Sonntag, 26. Januar 2014

Showmaster der großen koalition

Im »Neuen Deutschland« schreibt Leo Fischer, der ehemalige chefredakteur des nachrichtenmagazins »titanic«:

»Allein schon in seinem Habitus signalisiert Lanz jenen Millionen westdeutschen CDU-Rentnern, die hier politisch und kulturell den Ton angeben, dass Deutschland letztlich immer noch so funktioniert, wie sie es aus dem Kalten Krieg gewöhnt sind: Es ist arisch, es ist hetero, es ist schwiegermutterkompatibel - und dabei unverbrüchlich antikommunistisch.

Lanzens Zwillingsbruder im Geiste ist dabei der ewig juxende und lanzhaft gutgelaunte biodeutsche Verwaltungsangestellte Norbert Lammert, der sich derzeit dafür einsetzt, die Zweitstimme abzuschaffen, die Legislaturperiode auf fünf Jahre zu verlängern und damit letztlich der Alleinherrschaft von CDU und SPD Verfassungsrang zu geben. Sein Vorschlag, der mit der monströs aufgeblähten Koalitionsmehrheit durchaus umgesetzt werden könnte, wird derzeit nicht ernstgenommen, dabei ist er durchaus empörend: Das letzte Mal, dass der zweite Mann im Staat ein solches Ermächtigungsgesetz vorschlug, war 1933. Eine Opposition, die das nicht zum Skandal erhebt, braucht allerdings tatsächlich niemand.«
 
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Kommentare:

  1. Das Rentnerbashing lasse ich mal unkommentiert (es trifft wohl nur für die Westrentner zu) und ob Leo Fischer ein „ehemaliger“ ist, sei auch dahingestellt.
    Lanz ist ein mehrfacher Wiederholungstäter. Er hat gleiches auch u.a. schon mit Peter Sodann als linker Bundespräsidentenkandidat und was nach Lanz noch ungeheuerlicher ist, wegen seiner Kritik an DB Akermann angegriffen und versucht hat lächerlich zu machen.
    Lanz ist auch nur ein dummer Bauer in dem Schachspiel, dass Adenauer begonnen, sein Enkel im Geiste „parteifromm“ erst einmal 2009 mit einem erfolgreichen Zug für sich entschieden hat.
    Wer sagt Lanz muss weg, sollte Koch nicht vergessen, wenn er im Moment auch nicht in vorderster politischer Front aktiv ist.

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    1. Ich sehe darin kein »rentnerbashing«.

      Steht doch alles da drin, daß die Westdeutschen CDU-rentner gemeint sind. Das sind die, die im alter geld auf tasche haben, noch etwas zu bewegen, bevor sich der sargdeckel schließt. Leider geben die auch den ton an, für die, deren »sargdeckel« sich schließt, lange bevor sie an rente denken dürfen.

      Im obenstehenden ging es nicht um »Lanz muß weg«, sondern um »opposition ist weg«. Das denk ich auch, daß der Koch gefährlich bleibt. Danke für den link. Man kann nicht alle widerlinge gleichzeitig im auge behalten.

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