Samstag, 25. Dezember 2010

Kriegsweihnacht

Eher zynisch würde es mir vorkommen, angesichts der derzeitigen situation allen lesern und nichtlesern friedliche feiertage zu wünschen.

Auch wenn das mit dem frieden durchaus zu wünschen übrig läßt! Aber wenigstens weiße weihnacht...



Hierzu schrieb die tagesschau »weihnachtsfreude bleibt auf der strecke«. Daran läßt sich erkennen, daß die zeiten sich geändert haben. In der ewigen von a-nach-b-hetze haben die leute nicht einmal mehr zeit, sich über einen schönen wintertag zu freuen. So werden wetterwidrigkeiten zur katastophe, weil ferienflieger nicht starten können und der ICE fahrplangemäß nicht fahren kann, wenn eine schneeflocke quer auf den gleisen liegt.


Beim lesen der weihnachtsansprache des bundespräser wäre mir fast der gute weihnachtsborschtsch (der auch von atheisten gern gegessen wird) aus dem gesicht gefallen. Wenn herr Wulff in meine richtung spricht »wir gehören zusammen«, dann kann ich das nur vehement verneinen! Wir gehören nicht zusammen, weil die interessen, die herr Wulff vertritt, mit den meinen unvereinbar sind.

Punkt.


Dabei hat er mit dem was er sagt, nicht einmal völlig unrecht. Die deutsche gesellschaft lebt von denen, die für lau oder viel zu wenig arbeiten. Ein gemeinsames »füreinanderdasein« oder solidarität kann ich allerdings beim besten willen nicht erkennen!

Werter herr Wulff! Wenn Sie für ehrenamtliche arbeit sind, dann fragen Sie einfach mal Ihren freund Carsten Maschmeyer ob er nicht lust hat, im obdachlosenasyl oder im asylbewerberheim für wenigstens zehn stunden pro woche die flure zu fegen. Im gegensatz zu anderen hat er an der ruinierung der rentenkasse dermaßen viel geld verdient, daß er es sich leisten könnte, bis zu seinem todestag kostenlos zu arbeiten!

Arbeitslose können es sich nicht leisten, ihre arbeitskraft zu verschenken! Die haben kein vermögen, von dem sie zehren könnten. »Gebraucht werden« hat in unserem system grundsätzlich etwas mit entlohnung zu tun. Persönlich habe ich es tatsächlich noch kein einziges mal erlebt, daß es gereicht hätte, im kaufland an kasse der kassiererin zu sagen, daß sie gut arbeitet. Die wollte immer geld, obwohl ihr die nahrungsmittel, die ich haben wollte, nicht einmal gehörten!

Aber Sie können wohl nichts anderes sagen. Es ist krieg, fast wie vor fünfzig jahren.

Reich gegen arm.

Kommentare:

  1. Meine sehr liebe Freundin Mechthild,
    Fein, daß Du endlich mal wieder online bist. Was ich vielleicht etwas viel mache, tust Du mir zu wenig (Lach). Ich hoffe Du verbringst angenehme Festtage. Vielen Dank für diese schöne Winterbilder, (Wo ist das genau, bitte?) , besonders das zweite gefällt mir, wegen den Schilf.
    Alles Liebe und Gute, und schon jetzt einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr wünscht Dir aus dem winterlichen Flandern, xoxo
    Deine Nadja
    <3

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  2. Liebe Nadja,

    bild eins zeigt die zugeschneite »sommerfrische«: einen gurkenacker im schönsten spreewald. Bild zwei ist an einem graben im Schloßpark Charlottenburg in Berlin entstanden - feldsperlinge gelten inzwischen mancherorts als selten, in Berlin trifft man sie auch mitten in der stadt an.

    Liebe grüße,

    Mechthild

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  3. Liebe Mechthild,
    Danke sehr! Mit das Bild aus Charlottenburg bist Du bei mir als “Bild der Woche” ausgezeichnet.
    Ganz liebe Umarmung,
    Deine Nadja
    <3

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