Donnerstag, 9. Februar 2012

Bereit zum kentern: neoliberale soße mit teilweise braunen einsprengseln - 6. transparenz in verwaltung und politik


Fortsetzung - wer die bisherigen artikel noch nicht gelesen hat, findet sie hier:  vorwort , kapitel 1: mehr demokratie wagen und kapitel 2 gesellschaftliche teilhabekapitel 3 bildung, kapitel 4 wissenschaft, kapitel 5 kunst und kultur



Da gibt sich eine partei vor, sie wolle etwas anderes sein, als das bisher dagewesene - und was tun diese schaukelstuhlpiraten?

Sie schreien nach verwaltung. 

»E-government« - denen fällt nicht ein mal ein deutsches wort dafür ein - soll die allgemeine registrierung schöner machen. Man darf dem amt auf digitalem wege arbeit abnehmen, frei nach dem prinzip »unterstütze Deine polizei, verprügel Dich selbst«. Etwas anderes bedeutet es nicht, wenn man bequem von zu hause aus die eigenen daten auf dem amtsserver einpflegt.

Das ist kein service, sondern die abwesenheit desselbigen!

Transparenz und der schutz personenbezogener daten passen nicht zusammen.

Transparenz bedeutet so etwas wie hier in SPON  beschrieben: In einem netzwerk sollen mitarbeiterdaten, die dann auch bewertet werden können, für andere unternehmer sichtbar sein. Das bedeutet, daß ein mitarbeiter, der eine aufgabe mal nicht zur vollsten zufriedenheit gelöst hat, oder vielleicht nur mal etwas gesagt hat, das anderen nicht in den kram paßt, schlecht bewertet wird.
Er bekommt dann keine aufträge mehr und wird entlassen - seine daten sind im internet bekannt, somit ist er den möglichen anderen »arbeitgebern« bekannt - und bekommt nie wieder eine bezahlte arbeitsstelle.

Eine weitere schönheit der transparenz ist hier beschrieben.

Die piraten haben ein etwas merkwürdiges bild davon, was mit den (persönlichen) daten passiert, wenn sie erstmal irgendwo erfaßt sind.

Die piraten glauben , daß man eine »gute« demokratie daran erkennen könne, daß die sogenannten »bürger«, wer auch immer das sein soll, sich »frei« informieren könnten. Ich glaube das nicht. Vielleicht könnte man so etwas wie eine »demokratie« daran erkennen, daß sie herrschaftsfrei wäre.

Am system ändert es nichts, wenn die piraten ein paar gesponsorte philharmoniebesuche ausschlagen. 

Das ist doch lächerlich!

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demnächst geht es weiter mit dem schönen thema »religion«

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