Montag, 12. Juli 2010

Die Schweiz ist Weltmeister

Zwar nicht darin, mit elf personen einen ball über einen rasen zu kicken, aber dafür im ersinnen vernünftiger konzepte für den öffentlichen personenverkehr.

Im film Bahn unterm Hammer, der vom tv abgelehnt wurde, erfährt man nicht nur über den irrsinn, den die Deutsche Bahn AG treibt, um nicht für ihre kunden, sondern für investment-haie interessant zu sein und über die privatisierte bahn in England, sondern ab ca. der 29. minute auch ein wenig über das bahnkonzept der Schweiz, welches zwar keine hochgeschwindigkeitszüge bietet, dafür aber funktioniert. Zur fortsetzung des films geht es hier.


Man beachte bitte den konjunktiv in der aussage des verkehrsministers Ramsauer nach den unschönen ereignissen bei der Deutschen Bahn AG : Auch bei 40 °C plus müßten die züge zuverlässig fahren.

Sie müßten, aber tun es nicht. Eigentlich hätten sie auch im vergangenen winter zuverlässig fahren müssen, bei 20°C minus. Dennoch liefert die Deutsche Bahn AG ihre fahrgäste entweder als backhendl oder als tiefkühlgemüse aus - in Mitteleuropa sind jahreszeitbedinge temperaturschwankungen noch nie vorgekommen, man kann schließlich nicht alles vorher wissen.

Es sei denn, man ist ein Schweizer eisenbahntechniker. Dann ist man für derartige unvorhersehbarkeiten aber auch ausgebildet.

Kommentare:

  1. Meine liebe Freundin Mechthild,
    Sehr gelungener Beitrag, wobei ich fast nostalgisch zurück denke an die Deutsche Reichsbahn, die überhaupt keine Luftkühlung hatte! Wir fuhren mit offenen Fenster, es ging auch.
    Als Pendlerin zwischen Antwerpen und Lembeek könnte ich viel beschwerliches erzählen über die Leistungen der NMBS, privatisierte Belgische Eisenbahn. Das überlasse aber meine Freundin Sam in ihrem Blog „Treingezichten“, http://treingezichten.blogspot.com, das Mädel tut das ganz gut. Ich erfahre dort, daß wenn die Luftkühlung ausfällt der Zug vorschriftsmäßig hält und der Schaffner einige Minuten lang ein Tür öffnet um Luft hereinzulassen. Es geschah neulich aber das Fahrgäste eigenmächtig ein zweites Tür öffneten und sogar leichtsinnig ausstiegen. Da wettert die Bahndirektion, nicht zu Unrechte, gegen solche lebensgefährliche Verhalten. Andere sind da noch pfiffiger: In Rumänien erlebte ich daß ein Dörfler, sobald der Expresszug seinen Wohnort näherte an die Notbremse zog und in die finstere Nacht verschwand. Auf eine Frage des Kontrolleurs der CFR konnte, wollt keiner das geringste antworten. Siehste, die Bahn ist immer teurerer, die Dienstleistung hat ihre Mängel, man ärgert sich mal, aber ich liebe es trotz alledem mit der Eisenbahn zu fahren. „De trein nemen is altijd een beetje reizen“ (NMBS). Eisenbahn ist abenteuerlich!
    Es grüßt Dir, liebe Mechthild, ganz besonders lieb,
    Deine Nadja
    <3

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  2. Meine liebe Mechthild,
    Wo bleibst Du? In Urlaub, auf Reise, im Spreewald? Ich fühle mich, wenn nicht ausgesetzt, doch recht einsam ohne Deine Beiträge und Zuschriften.
    Bitte melden!
    Sehr liebe Grüße,
    Deine Freundin
    Nadja
    <3<3<3

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  3. Liebe Nadja,
    danke für die nachfrage. Ich bin leider nicht im urlaub, sondern darf bei Berliner bullenhitze arbeiten - wenn die sonne nicht heizt, sind es die monitore und prozessoren der computer, raumtemperatur derzeit 28,3°C.

    Vom »saure gurkenparadies« kann ich derzeit höchstens träumen - hoffentlich komme ich bald hin! Ein neuer artikel ist in arbeit und erscheint wahrscheinlich im laufe des tages.

    Liebe grüße,
    Mechthild

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