Freitag, 14. März 2014

Die jungschen in der »alten säcke partei«

Kürzlich bezeichnete ich die AfD als »alte säcke partei«. Das ist nur die halbe wahrheit. In wirklichkeit gibt es auch eine AfD jugendorganisation. Und die ist fast so blöd wie ihre alten:
»Ich bin keine Feministin, weil ich mir gerne die türe aufhalten und in die Jacke helfen lasse«
Autsch. Freundlich gesonnene menschen halten anderen, unabhängig von geschlecht und alter die tür auf. Darauf wert zu legen, auf grund des geschlechts die tür aufgehalten zu bekommen ist komisch. Hoffentlich kommen ein paar freundliche männer, die ihr in die zwangsjacke helfen.
»Ich bin keine Feministin, weil mein Mann Fels in der Brandung ist - und nicht mein klassenfeind!«
Immerhin etwas erkannt. Damit ist das AfDmädel weiter als Alice Schwarzer. Ob sie definieren kann, wer der klassenfeind ist?

Kommentare:

  1. Hm, vermutlich dürfte der "Klassenfeind" der Afd-Jung-, aber auch der der Altschar, der "Arbeitslose", "der "Niedriglöhner", der "Kleinrentner" und der "unproduktive Ausländer" sein.

    War es übrigens nicht auch der Herr Lucke, der mal irgendwo verlauten ließ, dass die Löhne der Geringverdiener noch immer zu hoch seien und noch weiter nach unten gefahren werden müssten? Und war es nicht ebenfalls ein "hochrangiger" AfD-ler, der empfahl, frisch arbeitsuchend gewordene Menschen sollten zunächst das eine oder andere nicht ganz so lebensnotwendige innere Organ veräußern und den dadurch erzielten "Erlös" erst mal verprassen, bevor sie staatliche Unterstützung beantragen könnten?

    Es ist schon seltsam, dass es dennoch auch in den Reihen der Arbeitsuchenden sowohl überzeugte Afd-Anhänger als auch ebenso überzeugte Sarrazinisten gibt. Die sind zudem auch noch absolut "beratungsresistent", wenn man ihnen verklickern möchte, dass ihre "neuen Helden" in Wirklichkeit ihre größten Feinde sind. Entweder, weil sie sich persönlich von den Beschimpfungen gar nicht erst angesprochen fühlen (weil es sind damit ja nur die "wirklich faulen Arbeitslosen" und nicht sie selbst gemeint). Oder weil das alles nur von unseren "links-dominierten" Medien erstunkene und erlogene Behauptungen sind, die man ihren "Helden" anhängen will, um sie bzw. die von ihnen endlich mal ans Tageslicht beförderten"mutigen und unbequemen Wahrheiten" zu "ersticken".

    Die lassen sich ihre neu auserkorenen "Helden nun mal ums verrecken nicht vom Sockel heben. Bei jeglichem derartigen Versuch läuft man bei denen gegen eine Granitwand...

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    1. Jau,Harzpeter,die Erfahrung habe ich auch gemacht.
      Man vergöttert seine Feinde als neue Heilande.

      Die Borniertheit mancher Anhänger dieser Partei macht einen beinahe sprachlos.

      Da kannste nix machen.Keine Frage,die haben helle Köpfe dort.Die wissen Bescheid,die wissen wie's geht.Und jetzt noch der Henkel....

      lg hagnum

      lg

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    2. Du meinst sicherlich den »Hamburger Appell« dessen hauptinitiator neben dem Straubhaar der Lucke war. Dessen inhalt war, daß die löhne sinken müßten, es statt lohnersatzleitungen niedriglohnsubvention gegen solle, der lebensstandard gesenkt werden solle, um ihn konkurrenzfähigkeit auf dem globalisierten markt wieder zu erhöhen.

      Wer diese forderungen »bescheuert« findet, liegt völlig richtig. Sogar im nicht unbedingt als »links« geltenden Handelsblatt wurde das kritisiert, wenn auch stark im nachhinein.

      Sozialleistungen von organspendenbereitschaft abhängig zu machen kam vor längerer zeit aus der CDU, soweit ich mich erinnere aber auch aus bestimmten kreisen der SPD. Da wirft sich sofort die frage auf, was mit denen ist, die aus gesundheitlichen gründen sozialfälle wurden und als organspender nicht in frage kämen. Gegen solche leute wird stimmung gemacht, weil sie das sozialsystem ohne »wenn und aber« brauchen und davon ausgeschlossen werden sollen.

      Als arbeitnehmer oder gar arbeitsloser muß man vermutlich schon einen schweren hang zur selbstverleugnung haben, um anhänger der AfD zu werden. Die wollen es nicht wahrhaben, daß sie den angeblich »faulen« viel näher sind als den angeblich »fleißigen« der selbsternannten eliten.

      Klar läuft man bei solchen leuten vor granitwände. Man kann nicht erwarten, daß die es toll finden, wenn man an dem weltbild rüttelt, das sie sich womöglich ihr leben lang zurechtgelegt haben.

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    3. Vielleicht hat meine Großmutter selig mütterlicherseits es ja seinerzeit auf den Punkt gebracht, als sie gegen Ende ihres Lebens eine Art "politische Bilanz" zog (sie hat 4 Staats-/Regierungsformen miterlebt - Kaiser´s Zeiten, Weimar, Reich Drei und Bundesrepublik): "Eines habe ich gelernt in den ganzen Jahren: Der Deutsche ist kein Demokrat!"...

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    4. War wohl nicht alles verkehrt, was die altvorderen gesagt haben…

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  2. Na ja, wenn ich so den Vorstand der AfD MV betrachte, finde ich auf Anhieb mit Arppe, Last, Basedow und Kuessner gleich 4 mehr oder weniger durch extreme rechtslastige Aktivitäten aufgefallenen Aktivisten. Kuessner als ehemaliger Kämpfer
    „Der Freiheit“ , der führende Burschenschafter Christoph Basedow wollte dort den Ariernachweis einführen und gegen Arppe ermittelt gerade die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Volksverhetzung.
    So alt sind besonders Basedow und Kuessner ja auch nicht. Also nicht das Jungvolk unterschätzen.

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    1. Danke für den hinweis. Mit den landesverbänden habe ich mich bisher relativ wenig befaßt, weil ich erst mal auf die »großen fische« geguckt habe.

      Das thema wird in den kommenden wochen und monaten bestimmt wieder drankommen, da steckt noch einiges drin, es ist ein trauerspiel.

      Mit »jungvolk nicht unterschätzen« hast Du völlig recht. Die von denen werden sich gedanken gemacht haben, wie sie im leben vorwärts kommen: indem sie mitorganisieren wie andere garantiert »unter die räder geraten«.

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  3. Der Bernd will jetzt aber erst mal "Führer" werden:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-machtkonzentration-lucke-will-basis-entmachten-a-958950.html

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    1. Ich hab es gelesen. Es ist unfaßbar, daß dieser merkwürdigen führerfigur einige naive zeitgenossen dann auch noch »mehr basisdemokratie« zutrauen.

      Wobei ich bei anderen parteien auch immer wieder staune, wie deren »parteispitzen« trotzdem gewählt werden, auch wenn die basis doch im grunde etwas anderes will.

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