Donnerstag, 16. September 2010

Welthunger sinkt unter 1 milliarde

Die tagesschau berichtete, daß die zahl der hungerleidenden erstmals seit 15 jahren gesunken sei. Dem bericht zufolge hungern »nur« 925 millionen menschen. Das sind rund 14 % der weltbevölkerung. Das ist keinesfalls wenig.

Daß es in der welt hunger geben muß, obgleich ausreichend nahrung produziert werden könnte, liegt an einem geisteskranken wirtschaftssystem, welches den hungertod von millionen klaglos überstehen kann. Den geldverlust einer bekloppten bevölkerungsschicht hingegen nicht.

Passend zum thema empfehle ich die doku Hühnerwahnsinn - niemals wird sich eine innerafrikanische marktwirtschaft entwickeln, deren bedingungen nicht von den derzeitigen industrienationen diktiert werden!

Kommentare:

  1. Meine liebe Mechthild,
    Ausgezeichnet! Man muß überhaupt keine Kommunistin sein um Deine Darlegung voll beizupflichten.
    Bereits die bürgerliche Soziologen Anton Zischka ("Brot für 2 Milliarden Menschen - Der Kampf um die Nahrung der Welt", Goldmann Verlag, Leipzig 1938) wie auch Josué de Castro (Brasilianer, hat nichts zu tun mit Fidel) beschrieben es alles schon ausführlich. Heutzutage hat die Schande der Hunger in der Welt alles mit Neokolonialismus zu tun und am Mangel an politische Eigenverantwortung der politische Führungen der meisten Drittweltländer. Kampf den Imperialismus! Auch auf diesem Gebiet steht, wie Karl Liebknecht es mutig ausdrückte, der Feind auch im eigenem Lande!
    Hatte gerade gestern noch bei Jette bedauert daß Du nicht da warst, jetzt erfreust Du mich!
    Sehr liebe Grüße,
    Deine Freundin
    Nadja
    <3

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  2. Wenn die Hungernden verhungern, werden es immer weniger. - Könnte man mit Zynismus sagen. Da die Hungernden als Konsumenten bereits ausgefallen sind, sind sie für das Raubbau-Rendite-System nicht mehr relevant.

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  3. Ja, die Tagesschau hat das erzählt. Die Zahl ist aber nur durch China gesunken. Das wurde in einem Nebensatz in einem Kommentar dazu gesagt. Wenn man ohne China die Hungernden zählt, hat der Hunger in der Welt zugenommen. Ist ja auch klar, wenn die Vermögen der oberen Zehntausend steigen, müssen die Einkommen der unteren Schichten sinken und der Hunger zunehmen. Für mich ist das eine Schweinerei ohnegleichen. Und im Polittourismus touren Staatsoberhäupter wieder zur UNO und beweihräuchern sich, wie gut sie wären. Deutschland erreicht nicht mal das beschämende Ziel von 0,7 % des BIP (ich glaube es ist das BIP). Laue 0,4 haben wir geschafft, wo ich doch schon 0,7 % als Unverschämtheit empfinde. Da sollen Almosen an den Mann/Frau gebracht werden und bei den Banken bürgt man mit 3-stelligen Milliardenbeträgen oder schiebt ihnen ein- und zweistellige einfach rüber. Was ist das für eine Welt!

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