Dienstag, 27. November 2012

Niedriglohn auf gutschein


Der SchröderIn ist offenbar aufgefallen, daß sie beim betreuungsgeld zu wenig an sich selbst und zu viel an andere gedacht hat.

Schließlich werden hierbei ministerInnen mit babys oder kleinkindern, die im amt statt zu hause bleiben, überhaupt nicht mit finanziellen vorteilen bedacht. Also muß ein gutschein her, mit dem haushaltshilfen 15 stunden à 6 € bezahlt werden sollen. Obendrein auch noch geizig!

Die staatliche subvention solcher stellen liefe übrigens auch noch auf ganz anderer schiene: selbst wenn eine fleißige haushaltshilfe acht oder zehn so bezahlter und staatlich geförderter stellen hätte, also vollzeit beschäftigt wäre, käme sie aus dem h4-bezug nicht raus.

Nur eine weitere idee, wie man die wohlhabende bevölkerungsschicht auf kosten der allgemeinheit fördern kann. Da wundert es glatt, daß die FDP dagegen ist!

Kommentare:

  1. Ganz ehrlich - ich dachte erst, dass sei ein Witz mit dem Putzgutschein, als ich dazu eine Karikatur in meiner Tageszeitung entdeckt habe. Vor allem, weil nicht mal die zurückgebliebenen, äh, konservativen Muttchen in der CDU noch glauben können, dass qualifizierte Putzhilfen für 6 Euro pro Stunde überhaupt einen Schrubber in die Hand nehmen!

    Aber wenn die Regierung nicht mehr zahlt, dann wird die Hausarbeit wohl nicht mehr wert sein. Erstaunlich, dass sie neuerdings überhaupt was wert ist.

    Ganz nebenbei: Ich kenne eigentlich nur Männer, die sich eine Putzhilfe leisten. Frauen, egal wie qualifiziert, machen ihren Dreck allein weg. Erst recht, wenn sie Kinder haben - interessanterweise zeigen Studien, dass selbst Partner, die sich zuvor die Hausarbeit halbwegs fair geteilt haben, ins klassische Rollenmuster "Mann verdient Geld und sieht fern" "Frau kümmert sich um die Kinder und alles andere" zurück fallen, sobald das erste Kind geboren ist. Aus Erfahrung weiß ich, dass das verdammt noch mal stimmt. Selbst wenn die Frau arbeitet und den größten Teil der Ausgaben bestreitet.

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  2. Ich kenne mehrere Frauen, die sich Haushaltshelferinnen leisten.
    Allerdings nicht für 6€, es geht da schon eher auf das doppelte zu.

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