Donnerstag, 12. März 2015

Die blödheit und die achtsamkeit

Im grunde ist es in jedem jahr das selbe: die ersten blümlein erscheinen und schon treten die idioten auf den plan. Zum glück war es die woche nicht übermäßig warm, weshalb das wieschen darauf verzichten mußte, von den ärschen der achtsamen plattgehockt zu werden.


Das hier ist eine der trittgeschützten wiesen im Botanischen Garten Berlin. Hier sieht man, daß die natur viel zu bieten hat, das man (noch) nicht wahrnimmt. Man sieht die schönen krokusblüten, über die sich die meisten menschen freuen, nur die figuren in ihren wallegewändern wollen oft nur ungern erkennen, daß diese wiesen nicht dafür gedacht sind, sich da drauf zu setzen und zu jenseitigen »höheren wesen« kontakt aufzunehmen.

Diese wiesen bieten im verlauf des jahres raum für viele kleine, sehr unscheinbare lebewesen, die diesseitig gesonnene naturfreunde weder plattsitzen noch tottreten. Botanikfreunde freuen sich, daß sie hier pflanzen finden, die man in der natur leider selten findet.

Dafür benötigen sie keine besondere achtsamkeit, sondern nur die erkenntnis, daß eine naturnahe wiese eben alles andere als ein liegerasen ist und man erstere besser vom rande betrachten sollte, weil man sonst das besondere daran zerstört.

Wenn die selbsternannt »achtsamen« vielleicht einen ihrer gedanken auf die schnöde realität umlenken könnten und womöglich gar davon abließen in ihrer strunzenblöden form der vermeintlichen »naturverbundenheit«, der verklärung der natur zu »etwas besserem« ablassen könnten und sie stattdessen schlicht beobachten würden, wie sie ist, wäre schon ein bißchen gewonnen.

Kommentare:

  1. Zur Auflockerung hier einige Anmerkungen über einen "Yoga-Hektiker":

    https://youtu.be/b1wNGbjRqJI

    Das Titelthema beginnt aber erst bei Min. 4:00.



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    1. War leider in der spambremse hängen geblieben. Wäre aber schad drum.

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