Dienstag, 4. März 2014

Was Brecht noch wußte...

… weiß Peymann offensichtlich nicht mehr. Nämlich, daß es zweierlei sorten menschen gibt: ausbeuter und ausgebeutete.

Und es somit ein unterschied ist, ob man einen vertreter der ausbeuterklasse verjagt oder seinesgleichen verprügelt und tritt. Der hat es glatt fertiggebracht, in Springers »Welt« die demonstranten, die den Sarrazin nicht in Brechts theater sehen wollten, mit den prügelnazis von Hoy gleichzusetzen.

Irgendwie scheint den alten herren in der kunst der sinn für die realität flöten zu gehen. Ohne es zu wollen mußte ich an den Staeck denken, der sich zwar rühmt, die AdK frei von sponsoren gehalten zu haben, aber offenbar nie etwas dagegen hatte, daß dort gut ausgebildete menschen für unter 5 € pro stunde arbeiten.

Wenn sich die kulturschaffenden »freiwillig« (also eher aus monetärem sachzwang) der obrigkeit unterwerfen, den ganzen mist kritiklos fressen, damit sie ihren blöden kulturbetrieb aufrecht erhalten können, braucht man die dann überhaupt noch?

Kommentare:

  1. Yep! Der Kommentar dieser Figur war vollkommen daneben - Brecht ha dort gearbeitet und inszeniert. Da hat jemand seinen Auftrag vergessen. Allein für die Beschreibung der Demonstranten gehörte er aus dem Haus geprügelt.

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    1. Den Peymann kann ich tatsächlich nicht mehr ernst nehmen.

      Es wäre sicherlich schlauer gewesen, wenn die linken den Sarrazin nicht nur ausgebuht hätten, sondern mit allerhand unangenehmen fragen konfrontiert, daß er das lokal freiwillig verlassen hätte.

      Nach all dem, was dieser kerl allein in Berlin angerichtet hat, ist es verständlich, daß die leute keine diskussion mehr wollen, weil sie wissen, daß der unbelehrbar ist. Das hätte der Peymann wissen können und müssen.

      Man muß den Peymann nicht aus dem haus prügeln. Der alte sack kann einfach mal in rente gehen!

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