Freitag, 12. Oktober 2012

Hexenjagd

Als ich heute früh bei recht gutem herbstwetter einen stadtspaziergang machte, ging ich in einen buchladen. Das ist an sich nichts erzählenswertes, weil ich trotz elektronischen büchern gern und oft realexistierende geschäfte aufsuche, um dort nach lesenswertem zu gucken.

Im regal lagen nebeneinander Heinz Buschkowski »Neukölln ist überall« und Ursula Sarrazin »Hexenjagd«.

»Vielleicht war das mit der hexenverbrennung nicht in jedem fall eine schlechte idee!« schoss es mir durch den kopf.

Einen moment später stand ich unverrichteter dinge wieder auf der straße und stellte fest, daß schlechte literatur auch ungelesen unmenschliche gedanken hervorruft.

Der sarrazin-champignon (amanita phalloides - weiße farbvariante).

Vorsicht! Auf keinen fall essen - am besten auch nicht anfassen - und wenn, dann nur mit derben gummihandschuhen.

Er ist ein leider nicht seltener giftbolzen, der langsam und qualvoll tötet.

Kommentare:

  1. Ich habe kurz und gut laut aufgelacht, bevor ich merkte, wohin Du steuerst. Das hat mir mal wieder den Spaß an der gedachten Iquisition verdorben, aber Du hast natürlich recht. Spielverderberin :-P

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