Montag, 22. Februar 2016

Foto am Montag (199)

Ein frecher Ami: waschbär (procyon lotor)

Sonntag, 21. Februar 2016

Wir Kellerkinder

Ein filmchen für den sonntagabend. Mit Wolfgang Neuss. Ich will gar nicht viele worte drum machen. Einfach (mal wieder) angucken.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Sonneborn rettet die EU: krieg mit Polen


Ausgerechnet der Pole sagt, daß Deutschland aggressiver werden muß. Sofern die AfD die wahl gewinnen sollte wird er dann schon sehen, was er davon hat, wenn die ostelbischen junker sich »ihr« land zurückholen wollen.

Mittwoch, 17. Februar 2016

DiEM 25

Nach allem, was ich gehört hatte, dachte ich, daß Yanis Varoufakis einer der wenigen menschen in der politik ist, die für eine sache stehen. Er hat nicht an seinem posten geklebt und trat eher zurück als sich zwingen zu lassen, etwas zu tun, das er für falsch hielt.

Aus diesem grund war ich sehr neugierig auf »Democracy in Europe Movemt 2025« (DiEM 25). Varoufakis sagt, daß der kapitalimus die demokratie fressen wird, solange niemand die meinung sagt. [Mal am rande bemerkt: es ist schon interessant, daß die das video auf der verlinkten seite mit untertiteln in 10 sprachen anbieten, darunter sogar Persisch. Für die knapp 9 millionen Österreicher und die paar hanseln die in Schland leben war es offenbar zu viel aufwand, auch noch Deutsche untertitel anzufertigen].

Ich fürchte, daß das alles keine übermäßig gute idee ist. Mit diesem text wird Varoufakis’ idee angepriesen:

»Have you wondered why politicians aren't what they used to be, why governments seem unable to solve real problems? Economist Yanis Varoufakis, the former Minister of Finance for Greece, says that it's because you can be in politics today but not be in power — because real power now belongs to those who control the economy. He believes that the mega-rich and corporations are cannibalizing the political sphere, causing financial crisis. In this talk, hear his dream for a world in which capital and labor no longer struggle against each other, "one that is simultaneously libertarian, Marxist and Keynesian."«

Für die freunde der Deutschen sprache, die nicht viel freude daran haben, Englisch zu lesen, eine sinngemäße übersetzung: »Haben Sie sich schon mal gefragt, warum politiker, nicht mehr sind, was sie einmal waren und warum sie anscheinend nicht in der lage sind probleme zu lösen? Der ökonom und frühere finanzminister Griechenlands, Yanis Varoufakis, sagt, daß man in der politik aber trotzdem machtlos sein kann, weil die tatsächliche macht von denen ausgeht, die die wirtschaft beherrschen. Er glaubt, daß die megareichen und konzerne die finanzkrise ausgelöst haben, um den politischen bereich auszubluten. In diesem gespräch hören Sie von seinem traum von einer welt, in welchem kapital und arbeit nicht mehr gegeneinander kämpfen, "eine, die gleichzeitig libertär, marxistisch und keynesianisch ist"«

Für mich hört sich das schon fast nach gauckscher verwirrung an. Zitat Bundesprediger: »Daher gilt: Ich bin ein linker, liberaler Konservativer.« Das geht zwar überhaupt nicht, aber wer soll sich daran stören? Yanis Varoufakis bestimmt nicht.

Zum text. In einem punkt hat herr Varoufakis recht: die macht geht von den eigentümern der konzerne aus (wer sonst sind die megareichen?). Ansonsten sehe ich da nichts gehaltvolles: politiker waren noch nie, was man sich von ihnen erhofft. Sie lösen sehr wohl probleme. Nämlich die der wirtschaftlich relevanten und daran wird sich auch nichts ändern so lange es den klassengegensatz gibt. Und der läßt sich innerhalb des kapitalismus nicht auflösen.

Man kann nicht gleichzeitig für libertarismus, Keynes und Marx sein. Das sind drei welten, die einander weitgehend ausschließen. Libertarismus und keynesianismus haben gemeinsam, daß sie den kapitalismus und die klassengesellschaft retten wollen, allerdings auf unterschiedlichen wegen. Der marxismus hat die klassenlose gesellschaft und die abschaffung des kapitalismus als ziel. Aber offensichtlich ist es nicht einmal mehr möglich, daran auch nur zu denken.

Stattdessen lieber »ein bißchen hiervon - ein bißchen davon«. Das funktioniert so nicht. Man muß sich schon entscheiden, ob man den kapitalismus retten oder ihn in die tonne treten will.

Der ehemalige chefökonom von Syriza, Gianis Milios, bezeichnete Varoufakis als »libralen clown«. Ein clown ist eine tragische figur. Es ist ein trauerspiel.

Das, was »links« zu sein gedenkt, bietet auch an dieser stelle nicht einmal den gedanken an etwas anderes. Oder auch nur den traum eines gedankens an etwas anderes.

Irgendwie mußte ich an den chanson »l’opportuniste« von Jacques Dutronc denken. Wenn es auch sonst nichts gibt.

Musik!





»Je suis pour le communisme,
je suis pour le socialisme
et pour le capitalisme«

(»Ich bin für kommunismus, ich bin für sozialismus, ich bin für kapitalismus.«)

Hmmm.

Montag, 15. Februar 2016

Foto am Montag (198)

Gartenbaumläufer (certhia brachydactyla)

Donnerstag, 11. Februar 2016

Ganz Berlin ein mahnmal (2)

In den letzten tagen habe ich mir etwas zeit genommen, fotos anzuschauen. Fand noch etwas zum thema »mahnmal für die opfer des kapitalismus«.
Eine der zahlreichen fabrikhallen von Borsig. Die ist noch im »originalzustand«. Das meiste ist inzwischen umgebaut oder abgerissen. Dabei wäre es doch wichtig, derartige industriedenkmäler wenigstens zum teil zu erhalten.
Das gelände ist derart riesig, daß es einem schwiemelig wird. Es wird daran erinnert, daß dort lokomotiven gebaut wurden. An die armen schweine, die sie zu bauen hatten nicht.

Eine würdige inschrift für eine gedenktafel wäre doch eine aus der Berliner Arbeiterbewegung:
»Wer nie bei Siemens-Schuckert war,
bei AEG und Borsig,
der kennt des Lebens Elend nicht,
der hat es erst noch vor sich.«

Dienstag, 9. Februar 2016

Autsch!

Der AfD ist die maus ausgesrutscht. Sagt Beatrix von Storch. Auf männer, frauen, kinder darf man an der grenze, wenn, dann nur ein ganz bißchen schießen. Womit denn? Vielleicht mit sektkorken, damit man denen gleich unsere kultur ein wenig näher bringen kann?

Wenn ich einmal was böses schreiben sollte, was ich ohnehin nie tue, weiß ich auf jeden fall, wer schuld ist. Die da nämlich:

Wenn ich nicht am computer bin, hüpfen die immer lustig kichernd auf der tastatur rum, schreiben krude texte, die mir vermutlich nie eingefallen wären.

Schuld sind immer die anderen. Oder die technik.

[Anmerkung: meine inzwischen ein halbes jahrzwölft alte technik läuft wieder wie der geölte blitz. Nach diesem umsturz brauchte ich ein paar tage pause. Bald geht es hier in gewohnter weise weiter.]

Montag, 8. Februar 2016

Foto am montag (197)

Heute beginnt das Chinesische jahr des affen.

Frohes, neues jahr!

Montag, 1. Februar 2016

Foto am montag (196)

Der »El Capitan« im Yosemite-Nationalpark


Das war natürlich sehr spannend. Auch wenn El Capitan durch abwesenheit glänzte und es in wirklichkeit auch gar nicht Yosemite war.

Nachtrag: Heute ist nicht nur the password-change-day sondern auch the betriebssystem-change-day. Es ist vollbracht.

Sonntag, 31. Januar 2016

Schießbefehl

Bei konservativen ist es mit der konsequenz eine merkwürdige angelegenheit: »rin inne kartoffeln - aus ausse kartoffeln.«

Da hamse 28 jahre lang gejammert, daß menschen wegen illegalem grenzübertritt sterben sollten und keine 27 jahre später ist all das nicht mehr wahr, weil neue waffengewalt her muß.

Muß denn jeder fortschritt wieder rückgängig gemacht werden?

Wenn er ein rückschritt - also konterrevolution war, ist darüber nachzudenken. Also abschluß der DDR von der BRD, staatentrennung leicht gemacht.

Und ich diesmal auf der richtigen seite, allerdings das problem, daß die schießbefehlwollerin auf der selben seite (nämlich ost) stünde. Und ich bin ja gegen schießbefehl!

Ich fürchte, so wird das nichts richtiges mit der Deutschen wiederteilung.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Foto am montag (195)

Aus technischen gründen leider diesmal mit verspätung. Dafür gibt es was besonders niedliches: einen fischotter (lutra lutra)

Montag, 18. Januar 2016

Foto am montag (194)

Schneeeule (bubo scandiacus)

Samstag, 16. Januar 2016

Muß sie denn, muß sie denn ins zwangsjäckle hinein?

Da hat endlich mal einer was gesagt. Und zwar etwas, was viele ohnehin schon immer »gewußt« haben: die MerkelIn gehört in einer zwangsjacke aus dem bundeskanzleramt abgeführt.

Es ist auch nicht schlimm, wenn man sich ärgert und sowas denkt oder am stammtisch sagt.

In der öffentlichkeit ist sowas eher peinlich. Die MerkelIn hat keinesfalls den verstand verloren, sie führt den staat sehr souverän. Im gegensatz zu herrn Höcke hat sie genau begriffen, worum es hier geht: nämlich nicht, etwas für die bisherigen insassen dieses staates zu tun, sondern etwas zu machen, was hauptsächlich dem hiesigen kapital nützt.

Da sind quasi alle bedient. Das wollen die idiotischen nationalisten auch, nur ein bißchen anders. Toll.

Freitag, 15. Januar 2016

1919

Hier wurde gemordet.

Heute Rosa-Luxemburg-Steg.

Dienstag, 12. Januar 2016

Bahnhof Zoo

Aus gegebenen anlaß gibt es hier einen alten film aus Berlin. David Bowie hat dafür die musik gemacht und spielt darin die rolle des David Bowie.



Diese version des films ist offenbar leicht geschnitten. Die ekelhaftesten szenen scheinen zu fehlen. Mir fehlen sie jedoch nicht wirklich.

Montag, 11. Januar 2016

Foto am montag (193)

Goldammer (emberiza citrinella)

Freitag, 8. Januar 2016

Zwischendurch aus Brüssel

»Mein« Europaabgeordneter weilt nach der weihnachtspause wieder in Brüssel und hat dort schwer zu tun:



Nach dieser schweren arbeit sollte er sich erst mal eine pause gönnen.

Mit all diesen wunderbar gespitzten bleistiften ist er bestens gewappnet für den 126. geburtstag Tucholskys, welcher morgen ist.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Spuk von draußen

Anfang des jahres habe ich eine kinderserie aus der DDR angeschaut. Sie stammt aus der zweiten hälfte der 80er jahre. Das war die zeit, als im westen die jugendlichen mit zeugs wie ALF abgefüttert wurden, der zwar unkomisch war, aber wir hatten ja nüscht besseres!

In der DDR gab es damals stattdessen »Spuk von draußen«.



Die serie erzählt die geschichte des Berliner kinderarztes dr. Habermann, der mit seiner familie im urlaub im Erzgebirge hängenbleibt und als nicht geistergläubiger in allerhand eigenartige geschichten verwickelt wird, was für den einen oder anderen lacher gut ist.

Die eher mäßigen filmtricks tun dem spaß kaum einen abbruch, insgesamt ist diese serie mit liebe und witz gemacht. Derzeit sind alle folgen in der mdr-mediathek zu bewundern.

Mein fazit: angucken. Wer weiß, wann es mal wieder was gibt.

Montag, 4. Januar 2016

Foto am montag (192)

Allen freunden des »montagsfotos« wünsche ich an dieser stelle ausdrücklich ein besonders gutes jahr 2016.

Eisekaltes wasser.

Freitag, 1. Januar 2016

Guter rat aus Korea

»Hot pepper paste. Keep cool after opening.«

Das ist allerdings ratsam nach dem öffnen dieser hot-paste-dose cool zu bleiben, denn sonst könnte es passieren, daß man feuer spuckt.