Sonntag, 30. März 2014

Titanic will Sarrazin kolumne geben

Beim aufschlagen der soeben erschienenen neuen ausgabe des einzig ernsten politikfachblattes wäre mir fast bereits auf seite 2 die frühstücksstulle aus dem gesicht gefallen:
Aber ich darf hoffnung schöpfen. Es handelt sich um die april-ausgabe. So dürfte die 33 bis 43seitige kolumne wahrscheinlich ausfallen.

Kommentare:

  1. »Titanic abonieren... sonst geben wir diesem Mann eine Kolumne.«
    Na ja: Das ist wohl eher so etwas wie höhere Nötigung. Die könnte immerhin damit einhergehen, daß Martin Sonneborn zum Beginn dieser Kolumne ein Interview mit diesem Herren macht, wonach sich alles, was der dann noch redet, ohnehin erledigt hätte.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In der werbung für ein USsatiremagazin hieß es früher mal:»aboniert unser heft, sonst erschießen wir diesen hund!« (Bei den opfern des arbeitgeberverbandes hieß es später, wenn auch nur sehr leise, »gebt uns eine gut bezahlte arbeit, sonst erschießen wir diesen Hundt!«)

      Wenn der Sonneborn den Sarrazin vorher interviewt, wissen hinterher alle, daß die luft auf Usedom nicht dümmer macht, obwohl Usedom gar nicht in der Uckermark liegt. Lustigerweise wuchs in der Uckermark, in der laut Sarrazin der IQ niedriger sein soll als anderswo, eine gewisse A. Merkel auf.

      Allerdings ist es unwahrscheinlich, daß die je so einen test bei der bundeswehr mitgemacht hat. Somit kann sie den schnitt weder wesentlich nach oben, noch nach unten gedrückt haben.

      Löschen
  2. „Des einzig ernsten Politikfachblattes“???
    Wenn hier wieder mal kein Einspruch kommt,
    ist meine Aufklärung notwendig!
    Die Titanic ist allenfalls ein Ventil für gefrustete westsozialisierter Kleinbürger/Lampenputzer.
    Dass da mal ein brauchbarer Geck dabei ist, bestätigt die Annahme.

    Rechts um, gen Osten!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Eine nicht representative umfrage des 1€blog ergab, daß alle ostsozialisierten zu DDRzeiten gern den Eulenspielgel lasen, heute jedoch zu 90 % die titanic bevorzugen.

      War ja nicht alles schlecht im westen.

      Löschen
    2. „Eine nicht representative umfrage ...“
      Da biete ich Fakten, Fakten, Fakten, die ich eigentlich selbst zusammenstellen wollte, aber mir hat schon jemand die Arbeit abgenommen.
      „Die Titanic ist zwar rot und links, doch ein Westblatt und die Nummer zwei der deutschen Satirezeitschriften mit einer Druckauflage von knapp 100.000. Der Klassiker, die “Eule”, ist bis heute meistverkaufte Satirezeitschrift Deutschlands mit einer Druckauflage von monatlich knapp 140.000.“
      Die aktuellen Auflagen mögen heute etwas geringer sein, dass ist aber eine Krankheit aller gedruckten Presseerzeugnisse.
      Wenn man nicht an Diskalkulie leidet wird jeder, auch hier mitlesende und kommentierende Lampenputzer feststellen, dass es eine fast humorbefreite Westzone in dieser Republik gibt. ;-)
      Übrigens, Sonneborn hat sein Praktikum bei der Eule gemacht. Bis auf ein paar Ausfälle kann man seine Verarschungen ja ganz lustig, machmal auch beklemmend, finden.

      Löschen
    3. Daß der Sonneborn praktikant bei der »eule« war, habe ich gehört. Daß die »eule« tatsächlich so eine hohe auflage hat, war mir nicht bekannt. Ich kenne niemanden, der die regelmäßig liest und habe mir schon lange keine mehr gekauft, ist aber erfreulich, daß die noch immer fleißig gelesen wird.

      Vermutlich sind die ossis einfach anständige menschen, die die zeitschriften kaufen, die sie lesen.

      Allerdings auch nicht immer, es gibt sogar welche, die »titanic« heimlich schwarz bei anderen mitlesen. Ich kannte sogar mal einen, der hat »titanic« immer im zeitschriftenladen am bahnhof gelesen, um vier euro zu sparen.

      Vielleicht sollte ich tatsächlich mal wieder einen »eulenspiegeltest« machen.

      Löschen
  3. Wie gut, daß einem das endlich mal eine ostsozialisierte Lichtgestalt erklärt. Und ich habe die Titanic immer für eine Satirezeitung gehalten. So kann man sich irren!

    AntwortenLöschen
  4. Ach Manfred: Halte an Dich! Ich ertrage Deine Rechtschreibung und Du mein gelegentliches Mitlesen. Fair enough.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Fair hört sich erst einmal gut an. Aber wenn Du mich noch einmal unprovoziert Ost-Beckenbauer schimpfst, besteht die Gefahr, dass ich meine berühmte nordische Zurückhaltung aufgebe. ;-)
      Solltest Du dennoch ungenutzte Streitkapazitäten haben, hier wäre eine bessere Möglichkeit sie abzuarbeiten: http://www.deliberationdaily.de/
      (Z. B.: Dinge wachsen ..., Wider die Vulgär-Realpolitiker!, ...)

      Löschen

anmerkungen willkommen, mißbrauch strafbar.