Dienstag, 15. April 2014

Skandal! Sowjetische panzer bereits vor Brandenburger Tor!

Und das seit 69 jahren.

Und schon hat die B.Z. begriffen, daß die panzer, die dort den gesamten Kalten Krieg überdauerteten, eine provokation Putins und eine »bedrohung« wären und unbedingt wegmüßten.

Der hier, der seit novemver 1945 da steht, soll ein problem sein und soll weg. Plötzlich nach all den kaltkriegsjahren soll der eine »bedrohung« darstellen. Die BZ hat eine petition gestartet, daß der wegsoll.

Fällt denen früh ein.

Vor den alten Sowjetpanzern muß niemand mehr angst haben, nicht einmal ein angsthäschen wie ich. Deswegen können diese »oldtimer« gern stehen bleiben. Und etwas anderes  als stehenbleiben tun sie nicht.

Wie wäre es denn damit, die NATO geschütze an der grenze zu Rußland einzuschmelzen?

Rußland wird nicht über den westen herfallen.

Samstag, 12. April 2014

Pirinçci von sinnen

Als »wirrer der woche« darf wohl der Turkdeutsche Akif Pirinçci durchgehen.

Er kritisiert seine hier lebenden landsleute und ist sowohl sprachlich als auch von der gedankenwelt her mit den muselmanischen migrantensöhnen von der muckibude exakt auf einem niveau: Mehr patriachat! Mehr reaktionismus! Die weiber werden zu frech!

Herr Pirinçci will das Deutschland zurück, in das er einst einwanderte. Das, in dem frauen ohne einwilligung des mannes weder arbeit noch bankkonto haben durften.

Zum glück gab es zu jener zeit, als Pirinçci nach Deutschland einwanderte, mehrere davon.

Offensichtlich war dies land doppelt so gut, als es zwei davon gab.

Mittwoch, 9. April 2014

Der Moloch

Zum tode des kirchenkritikers Karlheinz Deschner möchte ich daran erinnern, daß er sich auch zu politischen themen äußerte, beispielsweise zum »fall Weizsäcker«:


Interessant ist auch seine kritische geschichte der USA, in die ich vor längerer zeit mal hineingelesen hatte, aber nicht geschafft, sie ganz zu lesen. Das werde ich bald nachholen, denn ich habe die überarbeitete auflage von »Der Moloch« aus dem jahr 2002 zum kostenlosen runterladen (pdf) gefunden.

Im märz des vergangenen jahres vollendete Karlheinz Deschner sein lebenswerk »Die Kriminalgeschichte des Christentums«.

Freitag, 4. April 2014

Wer kennt eigentlich Barbara Hendricks?

Die ist nicht die schwester von Jimi Hendrix, sondern merkwürdiger weise seit kurz vor weihnachten bundesumweltministerIn und niemand hat von ihr gehört oder gesehen.

Bis kurz vor ostern. Denn da kam sie mit einem energiesparförderprogramm für arme haushalte. Arme leute sollen einen zuschuß von 150 € erhalten, wenn sie einen kühlschrank mit der energieeffizienz a3plus kaufen. Das hört sich erstmal gut an.

Ist es aber nicht. Denn nur leute, die h4, wohngeld oder sozialhilfe bekommen, sollen unterstützt werden. Was ist mit armen rentnern oder geringverdienern, die keine sozialleistungen beantragt haben? Und »normalverdienern«, die oft auch alles andere als gut bei kasse sind? Denen würde ein zuschuß sicher auch helfen.

Außerdem soll nur leuten geholfen werden, die bereits einen kühlschrank haben. Und zwar einen, der mindestens zehn jahre alt ist. Hat die HendricksIn eine ahnung, wie lange kühlschränke aus dem untersten preissegment halten?

Als ich mal dringend einen kühlschrank brauchte, weil ich keinen hatte, aber das geld nicht für einen guten reichte, kaufte ich den billigsten der energieeffizienzklasse a. Der verkäufer fragte mich, ob ich eine zusatzgarantie für fünf jahre hinzukaufen möchte. Ich bin froh, daß ich es nicht getan habe, denn genau 19 tage, nachdem die zusatzgarantie abgelaufen wäre, ging der kühlschrank kaputt. Nach den abwrackregeln der umweltministerin würde einem armen in beiden fällen nicht geholfen werden, denn wer keinen kühlschrank hat, bekommt keinen zuschuß zu einem neuen und wer einen kaputten, aber nicht übermäßig alten billigkühlschrank hat, geht ebenfalls leer aus.

Wenn das mal nicht typisch für die Deutsche politik ist: es wird nicht denen geholfen, die dringend etwas benötigen, sondern denen, die bürokratische regeln erfüllen.

Auf Telepolis wird zum energiesparen der äußerst »schlaue« tip gegeben, daß man auch mit einem altgerät ca. 125 € sparen könne, wenn man seine milch anstatt auf 5°C nur auf 10°C kühle. Und es wird mal wieder über konsumanreize gemeckert, die leichter zu vermitteln seien als verhaltensänderungen.

Mein a3plus kühlschrank, den ich nach der katastrophe mit dem billigkühli gekauft habe (auf den mußte ich übrigens wochenlang kühlschranklos warten, weil im kapitalismus schließlich jedes ding jederzeit verfügbar ist) kühlt allerdings nicht nur auf 5°C, sondern, weil ich das so eingestellt habe, auf 3°C. Heute nachmittag habe ich einen rest milch aus einer packung, die am 27. märz (also donnerstag letzte woche) abgelaufen war, getrunken. Die hat noch völlig frisch geschmeckt. Das verfallsdatum gilt schließlich für eine kühlung bei 8°C. Ich verbrauche mit dem a3plus kühlschrank erheblich weniger strom und er erfüllt den zweck, den ein kühlschrank hat, besser: er hält die lebensmittel länger frisch, es passiert viel seltener, daß eßwaren schlecht werden.

Wenn es tatsächlich darum ginge, energie zu sparen, dann müßten stromfresser vom markt genommen werden. Und allen, die ein neugerät benötigen damit versorgt werden.

Aber darum geht es leider nicht.

Mittwoch, 2. April 2014

Apostel feudalen dolus’

In der jw von heute war ein interessanter artikel von Andreas Wehr über die absichten der AfD.

Darin schreibt er:
Antikapitalistische Kräfte, die gegen die Europäische Union kämpfen, wissen aber, daß die von der EU ausgehende Gefahr für die Demokratie von dem Druck des monopolisierten Kapitals herrührt, das die Errichtung eines unbeschränkten Binnenmarktes und eine militärisch gesicherte Weltmachtrolle der EU auf Biegen und Brechen durchsetzen will. Wer diese Kräfte nicht als die eigentlichen Gegner ins Visier nimmt, führt Wähler, die Bürokratisierung, Zentralisierung und Demokratieabbau durch die Europäische Union ablehnen, hinters Licht. Genau das aber versucht die »Alternative für Deutschland«.
In der letzten zeit wurde gern behauptet, daß »linke« mit dem programm der Afd »auf einer linie« wären. Daß das unsinn ist, wird im obenstehenden zitat recht gut zusammengefaßt.

»Links« paßt mit den kapitalismusgläubigen ideen der AfD nicht zusammen. Das sind ideen, die einander ausschließen.

Dienstag, 1. April 2014

Die guten nachrichten…

… des heutigen tages waren leider bloß aprilscherze. Um halb elf früh gab es eine eilmeldung bei den NachDenkSeiten, daß Putin und Obama sich auf eine Europäische friedensordnung verständigen würden und sie hätten auch frau Merkel hinzugezogen, daß sie sich gegen die spaltung Europas und für ein friedliches zusammenleben einsetzen möge.

Doch leider agieren politiker nie derart vernünftig.

Zuvor hatte die »junge Welt« schon in die gleiche kerbe geschlagen. Merkel habe 180gradwendung in ihrer Rußlandpolitik angekündigt, weil altkanzler Schmidt Putins politik verteidigt habe.

Scharfe kritik sei von den Grünen gekommen und Vera Lengsfeld habe ihren parteiaustritt aus der CDU und die absicht wieder zu den Grünen zu gehen, erklärt. Woraufhin die mit einem unbefristeten aufnahmestop reagiert hätten.

Das war wohl etwas dick aufgetragen - aber im grunde stimmt es, wenn die MerkelIn auf die idee käme, friedenspolitik zu machen (was leider nicht passieren wird), wären die Grünen und andere ehemalige »friedensbewegte« die ersten, die krieg gerechtfertigt fänden, wenn es gegen arschlöcher wie Putin ginge.

Montag, 31. März 2014

Foto am montag (100)

Eine blaumeise (Parus caeruleus), die ich heute nachmittag mitten in der schönsten frühlingsblütenpracht eingefangen habe:

Sonntag, 30. März 2014

Titanic will Sarrazin kolumne geben

Beim aufschlagen der soeben erschienenen neuen ausgabe des einzig ernsten politikfachblattes wäre mir fast bereits auf seite 2 die frühstücksstulle aus dem gesicht gefallen:
Aber ich darf hoffnung schöpfen. Es handelt sich um die april-ausgabe. So dürfte die 33 bis 43seitige kolumne wahrscheinlich ausfallen.

Mittwoch, 26. März 2014

Was war eigentlich auf der CeBit?

Wie in den vergangenen zwanzig jahren war ich auch in diesem jahr wieder nicht auf der CeBit.

ZDFreporter und PARTEIpolitiker Martin Sonneborn hat die veranstaltung, im gegensatz zu mir nicht verschlafen, und berichtet von dort:



Textauszüge aus dem film:

Sonneborn: »Aber Sie verdienen ja auch an der ahnungslosigkeit der leute und der regierung.«

CeBit-typ:»Un-un-un-bedingt. Also, ich sage mal gerade im bereich sicherheitssoftware, was was ich verkaufe-äh, kann man, kann man auch noch sehr gut mit der ahnungslosigkeit geld verdienen, ja.«

Sonneborn: »Könnte es eigentlich eine bessere situation geben als im moment? Geheimdienste, die alles überwachen und ausspähen?«

CeBit-typ: »Uns spielt das in die hand.«

***

Sonneborn: »Zuerst hat man uns jahrelang teure datennetze verkauft, um uns besser zu bespitzeln.

Auf dieser CeBit wollen die hersteller noch einmal ordentlich zulangen und uns teure sicherheitssoftware für ihre löchrigen netze andrehen.«

***

Sonneborn: »Was machen sie denn da grad?«

CeBit-typ II:»Wir haben hier einen computer auf einem stick…«

Sonneborn: »Hören Sie auf mich abzuhören! You are monitoring me?«

CeBit-typ II:»Neinneinneinneinneinnein. Aber die sicherheitsdienste, die Amis, die Briten und so weiter, die haben einen markt für uns gemacht. When David Cameron was here, der hat diesen markt für uns gemacht.«

Sonneborn: »Sie profitieren davon, daß Ihr geheimdienst uns ausspäht?«

CeBit-typ II:»Ja.«

Sonneborn: »Und jetzt sollen wir Ihnen diese dinger abkaufen?«

CeBit-typ II:»Ja.«

***

Sonneborn: »Glauben Sie, daß die bundesregierung die situation noch im griff hat?«

CeBit-typ III:»Nein, sicherlich nicht«

***kameraschwenk: stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie - »innovationskraft digitale wirtschaft«***

Kompetenzmensch ministerium: »Ich beantworte Ihnen die frage nicht.«

Sonneborn: »Das dacht ich mir«

Kompetenzmensch ministerium:»Keine frage«

Sonneborn: »Blickt man mit über vierzig überhaupt noch durch, duch diesen ganzen datenirrsin?«

Kompetenzmensch ministerium:»All diese fragen beantworte ich ihnen nicht, es gibt in unserem hause entsprechende, autorisierte leute, die das tun.«

****

Sonneborn: »Glauben Sie, daß man mit über vierzig diesen ganzen datenirrsinn noch verstehen kann?«

CeBit-typ: »Also ich tu ’s nicht(…) Ich hab keinen blassen schimmer.«

****

Zeitungsberichten zufolge soll der parteieinfluß auf das ZDF weniger werden. Mehr PARTEIeinfluß wäre wünschenswert. In diesen paar minuten stecken mehr nützliche informationen als man in mehreren jahrgängen von Klaus Klebers Klamaukjournal finden könnte.

Mittwoch, 19. März 2014

A. Nahles: kinderarbeit muß erschwinglich bleiben!

Arbeitsministerin lehnt mindestlohn für minderjährige ab. Mit der begründung, daß die einen »anreiz« kriegen müßten, eine ausbildung zu machen und nicht einen vergleichsweise »gutbezahlten« aushilfsjob annehem.

Wer sich an die situation von vor ca. 25 jahren (oder früher) erinnern kann, weiß, daß damals lehrstellen und studienplätze durchaus begehrt waren, obwohl man damals auch mit »ungelernter arbeit« über die runden kommen konnte. Leider nicht jeder, aber solche stellen gab es.

Die ausbildung war für junge leute eine perspektive, besser leben zu können und einen sichereren arbeitsplatz zu haben. Deshalb war ausbildung durchaus beliebt. Auch wenn es bedeutete, für eine zeit mit weniger auszukommen.

A. Nahles will, daß kinder unter 18 für arbeitgeber billig bleiben. Der vorwand ist, daß sie »anreize« bekommen sollen, eine ausbildung aufzunehmen.

»Anreize« für etwas, das ein nicht geringer teil der jungen leute ohnehin nicht bekommt? Schlechter witz.

Keine billige kinderarbeit. Keine ausbeutung.

Nieder mit dem lohnsystem!

Montag, 17. März 2014

Foto am montag (98)

Die bullen kommen!
Heckrinder gelten oft als »rückzüchtung zum auerochsen (bos primigenius)«, was sie aber nicht sind.