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Samstag, 31. Oktober 2020

BER

Heute wird in Berlin heimlich ein flughafen eröffnet. Corona wurde nur erfunden, damit diese peinlichkeit nicht so sehr auffällt. Während es anderswo so etwas wie architektur gibt, sieht das ding so sch.... ich meine natürlich schön aus wie die bahnhöfe Gesundbrunnen, Südkreuz und Ostkreuz. Innovation war halt schon immer eine Berliner erfindung.

Dienstag, 17. März 2020

Idyll mit müll- [2]

eimer.

Der frühling naht. Das erkennt man am festlich geschmückten müllkübel:
Während es für kinder in Berlin seit heute bei strafe verboten ist, auf den spielplatz zu gehen, saßen nebenan im park dutzende jugendliche und rauchten shisha, alle mit dem selben mundstück. Das war sicherlich sinn und zweck der coronaferien, daß die sich schön alle gegenseitig infizieren, damit endlich noch mehr bazillenschleudern durch die gegend laufen.

Freitag, 10. Januar 2020

Idyll mit müll...

...eimer. Der Berliner an sich schätzt doch sehr die gepflegte grünanlage. So auch am ufer der spree auf dem kurzen weg zwischen hauptbahnhof und regierungsviertel.



Hier gibt’s einfach alles, was das herz begehrt: ein bißchen gras (nicht zu verwechseln mit marihuana), die spree, asphahlt und steine. Das im hintergrund ist nicht einfach trauerweide. Nein es ist augenweide.



Das wichtigste für die gelungene, echte Berliner grünanlage ist der orange beklebte müllkübel.


Das ist das Ludwig-Ehrhardt-Ufer. Ich gebe zu: wäre ich gartengestalter hätte ich es kaum schöner gestaltet. Aber als blickfang hätte ich wenigstens noch ein öffentliches hundeklo aufgestellt.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Rummelsbucht

Diese auffassung wird keineswegs von allen geteilt. Gerade durch die nähe zum »szenebezirk« Friedrichshain erfreut sich der see großer beliebtheit. Von den ufern wird fleißig geangelt.
Und wo man ans wasser kann, baden immer mehr leute und lassen ihre kinder am flachen ufer plantschen - oder sie gönnen ihren hunden an heißen tagen eine abkühlung.
Nein, es muß nicht jeder meine meinung zur ufergestaltung teilen. Allerdings würde ich mich weigern, auch nur einen fisch aus diesem see zu essen oder in diesem see zu baden. Auch würde ich keinen hund in diesen see jagen.

Zur spaßverderbung muß leider gesagt werden, daß dies mit abstand der giftigste see Berlins ist:
Seit anfang des 19. jahrhunderts wurde der see von den angrenzenden industriebetrieben als sondermüllkippe mißbraucht und bis heute ist auf dem grund des sees eine mehrere meter dicke, giftige schlammschicht, die immer noch dafür sorgt, daß die höchstgrenze für schwermetalle und andere toxische stoffe stets um ein vielfaches überschritten wird.

Für eine vernünftige gewässersanierung hat die stadt Berlin kein geld. Und die GRÜNpartei will den see, so wie er ist, unter »landschaftschutz« stellen. Das würde bedeuten, daß der see als die sondermülldeponie, die er ist, erhalten bleiben muß. In dem fall dürfte nichts wesentliches geändert werden, auch die altlasten dürfen dann nicht fachgerecht entsorgt werden.

Es mag als »cool« gelten, irgendwo zu baden, wo es nicht wirklich erlaubt ist. Jedoch ist es keine gute idee, auf einer sondermülldeponie zu baden. In und um Berlin gibt es badegewässer, die eine erstklassige wasserqualität haben.

Setzt also bitte nicht Eure gesundheit aufs spiel. Badet nicht in der Rummelsburger Bucht.

Sonntag, 14. Juni 2015

Paul und Paula Ufer

Einer der romantischsten orte in Berlin war in lauen sommernächten das Paul und Paula Ufer an der Rummelsburger bucht. Benannt ist dieser ort nach dem film »Die Legende von Paul und Paula«, weil dort eine bedeutende filmszene gedreht wurde. Man muß den film nicht mögen - angeblich ist das Angela Merkels lieblingsfilm.

Als ich dort vor einigen jahren spazieren ging, gab es rund um die bucht fünf nachtigallen, die dort um die wette sangen, heute gibt es da kaum noch vögel, es sieht dort so aus:


Zweispurige radrennpiste. Und weil in jedem gebüsch nicht nur nachtigallen trapsen, sondern stets auch vergewaltiger lauern, wurde gründlich aufgeräumt:


Niemand der einigermaßen bei trost ist, fühlt sich in so einer umgebung wohl.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Tempelhof für alle

An sich läuft er Europawahlkampf langweilig wie immer. Für Berliner ist es aber vielleicht dennoch interessant hinzugehen: Schließlich wird auch abgestimmt, was aus Tempelhof werden soll.

Wie man sieht, geht es um eine leere fläche, auf der man zweibeiner beim freizeitsport beobachten kann, was ich persönlich sehr langweilig finde:

Aber wenn die leute, die da in der gegend wohnen und da öfter hingehen, das so haben wollen und sich da wohlfühlen, dann soll das so bleiben.

Also werde ich am 25. mai für den erhalt des Tempelhofer Feldes stimmen. Ich würde sogar für den erhalt der kompletten fläche des Mauerparks stimmen, der eher meine gegend ist, den ich aber ebenfalls fast nie aufsuche, weil der langweilig ist.

Wenn die leute sich auf so öden flächen wohlfühlen, dann sollen sie ihre öden flächen haben. Allerdings sollten dann auch für die meisten menschen weniger einladende brachflächen erhalten bleiben.

Dienstag, 16. April 2013

1-€-blog-klassiker: »Berlin Grün« oder »ordentliche Baumversammlung«

Die »Berlin Grün GmbH« ist, neben dem »Britzer Garten«, dem »Erholungspark Marzahn« und dem »Schöneberger Südgelände«, für die eintritt erhoben wird, verantwortlich für Berlins erbärmlichste grünanlagen wie den »Invaliden-« und den »Mauerpark« oder den »Lustgarten« - und es ist klar, wo in dieser ödnis die lust bleibt, nämlich weg.

Der »Mauerpark« ist eine öde fläche, auf der die bäume, so vorhanden, quasi in viererreihen marschieren, das einzig interessante, worüber das auge sich schon fast freuen mag, ist der schrille müllkübel am wegesrand.


Mein fazit nach rund fünf jahren: schöner ist es dort heute auch nicht.

Freitag, 10. August 2012

Bolleufer

Eine der phantastischsten grünanlagen Berlins findet der Berlinbesucher - und natürlich der Berliner selbst - am Bolleufer, welches sehr idyllisch an der Rummelsburger Bucht liegt.

Hier findet man alles, was der Berliner für eine gelungene grünanlagengestaltung benötigt: eine asphaltfläche, einige begrenzungspoller, immerhin teilweise aus naturstein, im hintergrund einige hinweis- und verbotsschilder. Und als wichtigstes das hinweisschild »geschützte grünanlage«.

Aber immerhin wurde auch einige hohe laternenpfähle gedacht. Wohin sonst gehören gestalter derartiger grünanlagen?

Sonntag, 26. Februar 2012

Hungerkralle


Damit es nicht in vergessenheit gerate, wie das mit dem hunger ist, stellte man vor gut einem halben jahrhundert in Berlin ein denkmal auf.

Es stellt eine gabel dar, eine leere, wohlgemerkt. Eine dreizinkige kuchengabel - sonst könnte man in ermangelung von brot die option des kuchenessens glatt vergessen.

Um darzustellen, was dem volk an konsumgütern und essen in dieser wohlstandgesellschaft tatsächlich zusteht, hat der künstler neben dem eigentlichen monument zwei in einander verkeilte einkaufswagen aufgestellt (sichtbar hier am rechten bildrand). So wie sie da stehen, kann man nichts in sie hineinlegen.

Also genau das, was der mehrheit vergönnt ist.

Montag, 26. April 2010

Hinter gittern

ist das eine grünanlage oder ein balkencode?











In Berlin hinter dem hauptbahnhof weiß man bescheid.