpels stimmt, daß das zeug total insektenvernichtend und krebserregend wäre, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Ansonsten aber recht gutes kabarett.
»Von daher können wir ganz beruhigt davon ausgehen, daß auch 2018 wieder genauso bescheuert sein wird, wie 2017 es war. Machen wir das beste draus.«
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Mittwoch, 6. September 2017
Gegendarstellung
Um mir die zeit bis zur nächsten »Anstalt« etwas zu verkürzen habe ich mir am vergangenen wochenende das solo-programm von Max Uthoff angeschaut. Eine kostprobe aus dem programm:
Das video zeigt einen ausschnitt vom herbst 2015, in wirklichkeit ist es viel länger und wird auch immer aktualisiert und so. Das ist politisches kabarett wie es sein sollte: das lachen bleibt einem im halse stecken und an vielen stellen ist es alles andere als komisch. Wer die gelegenheit hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Kabarett macht, wenn man es live im theater erlebt, viel mehr spaß als im fernsehen.
Im video sagt er: »Alle großen überregionalen tageszeiungen befinden sich im besitz von familien mit dreistelligen millionenvermögen. Mit ausnahme der FAZ, die in einer stiftung steckt [...].« Inzwischen ist das um die »taz« ergänzt. Allerdings fehlten die »junge welt« und das »neue deutschland«, die ebenfalls nicht den großen konzernen gehören, die erscheinen immerhin täglich in einer auflage von ca. 25.000, sind aber im westen weitgehend unbekannt.
Die nächste »Anstalt« kommt am 19. september. Spannend wird sicherlich die sendung nach der bundestagswahl am 17. oktober. Da kommen nämlich Urban Priol, Frank-Markus Barwasser, Georg Schramm und Jochen Malmsheimer als gäste.
Das video zeigt einen ausschnitt vom herbst 2015, in wirklichkeit ist es viel länger und wird auch immer aktualisiert und so. Das ist politisches kabarett wie es sein sollte: das lachen bleibt einem im halse stecken und an vielen stellen ist es alles andere als komisch. Wer die gelegenheit hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Kabarett macht, wenn man es live im theater erlebt, viel mehr spaß als im fernsehen.
Im video sagt er: »Alle großen überregionalen tageszeiungen befinden sich im besitz von familien mit dreistelligen millionenvermögen. Mit ausnahme der FAZ, die in einer stiftung steckt [...].« Inzwischen ist das um die »taz« ergänzt. Allerdings fehlten die »junge welt« und das »neue deutschland«, die ebenfalls nicht den großen konzernen gehören, die erscheinen immerhin täglich in einer auflage von ca. 25.000, sind aber im westen weitgehend unbekannt.
Die nächste »Anstalt« kommt am 19. september. Spannend wird sicherlich die sendung nach der bundestagswahl am 17. oktober. Da kommen nämlich Urban Priol, Frank-Markus Barwasser, Georg Schramm und Jochen Malmsheimer als gäste.
Samstag, 27. Mai 2017
Ein fall für die anstalt
Insgesamt war die sendung vom 16. mai nicht schlecht. Max Uthoff, Claus von Wagner und gäste haben einmal mehr politisches kabarett über die »schönheiten«, mit denen die lohnarbeitende bevölkerung hierzulande konfrontiert wird, präsentiert.
Gewundert habe ich mich jedoch über das solo von Anny Hartmann. Im video ab ca. 20'40 zu sehen. Die stellen sich auf die bühne reden über die gemeinheiten, die auf dem kapitalistisch organisierten arbeitsmarkt den menschen zugemutet werden und mitten drin wird eine noch größere zumutung, nämlich das BGE gefordert. Weil das 1-euro-blog zufällig gerade »BGEwochen« hat, ist das natürlich ein thema.
Damit niemand die ganze sendung anschauen muß, wenn er nicht will, hat das 1-euro-blog mal wieder keinerlei kosten und mühen gescheut und den text mitstenographiert, damit mein kommentar dazu verständlich ist.
Und was die höhe des grundeinkommens betrifft, gehen die vorstellungen auch ziemlich auseinander: bei den einen sind beträge von ca. 450 € im gespräch, wo anders von bis zu 2000 €. Man muß bloß überlegen, welche variante wohl wahrscheinlicher ist.
Es stimmt doch gar nicht, daß fußballer gemeinhin das hundertfache einer krankenschwester verdienen würden. Die meisten, die irgendwo in ihren dorfverein kicken gehen, verdienen damit gar nichts, die zahlen mitgliedsbeiträge für ihre vereine.
Und so ein großes rätsel, weshalb spitzensportler so viel geld hinterhergeworfen kriegen, ist es nun wirklich nicht.
Mußestunden zu genießen ist schließlich etwas völlig anderes als »nichts sinnvolles« aus seinem leben zu machen.
Mit dem job leben zu können würde auch mit grundeinkommen ein luxus sein, den sich die meisten eher nicht leisten können.
***
Die BGEwochen des 1-euro-blog sind beendet. Demnächst wird es wieder um andere themen gehen.
Gewundert habe ich mich jedoch über das solo von Anny Hartmann. Im video ab ca. 20'40 zu sehen. Die stellen sich auf die bühne reden über die gemeinheiten, die auf dem kapitalistisch organisierten arbeitsmarkt den menschen zugemutet werden und mitten drin wird eine noch größere zumutung, nämlich das BGE gefordert. Weil das 1-euro-blog zufällig gerade »BGEwochen« hat, ist das natürlich ein thema.
Damit niemand die ganze sendung anschauen muß, wenn er nicht will, hat das 1-euro-blog mal wieder keinerlei kosten und mühen gescheut und den text mitstenographiert, damit mein kommentar dazu verständlich ist.
Zitat Anny Hartmann: »Gäbe es ein grundeinkommen, hätte dieses zynische system keine chance.«Die befürwortung eines grundeinkommens ist bereits die verweigerung, auch nur im traum an ein anderes system zu denken. Das grundeinkommen wird im zweifelsfall leider keine bessere welt bringen, sondern sehr wahrscheinlich etwas noch zynischeres als das, was es jetzt gibt.
Zitat Anny Hartmann: »Grundeinkommen - schön, daß es einige schon kennen, für die, die es nicht kennen, möchte ich es ganz kurz erläutern:Mit kommunismus hat das leider tatsächlich nichts zu tun. Denn wie man die wirtschaft so aufbauen könnte, daß sie die bedürfnisse der menschen befriedigt, regelt das grundeinkommen nicht.
Grundeinkommen hat nichts mit kommunismus zu tun. Ist eigentlich merkwürdig oder? Die leute verwechseln mittlerweile kapitalismus mit demokratie.
Aber grundeinkommen hat nichts mit kommunismus zu tun das ist eins von ein paar modellen, wie man staatsfinanzen aufbauen kann. Wenn man, wie ich volkswirtschaft studiert hat, bekommt man das ganz gleichberechtigt mit anderen modellen beigebracht.
Und funktioniert wie folgt: jeder bürger des staates bekommt ca. 1.500€ monatlich und alles, was er verdient, kommt obendrauf. Jetzt kriegen die ersten schnappatmung - so uuuuhhhhh! - wie soll man das denn finazieren? Wo soll denn das ganze schöne geld herkommen?«
Und was die höhe des grundeinkommens betrifft, gehen die vorstellungen auch ziemlich auseinander: bei den einen sind beträge von ca. 450 € im gespräch, wo anders von bis zu 2000 €. Man muß bloß überlegen, welche variante wohl wahrscheinlicher ist.
Zitat Anny Hartmann: »Das ist immer der erste gedanke. Kein mensch fragt sich: was könnte das positives bewirken?«Doch. Das frage ich mich schon seit langem. Und meine antwort auf diese frage ist: Höchstwahrscheinlich gar nichts. Im gegeneil.
Zitat Anny Hartmann: »Ich persönlich glaube, es würde den konkurrenzdruck aus der gesellschaft nehmen.«Das ist ein weit verbreiteter irrtum über das grundeinkommen. Weil das grundeinkommen eine idee zur rettung des kapitalismus ist, darf man getrost davon ausgehen, daß es dann auch niedrig genug ist, daß auch wirklich möglichst alle zusehen müssen, sich eine gelegenheit zum geldverdienen zu suchen. So gut, wie akute not den menschen in die übelsten arbeitsverhältnisse zwingt, kann das jobcenter das kaum leisten.
Zitat Anny Hartmann: »Dann hätten die leute auch wieder zeit, sich zu entschuldigen, wenn sie einen anrempeln. Oder danke zu sagen, wenn man die tür aufhält [...] Also alles fragen, die man mal stellen könnte oder auch warum wird welche arbeit wie bewertet? Warum verdient ein fußballer das hunderfache einer krankenschwester? Der tut nix, der will nur spielen«Menschen, die unfreundlich oder einfach schlecht drauf sind, wird es immer geben.
Es stimmt doch gar nicht, daß fußballer gemeinhin das hundertfache einer krankenschwester verdienen würden. Die meisten, die irgendwo in ihren dorfverein kicken gehen, verdienen damit gar nichts, die zahlen mitgliedsbeiträge für ihre vereine.
Und so ein großes rätsel, weshalb spitzensportler so viel geld hinterhergeworfen kriegen, ist es nun wirklich nicht.
Zitat Anny Hartmann: »Sind ja alles fragen, die man mal stellen könnte. Aber die frage ist immer nur - uuuuhhhh! - wo soll das schöne geld herkommen, wie sollen wir das finanzieren?«Der staat finanziert alles, wovon er sich einen vorteil verspricht. Die Hartz-Reformen sind den staat erst mal teuer gekommen. Das ziel war aber dadurch einen konkurrenzvorteil gegenüber anderen staaten zu bekommen. Dank dumping-löhnen scheißt Deutschland seit jahren den weltmarkt mit waren zu. Das wird übrigens in der sendung in der nummer mit der wippe am schluß recht anschaulich dargestellt.
Zitat Anny Hartmann: »Ich kann Sie beruhigen, das haben viele kluge leute schon durchgerechnet - unter anderem ich in meinem studium, nein, auch andere.Ich möcht wohl meinen, daß es auch ökonomen gibt, die rechnen können. Allerdings ist anzuzweifeln, daß der staat gelder für mehr humanität locker macht.
Kleines beispiel, kleines beispiel von vielen, wo geld herkommen könnte: alle behörden, beamten und angestellten, die sich bisher mit der prüfung von bedürftigkeit und schikane von arbeitslosen beschäftigen, die werden überflüssig. Das setzt sehr viele gelder und noch mehr humanität frei.«
Zitat Anny Hartmann: »Jetzt gucken mich hier einige an nach dem motto: »okay, vielleicht ist das finanzierbar. Ich kann mir das zwar überhaupt nicht vorstellen, wie soll das gehen, aber andererseits, kleine, rothaarige frau würde Sie doch nicht kackendreist anlügen. Aber gut. Immerhin sind wir in Der Anstalt - die muß doch verrückt sein.«Wenn es ein grundeinkommen gäbe, das wirklich zum leben reicht, würde ich natürlich zu den 20% der etwas klügeren gehören, die etwas besseres mit ihrer lebenszeit anfangen könnten, als ausgerechnet lohnmalochen zu gehen.
Wenn doch jeder 1.500€ kriegt, dann geht doch keiner mehr arbeiten. Das ist immer der zweite gedanke: dann geht keiner mehr arbeiten. Deswegen hat man ganz, ganz viele umfragen gemacht, man hat die menschen auf der straße gefragt: wenn Sie 1.500€ im monat bekämen, würden Sie weiter arbeiten gehen? 80% der menschen haben gesagt, sie würden weiter arbeiten gehen. Dann hat man exakt die gleichen menschen gefragt, ob se glauben, daß ihr nachbar weiter arbeiten gehen würde.
Wieviel prozent haben gesagt, ihr nachbar geht nicht weiter arbeiten? 80% natürlich.
Na, klar. Von sich denkt der mensch gut. Vom anderen denkt er schlecht.
»Ich bin der held der arbeit - aber mein nachbar, das is ne faule sau!«
Dabei heißt es so schön, von sich auf andere schließen. Der mensch an sich möchte doch arbeiten.
Der mensch an sich möchte was sinnvolles aus seinem leben machen. Gut - außer bänker, lobbyisten und Heidi Klum.«
Mußestunden zu genießen ist schließlich etwas völlig anderes als »nichts sinnvolles« aus seinem leben zu machen.
Zitat Anny Hartmann: »Und das beste konzept, im leben glücklich zu werden ist doch - stellen Sie sich die frage »wenn ich mir um geld keine gedanken machen müßte, womit würde ich mich dann beschäftigen?Wenn ich mir um geld keine gedanken machen müßte, säße ich in einer villa mit seeblick und würde mich damit beschäftigen, ob es stilvoller ist, den swimmingpool mit Champagner oder Krimsekt zu befüllen. Außerdem würde ich mir gedanken drüber machen, wie mein personal zu höherer produktivität gezwungen werden könnte.
Also, wenn ich nicht kabarettistin wär, ich wär restaurant-testerin. Und mit dem grundeinkommen können Sie sich diese frage stellen. Sie können sich die frage stellen, wenn ich mir um geld keine gedanken machen müßte, womit würde ich mich beschäftigen?«
Zitat Anny Hartmann: »Sie könnten ganz frei überlegen, was sind Ihre stärken, wo liegen Ihre interessen, was sind Ihre talente? Sie können die frage auch umformulieren. Sie können auch fragen, wenn ich keine angst hätte, womit würde ich mich dann beschäftigen?Das hat mit dem grundeinkommen rein gar nichts zu tun, wenn man mit seinem leben etwas anderes anfangen möchte als bis zum bitteren ende den beruf auszuüben, den man nach der schule mal gelernt hat.
Und wenn Ihnen dann über pfingsten, da sollen ja auch schon ganz andere erleuchtet worden sein, etwas einfällt, dann wär am besten, auch ohne grundeinkommen, Sie machen das auch jetzt schon.
Ich weiß, es kostet mut und kraft, sein leben zu ändern. Aber wie viel mut und kraft muß es kosten, sein leben lang unglücklich zu sein?
Ich werde ja auch oft gefragt, woher ich den mut und die kraft hatte, meine stelle als diplom-volkswirtin bei der Sparkasse aufzugeben, ausgerechnet, um künstlerin zu werden. Das war ein lebenslang sicherer job und ein festes einkommen. Und ob ich denn jetzt, von meinem job als künstlerin leben könnte? Erstens, ja, das kann ich - ja Sie haben es bezahlt, vielen dank - und zweitens hat mich nie jemand gefragt, ob ich denn mit meinem job leben kann.
Man muß ja nicht nur von, man muß auch mit einem job leben können.«
Mit dem job leben zu können würde auch mit grundeinkommen ein luxus sein, den sich die meisten eher nicht leisten können.
Zitat Anny Hartmann: »Und wenn Sie das nicht überzeugt. Ich hab ein argument, da kommen Sie nicht dran vorbei: Denn überlegen Sie mal mit so nem grundeinkommen, da wäre Adolf Hitler maler geblieben.«Das zieht leider auch nicht. Dem anstreicher ging es nicht ums überleben, sondern um nichts geringeres als die rettung der Deutschen nation.
***
Die BGEwochen des 1-euro-blog sind beendet. Demnächst wird es wieder um andere themen gehen.
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Freitag, 9. Dezember 2016
Die Anstalt vom Nikolaustag
Diesmal zum glück keine weihnachtssendung sondern witze über den wahlzirkus.
Den schluß habe ich allerdings nicht verstanden. Da machen die eine stunde lang witze über die tollen aussichten bei der kommenden bundestagswahl und am ende tritt die journalistin Mely Kiyak auf. Und was tut sie? Sie fordert ein wahlrecht für ausländer. Sie sagt, daß sie nicht glaube, daß man über migranten so verhandeln würde, wenn sie mitwählen dürften.
Ob es frau Kiyak schon mal aufgefallen ist, daß in der politik genau so über arbeitnehmer, arbeitslose, rentner oder kranke verhandelt wird, die wahlberechtigt sind? Für die verbesserern sich durch die wahlkaspereien die lebensbedingungen komischer weise nie. Glaubt frau Kiyak ernsthaft, daß das für die migranten anders wäre?
Den schluß habe ich allerdings nicht verstanden. Da machen die eine stunde lang witze über die tollen aussichten bei der kommenden bundestagswahl und am ende tritt die journalistin Mely Kiyak auf. Und was tut sie? Sie fordert ein wahlrecht für ausländer. Sie sagt, daß sie nicht glaube, daß man über migranten so verhandeln würde, wenn sie mitwählen dürften.
Ob es frau Kiyak schon mal aufgefallen ist, daß in der politik genau so über arbeitnehmer, arbeitslose, rentner oder kranke verhandelt wird, die wahlberechtigt sind? Für die verbesserern sich durch die wahlkaspereien die lebensbedingungen komischer weise nie. Glaubt frau Kiyak ernsthaft, daß das für die migranten anders wäre?
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Dienstag, 26. April 2016
Die Anstalt - faktencheck
Im grunde wurde über die sendung Neo Magazin Royale vom 31. märz zu viel zu viel berichtet und diskutiert und über Die Anstalt vom 5. april bei weitem zu wenig.
Deshalb an dieser stelle noch einmal die gesamte sendung, die für rentner-tv tatsächlich bemerkenswert war.
Wenn im familien- oder bekanntenkreis über die sendung geredet wird, kommt oft auf, daß Claus von Wagner und Max Uthoff recht gern ein bißchen dick auftragen würden und eben einfach einen spaß dran hätten, alles schlecht zu reden. Ist schließlich »nur« eine kabarettsendung - und da muß man nicht alles ernst nehmen, wenn man über das übel sogar lachen kann!
Oh, doch. Muß man ernst nehmen. Die besten witze waren schon immer die gemeinen, die auf fakten hingewiesen haben. Die Anstalt tut inzwischen das, was eine kabarettsendung keinesfalls müßte, nämlich auf quellen hinzuweisen.
Das hätte ich gern mal für das heute-journal, daß die mal erklären würden, wo das zeug herkommt, was sie erzählen!
Deshalb an dieser stelle noch einmal die gesamte sendung, die für rentner-tv tatsächlich bemerkenswert war.
Wenn im familien- oder bekanntenkreis über die sendung geredet wird, kommt oft auf, daß Claus von Wagner und Max Uthoff recht gern ein bißchen dick auftragen würden und eben einfach einen spaß dran hätten, alles schlecht zu reden. Ist schließlich »nur« eine kabarettsendung - und da muß man nicht alles ernst nehmen, wenn man über das übel sogar lachen kann!
Oh, doch. Muß man ernst nehmen. Die besten witze waren schon immer die gemeinen, die auf fakten hingewiesen haben. Die Anstalt tut inzwischen das, was eine kabarettsendung keinesfalls müßte, nämlich auf quellen hinzuweisen.
Das hätte ich gern mal für das heute-journal, daß die mal erklären würden, wo das zeug herkommt, was sie erzählen!
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Sonntag, 21. Februar 2016
Wir Kellerkinder
Ein filmchen für den sonntagabend. Mit Wolfgang Neuss. Ich will gar nicht viele worte drum machen. Einfach (mal wieder) angucken.
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Dienstag, 29. Dezember 2015
Schild gefunden
In seinem kabarettprogramm »Tilt! Tschüssikowski 2015« sprach Urban Priol von einer ZDF-seifenoper, in welcher Iris Berben die MerkelIn spielt.
Zitat Urban Priol:
Im kommenden jahr muß niemand dieses schild suchen. Wie immer hat das 1€blog seine korrespondenten zur richtigen zeit am richtigen ort und hat das schild, das der MerkelIn mutmaßlich auf den kopf geknallt ist, bereits gefunden:
Zitat Urban Priol:
»Iris Berben spielt eine hartherzige kanzlerin. So typ ›böse schwiegermutter‹ aus dem märchen und dann besucht die so ’ne baustelle und dann fällt ihr ein schild auf den kopf. Im krankenhaus wacht se auf, weiß nicht mehr, wer se ist, ist aber auf einmal menschlich gütig. Seit dem such’ ich nach dem schild, das unserer echten auf den kopp geknallt ist. Ich denke mal, mit der suche werd’ ich das ganze nächste jahr noch beschäftigt sein…«
Im kommenden jahr muß niemand dieses schild suchen. Wie immer hat das 1€blog seine korrespondenten zur richtigen zeit am richtigen ort und hat das schild, das der MerkelIn mutmaßlich auf den kopf geknallt ist, bereits gefunden:
Leider nix mit güte oder menschlichkeit. Sondern beschränkter bahnübergang.
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Mittwoch, 9. Dezember 2015
Grundeinkommen. Sozialismus. Bis neulich.
»Hartz 4, kindergeld, elterngeld, BAFÖG, heißwasserzuschuß, heizkostenzuschuß und jede menge andere kleckersubventionen noch - mit einem riesigen bürokratischen überbau, wo tausende menchen beschäftigt sind das auszurechnen, wer welche ansprüche hat. Das alles ersetzt durch ein einfaches, bedingungsloses grundeinkommen, meine damen und herren.
Das ist keine sozialistische spinnerei, das hat der besitzer der DM-Märkte vorgestellt. Ein erfolgreicher kapitalist der sagt, ›wir brauchen ein bedingungsloses grundeinkommen, damit die menschen sich das leisten können, bei mir arbeiten zu gehen.‹ Lesen sie mal das buch von Götz Werner. Ganz spannend. «
Das buch von Götz Werner ist allerdings spannend. Aus diesem grund habe ich schon öfter darüber geschrieben.
Aber im grunde reicht es schon, sich die von Volker Pispers zitierte aussage Werners, daß es BGE bräuchte, damit die leute es sich leisten können, bei ihm arbeiten zu gehen, mal ganz in ruhe auf der zunge zergehen zu lassen:
Das ist doch ziemlich klar die ansage, daß löhne gekürzt gehören. Wenn man es sich »leisten können« soll, bei DM arbeiten zu gehen, bedeutet das wohl, daß man es nicht des geldes wegen tun soll, sondern auch noch seinen lebenssinn darin finden, an der scannerkasse herrn Werners geld zu zählen.
Das ist doch lächerlich!
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Am vergangenen wochenende trat der kabarettist Volker Pispers im restlos ausverkauften Tempodrom in Berlin auf. Es gab ein knapp dreistündiges durchaus aufklärerisches programm. Gegen ende stellte er die forderung nach einem demokratischen sozialismus. Unter dem tosenden beifall des publikums. So etwas habe ich auf kleineren, auch eher linken kabarettbühnen in Berlin bisher noch nicht erlebt (nebenher für ortsunkundige: das Tempodrom ist für ein soloprogramm eines kabarettisten geradezu wahnwitzig riesiges haus: das hat ca. 3.500 sitzplätze), daß sich jemand traut, auch bloß auf einer kabarettbühne sozialismus zu fordern.
Nur leider läßt sich auch ein demokratischer sozialismus nicht mit ein bißchen vermögenssteuer hier und ein bißchen grundeinkommen da machen. Die probleme, die Volker Pispers in seinem programm humoristisch aufs korn nimmt, entstehen ja nicht erst durch die ungerechte verteilung, sondern sind ein resultat der produktionsbedingungen.
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