Montag, 3. März 2014

Peymann: demonstranten sollen sich schämen

Laut Berliner Zeitung will er Sarrazin wieder einladen.

Kommentare:

  1. Den Unterdrücker von Meinung unterscheidet wenig vom Meinungsmacher.

    Evelyn Beatrice Hall in Bezug auf Francois Marie Arouet bringt mein persönliches Verständnis von Meinungsfreiheit auf den Punkt:
    "Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst".

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    1. Das zitat in bezug auf Voltaire hebt den Sarrazin auf einen sockel, auf den er nicht gehört.

      Der lebt nämlich nicht in einem absolutististischen staat, sondern in einem staat, der sich anmaßt, seinen insassen das meinen zu erlauben.

      Etwas sagen zu dürfen ist hier heute absolut erlaubt, weshalb theatralische gesten wie »ich werde mein leben darfür geben, daß Du es sagen darfst« fehl am platz sind und wenn man bedenkt, daß der sich als »opfer« linker »meinungsdiktatur« aufspielende in hunderttausender auflage publiziert, sogar auch lächerlich.

      Die auffassung, die Sarrazin vertritt, ist nicht verboten, nur weil er mal ausgebuht worden ist. Der ist jedoch ein ziemliches mimöschen, das das nicht aushält. Wenn er das nicht aushält, soll er halt die klappe halten.

      Die sogenannte »meinungsfreiheit« schließt nicht ein, daß alle volksverhetzung und lügen gut finden müssen.

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  2. "Die sogenannte »meinungsfreiheit« schließt nicht ein, daß alle volksverhetzung und lügen gut finden müssen."

    Diverse Volksverhetzung/Luegen/Hasspredigten sind auch durchaus strafrechtlich relevant. Ich treibe mich international unter ebensolch vernetzten Rechtsradikalen&Co rum, (man sollte vor allem seine Feinde kennen) und was diese, ausser Sarrazinfans zu sein, ebenso gemeinsam haben, ist das staendige keifern nach (mehr) Meinungsfreiheit.
    Ich weis, ich wiederhole mich. Die allgemeine Blindheit des rechten Auges, von der Strasse bis zum Gesetzgeber, ist mir nunmal ein Dorn im Linken.


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    1. Für die rechten ist meinungsfreiheit erst realisiert, wenn alle ihrer meinung sind bzw., die die anderer meinung sind, sich nicht mehr trauen, sie zu sagen. Hierzulande geben die sich gern als »opfer« einer »meinungsdiktatur«, weil z.b. das verbreiten der Auschwitz-Lüge und ähnlicher behauptungen strafrechtlich verfolgt werden können.

      Sarrazin ist eine wirklich widerwärtige figur. Vor 2008 ist der mir bestenfalls durch eine asoziale finanzpolitik aufgefallen. Später hauptsächlich als schreihals gegen alles, was seiner auffassung nach »minderwertig« sei.

      Der hat gemeinsam mit Horst Köhler die zerschlagung der wirtschaft in den damals zukünftigen neuen bundesländer vorbereitet und als vorsitzender TLG (im volksmund »Treuhand«) die verschleuderung des volkseigentums der bürger der DDR mitorganisiert. Später benutzte er gemeineigentum der stadt Berlin für windige geschäfte - verlor und weist jetzt jede verantwortung von sich.

      Am Sarrazin kann man im grunde sehr schön sehen, wie politik im kapitalismus funktioniert: die politik brockt den menschen einen haufen scheißdreck ein und schuld daran sind immer andere: die faulen sozialschmarotzer, die nicht daran denken, mal ordentlich anzupacken und nicht mit geld umgehen können oder die fremden, die ohnehin hier nicht hergehören würden.

      Leider sind das dinge, wovon man die »stammtischbrüder« überhaupt nicht überzeugen muß. Das alles »wissen« die schon lange und »endlich« sagt es mal einer. Über die tatsächlichen ursachen ihrer probleme denken die dann eben nicht mehr nach.

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