Samstag, 8. Februar 2014

Wenn denken hülfe - teil 3

Fortsetzung.

Rationalisierung ist im gunde eine gute sache. An sich ist es etwas sehr gutes, wenn man in kürzerer zeit mehr oder qualitativ besser produzieren kann. Im grunde müßte sich dadurch die lebensqualität bessern. Nur ist rationalisierung im kapitalismus dazu nicht gedacht. Sie dient allein der verbesserung des profits

Und das bedeutet für die arbeiter, die nicht wegrationalisiert werden eine verdichtung des arbeitstaktes, sie müssen also mehr schaffen als vorher. Ihre arbeitsbedingungen verschlechtern sich. Und die rausgeworfenen verlieren ihre lebensgrundlage.

Für beide bedeutet es keine verbesserung, sondern eine verschlechterung der lebensbedingungen.
Zitat aus dem film:»Anderswo in der stadt wird gefeiert.

Diese gruppe besorgter bürger hat es geschafft, einen gesetzlichen mindestlohn zu verabschieden. Sie waren entsetzt, daß geizige unternehmer wie Edgar es sich leisten können, so wenig an arbeiter wie Simon der neue mindestlohn beträgt 9  $ pro stunde.

Leider bedeutet das nicht, daß jeder in der stadt ab sofort 9 $ oder mehr verdienen wird.«
In den Vereinigten Staaten, wo der film entstand, gilt derzeit ein mindeststundenlohn von 7$25. Eine wohltat für die lohnarbeiter oder gar ein grund zum feiern, ist das tatsächlich nicht.

Er ist das eingeständnis staatlicherseits, daß der markt löhne, die existenzsichernd wären, nicht hergibt und viele menschen notfalls für löhne arbeiten, die ihnen nicht einmal das nackte überleben sichern.

Zitat aus dem film:»Wir haben gesehen, wie die konkurrenz um arbeitskräfte die untere grenze setzt, die Edgar an seine arbeiter bezahlen muß, die obergrenze, die Edgar für löhne bezahlen wird, liegt bei dem vorraussichtlichen ertrag, den der arbeiter innerhalb eines gegebenen zeitraums generieren wird.

Zusammengefaßt heißt das: Unternehmer werden den arbeitern nicht mehr bezahlen, als das einkommen, was sie generieren. Ansonsten würden sie geld verlieren.«
Daß die konkurrenz um arbeitskräfte den löhnen eine untergrenze setzen würde haben wir leider gerade nicht gesehen, weil die konkurrenz in den meisten fällen genau umgekehrt verläuft: Nicht die unternehmer konkurrieren um arbeiter, sondern die arbeiter um arbeitsplätze. Daß es in einigen fällen tatsächlich anders herum läuft, ist eher die ausnahme.

Die leute haben ein interesse, arbeit zu finden, um ihren lebensunterhalt zu verdienen. Damit das mit der arbeit funktioniert, sollen sie jedoch auf ihr interesse am lebensunterhalt verzichten.

Das ist die umkehrung des sinns, den arbeit für die menschen im kapitalismus hat. Es ist schlicht närrisch zu fordern, die arbeiter sollten auf ihr interesse verzichten, um ihrem interesse nachgehen zu können.

Was es mit dem ertrag, den ein lohnarbeiter generiert auf sich hat und wie ein unternehmer (oder der, den der unternehmer dafür bezahlt) den errechnet, wird es in teil 4 gehen.

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