Montag, 9. November 2020

Foto am montag (443)

Momentan gibt es jeden morgen das gleiche schauspiel: das eichhörnchen kommt und versteckt nüsse in den balkonkästen. Und dann fliegt der eichelhäher herbei und verschleppt die nüsse sonstwohin. Oft bringt er auch gleich noch seine freundin mit.

Hier ein fahndungsfoto von dem alten klauer (archivbild):
Wer ihn sieht, sollte ihn streng ermahnen. Oder wenigstens dem armen eichhörnchen, das immer um die früchte seiner arbeit betrogen wird, eine nuß rüberrollen.

Kommentare:

  1. Eichelhäher sind auch sonst ziemlich rabiat.
    Ich hatte mal das Glück zu beobachten wie ein Eichelhäher von oben auf eine Amsel stieß und diese mit gezielten Schnabelhieben auf den Kopf tötete um sie anschließend zu verspeisen.
    Diese possierlichen Vögel sind halt Beutegreifer (Rabenvögel).

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    1. Der hatte wohl hunger. Ich weiß, daß rabenvögel nicht bei allen menschen beliebt sind, weil sie als allesfresser auch kleinere vögel fressen, ich mag sie aber, weil sie schlau sind. Heute früh habe ich ein paar erdnüsse für das eichhörnchen auf den balkon gelegt. Weit und breit war kein eichelhäher zu sehen. Aber ich hatte die tür noch nicht richtig geschlossen, da war der schon da und hat sich ein frühstück abgeholt - jetzt frage ich mich natürlich, von wo aus der mich beobachtet hat.

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    2. Ich mag Rabenvögel auch sehr, dass sie auch auf Jagd gehen ist nur natürlich.
      Wir wissen ja das Menschen oft dazu neigen die Fauna zu vermenschlichen. Zum Glück haben die meistens ihr eigenes Biotop und empfinden die Natur eher als "lästig" oder "dreckig".

      PS: Halte mich auf dem Laufenden. Naturbeobachtungen vom eigenen Fenster aus ist schon toll.

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    3. In letzter zeit sehe ich von hier aus sogar manchmal ein kolkrabenpärchen. Beeindruckende größe.

      Das mit der vermenschlichung stimmt natürlich - allerdings sind einige leute da inkonsequent: denn greifvögel finden viele ganz toll. Obwohl die auch jagen und oft sind das sogar die selben leute, die rabenvögel aus diesem grund ablehnen.

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    4. Kolkraben mitten in Berlin? Wow!
      Nun mit der "liebe" zu Greifvögeln könnte auch kulturhistorische Gründe haben. Von wegen Falknerei als "Sport" der Aristokratie (siehe z.B. Stauferkaiser Friedrich II). Das ist dann "natürlich was gaaaaanz anderes" oder das imposante Flugbild. Nicht umsonst haben viele Staaten im Staatswappen einen Adler.
      Greifvögel vermitteln "Kraft, Stolz und Eleganz", da geht selbst dem durchschnitts Mitläufer einen ab.
      Während Rabenvögel opportunistische Jäger sind, sprich "diebisch", dass erinnert dann viele an ihre eigenen Charaktereigenschaften (vielleicht?).
      Aber wie gesagt, viele Menschen neigen zur Vermenschlichung und haben von Fauna&Flora keine Ahnung. Wenn sie dann mal sehen würden wie ein Greifvogel seine Beute schlägt, die noch minutenlang am Zappeln und jämmerlich am quicken ist oder spätestens wenn ein Stein-oder Seeadler Mietzi, die Hauskatze und Nachbars Lumpi schlägt, dann ist vorbei mit der "Liebe". 😉

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    5. Den ersten freifliegenden kolkraben überhaupt sah ich vor knapp 15 jahren am Heidelberger Platz in Berlin. Ich dachte »wow, was für eine riesige krähe!« und war mir bei genauerer betrachtung ziemlich sicher, daß das ein kolkrabe ist, ich kannte die ja nur aus volieren und fragte mich, ob der wohl aus dem zoo entwichen sei. Einige zeit später hatte ich gelegenheit, einen experten zu fragen und der meinte, daß es bestimmt ein kolkrabe war, weil es da in der gegend nämlich sogar ein brutpaar gibt. Inzwischen gelten die in Berlin nicht mehr als »gefährdet« (kann man beim NABU sogar nachlesen), als nahrungsgeneralisten kommen die mit dem stadtleben offensichtlich gut klar.

      Das mit den kulturhistorischen gründen stimmt. Raben wurde früher sogar nachgesagt, daß sie kleine kinder fressen würden. Nicht umsonst heißt es in dem kinderreim »fällt er in den graben, fressen ihn die raben«.

      Ich glaube nicht, daß die leute, die zur vermenschlichung neigen, grundsätzlich keine ahnung hätten. Die haben wahrscheinlich eher ein moralisches weltbild, das in »gut« und »böse« einteilt, da sind dann wahrscheinlich die greifvögel die edlen »helden« und die rabenvögel die »bösewichter«. Wenn es nach mir ginge, würde ich den Bundesadler sofort gegen eine nebelkrähe austauschen oder gegen frechen spatzen. Der spatz auf dem balkon ist schließlich mehr als der adler im wappen.

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  2. Ja mit dem "gut" - "böse" Schema könnte was dran sein.
    Ich erinnere mich über einen Artikel von Dir (PETA und Stadttauben) den ich sehr gut fand und wo man klar rauslesen konnte das Du von der Materie ahnung hast.
    Ich würde mich freuen wenn Du uns noch mehr Artikel in dieser Richtung geben würdest.

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    1. Was genau meinst Du?

      Den taubenartikel hat ja auch kein schwanz lesen wollen.

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  3. Nur weil der nicht kommentiert wurde, heisst das er nicht gelesen wurde. 😉

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    1. Das taubenthema gibt halt nicht so wahnsinnig viel her und ich sehe ja die seitenzugriffe, die für diesen artikel nicht übermäßig toll waren.

      Die tauben allerdings waren zu dumm zu begreifen, daß sie wegen des lockdowns verhungern müssen, denn als ich heute nachmittag über den bahnhofsvorplatz spazierte, waren die alle noch da und wirklich in massen. Oder sie waren schlau genug, sich anderweitig futter zu suchen.

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  4. Könnte auch gefallen:

    https://twitter.com/RashadaWrites/status/1329027521405304834

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    1. Das hätte ich mir eigentlich auch denken können, daß die drossel bei zwitscher ist.

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