Sonntag, 6. Juli 2014

Was gerade noch gefehlt hat…

…sind derartige appetitszügler beim sonntagsfrühstück:

Wer braucht schon Deutschnationale schrippentüten zum frühstück? Ich kann mich daran erinnern, daß auch bei früheren fußballweltmeisterschaften mit »weltmeisterbrot« oder dergleichem geworben wurde. Daß man allerorten mit nationalismus terrorisiert wird, ist eigentlich in diesem ausmaß erst seit 2006 so.

Meine türkischen nachbarn hatten pünktlich zum WMbeginn mit Deuschlandfähnchen »dekoriert«. Das wäre in den 90er jahren doch niemandem im traum eingefallen.

Kommentare:

  1. Weltmeisterbrot: keine rein deutsche Verkaufsankurbelung! Das gibts in Spanien auch in einer großen Supermarkt-Kette.

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    1. Daß alle welt mit weltmeisterbrot oder fußballbrötchen beglückt wird ist eine sache - das zeug muß man nicht kaufen, wenn man es nicht möchte. Übel finde ich, daß inzwischen auf vieles die nationalfahne draufgeklebt wird, ob man die will oder nicht.

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  2. In allen anderen Ländern ist es völlig normal, Dinge mit der Nationalfahne zu schmücken. Man denke nur an USA zB, undenkbar, dass dort etwas NICHT mit den Nationalfarben geschmückt ist, und das nicht nur zu WM-Zeiten. Oder Frankreich, GB, etc... Warum ist es in Deutschland so verpönt?
    Sie schreiben in ihrem Blog so weltoffen und aufgeklärt, warum können Sie sich dann nicht von diesen falschen, uns eigeredeten und über Generationen anerzogenen Schuldgefühlen freimachen? Auf sein schönes Land und seinen Erfolg stolz zu sein, ist doch nichts Verwerfliches. Und nur weil Generationen vor uns Fehler begangen haben, ist das kein Grund seine Nation und Identität komplett aufzugeben und alles abzulehnen was national ist, oder auf die eigene Heimat anspielt. Als nächstes wird noch das Wort 'deutsch' verboten, weil rassistisch...
    Sie sollten sich lieber selbst kritisch fragen ob diese anerzogene Antipathie, die in dem Ausdruck 'mit nationalismus terrorisiert' gipfelt, tatsächlich eines aufgeklärten modernen Menschen würdig ist.
    Oder ob es nicht vll so von den Eliten gewollt ist? Damit man in der (manipulierten) Meinungsbildung Menschen leichter in die 'rechte Ecke' rücken und diskreditieren kann. Es gibt doch kaum einen Deutschen der bei dem Satz 'Ich bin stolz auf Deutschland' nicht unwillkürlich zusammenzuckt...
    Alles so gewollt und uns seit Generationen einprogrammiert... und Sie, liebe Frau Mühlstein fallen ohne Nachzudenken auf diese Masche rein. Nach allem was ich auf Ihrem Blog gelesen habe, hätte ich mehr von Ihnen erwartet.

    Ich bin ehrlichgesagt froh darüber, dass die Deutschen ein bisschen gesundes Nationalgefühl entwickeln, denn es ist dringend nötig wenn wir uns endlich eine Verfassung geben wollen, um diesen fortwährenden Zustand des Raubbaus an unserer Kultur und unserer Wirtschaftskraft zu beenden.

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    1. Es war durchaus ein fortschritt, daß man in Deutschland auf das trara mit nationalfarben und fähnschenschwenken verzichtete. Das hat nichts mit schuldgefühlen zu tun, sondern damit, daß nationalismus etwas ewiggestriges ist. Das gilt für alle anderen staaten gleichermaßen.

      Es gibt keinen grund, auf einen staat stolz zu sein, der sowohl nach außen wie auch nach innen aggressiv die interessen des kapitals vertritt. Ein staat, der den wohlstand der einen durch verarmungsprogamme für die anderen rettet.

      Ich falle auf überhaupt nichts rein, ich finde es lediglich abgrundtief dämlich auf die »leistungen« eines staates stolz zu sein, die mir und anderen schaden. Mit kultur verbinde ich etwas anderes als nationalfarben. Es ist eine tolle sache den Marx im original in der eigenen muttersprache lesen zu können und nicht nur den, sondern auch den Lessing, den Büchner oder den Brecht. Georg Heyms gedichte kann man nur lesen, wenn man Deutsch versteht. Die verbundenheit zur Deutschen sprache und kultur hat nichts mit nationalgefühlen zu tun.

      »Wir Deutschen«, das ist doch überhaupt kein kollektiv in dem es ein gemeinsames interesse gäbe. In diesem staat sind, wie in jedem anderen kapitalistisch organisierten staat auch, gegensätzliche interessen unterwegs. Und dann soll ich mich hinstellen, das Deutschlandlied pfeiffen, fahne schwenken und furchtbar stolz drauf sein, daß dieser staat es hinbekommt, seine wirtschaft am florieren zu halten, indem er massenverarmung forciert?

      Das ginge zu weit.

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  3. Ergänzung:
    In den 90ern wäre es auch niemandem eingefallen, dass Ihre türkischen Nachbarn ein paar Jahrzehnte später die Mehrheit im Land stellen, deutsche Pässe besitzen, stolz auf die Leistung dieses schönen Landes sind in dem wir alle leben, und 'deutscher' sind als die Einheimischen die sich nicht mal trauen das Wort 'deutsch' in den Mund zu nehmen geschweige denn Fahnen aufzuhängen.

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  4. Armes Deutschland... nur noch ein paar Jahrzehnte dann sind wir eine Nation von Einwanderern wie die USA.
    Nur leider sind wir 'Einheimischen' in dem Beispiel die Indianer...

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    1. Klar, die türken wandern ungeregelt und mit modernen feuerwaffen ein, während wir primitiven eingeborenen noch in zelten im urwald hausen und uns nur mit pfeil und bogen gegen die technisch hochüberlegenen einwanderer wehren können.

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  5. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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